Dringend! 1 Euro-Job mit Mini-Job aushebeln???

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Aaven

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Hallo liebe ELO-User!
Habe hier schon viel gelesen, und doch sehe ich die Notwendigkeit mit euch meinen speziellen Fall zu durchleuchten.


1. EGV mit der MAE habe ich am 26.01.11 unterschrieben. Ich wusste es nicht besser. Meine Strategie war stets: nicht auffallen, dann lässt man mich in Ruhe! Was bisher aufging.

Zu mir: bin alleinerziehend, Kind 7 Jahre, wird schulisch betreut zw. 8:15 und 11:45 an 2 Tagen bis 12:45, daher sind der zeitliche Rahmen und somit auch der Einsatzradius eingeschränkt. Wofür meine SB durchaus Verständnis zeigt.

Bisher gab ich ich einer Nachmittagsbetreuung gegenüber ablehnend (zum Wohle des Kindes) geäussert. Um Kooperationsberitschaft zu signalisieren, kann ich mir aber vorstellen, der SB mitzuteilen, dass ich im Falle einer vers.pflichtiger Arbeit eine Nachmittagsbetreuung in Erwägung ziehen würde. Solange ich es in Ermangelung einer solchen jedoch zeitlich schaffe, mache ich von meinem Recht Gebrauch, mein Kind selbst zu betreuuen. Sinngemäß. Nur wenn das Thema nochmal aufkommt.


_____________________________________________________________
Zitat EGV:
Bemühungen von Fr. HE zur Eingliederung in Arbeit
Sie sprechen bis spätestens 04.02.11 wegen einer Arbeitsgelegenheit mit MAE in TZ im Bereich Hauswirtschaft/Betreuung am Di. in der Zeit von 9-13 Uhr bei Fr. XXX Adresse, vor, und teilen mir das Ergebnis des Gesprächs mit.
Sie nehmen dann an folgender AME für zusätzliche und imm öff. Interesse liegende Arbeiten gem. § 16d Satz 2 SGB II teil.
Art der Tätigkeit: Helfer Hauswirtschaft, Ort, zeitlicher Umfang 15 Wochenstunden. TZ, MAE pro Std. 1,00 Euro.
Indivieduell verfolgtes Maßnahmeziel: Heranführung an TZ-Beschäftigung.
Sie unternehmen weiterhin Bewerbungsbemühungen um soz. vers. pflichtige UND GERINGFÜGIGE Beschäftigungsverhältnisse und legen hierpber beim nä. Termin Nachweise vor... standardblabla
____________________________________________________________


Kann ich die 1 € Maßnahme umgehen indem ich einen Minijob mit einem Verdienst von 200€ antrete, wenn das Zeitvolumen 8 Std. + 4 Std. Weg wöchentlich umfasst?
( Gesamtdauer 12 Std. / Woche + realistische 6,25 Euro Lohn auf die Std gerechnet)
Ich sehe da eine Chance, da ich eh nicht Vollzeit einsatzfähig bin.
Weitere Vorteile des Minijobs gegenüber MAE:
-Senkung der Bedürftigkeit um 80 Euro
-Erfüllt die Zielsetzung der Maßnahme "Heranführung an TZ" in Anbetracht meines zeitlichen Rahmens ebensogut
-wäre ebenfalls Bereich Hauswirtschaft
-könnte in den Ferien das Kind mitnehmen (wichtiger Aspekt, da sonst in diesem Zeitraum keine Betreuungsmöglichkeit)
-irrelevant für ARGE, relevant für mich: Mehreinkünfte 120 statt 60 Euro MAE.

Wenn die SB es ablehnt oder mir untersagt den Job anzunehmen, kann das doch nicht rechtens sein, da sie sich in der Aufforderung zu Bemühungen um GERINGFÜGIGE Beschäftigung und vom Gesetzgeber vorgegebene Verpflichtung meine Bedürftigkeit aus eigener Kraft zu senken, zuwiderhandeln würde. Also Auffordern und bei Erfüllung der Auflagen den HE daran hindern diesen nachzukommen???? Kann ja nicht, oder?

Oder MÜSSEN es unbedingt min. 15 Stunden Arbeitszeit sein, damit die 1 € Geschichte Chance hat ausser Kraft gesetzt zu werden?

Frage: Welche Details müssen vom Arbeitgeber in der Bescheinigung angegeben werden?



Frage: Wenn ich die MAE durchziehe, habe ich danach eine "Pause" oder in welchen Zeitabständen kann, nach einer erfüllten MAE die nächste "verodrnet" werden?

Frage: Wenn ich dauerhaft o. g. Minijob ausübe, und der Betreuungsrahmen des Kindes zunächst unverändert bleibt, bin ich dann vor künftige MAE sicher(er)?


Ich hätt ja nichts gegen einen angemessen Vermittlungsvorschlag in eine vers. pflicht. Tätigkeit! Aber als alleinerziehende ist das Leben nocht so langweilig, dass man entgeltfreie Zusatzbeschäftigung braucht.


________________________________________________________________
Hier möchte ich noch den Vermittlungsvorschlag zitieren:
_______________________________________________________________

Arbeitsgel. mit MAE (Zusatzjob) gem. § 16 d SGB II

Sehr geehrte Fr. HE,

im Rahmen einer öffentlich geförderten Beschäftigung schlage ich Ihnen folgende zusätzliche und im öffentlichen Interesse liegende Arbeit vor:

Hilfsarbeiterin ohne nähere Tätigkeitsangabe
Einsatz im Rahmen einer öffentlichen Arbeitsangelegenheit. Es sind verschiedene Einsatzgebiete mäöglich. Die genaue Stellenbeschreibung erhalten Sie in Absprache imt Ihrem pers. Ansprechpartner.
Termin Vorsprache: 26.01.11 - 04.02.11
TEL, Adresse etc.

Bitte setzen Sie sich umgehend mit dem Träger der Maßnahme in Verbindung. WEnden Sie sich bei dem o. g. Träger bitte an: Fr. XXXXX.

Biitte teilen Sie mir umgehend das ERgebnis des Gesprächs schriftlich, te., oder pers. mit.....etc. Standardblabla


2. Blatt - Angaben zum Ergebnis der Vorsprache (Standard) mit Rechtsbehelfsbelehrung.

______________________________________________________________


Randnotiz: meine SB war in den letzten 2 Jahren stets korrekt, zeigte Verständnis für meine familiäre Situation. Ich habe noch nie einen Bemühungsnachweis vorgelegt, aber zugesichert, dass sie Zuhause schlummern (was sie tun) und das war okay.
Daher bestand für mich bis dato nie ein Grund auf Krawall gebürstet zu sein.
Sie gibt sich jedoch realitätsfremd, indem sie bedauert mir in meinem Ort keine zus. Beschäftigung wie Basteln im Mütterkreis o. ä. anbieten zu können. Ja sicher, DAS würd einer Mutter, die NIE frei hat, ausser das Kind ist in der Schule, und dazu kaum Geld hat, sicher eine Riesenfreude bereiten. :icon_motz: Ich werd unsachlich. Zurück zum Thema.



2. Ich habe beim Träger angerufen um einen Termin zu vereinbaren und fragte was wenn Minijob, ähnlichem Zeitvolumen, schilderte persönliche Situation. Sie meinte müsste okay sein, Zitat: "ich habe wahrscheinlich eh nicht sofort was für Sie frei". *hoff*

3. Am Dienstag ist der Vorstellungstermin beim Träger.
Da EGV unterschrieben und Termin nicht den Beginn der Maßnahme bedeutet, sondern "wir gucken mal was wir für Sie so haben, im Bereich Hauswirtschaft" - werde ich hingehen.
Wenn ich was unterschreiben soll, werde ich es, ihr Verständnis voraussetzend, mitnehmen um von meinem Recht gebrauch zu machen, einen evt. Vertrag (mit konkreter Aufgabenstellung) vor Unterschrift von meinem "Rechtsberater" prüfen zu lassen.

Ich fasse mal kurz die Möglichkeiten dieser Zwangsmaßnahme zu entkommen zusammen:

Ablehnung + Sanktion: Wenn ich danach 12 Monate Ruhe hätte würde ich sogar Sanktion in Kauf nehmen. Würd aber nichts bringen, vermutlich hätte noch vor Ablauf die nächste MAE an der Backe -> ist also keine Option.

AU - wird sehr schwer bin grad kerngesund

Prüfung der Rechtmäßigkeit der Beschäftigung, wär evt. ein Ausweg wenn Antritt Minijob nicht fruchtet. Das ist aber noch nicht spruchreif, da ich keine genaue Tätigkeitsbeschreibung habe und den Arbeitsplatz ja auch noch nicht kenne.

Antreten und ohne Murren durch. Klar. Wie lange hab ich danach Ruhe vor sowas? Dass es mich nicht in eine ver. pflicht. Stelle katapultiert, soviel ist nämlich klar. Nicht mehr und nicht weniger als ein Minijob.


Also gehe ich Dienstag zum Termin, in der Hoffnung, dass in meinem besonderen Fall mit der zeitlichen und örtlichen Einschränkung, grad keine AME-Job frei ist und teile das meiner SB mit.
In der Zwischenzeit teile ich ihr die freudige Nachricht mit, in Zukunft durch einen 200€ Job meine Bedürftigkeit senke und sie mich schriftlich von der MAE entbinden soll?

Soweit meine wirren Gedanken. Ich kau mich seit Mittwoch da durch, und möchte nach der vermaledeiten EGV nicht wieder einen Fehler aus Unwissen machen.

Was meint Ihr???


Beitrag ist lang. Hoffe einigermaßen verständlich gegliedert. Vielen Dank fürs Lesen und im Voraus für Anregungen und Infos!



_
 
E

ExitUser

Gast
Ich meine, Du siehst das richtig.

Geht es nach den Buchstaben des Gesetzes, hat in jedem Fall der Minijob Vorrang vor der Maßnahme.

Leider haben das viele SB schon anders gesehen u. es gab Zoff........

Ideal in Deinem Fall wäre vielleicht eine Bescheinigung des AG, daß die Arbeitszeiten flexibel sind. Sonst kommt SB evtl. auf den Gedanken, daß sich beides, Minijob u. Maßnahme, prima vereinbaren läßt.

Dem sollte man gleich vorbeugen.
 

Aaven

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Arbeitszeit kann in sofern nur der Vormittag sein, dass sie ja synchron zum Schulunterricht stattfinden muss. Evt. wenn mal Unterrichtstunden ausfallen, könnten Arbeitsstunden am 5. Tag der Woche, der eigentlich ja frei ist, nachgeholt werden. Soweit die Theorie. Mehr ist eh nicht drin, sonst wäre ich nicht auf lediglich 15 Std. AME ausgesetzt.

Die Art der Tätigkeit, schließt aus, dass sie als vers. Arbeitsverhältnis ausbaubar wäre.
Ebenso wie die Art der Tätigkeit mit MAE, die ja zusätzlich ist, und auch per se niemals in eine ver. Arbeit umgewandelt werden kann, egal wie gut ich meine Arbeit da machen würde.
In dieser Beziehung stehen sie sich in nichts nach.


Das eine wär bequemer und brächte bei weniger Aufwand mehr Geld ein.
Nur haut die mich in diesem Umfang nicht aus der Statistik, mehr Stunden oder mehr Lohn wären aber seitens des AG nicht machbar. Bzw. bei entsprechender Vermehrung der offiziellen Stundenzahl, würde der Stundenlohn ggf. bis ins sittenwidrige sinken. Geht nicht.

Also was genau muss in dem Schreiben drin stehen, den ich vom AG für die ARGE als Bescheinigung über die Beschäftigung?
Arbeitsvertrag gibt es (noch) nicht, ist im privaten Rahmen auch nicht üblich. Gibt Haushaltscheck und Verdienstbescheinigung. Für die Geldstelle hat das immer gereicht. Weiss nicht wie es bei der Jobvermittlung in diesem speziellen Fall wäre.

Es ist wohl unwahrscheinlich, dass der Träger keine geeignete Stelle für mich hat, oder?
Die SB hat selber bei anderen Trägern geschaut, aber nichts geeignetes gefunden. Daraufhin hat sie mich an diesen Träger verwiesen.
 

Aaven

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Es muss also lediglich das Einkommen von monatlich 200 Euro bescheinigt sein.
Weder Stunenanzahl, noch Benennung der Tätigkeit erforderlich?

"Hiermit bescheinige ich, dass Fr. HE ab dem XX.XX.XXXX in meinem Betrieb/Haushalt monatlich 200 Euro verdient."

Ich habe da nur meine Zweifel, da in diesem Fall mit der 1 Euro Geschichte im Nacken, die Arbeitszeit/Stundenzahl evt. relevant wäre.
aber ich mache aus Prinzip nicht mehr Angaben als unbedingt erforderlich.
Ggf. frage ich die SB nach einem Vordruck für EK-Bescheinigung... der wird dann lediglich ausgefüllt.
 
E

ExitUser

Gast
Ggf. frage ich die SB nach einem Vordruck für EK-Bescheinigung... der wird dann lediglich ausgefüllt.

Genau.

Okay, ich hatte keine Maßnahme. Aber niemanden hatte damals meine Stundenzahl oder der Stundenlohn interessiert.

Die wollten nur wissen, was im Monat dabei rumkommt, um die restliche Leistung berechnen zu können.
 

Rechtsverdreher

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Es kommt drauf an, welches Dich eher in den Arbeitsmarkt zu integrieren in der Lage ist.

Muss vom Sachbearbeiter (SB) aber gerichtsfest begründet werden.

Eingliederungsvereinbarung nicht unterschreiben, dann droht auch kein sanktionierbarer EEJ.

==================================

Im Sanktionsfall einfach ergänzende Sachleistungen bzw. geldwerte Leistungen beantragen. Sanktionen sind damit quasi völlig auswirkungslos für den Sozialleistungsbezieher.

Ergänzende Sachleistungen bzw. geldwerte Leistungen sind bis zum Wiedererreichen der vollen Höhe des Regelsatzes zu erbringen. Inwiefern ein eventuell vorhandenes Ansparvermögen und/oder Nebeneinkünfte hierbei zu berücksichtigen sind ist derzeit noch ungeklärt. Nebeneinkünfte, welche lediglich eine Aufwandsentschädigung darstellen, müßten eigentlich unberücksichtigt bleiben. Auf jeden Fall muss laut BVerfG das soziokulturelle Existenzminimum in der vollen Regelsatzhöhe sichergestellt sein.

Schliesslich erwarten diese Leute, dass der Leistungsbezieher jederzeit seinen pseudo-sanktionierbaren Verpflichtungen nachkommen soll.
 

Knoedels

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Hallo
Mir wurde damals gesagt, ich könne die zwei Jobs problemlos nebeneinander machen.
Bin aus dieser Geschichte nur herausgekommen, als mein heutiger AG bescheinigt hat, das ich auf Abruf arbeiten muss und teilweise in Nachtschicht Dienst habe.
Wenn da für dich nichts von in Frage kommt ????
Anders sehe ich da keine Möglichkeit.
lg
 

Aaven

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1. EGV ist unterschrieben.
Beinhaltet aber nur die Aufforderung beim Träger vorzusprechen und nicht die Zuweisung oder den Beginn einer konkreten Beschäftigung.
Siehe Zitat weiter oben.

2. Beide JObs zusammen sind in nur 3 Stunden vormittags nicht zu schaffen. Von den zusätzlichen Arbeitswegen ganz zu schweigen.

Fremdbetreuung meines Kindes ziehe ich lediglich dann in Erwägung wenn ich die Zusicherung eines AG für eine versicherungspflichtige TZ-Stelle habe.
Vorher sehe ich dazu keine Veranlassung, denn die alleinige Tatsache, dass das Kind in der Nachmittagsbetreuung ist, beendet noch nicht meine Hilfsbedürftigkeit. Demzufolge kann eine Nichtinanspruchnahme einer solchen, mE nicht als Verstoß gegen die Mitwirkungspflicht gewertet werden.
Bis dahin mache ich also gern von meinem Recht Gebrauch es ausserhalb der Schulpflicht selbst zu betreuen.
Für einen 1EJ oder ne Sinnlosmaßnahme bin ich nicht bereit die Erziehung und die Verantwortung in fremde Hände zu geben.
Und bin laut Gesetz auch nicht dazu verpflichtet, soweit meine Information.

Bitte korrigiert mich, sollte ich in diesem Punkt der Argumentation falsch liegen.


3. Was muss ich mir konkret unter "geldwerte und ergänzende Sachleistungen" vorstellen?
Sind für mich aktuell leere Worthüllen, für genau Beispiele wäre ich dankbar.



Ich stöbere ja fleissig weiter hier im Forum und habe, aufgrund der gefundenen Infos, für den morgigen Termin erstmal folgende Strategie ausgearbeitet.

Möglichkeit 1:
Träger hat grad keine freie Stelle im vorgegebenen Zeitrahmen und in zumutbarer Entfernung.
-> Ich gehe nach Hause und lasse mich benachrichtigen falls was frei ist.
Ich gehe nicht ohne zu fragen ob sie nicht stattdessen nen 400€ Job oder ne TZ-Stelle für mich in ihrem Verein hätte. Und trage das in meine Liste als Bemühung ein :icon_party: Denn ich WILL ja unbedingt arbeiten und der Bedürftigkeit ein Ende setzen. Nur kann ich das nicht mit ner MAE:icon_evil:

Möglichkeit 2:
Sie hat was entsprechendes und ich soll einen Vertrag unterschreiben.
Ich nehme den Vertrag, stecke ihn ohne Vorwarnung in meine Tasche, und sage, dass ich es in Ruhe mit meinem Rechtberater prüfen werde, und wenn alles okay ist, bringe ich ihn nächste Woche um 9:00 in ihre Aussenstelle (die hier im Ort nun mal nur Dienstags besetzt ist).
Wenn sie das abnickt werde ich nä. Die. wieder hingehen und meine Kritikpunkte äussern, und vor Unterschrift um Korrektur bitten. Mit abgeändertem Vertrag würde ich ebenso verfahren.
Wobei ich es für ausgeschlossen halte, dass sie die von mir vorgegeben Klausel akzeptiert. Diese bezieht sich dann nämlich auf die Regelung während der Schulferien, wo ich von der Maßnahme bitte vertraglich freigestellt werden möchte um nicht wegen unbegründetemFernbleiben sanktioniert werden zu können. Wenn sie sagt, würde ich nicht, da trifftiger Grund, tja, dann soll sie mir das schriftlich geben :p
Oder aber sie soll mir bescheinigen, dass als Voraussetzung für die Teilnahme an der Maßnahme, mein Kind in den Ferien vormittags 3-4 Stunden ohne Aufsicht bleiben muss. Das wird das Jugendamt sicher auch interessieren...
Wenn sie sagt, dass ich für die organisation der Betreuung verantwortlich bin... nun ja, was anderes sage ich ja auch nicht.
Ich sehe schon, dass wir da schwerlich zusammenkommen werden :cool:


Möglichkeit 3:
Pech nur wenn sie mir keinen Vertrag vorlegt, sondern mich gleich dorthin schickt wo die künftige und bisher nicht genau definierte Maßnahme stattfinden soll.
Dann könnte das ja als Beginn der Maßnahme gewertet werden, ohne dass ich Vertrag mit Träger unterschrieben habe??? :icon_kinn:

Natürlich alles reine Spekulation, aber ich möchte nur vorbereitet sein, und mich nicht hinterher ärgern müssen, sondern meine Möglichkeiten im Vorfeld abklopfen.
 

Knoedels

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Du kannst dir heute leider nicht mehr aussuchen WER die Kinder betreut oder Wo und WIE - das interessiert das JC nicht wirklich.
Im schlimmsten Fall heisst es einfach nur, du stehst dem Arbeitsmarkt nicht ausreichend zur Verfügung - Geld gestrichen. So einfach ist das heute :(
Das Gesetz verpflichtet dich nicht, aber das JC - denn du musst ALLES dafür tun, deine Hilfsbedürftigkeit zu beenden oder zu verringern ----- WIE du das anstellst, ist denen egal.
2,5 Stunden Weg zur Arbeit im Rahmen - Kosten für Kinderbetreuung, Fahrgeld usw, alles egal - hauptsache du kommst aus dem Leistungsbezug raus heisst es heute :(
Dank der Politik sind die Daumenschrauben arg angezogen worden und der Spielraum von vormals stark eingeschränkt, ist so :(
lg
 

Aaven

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Du kannst dir heute leider nicht mehr aussuchen WER die Kinder betreut oder Wo und WIE - das interessiert das JC nicht wirklich.
Seit wann hat die ARGE das Aufenthaltsbestimmungsrecht für mein Kind?

Im schlimmsten Fall heisst es einfach nur, du stehst dem Arbeitsmarkt nicht ausreichend zur Verfügung - Geld gestrichen. So einfach ist das heute :(
Ich kann mir nicht vorstellen, dass es vor irgendeinem Gericht Bestand hätte, dass ich für eine Arbeitgelegenheit mein 7jähriges Kind unbeaufsichtigt lassen müsste.
Also ein paar Rechte sehe ich da als Bedürftige dann schon noch.


Seit wann bringt mich ein 400 Euro-Job oder eine Arbeitsgelegenheit aus dem Leistungsbezug? Wär mir neu.

denn du musst ALLES dafür tun, deine Hilfsbedürftigkeit zu beenden oder zu verringern ----- WIE du das anstellst, ist denen egal.
Wenn ich meine Aufsichtspflicht verletze mach ich mich strafbar.
Ob der Ausfall des Unterrichts, oder der Tagesmutter ein trifftiger Grund ist der Maßnahme fernzubleiben, muss ich doch vorher schriftlich abklären um dem Risiko einer Sanktion zu entkommen um eine Gefährdung unserer Existenz ausschließen zu können.


Wenn sie mir eine vers. Stelle anbieten würden, sähe die Sache anders aus. Aber auch da hat der Hort in den Ferien 3 Wochen zu. Wenn ich da keinen Urlaub kriege, hab ich ein Problem. Habe NULL Verwandschaft, was einspringen würde. Mal davon abgesehen, dass diese ohnehin nicht dazu verpflichtet werden könnten. Ich stehe ganz alleine da mit der Verantwortung.

Und wenn meine Bemühungen das Kind andersweitig unterzubringen nun mal nicht fruchten??? Ob die SB oder die Dame vom Träger es solange beaufsichtigen mögen?
Ich bin nicht mal gesetzlich verpflichtet Betreuungsbemühungsnachweise abzuliefern.
Ausserdem muss der Aufwand in Relation zum Gewinn stehen. Wenn mich die Chose eh nicht aus dem Leistungsbezug bringt, ist es den Aufwand auch nicht wert. Dann kann ich meine Bedürftigketi maximal in dem Rahmen senken, wie es mir unter diesen Umständen möglich ist.



Es ist nicht immer so bitter wie du darstellst.
Bekannte ist mit 15jährigem Kind seit 15 Jahren erwerbslos, hatte in dieser Zeit eine Fortbildung und eine MAE und vermittelt haben sie sie bisher noch immer nicht.
TZ-Arbeitsangebot des MAE-Trägers im Schichtdienst hat sie mit der Begründung, dass ihre Teenagertochter aufgrund gewisser Vorkommnisse, abends nicht unbeaufsichtigt bleiben kann, ohne Folgen abgelehnt. Also auch sowas gibts.

Aber es geht hier ja drum wie ich aus dieser Nummer rauskomme.
Den Job, den man mir anbietet auf Rechtmäßigkeit prüfen lassen? Meiner Info nach, sind die wenigsten MAE Jobs rechtmäßig...
Und wenn dem so ist muss ich ja dennoch antreten sonst gibts, nen A*sch voll.
Die Sache mit dem Minijob sehe ich als letzten, wenn auch sichersten Ausweg.
Schöner fänd ichs wenn der Träger mich von sich aus ablehnen würde.
Soll ja hier schon öfter vorgekommen sein, dass das passiert ist.

Naja, Termin ist heute. Mal sehen ob ich einen Aufschub erreiche, dann kann ich mich noch weiter informieren...
 

Aaven

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...niemanden hatte damals meine Stundenzahl oder der Stundenlohn interessiert.

Die wollten nur wissen, was im Monat dabei rumkommt, um die restliche Leistung berechnen zu können.
Kein Wunder! Meine Recherchen ergaben, dass der Gesetzgeber keine Vorschriften bezüglich Stundenzahl oder Einkommen an die ausgeübte Tätigkeit erlassen hat. Es heisst schlicht: MAE nur für die die keine Arbeit finden können. Ergo, hast Arbeit, keine MAE. So versteh ich das. Dass, das in der Realität oftmals anders gehandhabt wird, hab ich hier zu meinem Entsetzen auch schon gelesen.
Aber eine Arbeit am 1. Arbeitmarkt zugunsten einer MAE zu kündigen (oder NICHT anzunehmen) ist demnach doch so rechtswidrig wie nur geht!
 

Aaven

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Hab mich - wieder einmal - für nichts gestresst.

Eingetreten ist Möglichkeit 1:
Vermittlerin des Trägers hatte nichts für mich. Nicht im verfügbarem Zeitrahmen und in zumutbarer Entfernung. :icon_party:

Ich kanns noch gar nicht so richtig glauben. :icon_eek:
 

Aaven

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Juhuu! Es geht weiter! :icon_party:
Viel schneller als ich gedacht habe :eek:

Habe heute bereits die Einladung zum neuen Besprechungstermin mit meiner SB, für nächste Woche Dienstag. Jetzt wird sie aber fleissig. Hab gedacht wär jetzt wieder für 3 Monate Ruhe. Pustekuchen.

Dabei wollte ich ihr so gerne schriftlich die gute Nachricht übermitteln, dass ich ab 1.3 eine geringfügige Tätigkeit aufnehme. :icon_sad:


Problem dabei ist, dass ich genau an dem Tag, um die Uhrzeit, auch mit meinem künftigen Arbeitgeber verabredet bin, um Einzelheiten abschließend zu klären und evt. den Vertrag zu Papier zu bringen. Das geht vorher schlecht, da er sich noch mit seinen Geschäftspartnern besprechen wollte. Ich kann ihn ja schlecht hetzen.

Soll ich das auf dem der Einladung beigefügten Antwortschein anmerken und um einen späteren Termin bitten?

Wäre mE sinnvoll, da ich der SB dann bereits was schriftliches präsentieren könnte.

Ausserdem würde es sich sicher schlechter machen wenn ich den AG um einen späteren Termin bitte weil mich das JC schon wieder nerven muss. Den letzten Termin habe ich mit ihm nämlich aus genau diesem Grund verschieben MÜSSEN. Da musste ich mich ja beim Träger vorstellen. Nur als Randinfo.

Die Tätigkeit wird - sofern die SB eine derart "genaue" Erläutrung haben will (darf sie das???) wie folgt deklariert:
Stellenbeschreibung: Aushilfstätigkeit
Aufgaben: nach Absprache
Arbeitszeit: wochentags, vormittags, flexibel nach Absprache
Entlohnung: € 150/monatl.

Reicht das in der Form aus, damit sie mich mit weiteren sinnlosen und entwürdigenden 1 Euro Vorschlägen in Ruhe lässt?
Wie bereits erwähnt bin ich ohnehin nur vormittags 3 Stunden verfügbar.

Ich würde also - nach dem ich angekreuzt habe, dass ich ab 1.3 eine Tätigkeit bei XY als Aushilfe aufnehmen werde - dem Antwortschreiben folgenden Text zufügen:

"An dem von Ihnen anberaumten Termin, finden letzte Verhandlungen mit dem künftigen Arbeitgeber statt. In Folge dessen erachte ich einen späteren Zeitpunkt, Sie in Ihrem Büro persönlich aufzusuchen, als geeigneter, da ich Ihnen dann voraussichtlich auch schriftliche Einzelheiten zur neuen Arbeitsstelle werde vorlegen können.

Aus diesem wichtigen Grund beantrage ich die Zusendung eines neuen Vorsprechtermins zu einem späteren als dem von Ihnen zunächst genannten Zeitpunkt.

Ferner möchte ich Sie bitten mir das entsprechende Formular zuzusenden, welches ich dem potentiellen Arbeitgeber volegen kann, damit dieser, die für Sie relevanten Informationen dort eintragen kann.

Vielen Dank für Ihr Verständnis! (oder einfach MfG?)

Name HE"

Kann ich das so schreiben?

Selbstverständlich setze ich noch ein Kreuzchen bei "ich bin an weiteren Stellenangeboten interessiert" :tongue:








Ob sie wohl ne neue EGV vorlegen möchte???
Die Auflage mit dem Träger aus der alten ist ja abgeackert, geringfügige Tätigkeit gefunden, somit bereits 2 Auflagen erfüllt, und der Sinn der alten dürfte für sie damit hinfällig sein...

Ich werde jedenfalls nichts mehr unterschreiben. :icon_evil:
Wenn ne neue EGV geben soll, stecke ich sie wie selbstverständlich ein und sage beiläufig, dass ich sie in Ruhe von meinem Rechtsbeistand prüfen lasse. Als wär das was ganz alltägliches.
Sollte sie widersprechen tue ich überrascht, da das doch mein gutes Recht ist und wundere mich, dass das nicht üblich sein soll. So oder so ähnlich.

Ich dachte, dann, nach ner gewissen Zeit, könnte ich ihr ein Schreiben zukommen lassen, dass ich diese nach eingehender Prüfung, in der mir vorliegenden Form, nicht unterschreiben kann, da sie für mich rechtlich unzumutbar ist. Punkt. Ende.

Wäre das Vorgehen so okay?
 

Aaven

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Hm... also auf die Gefahr hin, dass ich hier Selbstgespräche führe...

Es kommt mal wieder alles anders.

War grad beim Arzt und habe AUB bis nächste Woche Mittwoch. Dienstag wär der Termin beim JC.

Habe Antwortblatt ausgefüllt, AU drangeheftet, jetzt muss ich nur noch gucken, dass ich bis Montag einigermaßen wieder fit bin, dass ich das beim JC einwerfen kann. Jetzt grad bin ich ziemlich am Ende und mir fehlt jede Kraft rumzulatschen.

Habe aber auch angekreuzt, dass ich ab 3.1.11 bei XY als Aushilfe eine Beschäftigung aufnehme, unter 15 Stunden. Einzelheiten dazu würde ich schriftlich zukommen lassen und bitte darum ein Verdienstbescheinigungsformular zur Vorlage beim künftigen AG zuzusenden.

Ist das okay so? Ob sie mich jetzt noch immer mit EEJ behelligen wird?
Würd mich nicht wundern, wenn sie mich am Tag nach meiner Genesung bereits zu sich zitieren würde.

Mir drängt sich noch ne Frage auf...

Der Gesetzgeber macht ja keine genauen Angaben dazu welchen Umfang, Lohn, Tätigkeit etc. als Arbeit anzusehen sind, sondern besagt lediglich, dass AGH für die jenigen geschaffen werden müssen, die keine Arbeit finden können.

Also ich frage mich, ob ich unabhängig von der Höhe des Gehalts auch 15 Std. / Woche angeben könnte... mal angenommen ich käme auf einen lächerlichen Std.Lohn von 2,50... sind immer noch 150% mehr als 1,- :icon_kinn: Und wenn ich mich entscheiden darf, hätte ich gern den höheren Stundensatz. Was kann sowas für Folgen haben?
Ich denke wenn sie mir keine Arbeit mit mehr als 1 Euro/Std. anbieten kann, würde ich damit immer noch besser fahren. Ist natürlich nur hypothetisch.
Aber was wär besser 8 Std./Woche mit 4,68 oder 15 Std./Woche für 2,50. Es geht darum, dass ein EEJ nicht mehr erforderlich ist.

Mir drängt sich die Frage auf ob die einen zu niedrigen Stundenlohn beanstanden könnte, denn meines Erachtens ist dann alles gerechtfertigt was mehr als 1,- Euro bringt. Könnte man theoretisch so argumentieren?
Also könnte ich auch angeben ich arbeite 15 Stunden/Woche und verdiene im Monat 150 Euro? Oder in wiefern geht die die Stundenzahl was an?

Denn bezüglich der Sittenwidrigkeit... wenn es Sittenwidrig ist für 2,50/Std. arbeiten zu gehen, dann ist es das doch erst recht wenn ich es für 1,- mache. Ich weiss, dass das dann in dem Fall nicht als Lohn tituliert wird (und das mit Sicherheit aus gutem Grund) aber das hinkt doch an allen Seiten gewaltig.

Ich würde mich freuen, wenn jemand mit mir kommunizieren würde. Danke.
 

gelibeh

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Bei einem zu niedrigen Stundenlohn läufst Du die Gefahr, dass die ARGE was gegen den Arbeitgeber, wegen sittenwidrigen Lohns macht. Ist ja schon, glaub in Stralsund, passiert. Wenn Deine Arbeitszeit, also z.b. 9-14Uhr, mit einer Maßnahme kollidiert, wirst Du eine Maßnahe kaum machen können. Dann würde ich lieber mit den Arbeitszeiten absichern. Eventuell musst Du ja auf Abruf flexibel sein.
 

Mario Nette

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Der eine Euro pro Stunde beim Ein-Euro-Sklavenjob ist kein Lohn, sondern eine Mehraufwandsentschädigung. Beim Lohn gibt es etwas Ähnliches - nennt sich (Erwerbstätigen-)Freibetrag.

Mario Nette
 
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