Droht bei Absage einer selbst gesuchten Stelle eine Sperre?

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PIAP

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Hallo liebe Forumsschreiber,

ich bin sehr froh, euch entdeckt zu haben, vielleicht könnt ihr mir helfen. Ich möchte versuchen ausreichend Info zu geben, ohne mich zu leicht identifizierbar zu machen, bin inzwischen sehr ängstlich geworden.
Ich bin seit Januar im Alg1 Bezug. Ich arbeite freiberuflich <15 stunden für eine Ausbildung nach Studium, die ich brauche um meinen Beruf ausüben zu können. Ähnlich Facharztausbildung nach medizinstudium. Ich hatte vor AL lange eine angestelltenstelle von 12 Stunden, passend um die freiberuftermine drumrum "gebastelt". Die SB meinte für alg müsse ich künftig 19,5 Stunden zur Verfügung stehen, sonst fände ich in meinem Job nix. So steht es also in der EGV ,sie meinte, die gilt auch ohne meine Unterschrift.
Ich bin jetzt im 4. Monat schwanger und auf eine eigenbewerbung hin könnte ich eine stelle haben. Ich fand es dort aber ganz schlimm, es wäre voll stressig für mich mich in so viel neues einzuarbeiten, die haben zu wenig Personal und sehr viel Chaos, deshalb nehmen sie auch mich als schwangere. Es wäre auch sehr schwer, dass um die selbstandigkeit /ausbildung herumzubasteln. Meine Ärztin wäre bestimmt auch nicht angetan, wegen der selbständigen Arbeit kann ich mir aber keine AU leisten.
Darf ich den selbst gesuchten Job absagen? Welche Sanktionen sind möglich?
Ich befürchte, wenn ich ihn nicht angebe bei der SB steht er nächste Woche in der jobbörse und ich habe ihn als VV im Briefkasten :-(
Ich habe mich noch nie vor Arbeit gedrückt, aber grade bin ich echt sehr geschafft.Vielen Dank für das Lesen des langen Textes und eventuelle Antworten!
 
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PIAP

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AW: Sperre bei Jobabsage

Eine EGV gilt nicht ohne Deine Unterschrift, dazu muesste die SB einen ersetzenden VA erlassen.

Danke für die Antwort. Aber die SB hat ihn aber doch selbst unterschrieben, zählt das nicht? Ich kann mir bei ihr gar nicht vorstellen, dass ihr da ein Fehler unterläuft. Und was bedeutet das in Bezug auf die Verweigerung der von mir gesuchten Stelle?
 

Stolti

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AW: Sperre bei Jobabsage

Ohne deine Unterschrift, zählt die EGV nix für das JC . Egal ob der SB unterschrieben hat oder nicht. Kannst dich beruhigt zurücklehnen. Sie könnten die EGV höchstens als Verwaltungsakt erlassen, jedoch steht dir vorher eine Bedenkzeit und eine Verhandlung über die EGV zu.
 

PIAP

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AW: Sperre bei Jobabsage

Ohne deine Unterschrift, zählt die EGV nix für das JC . Egal ob der SB unterschrieben hat oder nicht. Kannst dich beruhigt zurücklehnen. Sie könnten die EGV höchstens als Verwaltungsakt erlassen, jedoch steht dir vorher eine Bedenkzeit und eine Verhandlung über die EGV zu.

Okay ich verstehe. Ich bin ja aber per se gesetzlich verpflichtet, mich um einen Job zu bemühen, oder? Und Ende des Monats soll ich alle bisherigen Anschreiben und Antworten der SB vorlegen, statt 8 sind mit Schwangerschaft jetzt noch 6 Bewerbungen von mir verlangt. Was mache ich da mit dieser Stelle? Wie gesagt, wenn ich die nicht angebe fürchte ich, sie kommt als VV erneut auf mich zu. es steht auch noch ein weiteres Vorstellungsgespräch an, wo ich das Ergebnis auf einem Zettel abgeben muss. Das gilt wohl als VV .
Vielen Dank für eure Mühe!
 
E

ExUser 2606

Gast
AW: Sperre bei Jobabsage

Also irgendwie müssen wir erstmal sortieren bei Dir:

Du hattest eine EGV , in Der 8 Eigenbemühungen standen? Von Dir unterschrieben?

Wegen der Schwangerschaft wurde auf 6 Eigenbemühungen gesenkt? Wenn das in der neuen EGV steht, gilt das natürlich erst, wenn Du die neue EGV auch unterschrieben hast.

Was hatte die alte EGV für eine Laufzeit? Wurde sie gekündigt?

Wo steht, dass Du alle Anschreiben und Antworten vorlegen mußt? Normal reicht eine Liste als Nachweis aus.

Wegen dem anstehenden Vorstellungsgespräch: Wasmeinst Du mit "Das gilt wohl als VV ". Entweder es ist ein VV , oder es ist keiner.
 

BerndB

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AW: Sperre bei Jobabsage

Die EGV ist meines Erachtens bei deinem Problem eine Nebensache. Du möchtest wissen, ob bei Absage der selbst gesuchten Stelle etwas passieren kann. Eine Sperrzeit kann nur dann eintreten, wenn die Stelle von der Agentur für Arbeit mit Belehrung vorgeschlagen wurde (§ 159 Abs. 1 Nr. 2 SGB III). Die AfA muss von dir davon nichts erfahren.

Was passiert aber, wenn die Stelle der AfA gemeldet wird und du wirst vorgeschlagen. Ich würde deshalb folgendes vorschlagen, Meinungen dürften aber geteilt sein:
Die AfA trotzdem über diese Bewerbung und eigene Absage informieren. Einen für dich triftigen Grund nennen. Ist zwar nicht wichtig, zeigt aber, dass du die Suche ernst nimmst. Die SB dürfte sich jetzt kaum trauen, dir diese Stelle bei Eingang nochmals vorzuschlagen. Sie würde dann als Handlangerin der Firma daherkommen.

Du wirst aber hier noch andere Meinungen hören, die m. E. sicher genau so zu beachten sind.
 

PIAP

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Liebe Gast,

anfangs hatte ich gar keine EGV , nur die mündliche Anweisung 8 Bewerbungen pro Monat, was ich halt brav gemacht hatte, auch initiativ und telefonische Anfragen.

Erst mit Schwangerschaftbekanntgabe gab es eine -nur von der Sachbearbeiterin unterschriebene- EGV , dann mit 6 Bewerbungen und der Aufforderung alles vorzulegen (sie meinte mündlich dazu bis Ende Mai).
Ich hänge die Seite dieser EGV auch mal an, wo alle meine Pflichten aufgeführt sind (hoffentlich lesbar), wobei ich jetzt auch gesehen habe, dass Initiativbewerbungen danach gar nicht zählen ("aus Jobbörse/Zeitungsanzeige") :icon_cry:
Nun zu dem auch in der EGV erwähnten VV : Sie hat mir ein mit "Stelleninformation" überschriebenes Angebot ausgedruckt und mitgegeben, auf dem auch die Formulierung steht "umgehend bewerben". Angehängt ist da eben ein Blatt "Bitte ergänzen Sie für diesen Vermittlungsvorschlag folgende Angaben:" und dann Fragen zu wann beworben? abgelehnt? warum?

Das war aber nicht die Stelle die ich ganz am Anfang meinte, da steht das Gespräch noch aus. Das Gespräch gestern war selbst gesucht.

ich danke für's Sortieren helfen:bigsmile: und hoffe, es ist jetzt deutlicher geworden.

Die EGV ist meines Erachtens bei deinem Problem eine Nebensache. Du möchtest wissen, ob bei Absage der selbst gesuchten Stelle etwas passieren kann. Eine Sperrzeit kann nur dann eintreten, wenn die Stelle von der Agentur für Arbeit mit Belehrung vorgeschlagen wurde (§ 159 Abs. 1 Nr. 2 SGB III). Die AfA muss von dir davon nichts erfahren.

Was passiert aber, wenn die Stelle der AfA gemeldet wird und du wirst vorgeschlagen. Ich würde deshalb folgendes vorschlagen, Meinungen dürften aber geteilt sein:
Die AfA trotzdem über diese Bewerbung und eigene Absage informieren. Einen für dich triftigen Grund nennen. Ist zwar nicht wichtig, zeigt aber, dass du die Suche ernst nimmst. Die SB dürfte sich jetzt kaum trauen, dir diese Stelle bei Eingang nochmals vorzuschlagen. Sie würde dann als Handlangerin der Firma daherkommen.

Du wirst aber hier noch andere Meinungen hören, die m. E. sicher genau so zu beachten sind.

Vielen herzlichen Dank auch dir! Ja, im wesentlichen ging es mir darum, auch wenn auch das mit der EGV sehr interessant ist. Die Stelle wurde nicht vorgeschlagen. Deinen Vorschlag kann ich voll nachvollziehen. Ich kann mir grade gar keinen triftigen Grund vorstellen den meine SB für eine Ablehnung akzeptieren würde, schon gar nicht mein Überforderungsgefühl (welches ich außerhalb der Schwangerschaft auch gar nicht so kenne)! Deshalb frage ich mich, wie lange Sie mich wohl sperren wird, auch weil ja ein weiters Gespräch mit VV (wo findet man denn die Belehrung dabei?) noch aussteht, wo ich Angst habe, dass es ähnlich werden könnte.
 

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ExUser 2606

Gast
AW: Sperre bei Jobabsage

Initiativbewerbungen zählen mit, stet einen Absatz weiter oben über Zwischenziel.

Die SB ist ne fiese. Aus Stelleninformationen musst Du Dich normal nicht bewerben, die haben nämlich keine Rechtsfolgebelehrung. Sie versucht aber Durch die EG, Dich dazu zu verpflichten.

Und von Technik hat sie auch keine Ahnung. Eingangs- uns Lesebestätigungen bei Oninebewerbungen kann man als Empfänge auch wegklicken.
 

Ameisen

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AW: Sperre bei Jobabsage

Ich fand es dort aber ganz schlimm, es wäre voll stressig für mich mich in so viel neues einzuarbeiten, die haben zu wenig Personal und sehr viel Chaos, deshalb nehmen sie auch mich als schwangere. Es wäre auch sehr schwer, dass um die selbstandigkeit /ausbildung herumzubasteln. Meine Ärztin wäre bestimmt auch nicht angetan, wegen der selbständigen Arbeit kann ich mir aber keine AU leisten.

Hallo PIAP kann dir deine Frauenärztin kein Attest ausstellen das du für die von dir besagte Stelle für dich momentan durch die Schwangerschaft momentan ZUMUTBAR ist?

Weiß das jemand von euch im Forum ob das dann ausreichend ist um die Stelle nicht anzutreten?
 

PIAP

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AW: Sperre bei Jobabsage

Ich fand es dort aber ganz schlimm, es wäre voll stressig für mich mich in so viel neues einzuarbeiten, die haben zu wenig Personal und sehr viel Chaos, deshalb nehmen sie auch mich als schwangere. Es wäre auch sehr schwer, dass um die selbstandigkeit /ausbildung herumzubasteln. Meine Ärztin wäre bestimmt auch nicht angetan, wegen der selbständigen Arbeit kann ich mir aber keine AU leisten.

Hallo PIAP kann dir deine Frauenärztin kein Attest ausstellen das du für die von dir besagte Stelle für dich momentan durch die Schwangerschaft momentan ZUMUTBAR ist?

Weiß das jemand von euch im Forum ob das dann ausreichend ist um die Stelle nicht anzutreten?

Ich habe mich auch schon gefragt, was passiert, wenn die Frauenärztin schreibt, dass ich neben den 15 Stunden Ausbildungstätigkeit nur weitere 15 Stunden arbeiten kann. Ich befürchte aber, die SB wird argumentieren, dass das ein individuelles Beschäftigungsverbot ist, ich mit der Stundenzahl keinen Job finde und das heißt,dass ich nicht mehr dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehe und mir gar nix zusteht. Wie ihr merkt, bin ich von der SB sehr verängstigt.
wenn ich den selbst gesuchten Job ablehne (weil ich mir nicht zutraue) und es angebe, kann sie aber gleich 3 Monate sperren, oder? Wenn ich es selbst angebe, spielt ja wohl keine Rolle mehr, dass das nicht von Amt kam?

Ich danke so sehr für eure Zeit und Mühe, ich bin schon etwas zermürbt
 

Doppeloma

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AW: Sperre bei Jobabsage

Hallo PIAP,

anfangs hatte ich gar keine EGV , nur die mündliche Anweisung 8 Bewerbungen pro Monat, was ich halt brav gemacht hatte, auch initiativ und telefonische Anfragen.

Mündliche "Anweisungen" haben überhaupt keine rechtliche Basis, wie will denn deine SB solche "Ansagen" beweisen können ... im ALGI gibt es ürigens KEINE Sanktionen sondern Sperrzeiten und die sind bereits abschließend gesetzlich geregelt.

Für unerfüllte "Ansagen" kann man NICHT gesperrt werden ... :icon_evil:

§ 159 SGB III Ruhen bei Sperrzeit

Die ALGI -Schallgrenze liegt übrigens bei weniger als 15 Wochenstunden Verfügbarkeit / Vermittlungs-Bereitschaft, da hat sie dir auch einen "Bären" aufgebunden ...

Wenn es um die 19 / 20 Wochenstunden (angeblich) so viele Möglichkeiten gibt, WARUM hast du dann noch keinen entsprechenden Job von ihr vermittelt bekommen ... ???

Mit deinem ganzen "Drum-Rum" komme ich nicht klar, wenn du in wenigen Monaten Mutter wirst, werden sich deine beruflichen Pläne (wahrscheinlich) vorerst sowieso nicht so umsetzen lassen, wie du das mal geplant hattest.

Erst mit Schwangerschaftbekanntgabe gab es eine -nur von der Sachbearbeiterin unterschriebene- EGV , dann mit 6 Bewerbungen und der Aufforderung alles vorzulegen (sie meinte mündlich dazu bis Ende Mai).

Vergiss bitte was dir "mündlich" so aufgetragen und angeraten wird, ein Vertrag ist KEIN Vertrag wenn du ihn nicht unterschrieben hast, das ist auch bei der AfA nicht anders als sonst im Leben. :icon_evil:

Ich hänge die Seite dieser EGV auch mal an, wo alle meine Pflichten aufgeführt sind (hoffentlich lesbar), wobei ich jetzt auch gesehen habe, dass Initiativbewerbungen danach gar nicht zählen ("aus Jobbörse/Zeitungsanzeige") :icon_cry:

Das ganze Ding (EGV ) ZÄHLT NICHT OHNE deine Unterschrift, es sind die "Wünsche" deiner SB mit denen DU ja bisher NICHT einverstanden bist und deswegen fehlt deine Unterschrift.

Lass dir doch nicht "erzählen", dass ein VERTRAG auch OHNE deine Unterschrift gültig wäre, frage sie doch mal direkt wo das geschrieben steht ... :icon_neutral:

Nun zu dem auch in der EGV erwähnten VV : Sie hat mir ein mit "Stelleninformation" überschriebenes Angebot ausgedruckt und mitgegeben, auf dem auch die Formulierung steht "umgehend bewerben". Angehängt ist da eben ein Blatt "Bitte ergänzen Sie für diesen Vermittlungsvorschlag folgende Angaben:" und dann Fragen zu wann beworben? abgelehnt? warum?

Eine "Stelleninformation ist "unverbindlich" EGAL was sie dazu noch drauf schreibt oder mündlich von sich gibt ...

Es IST KEIN verbindlicher Vermittlungs-Vorschlag, sondern eine "Stellen-Information" (ohne Rechtsfolgenbelehrung = KEINE Rechtsfolgen) ... informiert bist du ja nun, aber wenn das für dich nicht in Frage kommt, dann bewirbst du dich dort eben NICHT ...

Ein verbindlicher VV MUSS auch eine Rechts-Folgen-Belehrung (RFB ) enthalten, damit eine Sperre überhaupt möglich wäre, du musst vorher informiert sein (schriftlich) womit du zu rechnen hast wenn du keine Bewerbung darauf tätigen wirst ... oder ein daraus folgendes Einstellungs-Angebot ablehnst.

Diese (rechtlich notwendige) Belehrung gibt es aber auf Stellen-Informationen NICHT.

Warum "erwartest" du einen VV zu bekommen für eine Stelle die du dir selber gesucht hast (wie oben beschrieben, wo es dir nicht zusagt), die SB sind doch keine Hellseher und dann informierst du eben NICHT zu dieser Eigenbewerbung ... :icon_evil:

Die weiß doch nur was du ihr selber dazu mitteilen wirst ...

Die EGV ist wertlos (auch für deine SB ) darüber lohnt es sich gar nicht weiter zu diskutieren, DU hast diesen Vertrag nicht unterzeichnet und damit wurde nicht verbindlich was darin steht.

Das war aber nicht die Stelle die ich ganz am Anfang meinte, da steht das Gespräch noch aus. Das Gespräch gestern war selbst gesucht.

Dann gibt es doch bisher gar keinen Anlass der SB das überhaupt mitzuteilen, ob du dort nun arbeiten wirst oder nicht und warum ...
Du bist übrigens auch nicht verpflichtet einem AG mitzuteilen, dass du schwanger bist, das geht den gar nichts an. :icon_evil:

Im 4. Monat dürfte das ja noch nicht so auffällig sichtbar sein ... wenn der dich trotzdem einstellen würde, ist das doch schon sehr bedenklich ...

Es gibt keine EGV , es gibt keine Job-Zusage und es gibt keine Ablehnung ... also gibt es auch keine Sperre ...

Wenn du vorerst weiter ALGI beziehen möchtest., dann solltest du auch bei der AfA deine Schwangerschaft nicht zum besonderen "Thema" machen, dann kann es nämlich passieren, dass man dich aus der Vermittlung nimmt, weil du aktuell am Arbeitsmarkt nicht mehr unterzubringen bist.

Dann wird nicht nur gesperrt sondern das ALGI direkt komplett aufgehoben ... weil du der Arbeitsvermittlung nicht mehr sinnvoll "zur Verfügung" stehst ...

Ich würde mir also auch irgendwelche Atteste besser "verkneifen" ... warum du nicht AU sein kannst verstehe ich nicht ganz aber der "Tanz" deiner AfA -SB ergibt sich wohl besonders aus der Tatsache, dass sie auch weiß, wie es um die Vermittlung von Schwangeren am Arbeitsmarkt bestellt ist.

Das ist zwar keine "Krankheit" und eigentlich auch kein "Vermittlungshemmnis" aber welcher AG stellt denn freiwillig Jemanden ein, der absehbar nicht mehr zur Arbeit kommen wird und vorerst nicht mal (mehr) entlassen werden kann. :idea:

MfG Doppeloma
 
E

ExUser 2606

Gast
AW: Sperre bei Jobabsage

Wenn Du etwas sebstgesuchtes ablehnst, darf es keine Sperre geben.

Ein Beschaeftigungsverbot ist wie eine AU . Bei AU zahlt die AfA sechs Wochen, danach bekommst Du Krankengeld.
 

Curt The Cat

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Moinsen PIAP und willkommen hier ...!

Ich war mal so frei und hab' den Titel Deines Fadens etwas griffiger gestaltet. Eine vollständige Frage ist immer freundlich und soviel Zeit muß sein - ergänzend verweise ich auch auf die Forenregel #11
[FONT=Arial,Wide Latin]11. Themen/Threads erstellen
[/FONT]
[FONT=Arial,Wide Latin]Beim Erstellen neuer Themen/Threads ist darauf zu achten, eine aussagekräftige Überschrift zu wählen. Themen mit nichtssagenden, allgemeinen Überschriften, oder wie z.B. Alle Reinschauen!!! oder Hilfeee!!! oder [/FONT][FONT=Arial,Wide Latin]Sperre bei Jobabsage, sowie Topics mit irreführenden Angaben werden von den Moderatoren i.d.R ohne Ankündigung entfernt!
[/FONT]
Unser TechAdmin hat sich die Mühe gemacht und den Editor für die Überschrift auf 110! Zeichen erweitert. Da passt deutlich mehr als ein bis drei Worte rein ...

Erhellendes zum Thema findet man auch hier ... ->klick

Ich wünsche Dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt hier im Forum.


:icon_wink:
 

PIAP

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AW: Sperre bei Jobabsage

Hallo Doppeloma,

dir auch vielen Dank für deine lange und ausführliche Antwort. Du hast mit vielem Recht, ich bin bei diesem Thema völlig unbedarft. Ich bin sehr blauäugig zu den Gesprächen und am heutigen Tage hat sich meine Meinung über Ämter, Menschen, Arbeitslosigkeit nachhaltig erweitert.

Ich antworte dir mal, deins schwarz, meins blau.


Die ALGI -Schallgrenze liegt übrigens bei weniger als 15 Wochenstunden Verfügbarkeit / Vermittlungs-Bereitschaft, da hat sie dir auch einen "Bären" aufgebunden ...
Das zum Beispiel hätte ich viel früher erkunden müssen, dann hätte ich darauf mehr beharrt.

Mit deinem ganzen "Drum-Rum" komme ich nicht klar, wenn du in wenigen Monaten Mutter wirst, werden sich deine beruflichen Pläne (wahrscheinlich) vorerst sowieso nicht so umsetzen lassen, wie du das mal geplant hattest.
Mit dem Drum-Rum meinst du sicher den Ausbildungs/Selbstäbdigkeitsteil? Der ist auch schwer durchschaubar, zumal ich ihn hier ja nicht ausführlich darstellen wollte (so paranoid bin ich schon). Der lässt sich ein halbes Jahr unterbrechen, das war mit Kind und Partner so geplant.

Es IST KEIN verbindlicher Vermittlungs-Vorschlag, sondern eine "Stellen-Information" (ohne Rechtsfolgenbelehrung = KEINE Rechtsfolgen) ... informiert bist du ja nun, aber wenn das für dich nicht in Frage kommt, dann bewirbst du dich dort eben NICHT ...
Leider zu spät:frown:

Warum "erwartest" du einen VV zu bekommen für eine Stelle die du dir selber gesucht hast (wie oben beschrieben, wo es dir nicht zusagt), die SB sind doch keine Hellseher und dann informierst du eben NICHT zu dieser Eigenbewerbung ... :icon_evil:
ich habe beim VG verstanden, die Stelle wird evtl. bei der Jobbörse gemeldet, wenn ich sie nicht nehme. Die haben zu wenig Personal. Und dann passt sie auf mein Profil bei der SB ganz gut und ich habe sie ganz schnell hier.


Du bist übrigens auch nicht verpflichtet einem AG mitzuteilen, dass du schwanger bist, das geht den gar nichts an. :icon_evil:
Im 4. Monat dürfte das ja noch nicht so auffällig sichtbar sein ... wenn der dich trotzdem einstellen würde, ist das doch schon sehr bedenklich ...
Ich weiß, dass ich nix sagen muss und sogar lügen darf. Aber ich kann mir nicht vorstellen, in einem Team zu arbeiten, dem ich das nicht erzählt habe am Anfang. Das kann dann richtig unangenehm werden, das durfte ich bei vielen schon beobachten und jemanden wie mir schon zusetzen. Und wie gesagt: man würde mich trotzdem einstellen, sehr gerne, sehr dringend, egal wie lange Elternzeit sein soll. Man braucht dringend jemanden, kein Alternativbewerber

warum du nicht AU sein kannst verstehe ich nicht ganz aber der "Tanz" deiner AfA -SB ergibt sich wohl besonders aus der Tatsache, dass sie auch weiß, wie es um die Vermittlung von Schwangeren am Arbeitsmarkt bestellt ist. AU wäre schwierig, weil ich die Selbständigkeit während Ausbildung nur ein halbes Jahr unterbrechen kann (nicht wie bei normaler Elternzeit länger), das wollte ich erst mit Mutterschutz plus Anfangszeit mit Kind nutzen. Außerdem brauche ich die (wenn auch nicht opulenten) Einnahmen und arbeite das gerne. Wenn ich für die Agentur arbeitsunfähig bin, kann ich nicht gleichzeitig das andere machen und das wird die SB bestimmt erfragen. AU geht für mich deshalb nur, wenn es für die Schwangerschaft unabdingbar ist.

Das ist zwar keine "Krankheit" und eigentlich auch kein "Vermittlungshemmnis" aber welcher AG stellt denn freiwillig Jemanden ein, der absehbar nicht mehr zur Arbeit kommen wird und vorerst nicht mal (mehr) entlassen werden kann. :idea:
Wie gesagt: dieser!

Ich grüße dich herzlich:icon_smile:
 
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