Dritter Versuch des PAP mich zum Ein-Euro-Job zu kriegen

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ExitUser

Gast
PAP ist hartnäckig, zum dritten Mal Einladung zu demselben Ein-Euro-Job. Krieg immer mehr das Gefühl, dass ich da nicht hinwill, denn dieser Mann will mir nichts Gutes, soviel ist schon klar.
Die Stelle ist in einer Hochschule, was da gemeinnützig sein soll, weiß ich nicht, es gibt aber noch keine näheren Angaben zum Job, nur ein Angebot, in einem "Gespräch" rauszufinden, was für mich die beste Möglichkeit ist. Will dort keinen Arbeitsplatz ersetzen und mit meiner restlichen Gesundheit will ich gucken, dass ich damit einen normal bezahlten Job kriege. Wenn ich vom Ein-Euro-Job komme lieg ich flach und kann gar nichts mehr tun, weder für meine Gesundheit, noch für Arbeitsuche, so war es letztes Jahr, welches ich schon fast durchgehend in einem Eurojob verbrachte. Es reicht mir nun, ich will nicht ständig unter "Aufsicht" Eurojobs machen und dann auch noch merkwürdige Beurteilungen kriegen, weshalb der ganze Ärger ja erst anfing, weil mich meine zweite Anleiterin überhaupt nicht leiden konnte.

War heut beim RA, der meinte, ich muss dahin, wenn ich diese dritte Einladung nicht wahrnehme und mich einfach nicht melde, wird er gegen eine Sanktion nicht wirksam Widerspruch einlegen können. Die erste Einladung und Folgetermin wurde ja im anderen Thread schon behandelt, da war ich erstens krank und der Ersatztermin, also die zweite Einladung kam per Email und davon hatte ich erst Kenntnis, als der Termin schon vorüber war, da ich ja nicht jeden Tag in mein Mailfach gucke. Hier noch mal der Thread zu den ersten beiden Einladungen:

https://www.elo-forum.org/euro-job-...wegen-nichteinhaltung-einladung-euro-job.html

Der Text der dritten Einladung ist derselbe, nur halt mit einem Termin nächste Woche. Auch wieder kein Hinweis im Text auf die Rechtsfolgebelehrung, die jedoch als eine zweite Seite lose beigefügt ist. Jedoch kein Hinweis im Text, dass der Brief zweiseitig ist. Hatte schon mal jemand angemerkt, dass die Rechtsfolgebelehrung in dieser Form wohl hinfällig ist. Hoffentlich. Mein RA kennt sich da auch nicht so doll aus, ist aber menschlich okay. Ich will da auf gar keinen Fall hin, und wenn, dann nur mit Begleitung, und da muss ich auch noch erst jemand wirklich Passendes finden, der auch zuverlässig ist, und auch vielleicht ins Gespräch eingreifen kann, wenn Frau Dr. Fragen stellt, die wohin zielen, was mir gefährlich werden könnte. Das finde ich höchst alarmierend, dass der mich da zum dritten Mal hinschickt und es auch noch als einen für "interessanten Job" hinstellt. So wie er sich bisher mir gegenüber verhalten hat, vertraue ich diesem "netten Angebot" ja so ganz und gar nicht. Aber selbst wenn das eine nette ruhige Arbeit in gutem Arbeitsklima wäre, ich will einfach keinen Eurojob mehr, ich will zumindest einen 400-Euro-Job oder einen anderen normal bezahlten Job. Oder alternativ eine Tauschringmitarbeit. (müsste hier erst noch gegründet werden)
Eine andere Möglichkeit wäre eine Krankschreibung. Nicht dass ich nicht krank wäre, aber erst mal einen Arzt finden, der mich auch länger krank schreibt, anstatt mich mit Kreislaufbeschwerden und akutem Rheumaschub den Schergen der Ämter ausgeliefert zu lassen. Kann kaum mein Haushalt auf die Reihe kriegen, und muss dann noch gegen diese ganzen Maßnahmen ankämpfen. Zur sinnvollen Jobsuche hab ich so doch gar keine Zeit mehr, wie denn? Der PAP schickt mir fast jeden Tag neue Schreiben.
RA und ich sind heut an seinem Schreibtisch fast untergegangen in den vielen Anschreiben.
Was tun? Ganz wichtig ist Begleitung denke ich. Oder vielleicht komme ich schon raus, weil die Rechtsfolgebelehrung nicht ordnungsgemäß im Text eingebunden ist.
Ich will keinen Eurojob mehr machen, weil ich schon 5 gemacht hab, der letzte 1 Jahr lang, lief erst letzten November aus.
Außerdem will ich keinen Arbeitsplatz ersetzen.
Will lieber eine Heimarbeit suchen, da ich umziehen will. Jetzt nicht wegen diesem Generve, das wird wohl mitumziehen, aus anderen persönlichen Gründen will ich schon länger umziehen, seitdem meine Beziehung beendet ist, will ich erst recht weg. Aber dass ich nun schon wieder in einem Ein-Euro-Job feststecke kommt für mich gar nicht in Frage. Sanktion will ich mir aber auch nicht unbedingt einfangen.:eek::icon_eek:
 
G

gast_

Gast
Ja, ich denke auch, du solltest dir einen guten Beistand mitnehmen... ums Hingehen wirst nicht drum rumkommen.

Ich würde denen da aber klar sagen, daß erzwungene Beschäftigung nicht motivierend ist... mal von deinem Gesundheitszustand abgesehen....vielleicht wollen sie dich dann nicht?

Und deinem SB würde ich danach sagen, die Tätigkeiten kannst aus gesundheitlichen Gründen nicht machen - er soll dich erstmal zum med. Dienst schicken...
 
E

ExitUser

Gast
Es ist hier ja eine Optionskommune, ohne medizinischen Dienst. Es stehen hier nur die lokalen Ärzte zur Verfügung, um Atteste, Krankschreibungen oder Befreiungen von bestimmter Arbeit zu bekommen. Wie meine Erfahrungen mit diesen Ärzten sind, hab ich ja schon beschrieben.
Vielleicht gibt es aber eine Möglichkeit, doch darauf zu bestehen, zu einem Termin bei einem MDA in einer anderen Stadt geschickt zu werden. Und der PAP sagt es mir nur nicht.
Aber ich weiß nicht, wie ich das rausfinden soll, bzw. wo und mit welchen Suchworten das zu googeln geht.
 
E

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Gast
Also, ich würde zu dem Termin hingehen, und wenn es möglich ist, mit Beistand.
Als allererstes würde ich mir auf dieser Zuweisung dann bestätigen lassen, daß ich den Termin wahrgenommen habe.
Und dann nachfragen, was gemacht werden soll. Da würde ich auch darauf hinweisen, daß ich nicht freiwillig da wäre sondern auf Druck der ARGE. Und, das ich nur gewillt bin, rechtskonforme Tätigkeiten auszuführen, die nachweislich zusätzlich sind und nicht von Angestellten übernommen werden können. Sollte ich trotzdem zu Arbeiten herangezogen werden, dann wird von mir ein Protokoll mit den jeweiligen Tätigkeiten geführt und ich werde anschließend einen gerechtfertigten Arbeitslohn per Gericht einklagen.

Was glaubst du, ob die dich dann noch nehmen????
 

gelibeh

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Aber ich weiß nicht, wie ich das rausfinden soll, bzw. wo und mit welchen Suchworten das zu googeln geht.
Auch in einer OPK müsste man doch die ARGE schriftlich auffordern können, ersteinmal die Erwerbsfähigkeit feststellen zu lassen.
 
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Gast
hoffe ich.
Beistand suchen ist ganz wichtig. Notfalls halt nochmals Krankschreibung. Mein RA käme wohl mit, hat an dem Tag aber viel um die Ohren, eventuell den Termin verschieben, so dass er doch mitkommen könnte.
 

Rechtsverdreher

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Kreislaufbeschwerden und akuter Rheumaschub reichen doch aus. Wegefähig ist man damit sicherlich nicht.

Vielleicht bezahlt Dir das Amt ja die Taxifahrtkosten.

Bzgl. der vielen Anschreiben solltest Du Dir vielleicht mal einen Reißwolf zulegen.
 

ebsw

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Eingliederungskonzept

Die BA hat, reagierend auf Urteile der Sozialgerichte, vor einiger Zeit bestätigt, dass Ein-Euro-Jobs nur auf Grundlage eines Eingliederungskonzeptes festgelegt werden können. Hast du ein solches Konzept - nicht Eingliederungsvereinbarung - überhaupt zu Gesicht bekommen? Wenn nicht, dann ist diese Zuweisung unbegründet.

Das ganze Drumherum kannst du hier lesen:
Arge Bedrängnis in Pirna
 
E

ExitUser

Gast
EGV hab ich nicht unterschrieben, das ist schon mal gut. Bin dabei einen Zeugen zu organisieren.
Scheint mir ganz sinnvoll, mich so zu verhalten, wie hajoma erklärt hat. Darf ich das auch so sagen, ohne Sanktion zu riskieren, dass ich unfreiwillig da bin, wird mir das dann nicht als Arbeitsunwilligkeit ausgelegt. Oder der Zeugenbeistand als Vereitelung eines Vorstellungsgesprächs?
Evtl. kann ich den Termin verschieben und der RA hat dann Zeit, wär wohl das Beste. Er ist auch sehr sensibel gegenüber meiner Ansicht, dass die Billiglohnjobs und ZAF überhand nehmen und das soziale Netz insgesamt gefährden. Auch sein Partner in der Kanzlei ist ganz okay, also die sind voll auf unsrer Seite.
Und wenn auch, ich hab mit dem Anwalt schon darüber geredet, dass ich mich,wenn es hart auf hart kommt, nicht beugen werden aus Angst vor Sanktion, wenn ich es moralisch und ethisch nicht vertreten kann, zu etwas genötigt zu werden, was nicht nur keinen Sinn für mich macht und mir Nachteile bringt, sondern auch der Allgemeinheit Schaden zufügt, dadurch dass Löhne sinken und das soziale Netz dadurch wegbricht.
 
E

ExitUser

Gast
Die sicherste Ablehnung eines EEJ ist immer ein Attest mit gesundheitlichen Gründen. Dann bist du ganz fein raus.

Wenn das nicht klappt, dann kann man dich ebenfalls nicht sanktionieren, wenn du keine EGV unterschrieben hast. Man müsste von dieser Zuweisung mal die Rechtsfolgebelehrungen sehen. Ohne vorherige EGV bzw. VA kann nämlich nur nach § 31 Abs. 1Satz 1d) SGB II sanktioniert werden. Dieser § bzw. dieser Satz 1d) läuft aber ins Leere, denn er sanktioniert nur "Arbeiten nach § 16 Abs. 3 Satz 2 SGB II". Diese Arbeit nach § 16 Abs. 3 Satz 2 gibt es aber nicht, nachdem 2009 das Gesetz geändert wurde. Der Satz läuft ins Nirwana.

Fazit: Es gibt keine Gesetzliche Grundlage, um EEJ ohne vorheriger EGV zu sanktionieren. Darauf müsste der Anwalt den Widerspruch aufbauen.

Solltest du trotzdem sanktioniert werden, ist das sehr schnell im Eilverfahren eingeklagt. Danach weist dein SB dir keinen EEJ mehr so schnell zu.
 

Speedport

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Im letzten Thread wurde genau das gleiche Thema behandelt. Es wurden Dir viele gute Ratschläge gegeben, unter anderm auch vom mir. Davon warst Du ganz begeistert, hier schreibst Du jetzt, als hättest Du entsprechende Tips noch nie erhalten.

Was soll das? Vermutlich gibt es hier auch Leute, die hier nur schreiben um die Zeit tot zu schlagen. Ich gehöre nicht dazu. Ich fühle mich, gelinde gesagt, versch....
 
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ExitUser

Gast
Die Sanktionsandrohung hab ich heute zur Kommunalen gebracht und mir die schriftliche Anhörung als Eingegangen abzeichnen lassen. Als Begründung für Nichterscheinen hab ich die per Einschreiben geschickte Krankmeldung genannt und von weiteren Terminen hatte ich keine Kenntnis.

Nun muss ich mich entweder wieder krankschreiben lassen, oder hingehen, war heut morgen deswegen beim RA. Der meinte die beiden Möglichkeiten hab ich.
Für beide Möglichkeiten will ich nun erst mal Begleitung suchen, denke das ist mittlerweile angebracht.

Ich melde mich weiter, wenn was Neues passiert, und das wird es. Der PAP arbeitet definitiv auf Sanktion hin oder Abtransport in die PSA siehe mein Thread über das Bewerbungstraining:
https://www.elo-forum.org/50/54535-bewerbungstraining.html
 

alk4

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hy morris,

Wenn es zu schlimm wird mit den argen Gesellen, dann geh auf Depression. Such dir nen Psycho-doc und beweine dein Unglück, wie schlecht es dir geht, das du nicht mehr ein und aus weißt etc. Seit dem ich zu meinem Psychodoc pilger habe ich Ruhe vor diesen A.schlöchern.:biggrin:
 
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ExitUser

Gast
@alk:
Ist ja gut gemeint, aber:
mir wird schon einige Zeit die Behandlung einiger chronischer Krankheiten verweigert, wahrscheinlich weil ich damit das Budget arg belasten würde, Verdacht auf Sjögren oder Sicca-Syndrom mit Beteiligung der Bauchspeicheldrüse, das kann noch alles Mögliche nach sich ziehen von Diabetes und Durchblutungsstörungen bis wasweißich. Die kommen mir auch immer mit: Muss wohl psychisch sein, ich kann das nicht mehr hören. Will auch nicht, das kann auch erhebliche Nachteile haben, wenn du was vortäuschst, was nicht da ist. Abgesehen davon sind die Psychopharmaka, die du dann eingetrichtert kriegst, alles andere als gesund.
Klar ist auch mein seelisches Wohlbefinden derzeit durch die Gesamtsituation nicht optimal, aber das ist keine Krankheit. Ich muss aber etwas vorlügen und will es auch nicht. Ich will einfach meine Rechte wahrnehmen und nicht in unsinnige Maßnahmen gepresst werden. Sicherlich, man kann Gefälligkeits-Atteste verwenden, um sich vor etwas zu drücken. Will ich aber nicht, ich habe genug ganz reale und legale Gründe, weswegen ich diesen Job nicht machen will. Außerdem bin ich viel zu krank um etwas realistisch vortäuschen zu können. Und ist das nicht ein Hirnriss an sich, wenn ich eine andere Krankheit vortäuschen sollte, aber doch tatsächlich krank bin, nur halt eine andere Krankheit habe. Muss nur die Krankschreibung energisch genug einfordern und mir Begleitung zu den Arzt-Terminen mitnehmen. (Hast wahrscheinlich meine anderen Threads nicht gelesen, wo ich es beschrieben hab wie schwierig es für mich ist Behandlung Medis und Krankschreibungen für meine rheumatischen Beschwerden zu kriegen.)
Trotzdem, alle Tipps sind gut gemeint und ich bin froh darüber, es war zumindest eine versuchte Hilfe und es tut mir dann trotzdem in der Seele wohl, dass es Leute gibt, die mir beistehen und sich kümmern, das tröstet einen.
 

alk4

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Warum bekommst du denn keine Ärzte die deine realen Krankheiten terapieren? Lebst du in einem Dorf wo es kaum Ärzte gibt?
Ich habe durch die Borelieose schwere gesundheitliche Einschränkungen. Eine extreme Wetterfühligkeit ist nach mehreren Antibiotica Terapien übriggeblieben. Das dies wohl ein Leben lang nicht mehr viel besser wird hat mich depressiv gemacht. Vor allem weil es mir nicht immer so schlecht ging, und ich früher zwar nicht reich war, aber mir eine schöne Wohnung ein Auto, Reisen etc leisten konnte.
Jetzt lebe ich in einem 1 Zimmer Wohnkloh habe nur noch einen Roller und bin fast immer in meinem Garten oder mache etwas ehrenamtlich Naturschutzarbeit.
 
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