đŸ˜· Drohen den Kliniken italienische ZustĂ€nde? (24 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 9, GĂ€ste: 12)

Gollum1964

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Realistisch gesehen wĂŒrde so ein Fall unterm Strich auch einige Probleme lösen, das demografische zum Beispiel. Den Übriggebliebenen wĂŒrde es, nach einer kleinen Durststrecke vielleicht, hinterher auf jeden Fall besser gehen.
Nur so ein Gedanke, den man mal durchspielen kann.
Bis vor wenigen Jahrzehnten waren Kriege ein probates Mittel (siehe Wirtschaftswunder in den 50ern in D: es waren nur wenige noch da, dafĂŒr aber viel aufzubauen), geht aber aktuell wegen des atomaren Risikos nicht mehr. Auch im Mittelalter nach den Pestepidemien waren Jobsuchende rar, sodass deren Löhne sprunghaft anstiegen. Auch nach dem 30 jĂ€hrigen Krieg konnte jeder Bauer werden und AnbauflĂ€chen sehr gĂŒnstig erwerben, da viele Bauernhöfe verwaist.
 

lino

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Auch im Mittelalter nach den Pestepidemien waren Jobsuchende rar, sodass deren Löhne sprunghaft anstiegen. Auch nach dem 30 jĂ€hrigen Krieg konnte jeder Bauer werden und AnbauflĂ€chen sehr gĂŒnstig erwerben, da viele Bauernhöfe verwaist.
Aha, interessant. Auf der anderen Seite gabs aber auch florierende HandelsstĂ€dte, die vorher richtig reich waren, nach Krieg und Pest aber in die Bedeutungslosigkeit zurĂŒckgefallen sind.
Hier ist aber die Studie von 2013:
 
G

Gelöschtes Mitglied 30227

Gast
Unsere Bundesregierung sagt ja das sie die Intensivbetten verdoppeln wollen.
Also von jetzt ca. 300 000 auf 600 000. PflegekrĂ€fte gibt es dann immer noch nicht genug. Von Krankenschwestern und Ärzten will ich erst gar nicht reden.

OK - ich nehme mal an alles klappt und wir hÀtten dann ca. 300 000 Betten frei.
Das macht dann auf ca. 14 Tage gerechnet ca. 20 000 tÀglich schwer-neuinfizierte die versorgt werden können.
Da diese ca. 5 % aller Neuinfizierten ausmachen komme ich jetzt auf ca. 400 000 Neuinfizierte tÀglich die wir uns leisten könnten.
Damit komme ich nach alter Rechnung auf 100 anstatt 600 Tagen bis es gut durchinfiziert ist.

Ich gehe davon aus das wir noch mindestens ein halbes Jahr so wie
jetzt erleben werden.
Je flacher die Kurve der neuinfizierten wird, je lÀnger haben wir damit zu tun.

Mann muss nur wissen wieviel schwer-neuinfizierte man sich leisten kann ohne das unnötig Leute sterben, weil unterversorgt.
 

Gollum1964

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irgendwie entwickelt sich fĂŒr Politik, Wirtschaft und Medizin gerade ein großes Dilemma:

1) entweder man lĂ€sst das Volk kurzfristig durchseuchen mit hohen KollateralschĂ€den an Menschenleben und medizinischen SpĂ€tfolgen auch bei harmlosen VerlĂ€ufen (u.a. leichte Lungenfibrosen), die Wirtschaft könnte sich aber nach einem kurzen Schock wieder erholen und kĂ€me mit einem tiefblauen Auge davon (gemĂ€ĂŸ Straubhaar).
2) man versucht das Prozedere zu verlangsamen (wie aktuell) und hofft rechtzeitig auf einen Impfstoff, der aber noch viele Monate bis 1 Jahr auf sich warten lÀsst.
a) Dann wÀren aber entweder viele Firmen pleite und viele Leute arbeitslos, falls der Staat sich nicht hoffnungslos verschulden möchte oder
b) der Staat verschuldet sich hoffnungslos und rettet tatsĂ€chlich alle. Dann allerdings wird die Inflation nicht mehr schleichend sein, sondern fĂ€ngt schnell an zu traben und schließlich zu galoppieren, da wahnsinnig viel Geld auf eine geringe Menge an produzierten GĂŒtern trifft.

Irgendwie sind das alle keine schönen Szenarien. Eher die Wahl zwischen Pest und Cholera.
 

humble

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irgendwie entwickelt sich fĂŒr Politik, Wirtschaft und Medizin gerade ein großes Dilemma:

1) entweder man lĂ€sst das Volk kurzfristig durchseuchen mit hohen KollateralschĂ€den an Menschenleben und medizinischen SpĂ€tfolgen auch bei harmlosen VerlĂ€ufen (u.a. leichte Lungenfibrosen), die Wirtschaft könnte sich aber nach einem kurzen Schock wieder erholen und kĂ€me mit einem tiefblauen Auge davon (gemĂ€ĂŸ Straubhaar).
Wer sagt, dass dies nicht genau das Ziel der drei ist. In der Zwischenzeit einfach in allen Medien Berichte zeigen, dass stĂ€ndig Massen an Menschen sich nicht an die Empfehlungen halten. Nach den kurzfristigen, aber großen Verlusten an Menschenleben, sagt man dann einfach: "Wir haben euch ja gewarnt. Ihr seid selbst schuld"
 

Stauer

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Um nochmal zum Thema zurĂŒckzukommen, ja ich denke es könnte sein, das es hier solche ZustĂ€nde, wie in Italien geben könnte. Nur eben mit deutscher MentalitĂ€t. Unser Gesundheitssystem war ja schon vor Corona fast kaputtgespart. Vor allem am Personal.
Die vielgelobte Nr. 116 117 soll auch stÀndig besetzt sein. In Arztpraxen bekommt man auch keine telefonische Auskunft mehr.
Ich bin mal gespannt, was da noch alles zum Vorschein kommt. Ein wenig Sorge macht mir, daß wieder sortiert wird, in wertes und unwertes Leben. Wer Familie hat, geht vor und all die anderen Kriterien.

Drum möchte ich Euch alle bitten, steckt Euch nicht an. Ich poste gern mit Euch.
 

Uhus

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Um nochmal zum Thema zurĂŒckzukommen, ja ich denke es könnte sein, das es hier solche ZustĂ€nde, wie in Italien geben könnte. Nur eben mit deutscher MentalitĂ€t. Unser Gesundheitssystem war ja schon vor Corona fast kaputtgespart. Vor allem am Personal.
Nein, wir werden nicht VerhĂ€ltnisse wie in Italien bekommen, weil wir deutlich zeitiger vorsorgende Maßnahmen ergriffen haben. Außerdem verfĂŒgen wir in Deutschland ĂŒber drei Mal so viele PlĂ€tze auf Intensivstationen pro 100.000 Einwohner wie in Italien, die dazu noch temporĂ€r erweitert werden: Berlin plant bspw., kurzfristig auf dem MessegelĂ€nde ein extra Krankenhaus fĂŒr Corona-Patienten mit einer KapazitĂ€t von 1.000 Betten zu eröffnen.

Außerdem dĂŒrfte die offizielle Todesrate [%] in Italien stark verzerrt sein, da die Bevölkerung dort weit weniger auf das Coronavirus getestet wurde und selbst Verstorbene einem Test unterzogen werden, wie ich hörte.
 
Zuletzt bearbeitet:

Stauer

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Wie kommt man auf eine solche Aussage und in Bezug auf was wirst du seit Corona nun sortiert?
Dieser Satz war in Futur gerichtet. Ich mache mir Sorgen, daß das kĂŒntig kommen könnte.
Noch ist es nicht soweit und vieleicht ist mein Gedanke auch unbegrĂŒndet.
Berlin plant bspw. auf dem MessegelĂ€nde ein extra Krankenhaus fĂŒr Corona-Patienten mit einer KapazitĂ€t von 1.000 Betten.
Ja, davon habe ich gehört. Es sollen sogar Hotels dafĂŒr genutzt werden. Das sind gute Notlösungen. Bei Hotels bin ich ein bißchen skeptisch. Was wird dort nach Corona sein. Immerhin kommen dann wieder GĂ€ste dort hin.
Ob man das in Italien auch so macht, weiß ich nicht.
 
G

Gelöschtes Mitglied 30227

Gast
Also Betten mit Beatmungsmöglichkeiten gibts 28.000.... keine Ahnung was fĂŒr Betten du meinst...
Entschuldigung, ja deins stimmt.
Also bei mir dann ĂŒberall ne Null weg.

Das heisst wir können uns 40 000 tÀgliche Neuinfizierte leisten. Bei 4 Monaten gibts dann nur ne halbe MIllion Geheilte/Immune. Und das bei 80 Mio. Ein Jahrhundert, oder? Wir brauchen mehr Betten. Viel mehr Betten.
Wenn die Betten denn kommen.
DarĂŒber mĂŒssen wir dann sehen wer ĂŒberleben soll und wer nicht.
Das ist aber nicht unsere schuld sondern schuld unserer Regierung.
Ich hoffe ihr wÀhlt auch weiterhin solche Dödel.

Ihr glaubt mir nicht? Dann malt doch einfach ihre Grafiken weiter und tada.
 

PeterBonn

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Also Betten mit Beatmungsmöglichkeiten gibts 28.000.... keine Ahnung was fĂŒr Betten du meinst...
Sicher, die sind auch alle frei, stehen nur so rum und warten auf Corona Patienten.
Unser Gesundheitsystem ist so ausgelegt, das es kaum Reserven gibt. Was da ist wird auch benötigt, vor Corona!

Wie kommt man auf eine solche Aussage und in Bezug auf was wirst du seit Corona nun sortiert?
In LÀndern, wo BeatmungsplÀtze fehlen, wie in Italien, wird sortiert. Gesunde ohne Vorerkrankung erhalten dann die Beatmung - Kranke werden liegen gelassen, daher hat Italien so eine hohe Sterblichkeit bei Corona.
 

Kerstin_K

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Ich hab gester eine Sendu g gesehen, da sagte jeman, man könne noch die Beatmungsgeraete aus den OPs dazunehmen. Nicht ganz optimal, aber möglich. Und fĂŒr leichtere FĂ€lle ist in vielen KrankenhĂ€usern zumindest Sauerstoff an fast jedem Bett verfĂŒgbar.
 

ZynHH

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lino

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Das heisst wir können uns 40 000 tÀgliche Neuinfizierte leisten. Bei 4 Monaten gibts dann nur ne halbe MIllion Geheilte/Immune. Und das bei 80 Mio. Ein Jahrhundert, oder? Wir brauchen mehr Betten. Viel mehr Betten.
Wenn die Betten denn kommen.
Ihr glaubt mir nicht? Dann malt doch einfach ihre Grafiken weiter und tada.
Du hast das, wie viele andere auch, mit der Wachstumsrate noch nicht realisiert.
Wenn jeder Infizierte am Tag nur eine weitere Person infizieren wĂŒrde, wĂŒrde es Jahre dauern, bis 80Mio Menschen infiziert wĂ€ren.
Die Zunahme pro Tag sÀhe dann so aus: 1; 2; 3; 4; 5; 6; usw..
Das wÀre Fall 1. So lÀuft das aber nicht.
Die Wirklichkeit ist, das jeder Infizierte mehr als eine Person ansteckt. Angenommen, pro Tag steckt jeder Infizierte 2 weitere Personen an, sieht
die Zunahme so aus: 1; 2; 4; 8; 16; 32; usw..
Am Tag sechs hĂ€tten wir im Fall 2 gegenĂŒber Fall 1 eben 26 Infizierte mehr.
Wir haben es hier mit Fall 2 zu tun, die Anzahl der Infizierten verdoppelt sich aktuell alle 3 Tage.
Am 19 MĂ€rz haben wir 13.000 Infizierte, Montag den 23. sind es 26.000, am Freitag den 27 sind es 52.000, am 31 MĂ€rz sind es 104.000 Infizierte.
Um den 5 April herum sind es dann 208.000.
SpĂ€testens dann haben wir italienische VerhĂ€ltnisse, weil unser Gesundheitssystem ĂŒberlastet ist.
Dann gibts bei der Geschichte noch ein paar unbekannte Faktoren:
Ob Massnahmen wirken oder nicht, weiss man erst mit einer Verzögerung von 14 Tagen, ausserdem gibts noch eine gewisse Dunkelziffer an Infektionen, so das die Zahlen sich auch erhöhen können.
Nebenbei gesagt ist das Wachstum der Infektionen in D höher als in Italien. Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall.
Wer meint, das die Lage hier nicht brenzlig ist, verkennt da einiges.
Oder ist ein fahrlĂ€ssiger Dummkopf, LĂŒgner oder Ignorant. Oder alles zusammen.
 

iSlave

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Es ist zur Zeit sowieso nicht möglich so etwas zuverlÀssig hochzurechnen. Genauso wenig ist es möglich die Situation realistisch einzuschÀtzen.
 

Lucky Luke

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...Wenn jeder Infizierte am Tag nur eine weitere Person infizieren wĂŒrde, wĂŒrde es Jahre dauern, bis 80Mio Menschen infiziert wĂ€ren.
Die Zunahme pro Tag sÀhe dann so aus: 1; 2; 3; 4; 5; 6; usw..
Das wÀre Fall 1. So lÀuft das aber nicht...
Stimmt, so nicht... Bin jetzt nun nicht der Super-Mathematiker, aber wenn jeder Infizierte jeden Tag eine andere Person ansteckt, geht die Reihe so:

1, 2, 4, 8, 16, 32, 64, usw usw

Deine "Berechnung" wĂŒrde implizieren, dass der 1. Infizierte (Patient 0...) nur am 1. Tag jemanden ansteckt, und dann nicht mehr, dieses Szenario wĂ€re aber extrem unrealistisch.

Wenn jeder Infizierte am Tag 2 weitere ansteckt -> 1, 3, 9, 24, 72, 127, 381, usw usw


Ansonsten - kann ich dir nur zustimmen 😎
 

Gollum1964

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mahlzeit,

trotzdem frage ich mich die ganze Zeit:

Wieso sind in China bei ĂŒber 1 Milliarde Menschen nur 80000 betroffen (Zahl nimmt in den letzten Tagen kaum mehr zu) und werden dort nicht 700 Millionen durchseucht. Sind chinesische Menschen resistenter als EuropĂ€er?
Hier höre ich immer von einer Durchseuchungsgefahr von bis zu 50 Millionen von 80 Millionen Menschen in D. Will man es bewusst politisch ĂŒberdramatisieren, damit die Menschen entsprechend ĂŒbervorsichtig werden?
Andererseits nimmt natĂŒrlich auch die Wirtschaft bei uns einen großen Schaden, wenn diese monatelang still liegt.
Fragen ĂŒber Fragen.
 

iSlave

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Der ein oder andere Verschwörungstheoretiker spekuliert ĂŒber frisierte Zahlen aus China.
 

Lucky Luke

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...Wieso sind in China bei ĂŒber 1 Milliarde Menschen nur 80000 betroffen (Zahl nimmt in den letzten Tagen kaum mehr zu) und werden dort nicht 700 Millionen durchseucht. Sind chinesische Menschen resistenter als EuropĂ€er?...
Der ein oder andere Verschwörungstheoretiker spekuliert ĂŒber frisierte Zahlen aus China.
Um den von der chinesischen Regierung veröffentlichten Zahlen bzw. Informationen nicht zu glauben, muss man kein Verschwörungstheoretiker sein - meine Meinung 😇
 

lino

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Es ist zur Zeit sowieso nicht möglich so etwas zuverlÀssig hochzurechnen. Genauso wenig ist es möglich die Situation realistisch einzuschÀtzen.
Wenn ich eine Bedrohung nicht einschÀtzen kann, gehe ich ja wohl erstmal vom schlimmsten Fall aus, der eintreten kann, anstatt schönzureden.
Dann bin ich immer auf der sicheren Seite. Optimistisch kann ich immer noch werden.
Stimmt, so nicht... Bin jetzt nun nicht der Super-Mathematiker, aber wenn jeder Infizierte jeden Tag eine andere Person ansteckt, geht die Reihe so:

1, 2, 4, 8, 16, 32, 64, usw usw

Deine "Berechnung" wĂŒrde implizieren, dass der 1. Infizierte (Patient 0...) nur am 1. Tag jemanden ansteckt, und dann nicht mehr, dieses Szenario wĂ€re aber extrem unrealistisch.
Das ist richtig, ich hatte das Beispiel gebracht, um genau das aufzuzeigen, warum das unrealistisch ist. Die Reihe oben habe ich ja auch gebracht.
Was die ganzen Optimisten vergessen ist ja, das die Verdoppelungsrate nicht der aktuellen Wirklichkeit entspricht, sondern die der Vergangenheit. Bekannt sind ja nur die festgestellten Infektionen, die Dunkelziffer tritt erst in ein paar Tagen oder Wochen hervor. Deswegen kann die Verdoppelungsrate sinken, genausogut aber auch steigen. Solange die Rate nicht deutlich sinkt, muss ich pessimistisch rangehen.
Die Zahl der Infektionen nimmt im Augenblick in Deutschland noch deutlich schneller zu als in Italien.

Wieso sind in China bei ĂŒber 1 Milliarde Menschen nur 80000 betroffen (Zahl nimmt in den letzten Tagen kaum mehr zu) und werden dort nicht 700 Millionen durchseucht. Sind chinesische Menschen resistenter als EuropĂ€er?
Die Chinesen haben frĂŒh alles rigoros abgeriegelt, den ÖPV eingestellt und Ausgangsverbote verhĂ€ngt.
Was die frisierten Zahlen aus China angeht:
Ja Nein Doch. Man kann das ja auch mal andersherum sehen.
Vielleicht sind die Chinesen nicht solche SchlafmĂŒtzen wie wir Deutschen, wo ja einer Menge von Leuten Karnevalsfeiern wichtiger ist als die Gesundheit.
Hier höre ich immer von einer Durchseuchungsgefahr von bis zu 50 Millionen von 80 Millionen Menschen in D. Will man es bewusst politisch ĂŒberdramatisieren, damit die Menschen entsprechend ĂŒbervorsichtig werden?
Könnte sein, weils noch genug Leute gibt, die den Ernst der Lage ignorieren. Söder droht in Bayern schon Ausgangssperren an, falls die Leute nicht von alleine die Verhaltensregeln beachten.
Dann kann es aber auch sein, das die Massnahmen nicht die erhoffte Wirkung zeigen, weil die sich erst mit einer Verzögerung von 1-2 Wochen zeigt.
So wie sich jetzt zeigt, das die Karnevalsfeiern vor 3 Wochen leider auch ein Fehler waren.
Andererseits nimmt natĂŒrlich auch die Wirtschaft bei uns einen großen Schaden, wenn diese monatelang still liegt.
Fragen ĂŒber Fragen.
Die nimmt so oder so Schaden, darauf kommt es jetzt nicht mehr an.
Das wissen die Chinesen ĂŒbrigens auch, weshalb sie auch so drastisch gehandelt haben. Oder glaubt jemand, das die ihr Gesundheitssystem und ihre Wirtschaft zusammenbrechen lassen wollen?

HÀtte man hierzulande auch alles wissen können:
 

lino

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Schaun wir mal, wie es in 2 Wochen in GB aussieht:
Dann wissen wir, ob die Warnungen hier nur Hysterie oder berechtigt sind.
 
G

Gelöschtes Mitglied 30227

Gast
Warum es in China praktisch stoppt?
Weil die Ausbruchsherde komplett abgeriegelt sind.
Und alle anderen Provinzen auch in Bezug von Einreise.
Weil wenn irgendwo wieder was ausbricht wird in China der Bereich rigoros abgeriegelt, bis es durchseucht ist.
Bis dann ganz China durchseucht ist, dauerts ganz lange.
Aber die Provinzen/Bezirke können arbeiten bis zum Ausbruch und ca. 1 bis max 2 Monate nach Durchseuchung.
Der Reiseverkehr muss natĂŒrlich weiter gesperrt bleiben.
 
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