Dringend: Riesenproblem wegen Ortsabwesenheit

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belphegore

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Hallo,

also erstmal zum Hintergrund: EGV per VA (8.5.09), Widerspruch eingeleitet und Anordnung auf aufschiebende Wirkung. Am 25.5. wollte ich einen Antrag auf Ortsabwesenheit beantragen, der mir vom Stellvertreter der Fallmanagerin abgelehnt wurde. Zudem meinte er ich sollte den schriftlich stellen.
Am 27. 5. hatte ich die Ortsabwesenheit aus privaten Gründen für den 3.6. bis 5.6. schriftlich bei meiner Fallmanagerin beantragt, die aber vom 25.5. bis einschließlich 5.6. im Urlaub ist.

Heute bekomme ich zwei förmliche Zustellungen vom Vertreter meiner Fallmanagerin. 1. Eine Einladung am 3.6. um 9:15, um mit mir über meine berufliche Situation bzw. Bewerberprofil zu sprechen. 2. Wird der Ortsabwesenheitsantrag abgelehnt, da aufgrund meines Stellenprofils und meiner Qualifikation eine berufliche Eingliederung im beantragten Zeitraum der Ortsabwesenheit mit hinreichener Wahrscheinlichkeit möglich ist.
edit:
Ein entsprechendes Angebot würde mir in den nächsten Tagen zugehen...

So, mein Problem ist, ich habe bereits Unterkunft und Fahrt für einen Londontrip bezahlt, den ich von meinen letzten Geldreserven zusammengekratzt habe.

Das das ganze Schikane von dem Vertreter meiner Fallmanagerin ist, kann man auch dran erkennen das sie mich erst wieder einladen wollte, wenn sie aus dem Urlaub ist, um mit mir über meine berufliche Situation zu sprechen...

Was soll ich nun machen? Meinen Trip am 3.6. sein lassen, oder einfach antreten, natürlich mit der Gefahr auf Kürzung??? (Und die wird bestimmt kommen) Und wenn ich zurück bin einen Widerspruch gegen die abgelehnte Ortsabwesenheit einlegen? Bleibt aber auch noch die Einladung...

edit:
Wenn ich fix bin, könnte ich noch einen Widerspruch (hätte der aufschiebende Wirkung?) fertig machen und am Montag den 2.6. bei der ARGE einwerfen...
 

ela1953

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Wird ein bisschen lang, aber vielleicht hilft es dir.

Ich war auch mal so ehrlich - aber da ich ja lernfähig bin, würde ich auch nichts mehr melden.

Hatte zu Zeiten von Arbeitslosengeld (vor Hartz IV) einen Freiflug nach Portugal und konnte dort in der Wohnung der Eltern meines jetzigen Schwiegersohnes wohnen.

Meine Tochter und ihr Freund fuhren schon ein paar Tage vorher mit dem Auto. Ich sollte mit dem Flieger nachkommen.

Ich hatte mich beim Arbeitsamt gemeldet und bekam die Auskunft: Alles klar, Urlaub ist ok, paar Tage vorher solle ich persönlich vorbei kommen.

Meine Bekannten rieten mir zwar nichts zu melden, aber damals war ich noch gutgläubig.

Ich also dann zum Arbeitsamt morgens so gegen 9 Uhr. Es war auch alles in Ordnung. Mir wurde sogar noch ein schöner Urlaub gewünscht. Beim Rausgehen hörte ich dann noch: "Sie wissen ja, dass wir Sie für diese Zeit abmelden! Sie bekommen keine Leistung und sind auch nicht versichert!

Da aber noch zwei Jugendliche zu Hause waren, ging das ja mal gar nicht.

Ich habe mich dann im Internet erkundigt, einen Bekannten, der sich in diesen Dingen gut auskennt gefragt. Bei den Arbeitsämtern in den Nachbarstädten erkundigt. Überall durften die Arbeitslosen in Urlaub, nur in meiner Stadt nicht.

Ich wieder zum Arbeitsamt, alles ohne Erfolg. Habe dann gezwungener Maßen den Urlaubsantrag zurück genommen.

Abends empfahl mir dann noch mein Bekannter, mal eine E-Mail an das Landesarbeitsamt in Düsseldorf zu schreiben und an meinen Agenturleiter - habe ich getan.

Da ich morgens meine Tochter erst noch zu einem Vorstellungsgespräch und anschließend zu ihrem Freund bringen musste, gab ich auch meine Handynummer an.

Gegen 9 Uhr bekam ich einen Anruf vom Arbeitsamt. Sie hätten Stellenangebote für mich.

Gegen 10 Uhr bekam ich einen Anruf aus Düsseldorf. Die haben mein Arbeitsamt stramm stehen lassen. Mir stand die Ortsabwesenheit zu ohne Abmeldung. Leider hätte ich aber den Antrag zurück genommen. Und nun konnten sie nichts mehr für mich tun wegen der Angebote.

Und über Nacht haben die dann Stellenangebote für mich ausgekramt. Nach einem Jahr Arbeitslos die ersten Angebote.

1. ZAF Buchhalterin 40 km entfernt (keine Ahnung von Buchhaltung)

2. ZAF 40 km entfernt für Einsatz im Ruhrgebiet (nochmal 40 kam) Schwerpunkt: Buchhaltung

3. ZAF 40 km in die andere Richtung: langjährige Erfahrung in Buchhaltung

Das wars dann mit meinem Portugalurlaub. :-(

Aber meine Aktion war erfolgreich für andere:

Ein paar Tage später stand in der Tageszeitung, dass sich mein Arbeitsamt der laschen Gesetzesauslegung der umliegenden Arbeitsämter angepasst hätten. Die Arbeitslosen dürften jetzt auch in Urlaub.

Zwischen den Zeilen las ich aber, dass sie immer noch auf ihrem Standpunkt bestehen, aber von höhere Stelle dazu gezwungen wurden.

Jetzt melde ich mich nie ortsabwesend ( allerdings hatte ich bisher auch noch nie die Chance )

aber ich praktiziere die Regel: Orts- und zeitnaher Bereich

und wenn man die richtigen Bekannten hat, klappt es auch mit dem Urlaub (ich bin die Bekannte )
 

belphegore

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Hallo liebe Forumsmitglieder,

bin aus meiner Ortsabwesenheit zurück und dachte mein Briefkasten würde überlaufen vor lauter Post von der ARGE.
Aber nichts...
Wahrscheinlich muß sich der Vertreter der Fallmanagerin mit derselben erstmal kurzschließen.
Jedenfalls ein entsprechendes Angebot, um mich in Arbeit zu bringen, welches mir laut Ablehnungsbescheid in den nächsten Tagen zugestellt werden sollte, steht auch noch immer aus...:icon_neutral:
 

Rechtsverdreher

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Bei mir ist das so:

Schreiben die nicht als Postzustellungsurkunde zugestellt werden erreichen mich komischerweise nie.

Ich weiß ja auch nicht woran das liegt.
 

belphegore

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Um an der Geschichte mal dran zu bleiben:

Am 19.Juni bekam ich einen Anhörungsbogen, da ich trotz schriftlicher Belehrung über die Rechtsfolgen zu dem Meldetermin am 3.6.09 nicht erschien.
Ich antwortete: Ich habe keine Benachrichtigung über einen Meldetermin erhalten. Da jetzt fast vier Wochen vergangen sind, wird wohl nichts mehr kommen, hoffe ich.
Und gegen die Ablehnung der Ortsabwesenheit hatte ich fristgerecht Widerspruch eingelegt.
 

Speedport

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Das ist wieder eine schöne Bestätigung meiner Meinung, bei kurzen Ortsabwesentheiten nicht um Erlaubnis zu bitten.

Wenn tatsächlich von der ARGE in meiner Abwsentheit ein Brief kommt, ist er sicher nicht per Einschreiben - also habe ich ihn nicht bekommen. Falls Sanktion, sollen die erst mal beweisen, daß die Einladung in meinem Briefkasten gelandet ist.
Im hier geschilderten Fall ist die förmliche Zustellung sicher nur wegen des vorherigen Antrages zur Ortsabwesentheit gewählt worden.

Im Grunde hast Du Dir mit Deiner Korrektheit selbst ein Bein gestellt und dem SB die exakte Anweisung geliefert, für wann er Dich einbestellen soll, damit er Dir den Londonflug versaut. Lerne daraus.
 

Argekritiker

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Eben. Wer nur eine Tagesreise macht, die unterhalb 24 Stunden ist, braucht die ARGE nicht um Erlaubnis zu bitten, wenn man weiß, man hat da weder ein "Kontrollgespräch", noch eine Bewerbungsmaßnahme, noch eine Weiterbildungsmaßnahme und auch keinen 1-Euro-Job.

Ja, auch bei mir sollen sie es beweisen. Denn ich gehe vom 14. bis 22.08 auf die Norderney. Und wenn ich denen 14 Tage vorher meine OA zusende, dann hoffe ich, dass mir da keiner dieser Termine "rein gewürgt" wird, obwohl dieser Antrag zur Kenntnis genommen wurde.

Ja. Widerspruch einlegen ist immer besser als brav und dennoch enttäuscht zur Maßnahme zu humpeln, anstatt sich nach harter Arbeit und zig Terminen sich für ein verlängertes Wochenende oder gar für eine Woche eine Städtereise nach London oder sonstwohin zu gönnen.
 
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