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Dringend - welche Sperrfrist wenn ich selbst kündige?

Status
Nicht offen für weitere Antworten.
E

ExitUser

Gast
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#1
Hallo,

ich halte es an meinem Arbeitsplatz nicht mehr aus, habe schon psychosomatische Symptome und ziehe nun in Erwägung, selbst zu kündigen. Ich bin seit 3 Jahren in der Firma als Küchenhilfe in Vollzeit beschäftigt. Ich weiß, dass ich eigentlich froh sein sollte, überhaupt einen Job zu haben, aber in diesem Fall geht es wirklich nicht mehr und ich habe mir das gut überlegt.

Das einzige was ich gern gewußt hätte wäre: Mit welcher maximalen Sperrzeit für das Arbeitslosengeld müßte ich rechnen, wenn ich nach 3 Jahren Betriebszugehörigkeit selbst kündige?

Viele Grüße

Britta
 

Silvia V

Mitarbeiter
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#2
Du musst mit einer maximalen Sperrfrist von 12 Wochen rechnen.
In dieser Zeit hast Du keinen Krankenversicherungsschutz und auch die
Bezugsdauer des ALG verkürzt sich bei o.g. Sperrzeit um ca. ein Viertel.


Aber,es gibt Möglichkeiten diese Situation erträglicher zu gestalten,denn in speziellen Fällen kann sich die Sperrzeit wegen "besonderer Härte auf 6 oder sogar 3 Wochen verkürzen.
Solltest Du also eine Sperrzeit bekommen,dann lege dagegen Widerspruch ein und stelle gleichzeitig(hilfsweise) einen Antrag auf Herabsetzung der Dauer der Sperrzeit.

Es gibt nämlich durchaus Gründe für eine Eigenkündigung,welche nicht zu einer Sperrzeit berechtigen,u.a. auch Mobbing.Dies muß natürlich nachgewiesen werden.


Gruß

Silvia
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#3
Hallo,

erstmal vielen Dank für deine Antwort. Du schreibst allerdings auch, dass ich während der Sperrzeit keinen Krankenversicherungsschutz habe - bist du dir da wirklich sicher, was den Krankenversicherungsschutz angeht?

Ich habe auch ein wenig "Google" bemüht und da zum Thema Sperrzeit und Krankenversicherung unter anderem das gefunden:

http://www.finanztip.de/recht/sozialrecht/163.98.html

Daher nochmals die Nachfrage, was denn nun richtig ist...

Viele Grüße

Britta
 

Silvia V

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#4
Richtig ist was Du schreibst.
§ 5 SGB V (Versicherungspflicht)


2. Personen in der Zeit, für die sie Arbeitslosengeld, Arbeitslosenhilfe oder Unterhaltsgeld nach dem Dritten Buch beziehen oder nur deshalb nicht beziehen, weil der Anspruch ab Beginn des zweiten Monats bis zur zwölften Woche einer Sperrzeit (§ 144 des Dritten Buches) oder ab Beginn des zweiten Monats wegen einer Urlaubsabgeltung (§ 143 Abs. 2 des Dritten Buches) ruht; dies gilt auch, wenn die Entscheidung, die zum Bezug der Leistung geführt hat, rückwirkend aufgehoben oder die Leistung zurückgefordert oder zurückgezahlt worden ist,
http://www.sozialgesetzbuch.de/gesetze/05/index.php?norm_ID=0500500
 

gelibeh

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#5
Gut wäre es, wenn Du mit diesen Symptomen beim Arzt bist. Dann kann das gut sein das man gar keine Sperre bekommt, wenn der Arzt bescheinigt das es Deiner Gesundheit nicht guttut, dort weiter zu arbeiten.
 

Arco

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#6
Britta-HH sagte :
Hallo,

ich halte es an meinem Arbeitsplatz nicht mehr aus, habe schon psychosomatische Symptome und ziehe nun in Erwägung, selbst zu kündigen. Ich bin seit 3 Jahren in der Firma als Küchenhilfe in Vollzeit beschäftigt. Ich weiß, dass ich eigentlich froh sein sollte, überhaupt einen Job zu haben, aber in diesem Fall geht es wirklich nicht mehr und ich habe mir das gut überlegt.

Das einzige was ich gern gewußt hätte wäre: Mit welcher maximalen Sperrzeit für das Arbeitslosengeld müßte ich rechnen, wenn ich nach 3 Jahren Betriebszugehörigkeit selbst kündige?
Viele Grüße
Britta
Hallo Britta,

bei einer Selbstkündigung und die Auswirkungen hat Silvia schon geschrieben....

Aber ich kenne einen ähnlichen Fall da ist diese Person zu ihrem Arzt gegangen und wurde auf Grundlage der psychosomatische Symptome, mittelschwere Deprissionen, Schlafstörungen, leichte Erschöpfungszustände und nachlassende Arbeitskraft ...... behandelt.

Diese Person wurde mehrmals durch den Arzt krankgeschrieben und es stand ein Antrag auf eine Reha im Raum.

Daraufhin hat der Arbeitgeber diese Person gekündigt .....

War nicht in Ordnung ( :pfeiff: ) vom AG aber der Widerstand dieser Person hielt sich in Grenzen.

Sie ist jetzt ohne eine Sperre arbeitslos, bezieht Alg1, ist weiter krankenversichert und sucht mit aller Kraft jetzt eine neue Stelle da ihr Gesundheitszustand sich mittlerweile gebessert hat ..... :mrgreen:
 

elgoki

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#7
gelibeh sagte :
Gut wäre es, wenn Du mit diesen Symptomen beim Arzt bist. Dann kann das gut sein das man gar keine Sperre bekommt, wenn der Arzt bescheinigt das es Deiner Gesundheit nicht guttut, dort weiter zu arbeiten.
Ein guter Bekannter von mir hatte das selbe Problem. Er war als Koch in einem Hotel beschäftigt und konnte nach etlichen Mobbingattacken seines Vorgesetzten auch nicht mehr dort arbeiten. Wie Galibeh schon schrieb, ist es das Beste zum Arzt zu gehen und ihm Deine Probleme zu schildern. Mein Bekannter wurde nach dem Arztbesuch sofort Krankgeschrieben und begab sich in Psychatrische Behandlung. Nach einigen Wochen hat er dann aus gesundheitlichen Gründen gekündigt. Bei Ihm trat keine Sperrzeit ein.

Elgoki
 

Arco

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#8
So geht es auch :pfeiff: und ist rechtens und nachvollziehbar ! !
 
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