DRINGEND : ALG2 Bezug ohne festen Wohnsitz (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

papierkrieger

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Hallo !

Ich war jetzt 3 Monate in Reha und dort auch polizeilich gemeldet, somit hat sich die Zuständigkeit des JCs von Karlsruhe nach Rastatt geändert. Nun bin ich nach der Reha wieder in Karlsruhe OFW gemeldet (Offiziell im Perso und ich habe auch eine Postadresse um fürs Amt erreichbar zu sein, ist von nem sozialen Träger).

Nun war ich ja bereits vor der Reha im OFW-Team des JC Karlsruhe und habe meine Leistungen ganz normal monatlich überwiesen bekommen. Jetzt sitzt da auf einmal so eine neue junge SB, die vielleicht gerade mit der Ausbildung fertig ist und verlangt nun von mir WÖCHENTLICH mein Geld per Auszahlkarte abzuholen.

Ist das überhaupt rechtens ? Eine Einteilung des Geldes ist meines Wissens nach nur rechtsmäßig, wenn man nachweislich nicht mit seinem Geld wirtschaften kann und zb. am 10. keine Kohle mehr hat was 1. bei mir nicht der Fall ist und 2. hat diese Wöchentliche Zahlung erhebliche finanzielle Konsequenzen für mich.

Ich habe ein Konto bei einer Direktbank und muss somit um Geld darauf einzuzahlen zb. zur Sparkasse und dort als Nichtkunde auf mein Konto überweisen, wofür Gebühren um die 5,- € anfallen ! (Muss ja auch was auf dem Giro haben, da Lastschriften für Handy, Versicherung etc. abgehen)

Des weiteren schlafe ich momentan bei meinen Eltern bei denen ich mich aber nicht polizeilich melden kann. Für eine EINZELNE Fahrt zum JC Karlsruhe fallen für mich Fahrtkosten in Höhe von 4,10 € an, das heisst 8,20 € hin und zurück mal vier Wochen bedeutet 32,80 € monatlich an Fahrtkosten NUR um an mein Geld zu kommen ?! Das kann es ja absolut nicht sein sind ja fast 10% meines "Existenzminimums" !=!=!

Vielleicht kennt sich hier ja jemand aus und kann mir nähere Infos geben mir reicht es so langsam mit dem Laden am Mittwoch habe ich zum Glück ein Vorstellungsgespräch und hoffe von dem Drecksverein endlich weg zu kommen. Aber so lange will ich denen noch zeigen mit mir nicht weil was da abläuft ist einfach nur Verarsche !

Achja und die Termine zur Auszahlung sind Montags um 8 Uhr... Haha

Diesen Montag habe ich erstmal ne halbe Stunde warten dürfen obwohl ich pünktlich war..... ich bin ja arbeitslos und habe Zeit...
 

martinpluto

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Dabei müsste es über den Verwaltungsakt, hier die wöchentliche Auszahlung, auch etwas schriftliches geben. Hast du nichts schriftliches, dann verlange, und zwar schriftlich mit Bestätigung der Abgabe, für die wöchentliche Auszahlung eine schriftliche Begründung ( und außerdem was steht dazu auf dem Bewilligungsbescheid bei dir?). Hierfür wird ein Termin gesetzt und du schreibst gleich mit rein dass dir kein Grund für die wöchentliche Auszahlung bekannt ist und du die monatliche Auszahlung per Überweisung wie sonst auch beantragst . Kommt nichts würde ich einen Antrag (schriftlich beantragen mit Bestätigung der Abgabe und hinweis zwecks prüfung der auszahlung) auf Akteneinsicht stellen und in der Akte prüfen ob zur Auszahlung was drin steht (dass dann auch gleich fotografieren oder kopieren).

Damit hättest du zumindest schriftlich klargestellt dass du eine monatliche Auszahlung willst und dass du eine schriftliche Begründung willst für die wöchentliche Auszahlung. Rücken die nichts raus würde ich auf den Inhalt der Akte abstellen
Ich würde Argumente sammeln: Hast du schon mal was von der Schufa-Selbstauskunft gehört? Schau mal im Internet dazu nach, diese Selbstauskunft ist 1* im Jahr kostenfrei, die würde ich mir holen, beantrage diese Auskunft (damit beweise ich dann dass ich mir nichts zu schulden kommen lassen habe)
 

papierkrieger

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Mit einer Schufaauskunft würde ich mir wahrscheinlich nur selbst ins eigene Fleisch schneiden, da ich aus vergangenen Jahren schon einiges an Schulden habe, allerdings renne ich nicht am 10. eines Monats zum Amt und bettel nach nem Lebensmittelgutschein oder ähnlichem; die einzigen Vorschüsse oder Sonderzahlungen die ich die letzten Jahre erhalten habe waren wenn seitens des JC etwas mit der Auszahlung oder Weiterbewilligung verrutscht ist. Mitte des Jahres hatte ich kein Konto da wurde per Scheck bezahlt, der kam mal nicht an wurde aber angeblich abgeschickt, da habe ich einen Vorschuss von 100,- bekommen aber ansonsten habe ich mir nichts zu schulden kommen lassen.

Und eine andere Grundlage außer das man sich sein Geld nicht einteilen kann konnte ich bisher im Internet nirgends finden. Werde aber den Antrag mit der Akteneinsicht machen, dann hat sie wenigstens was zu arbeiten.
 

ZynHH

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Schon mal versucht, die vorherige Mitarbeiterin zu sprechen?
 

martinpluto

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Bei der Akteneinsicht arbeiten die gar nichts; da geht es darum dass du prüfst ob zur Auszahlung (in der Akte) irgendein Vermerk geschrieben steht oder ob auch dort keine Begründung für die Änderung der Auszahlung zu finden ist. In der Akte wird ja alles was für deinen Leistungsbezug wesentlich ist festgehalten. Dennoch würde ich eine schriftliche Begründung für die änderung anfordern
 

papierkrieger

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Schon mal versucht, die vorherige Mitarbeiterin zu sprechen?
Das werde ich am Montag bei meinem Auszahltermin versuchen, hoffe sie ist auch anzutreffen und hat die paar minuten zeit,
das mit der schriftlichen begründung werd ich auf alle fälle auch machen da ich ja wissen möchte, mit welchem argument auf einmal so gehandhabt werden soll.

mfg
 

papierkrieger

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So nun war ich heute dort;

die wollte mir tatsächlich wieder nur 82 Euronen und ein paar zerquetschte Auszahlen, und das obwohl ich noch Kleidung kaufen muss für ein Vorstellungsgespräch am Mittwoch.. Bin ja hin bereits mit Widerspruch aufgrund der verfassungswidrigen Regelsatzerhöhung und mit Widerspruch gegen die weitere Aufrechnung meines Kautionsdarlehens, da ja ein Sozialgericht entschieden hat, das diese rechtswidrig ist. Wie hier alle anderen auch schon schreiben hat es die SB natürlich rein garnicht interessiert, dass mein Widerspruch SOFORT gilt und die einbehaltene Summe für das SGBII-Darlehen mir eigentlich sofort ausgezahlt werden muss. An der wöchentlichen Zahlung wollte sie auch nichts ändern. Sie sei zum Zweck, um zu kontrollieren , ob ich ich wirklich im Stadtgebiet Karlsruhe aufhalte (so ein Schwachsinn!)

Habe das natürlich nicht auf mir sitzen lassen und habe bei der Teamleitung vorgesprochen. Da ich mich ja um alles kümmere mit Nachweisen (Bewerbungsaktivitäten,Wohnungssuche etc.) und realistische Argumente gegen die Barzahlung wöchentlich (Fahrtkosten, sinnlose Gebühren wenn ich als Nichtkunde einer Bank eine Einzahlung auf mein Konto mache da diese keine Filialen hat usw.) hat diese daraufhin mit der SB telefoniert und siehe da,
ich habe nun den vollen Monat Januar (bis auf die 40,40 € SGBII-Darlehenstilgung) ausbezahlt bekommen und ab Februar geht das Geld wieder aufs Konto. Geht doch !

Allerdings hat es auch die Teamleitung wenig gekümmert das der Widerspruch gegen die Aufrechnung sofort greift und nicht erst darüber entschieden werden muss. Ich könne höchstens eine Einstweilige Verfügung beim SG erwirken.

Da die Teamleitung jedoch nett war und mir bei meinem Hauptproblem geholfen hat und mir versicherte meine Widersprüche mit Eilvermerk direkt an die entsprechende Abteilung weiterzuleiten und mir versprochen hat, dass die Sache nächste Woche bereits bearbeitet worden ist, verzichte ich VORERST auf den Gang zum Sozialgericht. Sollten die Widersprüche noch nicht bzw, falsch bearbeitet worden sein ab heute in einer Woche, werde ich aber auf direktem Weg die Einstweilige Verfügung erwirken !

Das nächste ist, dass ich jetzt einen Wisch unterschreiben musste, in dem ich bestätige mich im STADTGEBIET Karlsruhe und nicht im Landkreis aufzuhalten, da sonst ein anderes Jobcenter zuständig wäre.

Jetzt verlangt die SB von mir einen Lückenlosen Nachweis von WANN ich WO und BEI WEM und WIE LANGE geschlafen habe und möchte dies von der Person unterschrieben haben. Also ob meine Leute das wollen halte ich für fraglich, viel fraglicher allerdings halte ich diese Vereinbarung an sich, ich bin doch täglich für das JC erreichbar durch die Postadresse in der Kriegsstr. (Anlaufstelle für Wohnungslose Männer)

Darf die das so hat jemand da ne Ahnung? Und wie wollen die das prüfen wenn ich irgend was reinschreibe ? ich poste euch mal einen anonymisierten Scan dieses Schreibens hier im Anhang und bin auf eure Meinungen gespannt !!!

Lasst euch von dieser kriminellen Vereinigung "BRD" nicht länger drangsalieren,demütigen und entmündigen, KÄMPFT für euer Recht !!!!

Mit mir nicht mehr !!! :icon_evil::icon_evil:
 

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Seepferdchen 2010

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Ich kann diese Forderung vom JC nicht nachvollziehen, du hast eine Postadresse,
wo du täglich deine Post holen kannst und somit erreichbar bist.

§ 36 SGB II

So kann auch ein Obdachloser in einem Bezirk der Bundesagentur für Arbeit seinen gewöhnlichen Aufenthalt haben
lies mal bitte hier in dem Link weiter:

Sauer, SGB*II §*36 Örtliche Zuständigkeit / 2.1.2 Gewöhnlicher Aufenthalt | TVöD Office Professional | Öffentlicher Dienst | Haufe

und

Der Begriff "gewöhnlicher Aufenthalt" setzt eine gewisse Regelmäßigkeit, aber keine Dauerhaftigkeit des Aufenthalts voraus. Es genügt die bloße und realisierbare Absicht, sich an dem Ort bis auf weiteres aufhalten zu wollen. So hat ein Hilfebedürftiger, der sich bereits längere Zeit überwiegend am Ort des mietfreien Wohnsitzes aufhält (hier zur Pflege Angehöriger) dort seinen gewöhnlichen Aufenthalt (Hessisches LSG, Beschluss v. 8.10.2007, L 7 AS 249/07 ER).
Sauer, SGB*II §*36 Örtliche Zuständigkeit / 2.1.2 Gewöhnlicher Aufenthalt | TVöD Office Professional | Öffentlicher Dienst | Haufe

Das ist deine Postadresse.

Postadresse in der Kriegsstr. (Anlaufstelle für Wohnungslose Männer)
Noch eine Frage was steht in deinem Perso?

Und Verwandte/Bekannte sollen bestätigen, das geht ja nun garnicht und ist nach meiner Ansicht auf keiner gesetzlichen Grundlage, die möchte doch das JC dir mal benennen, schriftlich.

Bestimmt kommen noch einige Hinweise für dich.
 
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