DRINGEND: Verspätet Arbeitslos gemeldet, Fragebogen (2 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 2)

Ich1

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Einen wundervollen guten Abend,:icon_smile:

ich bin gerade in den letzten Zügen beim Ausfüllen des Formulars

Leider habe ich mich verspätet arbeitslos gemeldet. ... die Gründe muss ich nun im Antrag nennen.

Die SB entscheidet ja über die einwöchige Sperrzeit,
wenn ich ehrlich bin.. ich habe mich geschämt zum Arbeitsamt zu gehen.. noch nie habe ich solch eine Unterstützung bekommen "müssen".. ich habe stets gute Arbeit geleistet.. versucht alles perfekt zu machen.. Das Ergebnis : Born out.
Zumal ich dachte, mein Partner hat ja eine Job, dass mir diese Hilfe nicht zusteht.. ( sozusagen das Gehalt meines Mannes mit einbrechnet wird ).. aber vor allem die Scham.. ich habe ja selbst den Aufhebungsvertrag unterschrieben.. hat mich daran gehindert den Gang zum Amt zu wagen.

Nun bin ich unsicher, was ich auf diese Frage schreiben bzw. antworten soll.

Ich würde mich über wertvolle Ratschläge sehr freuen und bedanke mich im voraus für Eure Mühe!:icon_knutsch:

Herzlichst Ich1
 

Ich1

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Ich würde gerne etwas noch hinzufügen. :icon_kinn:

Glücklicherweise geht es mir wieder besser.. Daher stehe ich dem Arbeitsmarkt wieder zur Verfügung..
Das war jedoch zu diesem Zeitpunkt nicht der Fall.. ich konnte einfach nicht mehr.. Massive Schlafstörungen.. dafür tagsüber ständig dauermüde gewesen... Selbstzweifel.. ob man sich einfach zusammen reissen sollte.. um endlich wieder "vorwärts zu gehen".. das war aber nicht möglich.
Ich habe Menschenansammlung gemieden, nicht weil sie Ängst ausgelöst haben.. sondern weil ich innerlich so genervt war..
Geduld, Feingefühl war ein Fremdwort ( wo ich es eigentlich erfunden habe ) für mich... Versteht Ihr was ich meine:icon_neutral:


Aber kann ich das SO der SB erklären, ich weiss nicht.
Ich habe kein Problem es so zu benennen,,... doch ich möchte auch nicht in eine Falle treten.

Wenn jemand die Daumen drücken möchte.. morgen vormittag wäre ein guter Zeitpunkt!!

Herzlichst Ich1
 
E

ExitUser

Gast
Das ist bei dir vermutlich ganz einfach.

War die die frühzeitige Meldepflicht vorher überhaupt nachweislich bekannt?

Wenn du vom Arbeitgeber im Kündigungsschreiben nicht darauf hingewiesen wurdest (aber du hast ja, glaube ich, ohnehin selbst gekündigt?) und dir diese Sache nicht in einer früheren Belehrung oder einem Bescheid der Arbeitsagentur (du warst doch zuvor noch gar nicht arbeitslos?) schwarz auf weiß genannt wurde, wußtest du es vermutlich doch gar nicht. Die Pflicht zur frühzeitigen Arbeitssuchendmeldung wurde sowieso erst Mitte 2003 eingeführt, wenn ich mich nicht täusche.

Du mußt nicht das Gesetzbuch auswendig kennen. In solchen Fällen unverschuldeter Unkenntnis darf laut Gerichtsurteilen und auch laut Geschäftsanweisung der Arbeitsagentur trotz Gesetzeswortlaut keine Sperrzeit verhängt werden. Also: "ich wußte es vorher nicht, und ich wurde auch von niemandem darauf hingewiesen" (sofern es stimmt).

Das ist die einzig erfolgversprechende Erklärung. Mit "persönlichem Streß" und ähnlichem wirst du nicht weiterkommen.
 

Konstabler

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ich mache mal einen Vorschlag:

Da ich zum ersten Mal mit dem Thema Arbeitslosigkeit konfrontiert bin, war mir eine Meldefrist nicht bekannt.

Von der Meldefrist erfuhr ich erst später durch die Angaben auf den Internetseioten der Agentur für Arbeit, durch die Komplexität der dort eingestellten Informationen war ich jedoch überfordert und ich will auch jetzt noch nicht behaupten, ich würde die Zusammenhänge dort umfassend verstehen
.

Was die Agentur für Arbeit daraus macht, ist eigentlich egal, denn die Informationen werden von der Agentur bereitgestellt und es sdürfte mehr als schwierig sein, die einwöchige Leistungssperre zu umgehen.

Wenn du dann noch einen Aufhebungsvertrag unterschrieben hast, dürfte deine Situation ohnehin schwierig sein, denn ich würde dann eine dreimonatige Leistungssperre erwarten.

Obwohl dein Thema Aufhebungsvertrag und Burn out noch nicht angesprochen wurde, wäre das eigentliche Thema wohl die Vermeidung der dreimonatigen Leistungssperre aus einem wichtigen Grund, sprich: das Beibringen von ärztlichen Attesten.
 

Ich1

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Hallo, :icon_smile:

ein ärztliches Attest habe ich :icon_kinn:
Darin steht auch, dass mein HA mir dringendst angeraten hat, die Arbeit zu kündigen.

Hmm.-.. schon wieder Fragezeichen im Oberstübchen.. :icon_kinn::confused:

Herzlichst Ich1
 

stummelbeinchen

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So wie ich das lese, warst Du krank? Warst Du krank geschrieben oder bist Du einfach auf eigene Veranlassung zu Hause geblieben?

Bei Antwort 1 wärst Du fein raus.
 

Ich1

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Einen wundervollen guten Morgen, :icon_smile:


meine Aufregung steigt.. Daumen drücken.:icon_smile:
Ich muss mir mal eine andere Kopfstrategie ausdenken... dass meine Nervosität sich reduziert.. und ich die Sache entspannt angehen kann.

Also.. Gerade stehen, direkter Blick, fester "Grüss-Gott-Handgriff"..

Herzlichst Ich1
 
E

ExitUser

Gast
Die drohende Sperrzeit wegen nicht rechtzeitiger Arbeitssuchendmeldung (eine Woche) ist ein anderes Thema als die wegen Eigenkündigung.

Hier ist unverschuldete Unkenntnis der Meldefrist die einzig erfolgversprechene Erklärung. Die Arbeitsagentur wird in so einem Fall in der Kundenhistorie abklären, ob der Arbeitslose zuvor schon einmal einen Bescheid oder ein Merkblatt bekommen hat, in dem er förmlich darauf hingewiesen wurde. Bei "Neukunden", die zuvor nicht arbeitslos waren, ist das logischerweise nicht der Fall. Die Aufklärung kann auch in einer Arbeitgeberkündigung stehen, die hier aber nicht vorliegt.

Um es nochmal klar zu sagen: kann Kenntnis der Melderegeln anhand dieser Daten nicht nachgewiesen werden, entfällt die einwöchige Sperrfrist (siehe Gerichtsurteile und auch Geschäftsanweisung der Arbeitsagentur).

Behauptet man eine Erkrankung, infolge der man das Haus nicht hätte verlassen können, kann einem vorgehalten werden, man hätte die Meldung ja erst einmal auch telefonisch erledigen können.
 

Rwasser

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Hallo Ich1

Wenn ich Deinen Nick lese und richtig interpretiere bist Du doch so selbstbewusst, Dich auf Stelle 1 zu setzen. Deswegen verstehe ich nicht, wieso du Dich schämst, zum Arbeitsamt zu gehen. Grundsätzlich muss sich niemand schämen, arbeitslos geworden zu sein. In Deinem Fall ist es ja so, dass Du eine Versicherungsleistung ausbezahlt bekommst, denn die Prämie für den Fall der Arbeitslosigkeit hast Du (und Dein Arbeitgeber) jahrelang eingezahlt.

Vielleicht helfen Dir ja die Tipps der anderen Foristen, die Sperre zu vermeiden (viel Glück dabei!), wichtiger ist aber, dass Du mit erhobenem Haupt in die Agentur gehst und Deine Ansprüche, denn darum handelt es sich, ganz normal geltend machst, meint

der Rüdiger
 

Ich1

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Huhu.. da bin ich wieder...:icon_smile::icon_smile::icon_smile:

Ja.. mein Nickname.. der sollte mich stets daran erinnern, dass nun auch mal ICH dran komme.. und mich nicht immer mit meinen Bedürfnissen HINTEN anstellen muss.


Diesmal war es ein anderer SB.. ein klares Guten Morgen, ein direktes Lächeln.. und ein Händeschütteln.

Der SM war sehr angenehm; wie Ihr mir empfohlen habt.. die Diagnosen vom HA habe ich teilweise abgedeckt.. dies habe ich ihm mit "etwas sehr persönliches " erklärt. War überhaupt kein Problem.
Leider hat mein HA nicht notiert, wann er mir zu diesem Schritt der Kündigung geraten hat ( das muss auf jeden Fall vor meiner Kündigung datiert werden ).. er gab mir ein Formular..er fragte nach, ob ich es schaffe, ihm dieses bis kommenden Montag vorbeizubringen.... Ich fragte nach,ob ich dies ihm auch noch heute vorbeibringen dürfte.. "Es ist 10.00 Uhr.. es wird schwer für Sie dies heute noch zu erledigen. Aber wenn Sie es schaffen, gerne!"

Also ich nichts wie ab nach hause ( 30 Min Fahrt ) zum Doc.. Unterschrift und Datum bekommen, wieder zum Amt.. und so stand ich kurz nach 11. 00 Uhr bei ihm wieder frisch u. fröhlich vor der Tür.
Ich klopfte an, "Ja?" schaute rein, u. fragte ob ich eintreten dürfte.. Er "Selbstverständlich... Da bin ich jetzt aber sehr überrascht. !"
Er bedankte sich bei mir, dass ich so schnell ihm das Gewünschte gebracht habe..

Um die Sache abzukürzen.. Mein Bescheid ist fertig.. wird nächste Woche bei mir ankommen.. Nannte mir die Summe.. das erste Auzahldatum.

Und soll ich Euch was sagen.. OHNE jegliche Sperrzeiten..
Natürlich hat er nachgefragt, warum ich erst jetzt komme ( aber freundlich) ich habe ihm erklärt,.. dass ich noch nie mich arbeitslos gemeldet habe.. u. mich weder HA noch Arbeitgeber darauf hingewiesen haben.

Er sagte mir noch, dass mir ALG1 ein ganzes Jahr zusteht..
Ich wurde nicht unter Druck gesetzt.. musste keine weiteren Vereinbarungen unterschreiben..

Mensch bin ich froh.. Ihr wart mir sooooo eine grossartige Hilfe..
Vielen Dank für Eure Unterstützung!

Herzlichst Ich1
 
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