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Drangsalierung von Akademikern beim JC

pferdchen81

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Hallo,

ich habe ein Studium abgeschlossen, eine Weile gearbeitet, dann ernsthaft krank geworden und gekündigt worden. Seit Ende meiner Reha habe ich ALG1. Ich bemühe mich ernsthaft etwas zu finden, aber durch die vorangegangene Krankheitsphase, jetzt länger raus und dazu noch Ü30 ohne Kinder mit Kinderwunsch, kann ich eigentlich meine Bewerbungen gleich in den Müll werfen statt sie zu versenden.

Die Arbeitsagentur hat sowieso kaum bis keine Stellen für Akademiker. Letztens gab mir meine SB eine Stelle mit für einen Bürogehilfen in meinem Studienfachbereich. (Für die Stelle ist ein Hauptschulabschluss, kaufmännische Ausbildung und erste! Erfahrung im Berufsbereich erforderlich) Ich hab gelacht und gesagt, klar bewerb ich mich. Antwort: Lieber den Spatz in der Hand ... Zusätzlich wurde ich per EGV zu Inga verdonnert. Ich möchte anmerken, ich bin studierter Personaler und habe in dem Beruf gearbeitet.

Mich interessiert mal, wie es anderen Akademikern ergeht. Musstet ihr Praktika als Küchenhilfe machen? Was ist mit 1€ Jobs? Diese Jobs sind doch nicht in Leitungspositionen sondern als Gehilfen ganz unten in der Futterkette. Daraus ergibt sich doch niemals ein richtiger Job. Wie ist es mit Weiterbildungen? Ich spreche fließend Englisch, beherrsche SAP und Office. Was könnte mich denn noch neues erwarten?
 

Kleeblatt

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Ich biete:
Doctor in Biochemie, 36 Jahre alt , zuletzt auch wieder in Forschungsprojekten an wissenschaftlichen Instituten gearbeitet, soll jetzt - eben erst arbeitssuchend geworden weil das Projekt ausgelaufen ist - als Laborhilfe arbeiten.
Hatte auch bereits "Angebote" der AfA als Gärtner und Teilzeithausmeister.

weiterhin:
Ebenfalls promovierter Physiker, 42 Jahre alt, krankheitsbedingt gekündigt worden, inzwischen wieder gut drauf gesundheitlich, seit 1,5 Jahren im ALG II, erhält Angebote als Hilfs-Mechaniker, Lagerarbeiter, LKW-Fahrer (ohne diesen Führerschein), ...

Hätte da noch 2 weitere solcher Fälle in meinem Umkreis, aber ich denke das zeigt bereits was hier abgeht im Lande.

Fachkräftemangel eben ...
 

Texter50

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Ich persönlcih habe keine Nachteile gehabt, nur weil ich Akademiker bin, sondern weil ich meine Rechte nicht kannte. :biggrin:

Bisher hat man für mich keine geringer qualifizierten Jobs ins Auge gefasst, ich sollte immer nach den zur Qualifikation passenden Stelle suchen. :wink:
Aber: ich habe auch schon in den entsprechenden Berufen gearbeitet und meist gibt es für die Helferstellen genug Leute beim JC, die keine qualifizierten Jobs erhalten könnten. Das gilt besonders für Städte mit hoher Arbeitslosigkeit.

An Weiterbildungen wird ausgiebig gespart. Da Du schon sehr qualifiziert bist, dürfte das ein ziemlicher Kamp werden. :icon_knutsch:

So nen dauerhaften 1-Euro-Job haben se mir nie angeboten, nur einmal 4 Wochen Zwangsarbeit zur "Erprobung" für 1.75 Euro per Stunde. Das war dann auch genug. :biggrin:

INGA hab ich hinter mir, das ist meist um nix besser als JC, nur dass Du eben ALG I beziehst.
Man könnte da von Zwangsbetreuung sprechen. :icon_motz:

@ Kleeblatt: und ich hätte geschworen, dass Biochemie was anständiges ist!
So kann man irren..
 

pferdchen81

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Ok, ich harre der Dinge, die da kommen :) Was ich noch bei der Inga soll, ist mir schleierhaft. Ich frag mich, was die mir als studierten Personaler (ich war teilweise im Recruiting, habe Bewerbungsgespräche geführt, ich hab doch mehr Fachkenntnisse als so ein SB mit Weiterbildungslehrgang) noch neues erzählen wollen??? Vermutlich musste meine SB nur gegenüber ihrem Chef nachweisen, dass sie irgendwas mit mir macht. Das sind doch auch nur ganz arme Würste an der Front, die von ihren Abteilungsleitern in die Mangel genommen werden.

Jederzeit gern mach ich ein Praktikum oder 1 Euro Massnahme in meinem Fachgebiet in adäquater Stellung. Aber sowas haben die doch leider garnicht. Mir tut schon die LWS vom zuhause auf dem Sofa sitzen weh. Habe letztens schon gesagt, dass ich keine weiteren Arbeitslosen im Kreis habe mit denen ich abhängen kann. :D Da pressen die nur die Lippen zusammen. Mein ALG1 ist so hoch wie das Gehalt eines durchschnittlichen Arbeiters. Da denkt der SB gleich du lebst in saus und braus. Echt gaga! Ja, ich habe schon meine 30-Meter-Yacht bestellt auf der ich dann wilde Parties feiere während der Steuerzahler mir mein ALG1 finanziert.
 

Texter50

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Was Dich bei INGA offiziell erwartet, habe ich mal zusammen kopiert. Glaube mir, wenn Du Pech hast, wird das sogar noch intensiver.
Selbst ich hab im Projekt meine Telefonnummer löschen lassen.
...setzen mit Inga auf eine umfassende Beratung der Menschen“,
...beschränkt sich ein Inga-Vermittler auf maximal 65 Arbeitslose. ...sich intensiv um alle Hürden zu kümmern, die einer Arbeitsaufnahme entgegenstehen.
- gesundheitliche Einschränkungen,
- fehlende oder veraltete berufliche Qualifikationen
sein.
...besonders engmaschigen Betreuung sollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer innerhalb eines Jahres...

Inga gibt den Arbeitsvermittlern auch die Möglichkeit,
- ihre Kunden auf Wunsch zu Vorstellungsgesprächen

- bei Behördengängen zu unterstützen

- sie bei der Suche nach Beratungs- und Unterstützungsangeboten zu begleiten.
- auch Betreuungs- oder Schuldenprobleme sein.


Gruppenangebote mit wenigen Teilnehmern, in denen

- der Umgang mit dem Computer erlernt

- das Gesprächsverhalten bei Vorstellungsgesprächen trainiert wird, ergänzen das engmaschige Betreuungsangebot.

Hinzu kommen maßgeschneiderte Weiterbildungen, um die berufliche Qualifikation des Einzelnen zu erhöhen oder auf den aktuellen Stand zu bringen.

Stand24.05.2013
INGA bedeutet oft, Du bist ausgemustert, nich tmehr im Rennen...
Kannste vergleichen mit 50plus für ALG II Bezug
 

pferdchen81

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Ok bei einem Computerkurs werde ich anbieten, dass ich ihn halte statt nur teilzunehmen. Der SB kann dann Päuschen machen. Da bin ich kackfrech :biggrin: Beim Training für Bewerbungsgespräche werde ich den SB mal neues Wissen beibringen. Das wird ein Spaß:icon_mrgreen:

Fakt ist mal eines. Ich werde mich für das JC nicht sterilisieren lassen, nur damit mich jemand einstellen will. Und beim Kinderwunsch lüge ich wie gedruckt oder hebe das besonders hervor. Je nachdem was das JC mir aufdrücken will.

Ist schon traurig. Ich hab mal studiert (Abi und Studium nachgeholt) um besser zu verdienen. Ich langweile mich zuhause zu Tode. Bewerbe mich wie eine Bekloppte, aber nichts kommt bei rum. Dann wird mir unterstellt, trotz riesiger Bewerbungsliste, ich mach mir einen schönen Tag. Da weil sitzt ich alleine zu hause, verdumme und werde langsam depressiv.
 
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Mit Drangsalierung hat das nichts zu tun. Wer einen akademischen
Abschluss hat, hat damit ja nicht die Garantie auf ein bestimmtes Lohnniveau oder einen gesellschaftlichen Status erworben.

Am besten ist es immer, man zeigt selbst Möglichkeiten oder Grenzen auf. Dann lassen sie einen auch mit dummen Vorschlägen in Ruhe.

Eine Stelle mit finanzieller Perspektive wird man im Helferbereich kaum finden, zumal die dort nicht unbedingt auf Akademiker stehen, die ihre Rechte vertreten können.

Rein rechtlich muss man sich natürlich auf alle möglichen Stellen bewerben, aber das das oft keinen Sinn macht, wissen sie beim Amt doch auch.

p.s.: Ich habe noch nie Vorschläge wirklich außerhalb meiner Berufe bekommen.
 

Passant

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Wer einen akademischen
Abschluss hat, hat damit ja nicht die Garantie auf ein bestimmtes Lohnniveau oder einen gesellschaftlichen Status erworben.
Aber man darf doch erwarten können, daß die Gesellschaft die erworbenen Qualifikationen auch ein Stück weit wertschätzt, oder? (Sage ich als jemand ohne akademischen Abschluss.)

Was bei Hartz IV massenhaft passiert, ist die totale Entwertung von Berufsbiografien und die Fallhöhe ist nunmal am höchsten, wenn man über eine gute bis sehr gute Qualifikation verfügt.

Am besten ist es immer, man zeigt selbst Möglichkeiten oder Grenzen auf. Dann lassen sie einen auch mit dummen Vorschlägen in Ruhe.
Als kurzfristige Lösung mag das geeignet sein, mittel- bis langfristig reicht das aber nicht aus. Hartz IV ist letztlich ein Politikum.

Eine Stelle mit finanzieller Perspektive wird man im Helferbereich kaum finden, zumal die dort nicht unbedingt auf Akademiker stehen, die ihre Rechte vertreten können.
Keine Sorge, die Rechte werden bei der bisherigen Lethargie der nichtakademischen und akademischen Betroffenen im Laufe der Zeit sowieso immer stärker beschnitten werden, sollen wir wetten?

Rein rechtlich muss man sich natürlich auf alle möglichen Stellen bewerben, aber das das oft keinen Sinn macht, wissen sie beim Amt doch auch.
Umso schlimmer, wenn das Amt diese Aktivitäten im Bewußtsein ihrer Sinnlosigkeit dann trotzdem bedenkenlos fordert.

p.s.: Ich habe noch nie Vorschläge wirklich außerhalb meiner Berufe bekommen.
Dann kannst Du Dich glücklich schätzen.
 

Texter50

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Mit Drangsalierung hat das nichts zu tun. Wer einen akademischen
Abschluss hat, hat damit ja nicht die Garantie auf ein bestimmtes Lohnniveau oder einen gesellschaftlichen Status erworben.
Das ist sachlich richtich und wird von ZAFs gerne ausgenutzt. Die möchten dann gerne, dass mit den Qualifikationen des Akademikers gearbeitet wird, was man dem Kunden auch berechnet. Bezahlt wird der Arbeitnehmer etliche Stufen tiefer.

Am besten ist es immer, man zeigt selbst Möglichkeiten oder Grenzen auf. Dann lassen sie einen auch mit dummen Vorschlägen in Ruhe.
Und man erzähle nicht, was man schon alles für einfache Arbeiten ausgeführt hat, so neben dem Studium. Auf diese Erfahrungen greifen SBs gerne drauf zurück. :wink:

Eine Stelle mit finanzieller Perspektive wird man im Helferbereich kaum finden, zumal die dort nicht unbedingt auf Akademiker stehen, die ihre Rechte vertreten können.
Wenn sie es denn mal durchziehen würden. Auch Akademiker kennen sich nicht unbedingt im JC-Jungel aus. :icon_mrgreen:

Rein rechtlich muss man sich natürlich auf alle möglichen Stellen bewerben, aber das das oft keinen Sinn macht, wissen sie beim Amt doch auch.
Das hoffe ich doch... :biggrin:
 

Charlot

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Ok bei einem Computerkurs werde ich anbieten, dass ich ihn halte statt nur teilzunehmen. Der SB kann dann Päuschen machen. Da bin ich kackfrech :biggrin: Beim Training für Bewerbungsgespräche werde ich den SB mal neues Wissen beibringen. Das wird ein Spaß:icon_mrgreen:
Lasse es besser.
Ich habe bei einem Kurs nach Anweisung des Dozenten anderen Teilnehmern helfen sollen.
Ich verweigerte dies und teilte ihm mit, das es seine Aufgabe sei, schließlich wird er dafür bezahlt.
Gerne kann er mir jedoch einen MiniJob anbieten, dann werde ich selbstverständlich für ihn hilfreich tätig sein.
 

pferdchen81

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Das ist sachlich richtich und wird von ZAFs gerne ausgenutzt. Die möchten dann gerne, dass mit den Qualifikationen des Akademikers gearbeitet wird, was man dem Kunden auch berechnet. Bezahlt wird der Arbeitnehmer etliche Stufen tiefer.


Und man erzähle nicht, was man schon alles für einfache Arbeiten ausgeführt hat, so neben dem Studium. Auf diese Erfahrungen greifen SBs gerne drauf zurück. :wink:


Wenn sie es denn mal durchziehen würden. Auch Akademiker kennen sich nicht unbedingt im JC-Jungel aus. :icon_mrgreen:


Das hoffe ich doch... :biggrin:
Ich hab ganz früher mal in der ZA gearbeitet. Bei DB BZA ist das falls sich nichts geändert hat E9. Aber es geht eben darum, was für die Stelle notwendig ist, und das ist doch meistens nur E1 oder E2.

Wenn ich nur Hilfsarbeitergehalt kriege, dann arbeite ich auch nur so.
 

Chrisman

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Bin selbst Akademiker (Dipl.-Kfm. / Diplom-Kaufmann FH) und habe die, wie Du es nennst, Futterkette, fast komplett durchlaufen.

Meine Jobarroganz habe ich schon lange beerdigt, mir geht es "nur" darum, einen relativ vernünftigen, artverwandten Beruf zu finden, von dessen Einkommen ich auch menschenwürdig leben kann.
Da muss man zwischendurch auch mal über steinige Erde gehen (1,50€ Job, etc.).

Nur gegen das Einfangen durch Leihfirmen wehre ich mich nach Kräften.
 

Texter50

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Ich hab ganz früher mal in der ZA gearbeitet. Bei DB BZA ist das falls sich nichts geändert hat E9. Aber es geht eben darum, was für die Stelle notwendig ist, und das ist doch meistens nur E1 oder E2.
Guck Dir mal die Stellenangebote an, da werden nicht nur Helfer von den ZAFs gesucht.
Son Ingenieur, und auch die werden mittlerweile verramscht, der sollte schon etwas mehr bekommen als E1 und E2, wenn er in seinem Fach arbeitet. Genau das versuchen die ZAFs runter zu drücken. :biggrin:

Wenn ich nur Hilfsarbeitergehalt kriege, dann arbeite ich auch nur so.
Da sind wir uns absolut einich: das Geld bestimmt die Leistung. :biggrin:
 

pferdchen81

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Ich habe bei meinem letzten Vorsprechen bei der SB auch dargestellt, dass ich einen Job suche, bei dem ich nicht zusätzlich Alg2 beantragen muss :biggrin: und wo ich auch entsprechend meiner Fähigkeiten gefordert werde. Ich habe gleich gesagt, dass ich keine Hemmungen habe mich trotz Drecksjob weiter zu bewerben und dann zu kündigen und dass der AG sich bestimmt freuen wird. Da nehme ich kein Blatt vor den Mund. Meinungsfreiheit, kann man ja freundlich sagen.
 

pferdchen81

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Guck Dir mal die Stellenangebote an, da werden nicht nur Helfer von den ZAFs gesucht.
Son Ingenieur, und auch die werden mittlerweile verramscht, der sollte schon etwas mehr bekommen als E1 und E2, wenn er in seinem Fach arbeitet. Genau das versuchen die ZAFs runter zu drücken. :biggrin:


Da sind wir uns absolut einich: das Geld bestimmt die Leistung. :biggrin:
Hier bei "uns" suchen die ZA eigentlich nur intern Personaldisponenten. Das ist der letzte Drecksjob. Da darfst du kein Gewissen haben oder wenn du eines hast, dann bald nen BurnOut.
 

Existenzminimum

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Aber man darf doch erwarten können, daß die Gesellschaft die erworbenen Qualifikationen auch ein Stück weit wertschätzt, oder? (Sage ich als jemand ohne akademischen Abschluss.)
Das Gegenteil ist leider der Fall. Die im Schnitt höhere Motivation im ALG I Bereich zu arbeiten wird von der BA dazu (aus-) genutzt, auch gut augebilldete Leute für die Jobs antanzen zu lassen, für die entsprechende Ausbildung gar nicht benötigt werden.

Was bei Hartz IV massenhaft passiert, ist die totale Entwertung von Berufsbiografien und die Fallhöhe ist nunmal am höchsten, wenn man über eine gute bis sehr gute Qualifikation verfügt.
Ist aber im ALG I Bereich auch schon der Fall, im Grunde, bis auf immer weniger werdende Ausnahmen- manchmal lokal in der jeweiligen Agentur, manchmal individuell, inder SB-Person beründet.

Finanziell, durch die Gesetze, sowieso.
 

Existenzminimum

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... was die mir als studierten Personaler ....

Leider ein Berufsbild, dass in den letzten Jahren, man muss schon fast sagen, jahrzehnten den "Bach runtergangen" ist. Viel Outsourcing, Einsparungen, Rationalisierungen.... . Da ist die Perspektive düster.
Ich fürchte dass du dich umorientieren musst (bzw. schon tust), es sieht nicht so aus, als ob es besser wird in dem Bereich.

Wenn die nicht bei der BA selbst einsparen würden, hätten die so jemandem wie dir vermutlich schon selbst ein Angebot in der BA zu arbeiten: als vermittler:icon_mrgreen:
 

pferdchen81

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Leider ein Berufsbild, dass in den letzten Jahren, man muss schon fast sagen, jahrzehnten den "Bach runtergangen" ist. Viel Outsourcing, Einsparungen, Rationalisierungen.... . Da ist die Perspektive düster.
Ich fürchte dass du dich umorientieren musst (bzw. schon tust), es sieht nicht so aus, als ob es besser wird in dem Bereich.

Wenn die nicht bei der BA selbst einsparen würden, hätten die so jemandem wie dir vermutlich schon selbst ein Angebot in der BA zu arbeiten: als vermittler:icon_mrgreen:
Du wirst lachen, ich sagte letztens zu meinem Vater, dass ich bei der Inga mal fragen will, wo ich mich intern bei der AfA bewerben kann. Just for fun :biggrin: Ich weiß, die haben selbst zuviel Personal. Die müssen ja auch ihre Daseinsberechtigung nachweisen.
(gleich ein guter Spruch um dort etwas Stimmung in die Bude zu bringen) hihi
 

Charlot

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Du wirst lachen, ich sagte letztens zu meinem Vater, dass ich bei der Inga mal fragen will, wo ich mich intern bei der AfA bewerben kann. Just for fun :biggrin: Ich weiß, die haben selbst zuviel Personal. Die müssen ja auch ihre Daseinsberechtigung nachweisen.
(gleich ein guter Spruch um dort etwas Stimmung in die Bude zu bringen) hihi
Damit Du als "Hannemann" endest ?
Ist respektierlich gemeint

Es sei denn, Du möchtest zum Scheusal werden.
 

Existenzminimum

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Du wirst lachen, ich sagte letztens zu meinem Vater, dass ich bei der Inga mal fragen will, wo ich mich intern bei der AfA bewerben kann. Just for fun :biggrin: ...
Vorsicht, am Ende bieten die dir tatsächlich was an.... wenn mal wieder ein befristeter Vertrag ausläuft..., dann haste das malheur.
:icon_motz:
 

Caso

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Ich habe bei meinem letzten Vorsprechen bei der SB auch dargestellt, dass ich einen Job suche, bei dem ich nicht zusätzlich Alg2 beantragen muss :biggrin: und wo ich auch entsprechend meiner Fähigkeiten gefordert werde. Ich habe gleich gesagt, dass ich keine Hemmungen habe mich trotz Drecksjob weiter zu bewerben und dann zu kündigen und dass der AG sich bestimmt freuen wird. Da nehme ich kein Blatt vor den Mund. Meinungsfreiheit, kann man ja freundlich sagen.
Ja, das kann man freundlich sagen.
Was hilfts?
Dann weiß dein SB, was du denkst, was evtl. sogar Fakt ist und was der SB evtl. sogar selbst auch denkt.´
Daß man sich aus einem Drecksjob weiter bewirbt und dort abschwirrt, sobald sich was Besseres bietet, ist ja wohl kein Geheimnis. Die AG kennen das und wenn du selber sogar als Personaler gearbeitet hast, dürfte dir das nicht unbekannt sein.

Und dann?
Vergiß doch die Vermittlungsverrenkungen der Arbeitsagentur.
Die bringen nichts.
Bring dich selbst voran und rein in den AM.
Verkneif dir den Kinderwunsch in Bewerbungen bzw. Gesprächen. Mit wahrscheinlich 33 Lenzen muß man dazu nichts sagen. Und sonst auch nicht. Wenn man nicht mit dem berühmten K-Beutel gepudert ist.

Ich kann nur feststellen:
Auf die Agentur und deren Jobangebote zu vertrauen und zu warten, endet unweigerlich in Alg2.
Also: Alle Energie in Eigenbemühungen.
Da kenne ich ein paar Fälle.

Und wen interessierts, was du mit deinem Vater so beschnackst??
 

pferdchen81

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Vorsicht, am Ende bieten die dir tatsächlich was an.... wenn mal wieder ein befristeter Vertrag ausläuft..., dann haste das malheur.
:icon_motz:
Das nehm ich gern an. Die werden doch relativ gut verdienen. Und dann ist wenigstens mindestens ein SB in der Bude, der nur das allernötigste gegen die ach so bösen Arbeitslosen unternimmt. :icon_mrgreen:
 
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Ist schon traurig. Ich hab mal studiert (Abi und Studium nachgeholt) um besser zu verdienen. Ich langweile mich zuhause zu Tode. Bewerbe mich wie eine Bekloppte, aber nichts kommt bei rum. Dann wird mir unterstellt, trotz riesiger Bewerbungsliste, ich mach mir einen schönen Tag. Da weil sitzt ich alleine zu hause, verdumme und werde langsam depressiv.
Sorry, wenn ich jetzt schräg rüberkomme: Letzteres zu verhindern, liegt aber irgendwie auch in Deiner Verantwortung. Du bist Ü30 und nicht Ü50, was soll dann erst in zwanzig oder dreißig Jahren werden?

Schauen wir in die Buchläden, dann finden wir "Bestseller" wie "Ich arbeite in einem Irrenhaus". Beim Durchblättern des Werkes fand ich das nicht völlig abwegig. Du bist Personalerin gewesen, Du solltest Dich mit Zeugnissen, Bewerbungsfallen und solchem Zeugs auskennen und das besser können. Wenn Du Glück hast, verkauft sich das Buch und dann hast Du eine Referenz.
Nur: Bloß nicht auf Bezahlverlage reinfallen, die Dir ein paar Tausender für die Herstellung eine Auflage abspenstig machen, von der dann - ich halte das für Betrug - gerade mal die Pfichtexemplare zur Ablieferung an die Nationalbibliothek gedruckt werden.

Also kurz gesagt: Such Dir eine sinnvolle Beschäftigung, für die Du nicht viel aufzuwenden brauchst. Ein Buch zu schreiben gilt als Privatvergnügen - das darfst Du, genausogut wie im Park spazieren gehen, auch wöchentlich länger als 15 Stunden machen. Vielleicht findest Du auch noch irgendwo ein Ehrenamt, mit dem Du Dich identifizieren kannst - die hohe Arbeitslosigkeit hat da überall kräftig für Zuwachs gesorgt, so daß einen manche Truppen schon am Telefon abwimmeln, als wollte man denen faule Aktien verkaufen.

Und: Der Kinderwunsch geht Dein Gegenüber etwas an, wenn er dabei ist, Dir einen Antrag zu machen.
 

pferdchen81

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Ja, das kann man freundlich sagen.
Was hilfts?
Dann weiß dein SB, was du denkst, was evtl. sogar Fakt ist und was der SB evtl. sogar selbst auch denkt.´
Daß man sich aus einem Drecksjob weiter bewirbt und dort abschwirrt, sobald sich was Besseres bietet, ist ja wohl kein Geheimnis. Die AG kennen das und wenn du selber sogar als Personaler gearbeitet hast, dürfte dir das nicht unbekannt sein.

Und dann?
Vergiß doch die Vermittlungsverrenkungen der Arbeitsagentur.
Die bringen nichts.
Bring dich selbst voran und rein in den AM.
Verkneif dir den Kinderwunsch in Bewerbungen bzw. Gesprächen. Mit wahrscheinlich 33 Lenzen muß man dazu nichts sagen. Und sonst auch nicht. Wenn man nicht mit dem berühmten K-Beutel gepudert ist.

Ich kann nur feststellen:
Auf die Agentur und deren Jobangebote zu vertrauen und zu warten, endet unweigerlich in Alg2.
Also: Alle Energie in Eigenbemühungen.
Da kenne ich ein paar Fälle.

Und wen interessierts, was du mit deinem Vater so beschnackst??
Sei doch nicht so muffelig. Ich kümmer mich selbst um Stellenangebote, initiativ, etc. Ich will nur, dass die mich in Ruhe lassen mit ihrem Mist. Und das mit dem Kinderwunsch ist mir selbst bewusst. Wenn es mir Freude macht mit guter Laune und dem Aussprechen der Wahrheit zu einem Termin zu gehen, lass mich doch. Was hab ich davon einen auf wortkargen Miesmuffel zu machen?
 
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Das nehm ich gern an. Die werden doch relativ gut verdienen. Und dann ist wenigstens mindestens ein SB in der Bude, der nur das allernötigste gegen die ach so bösen Arbeitslosen unternimmt. :icon_mrgreen:
Man merkt, daß Du in der freien Wirtschaft warst. Die Agentur ist und bleibt eine Behörde und wird nie etwas anderes werden - dem ganzen Gefasel von "Kunden" und dgl. zum Trotz.
Und so führen sie ihre Mitarbeiter. In den Neunzigern gab es in den Kreisen noch ehrliche Leute, die einem bei Recruitingaktionen rundheraus gesagt haben: "Wir müssen Sie als potentieller Querulant und Störenfried ablehnen." Die wollten Leute, die wie eine Maschine einfach nur funktionieren - egal, was sich die Chefetage gerade in den Kopf gesetzt hat. Daran hat sich natürlich nichts geändert. Frag' Inge Hannemann, wie man da mit Leuten umgeht, die selber denken.
 

Caso

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Sei doch nicht so muffelig. Ich kümmer mich selbst um Stellenangebote, initiativ, etc. Ich will nur, dass die mich in Ruhe lassen mit ihrem Mist. Und das mit dem Kinderwunsch ist mir selbst bewusst. Wenn es mir Freude macht mit guter Laune und dem Aussprechen der Wahrheit zu einem Termin zu gehen, lass mich doch. Was hab ich davon einen auf wortkargen Miesmuffel zu machen?
Wo bin ich denn muffelig? ;-)
Du hast hier was gefragt und ich hab dir geschrieben, wie ich das sehe.
Die lassen dich nicht in Ruhe. Dazu müsstest du dich abmelden.
Wenn es dir Freude macht, dann verkünde halt deine Wahrheit. Dann sei du eben unmuffelig;-)
Doch was hilfts beim Jobfinden?
NICHTS.
Du sitzt dort nicht in einer Runde Gleichgesinnter, die Argumente finden wollen oder welche haben und über die Zukunft philosophieren.
Du sitzt dort einem "Arbeitsvermittler" gegenüber.
Was ist dessen Job?
1+1 ist für den noch immer 2
 

Albertt

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Bezugnehmend auf #1; Was genau erwartest du? Eine bessere Behandlung? Nur weil du einen Akademischen Abschluss besitzt? Um ganz ehrlich zu sein, ich bin Froh, dass Akademiker die gleichen Schwierigkeiten haben wie der Rest der Leistungsbezieher. Wäre dem nicht so, würden Akademiker bis zum Ende der Zeit behaupten, dass es den Hartz4beziehern in Hartz4 gut geht. :wink:


Aber man darf doch erwarten können, daß die Gesellschaft die erworbenen Qualifikationen auch ein Stück weit wertschätzt, oder? (Sage ich als jemand ohne akademischen Abschluss.)
Mit diesem Beitrag hast du, als jemand ohne Akademischen Abschluss, nach dir selbst getreten. *Kopfschüttel*
 

Charlot

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Das nehm ich gern an. Die werden doch relativ gut verdienen. Und dann ist wenigstens mindestens ein SB in der Bude, der nur das allernötigste gegen die ach so bösen Arbeitslosen unternimmt. :icon_mrgreen:
Denkste.
Ich kenne einen persönlich, der dort angefangen hat.
Der hatte auch diese Einstellung, ist sogar Mitglied der Linken.
Noch während der "Ausbildungsphase", wo er mit im Büro eines erfahrenen Kollegen saß, gelangte man beim JC zu der Überzeugung, das er nicht der richtige Mitarbeiter ist.
 

pferdchen81

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Wo bin ich denn muffelig? ;-)
Du hast hier was gefragt und ich hab dir geschrieben, wie ich das sehe.
Die lassen dich nicht in Ruhe. Dazu müsstest du dich abmelden.
Wenn es dir Freude macht, dann verkünde halt deine Wahrheit. Dann sei du eben unmuffelig;-)
Doch was hilfts beim Jobfinden?
NICHTS.
Du sitzt dort nicht in einer Runde Gleichgesinnter, die Argumente finden wollen oder welche haben und über die Zukunft philosophieren.
Du sitzt dort einem "Arbeitsvermittler" gegenüber.
Was ist dessen Job?
1+1 ist für den noch immer 2
Ich konnte bereits den Ausdruck eines völlig sinnfreien Vermittlungsvorschlages damit abwehren. Da sag ich gern was ich denke. Ich muss ja nicht patzig werden. Warum soll ich zu jedem Dreck ja und Amen sagen?
 
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Aber man darf doch erwarten können, daß die Gesellschaft die erworbenen Qualifikationen auch ein Stück weit wertschätzt, oder? (Sage ich als jemand ohne akademischen Abschluss.)
Nein, das sollte niemand erwarten. Eher wird Akademikern vorgeworfen, dass ihre Ausbildung soviel kostet.

Der Vorteil liegt immerhin darin, dass es viel unwahrscheinlicher ist, mit einem akademischen Abschluss erwerbslos zu werden.
 
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Das ist sachlich richtich und wird von ZAFs gerne ausgenutzt. Die möchten dann gerne, dass mit den Qualifikationen des Akademikers gearbeitet wird, was man dem Kunden auch berechnet. Bezahlt wird der Arbeitnehmer etliche Stufen tiefer.
Sollen sie möchten. Da muss man sich aber nicht drauf einlassen.

Es gibt Leihbuden, die Ingenieurtarife zahlen, obwohl jemand für den neuen Beruf nur eine halbjährige Umschulung machte. Das ist wieder dieses Statusdenken. Einmal Akademiker, immer Akademiker.

Es ist auch in vielen Ausbildungsberufen so, dass Leistungen erwartet werden, die sonst nur Akademiker bringen.
 

Texter50

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Nein, das sollte niemand erwarten. Eher wird Akademikern vorgeworfen, dass ihre Ausbildung soviel kostet.
Leider (in der Sache) muss ich Dir da zustimmen.
Dabei wird gerne auch noch übersehen, dass z.B. die BAFÖG-Empfänger nach dem Abschluss so richtich viele Schulden haben. Die dürfen se dann abtragen, wenn der erste richtige Job angekommen ist.
Glaub mir, das macht echt keinen Spass! :biggrin:

Der Vorteil liegt immerhin darin, dass es viel unwahrscheinlicher ist, mit einem akademischen Abschluss erwerbslos zu werden.
Das ist so eher nicht richtich, da kommt es auch auf die Flexibilität an. Wer nen Job haargenau mit seiner Ausrichtung sucht, kann in vielen Fällen lange warten.
Nur ist der Weg nach "unten" zum Helfer einfach oft weiter.
Beispiel:
Ein Architekt kann auch als Bautechniker gehen, oder wenns hart kommt als Bauzeichner. Natürlich nur soweit, wie da Stellen frei sind. Aber ich denke, das Prinzip sollte klar sein.. :icon_hug:
 

Julchen68

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Nein, das sollte niemand erwarten. Eher wird Akademikern vorgeworfen, dass ihre Ausbildung soviel kostet.
Gerade das macht es ja doppelt idiotisch, wenn auf der einen Seite Staatsbedienstete erst bezahlt werden, diese Ausbildung durchzuführen, um nach deren Abschluß andere Staatsdiener erklären zu lassen, daß das alles nichts wert ist und man gefälligst jeden unterbezahlten Mist zu tun hat.
Das muß man sich wirklich auf der Zunge zergehen lassen.
Und das hat mit Bafög (nämlich den Lebenshaltungskosten während des Studiums) nicht das Geringste zu tun. Ich rede von Universitätsverwaltungen und Professorengehältern etc.
Streng logisch betrachtet müßte man sich auf den Ämtern den A*sch aufreißen, um solchen Leuten Top-Jobs zu verschaffen, in denen sie ihre jeweilige Qualifikation ausspielen können, gerade damit durch ordentlich Steuerabgaben ihre Ausbildungskosten wieder reingeholt werden können.

Aber so wie es zur Zeit läuft, ist dieses System ist einfach nur krank.
 

Caso

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Gerade das macht es ja doppelt idiotisch, wenn auf der einen Seite Staatsbedienstete erst bezahlt werden, diese Ausbildung durchzuführen, um nach deren Abschluß andere Staatsdiener erklären zu lassen, daß das alles nichts wert ist und man gefälligst jeden unterbezahlten Mist zu tun hat.
Das muß man sich wirklich auf der Zunge zergehen lassen.

Streng logisch betrachtet müßte man sich auf den Ämtern den A*sch aufreißen, um solchen Leuten Top-Jobs zu verschaffen, in denen sie ihre jeweilige Qualifikation ausspielen können, gerade damit durch ordentlich Steuerabgaben ihre Ausbildungskosten wieder reingeholt werden können.

Aber so wie es zur Zeit läuft, ist dieses System ist einfach nur krank.
Inzwischen ist der Anteil der "Staatsbediensteten" in der BA, die als Arbeitsvermittler und/oder Arbeitsberater arbeiten (gibts die Trennung überhaupt noch?), wohl sehr gering.
Die Verbeamteten bereiten sich stets auf ihren Ruhestand vor oder sitzen in höheren Ebenen, wo sie mit dem "Vermittlungs-Volk" nicht mehr in Berührung kommen.
Die "unteren", die meist nur angestellt und oft sogar nur befristet angestellt sind und Weiterbefristungen so gut wie ausgeschlossen sind, warum sollen die sich den A*** aufreißen?
Die halten sich streng an die Vorgaben, um wenigstens ihren Job zu behalten.
Daran siehst du auch, wie krank das System ist.
Oder gibts wirklich keine Akademiker-Stellen?
Oder gibts keine auskömmlich bezahlten?
Was ist das Kranke?
 

Julchen68

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Inzwischen ist der Anteil der "Staatsbediensteten" in der BA, die als Arbeitsvermittler und/oder Arbeitsberater arbeiten (gibts die Trennung überhaupt noch?), wohl sehr gering.
Letztendlich erhalten die Mitarbeiter Geld aus Steuermitteln und ihre Vorgaben von staatlicher Seite.
 

Caso

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Letztendlich erhalten die Mitarbeiter Geld aus Steuermitteln und ihre Vorgaben von staatlicher Seite.
Das stimmt natürlich.
Andererseits beginnt immer wieder die Diskussion mit:
Warum machen die Top-Akademiker das nicht selbst?
Ist es nicht viel besser, selbst zu agieren, als sich von einem schlechtmotivierten AV irgendwelche miesen Jobs anbieten zu lassen?
Top-Akademiker sollten wissen, wo und wie man sucht und wie und wann man sich anbietet.
Sonst sind sie evtl. Akademiker---aber das mit dem Top ist dann evtl. nicht so "ausgeprägt".

Ich weiß nur, daß die BA noch immer ein lahmer Verein ist, und daß der Arbeitgeberservice selten mal Perlen findet.
Und ich weiß auch, daß Akademiker, die mit einem VV bei einem AG aufschlagen, schon gleich mal nicht die ersten Ränge besetzen, was die Auswahl betrifft.
Ausnahmen bestätigen aber auch hier die Regel.

Was die Gelder vom Staat bzw. aus Steuern angeht.
Ganz viele andere kriegen ihren Lohn/Gehalt auch aus Steuergeldern. Was ist daran zu bemängeln?
 
G

Gast1

Gast
Denkste.
Ich kenne einen persönlich, der dort angefangen hat.
Der hatte auch diese Einstellung, ist sogar Mitglied der Linken.
Noch während der "Ausbildungsphase", wo er mit im Büro eines erfahrenen Kollegen saß, gelangte man beim JC zu der Überzeugung, das er nicht der richtige Mitarbeiter ist.
In Bayern bekommen Mitglieder von Die Linke erst gar nicht eine Anstellung im ÖD. Weil gemäß der CSU-Bayerndenke Die Linke eine extremistische Partei ist.
 

Julchen68

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Warum machen die Top-Akademiker das nicht selbst?
Tun sie mit Sicherheit, aber Zwangsbewerbungen auf Schwachsinnsvorschläge, rauben nicht nur die Zeit, sondern sind noch auf ganz andere Weise schädlich.
Stell Dir mal vor, Du bekommst vom Amt die Aufforderung, Dich bei einer (größeren) Firma um eine Stelle als Moppelchen Doof zu bewerben, obwohl Du da grad oder in naher Zukunft was am laufen hast bzgl. einer selbstgefundenen Ausschreibung auf eine Stelle, wo Deine Qualifikationen benötigt und auch wertgeschätzt werden.
So ... und nun verfasse mal die Zwangsbewerbung in einer Form, daß Du - wenn man Bewerber firmenintern abgleichen sollte - nicht als als der allergrößte besoffene D.epp dastehst. Viel Spaß und Fantasie. Mir persönlich passiert.

Was die Gelder vom Staat bzw. aus Steuern angeht.
Ganz viele andere kriegen ihren Lohn/Gehalt auch aus Steuergeldern. Was ist daran zu bemängeln?
Gar nichts. Nur an dem Hirnfurz, daß derselbe Staat völlig widersinnige Anweisungen verteilt. An der einen Seite ausbilden, an der anderen Seite niedermachen.
 

ikarus

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Tja, wenn Akademiker sich schon nicht wehren können, was können da die
"normalen" LE machen!
Scheinbar sind wir in Deutschland wieder zu Dienern und
Befehlsempfänger geworden.
Scheinbar sind die so hoch gelobten 68 iger etablierten und satt gewordenen
Erzkapitalisten zufrieden mit ihrer Arbeit.
Oft habt ihr Akademiker mit Zeitvertägen vor euch sitzen, die machen nur ihren Job
Die wollen ihre Befristung aufgehoben haben, da kommt ihr als potetielle
Mitbewerber gerade recht!
Ihr beweint euer Schicksal und vergesst den Schulterschluss zum
"kleinen Mann/Frau. Nein eure Threads zeigen immer noch, das ihr die
kleinen Leute von oben herab anschaut.
Auch ihr habt nach den Hartzgesetzen jede Arbeit anzunehmen.
Politisch bin ich von euch Führungskräften nur noch enttäuscht!
Nebenbei, taxifahrende Akademiker hat es immer schon gegeben!

Nebenbei als ich und viele Andere in den end 60igern und Anfang der 70iger
mit auf die Straße ging war man gut genug, später war man Angestellter und eure
Brut waren Ärzte und Rechtsanwälte, da war man nicht mehr vorzeigbar und gut genug
und jetzt weint die Praktikanten Generation.
Ich bin von unserer sogenannten Elite nur noch enttäuscht!
Hass verpüre ich nicht.
Und nun wird sich darüber aufgeregt das man " niedere" Arbeiten machen muss.
Mir fehlt das Verständnis!
 

pinguin

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Evtl. werden beim JC nur jene Akademiker "drangsaliert", die sich nicht selber zu helfen wissen? Immerhin erfordert doch der Weg zum Diplom bzw. später auch zum "Dr.", sofern nicht als "h.c." verliehen bekommen, eigenes selbständiges, wissenschaftliches Arbeiten?
 

Texter50

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Evtl. werden beim JC nur jene Akademiker "drangsaliert", die sich nicht selber zu helfen wissen? Immerhin erfordert doch der Weg zum Diplom bzw. später auch zum "Dr.", sofern nicht als "h.c." verliehen bekommen, eigenes selbständiges, wissenschaftliches Arbeiten?
Warum sollte sich en Akademiker ausgerechnet beim JC besser zu helfen wissen? Das ist NEULAND für den. :biggrin:
Ich hatte es gut, ich kannte wen, der im Leistungsbezug war und mir direkt ein paar Tips geben konnte.
Mal ehrlich: Wer geht schon davon aus, dass er beim Amte so derbe an der Nase rum geführt wird. Das ist doch ein Rechtsstaat und keine Bananenrepublik? :icon_mrgreen:
Allerdings: die SBs sind meist vorsichtiger, denn der Akademiker könnte ja vielleicht anders reagieren, als die restliche Klientel.
Das wirkt sich schon in der Beschwerdeführung aus, die beim Akademiker anders klingen und überzeugender ausfallen könnte, selbst bei eigentlich identischem Inhalt. Auch schreiben die eher, weil sie es einfach gewohnt sind.
Nur das Wissen, das müssen die sich auch hier holen... :icon_knutsch:
 

Henrik55

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Als Akademiker bist Du bei der Jobcenterstasi natürlich ein Feindbild und musst aus der Statistik raus, damit die sich ihren Fachkräftemangel zurechtlügen können.
Da Du eine Fachkraft bist erfolgt die Sonderbehandlung in Form von Psychoterror um Dir einzureden mit Dir würde etwas nicht stimmen, weil Du als Fachkraft ja sonst nicht arbeitslos wärst. Gezielte Zersetzung um Dir, wenn Du fertig bist tolle Aufbauprogramme wie 1 € Job und Bürgerarbeit aufs Auge zu drücken. Dafür erfolgen Vorladungen in 2-4 Wochen Rhythmus. Ob die das nun Inga oder Joboffensive nennen oder aber einfach so machen ist egal.
 

Minn

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Ich hatte bisher das Gefühl, dass ein Studium vom JC einfach ignoriert wird-ich habe vor gefühlten Ewigkeiten vor dem Studium eine handwerkliche Ausbildung gemacht, die wurde erwähnt, das Studium nicht. Nun ja, auch in dem gelernten Beruf (der auch nicht besonders gefragt ist) wurde mir nie etwas angeboten. Mir wurden von Anfang an nur VV aus der untersten Mottenkiste à la Spülhilfe in Küche Vollzeit, Spielhallenaufsicht, Auslieferungsfahrerei und Reinigungshilfe unter die Nase gehalten...
 

Caso

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Das Posting darüber lesen...
Da steht:

Nein, das sollte niemand erwarten.
Eher wird Akademikern vorgeworfen, dass ihre Ausbildung soviel kostet.
Der Vorteil liegt immerhin darin, dass es viel unwahrscheinlicher ist, mit einem akademischen Abschluss erwerbslos zu werden.

Was ist der Schmarrn?

Dass der TE dauernd ALG und Alg2 durcheinanderwürfelt, ist dir aber aufgefallen, oder?
 

Henrik55

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Der Vorteil liegt immerhin darin, dass es viel unwahrscheinlicher ist, mit einem akademischen Abschluss erwerbslos zu werden.
Da ist nur deshalb unwahrscheinlicher, weil diejenigen aus den höheren gesellschaftlichen Schichten alle studieren. Und weil die Leute die studieren eine gewisse Grundintelligenz mitbringen müssen. Deshalb werden Akademiker seltener arbeitslos. Das liegt aber nicht daran, dass sie Akademiker sind, sondern primär an der Herkunft und eventuell der Befähigung. Das sagt außerdem nichts darüber aus, ob die nun wirklich in einem gut bezahlten Job arbeiten können oder Hilfsarbeitertätigkeiten oder 1 € Zwangsarbeit erledigen. Der Unterschichtler welcher eine normale Lehre macht hat sicher bessere Chancen einen Job zu bekommen als der Unterschichtler welcher einen Uniabschluss sein eigen nennt.
 
E

ExitUser

Gast
Andererseits beginnt immer wieder die Diskussion mit:
Warum machen die Top-Akademiker das nicht selbst?
Ist es nicht viel besser, selbst zu agieren, als sich von einem schlechtmotivierten AV irgendwelche miesen Jobs anbieten zu lassen?
Jein. Fakt ist doch, daß es in diesem Land zwischen dem tatsächlichen Bedarf der sogenannten "Wirtschaft" und der Ausbildung aus systemimmanenten Gründen keine Verknüpfung dergestalt gibt, daß man jedem eine entsprechende Arbeitsstelle zusichern könnte. Denn die Kehrseite der Medaille wäre ja dann eine drastische Einschränkung der freien Berufswahl und die wäre mit dem Grundgesetz nicht zu vereinbaren.

Also nimmt man, wenn im wesentlichen jeder jeden Beruf erlernen und dann mit anderen Absolventen die "Reise nach Jerusalem" spielen darf, billigend in Kauf, daß der Absolvent ohne Stuhl entweder seine Brötchen gar nicht oder bestenfalls mit einer minder qualifizierten Tätigkeit verdient.

Top-Akademiker sollten wissen, wo und wie man sucht und wie und wann man sich anbietet.
Sicher. Aber auch das bietet keine Erfolgsgarantie. Schließlich hat der hinreichend oft bemühte, sogenannte "Fachkräftemangel" nicht zum Abbau der Arbeitslosigkeit geführt, weil die Diskussion nur der Vorwand ist, billigere ausländische Arbeitskräfte anheuern zu können.

Sonst sind sie evtl. Akademiker---aber das mit dem Top ist dann evtl. nicht so "ausgeprägt".
Damit lehnst Du Dich insoweit aus dem Fenster, als die Qualifikation eines Menschen nichts darüber aussagt, ob er bspw. auswandern will oder kann.

Ich weiß nur, daß die BA noch immer ein lahmer Verein ist, und daß der Arbeitgeberservice selten mal Perlen findet.
Wer beim Arbeitsamt sucht, will in der Regel Freibier: Leute zu Bedingungen beschäftigen, auf die sich ein normal denkender Mensch nie freiwillig einlassen würde und obendrein die Personalkosten auf die Allgemeinheit abwälzen.
 

pferdchen81

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Tja, wenn Akademiker sich schon nicht wehren können, was können da die
"normalen" LE machen!. Nein eure Threads zeigen immer noch, das ihr die
kleinen Leute von oben herab anschaut.
Auch ihr habt nach den Hartzgesetzen jede Arbeit anzunehmen.
Politisch bin ich von euch Führungskräften nur noch enttäuscht!
Nebenbei, taxifahrende Akademiker hat es immer schon gegeben!
Und nun wird sich darüber aufgeregt das man " niedere" Arbeiten machen muss.
Mir fehlt das Verständnis!
Dein Beitrag macht mich traurig. Dein Hass und deine Verachtung auf Akademiker müssen auf mehrfache schlechte Erfahrungen beruhen? Das finde ich schade, kann es aber wohl nicht ändern.

Ich wünsche jedem, dass er nicht gegängelt wird, dass er vernünftige (Aufgabe+Lohn) Arbeit findet. Jeder hat das Recht menschenwürdig behandelt zu werden, so entlohnt zu werden, dass er davon den ganzen Monat seine Rechnungen bezahlen kann ohne Existenzängste zu verspüren, egal ob ohne Schulabschluss oder mit Doktortitel. Ich denke, ich spreche hier für alle. Die meisten haben eine Ausbildung oder ein Studium in dem Bereich gemacht, der sie interessiert und die Arbeit darin Freude bereitet. Man sollte nicht gegängelt werden etwas ganz anderes zu tun oder etwas, das nur eine Hilfstätigkeit ist obwohl man viel mehr leisten könnte. Thema BoreOut bzw. Unterforderung.

Das Affenamt sollte sich endlich damit abfinden, dass sie nur für wenige Arbeitslose adäquate gemeldete Stellen hat. Die Firmen suchen doch zum Großteil garnicht über die Agentur, weil sich schon rumgesprochen hat, dass VV von SB ohne Sinn und Verstand ausgedruckt werden. Wer über die Agentur sucht, der hat nur Drecksarbeit zu bieten, ob mit oder ohne akad. Abschluss als Grundlage. Aber dann müssten sie ja zugeben, dass ihre Vermittlungsabteilungen massiv zu groß sind und keine Daseinsberechtigung haben. Wer wirft sich schon selbst den Wölfen zum Frass vor. Also wird weiter so getan als würde man wirklich etwas leisten. Die Ergebnisse sprechen zwar eine andere Sprache, aber das scheint rein niemanden zu interessieren.
 

Caso

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Jein. Fakt ist doch, daß es in diesem Land zwischen dem tatsächlichen Bedarf der sogenannten "Wirtschaft" und der Ausbildung aus systemimmanenten Gründen keine Verknüpfung dergestalt gibt, daß man jedem eine entsprechende Arbeitsstelle zusichern könnte. Denn die Kehrseite der Medaille wäre ja dann eine drastische Einschränkung der freien Berufswahl und die wäre mit dem Grundgesetz nicht zu vereinbaren.
Eben. Also JA.
Also nimmt man, wenn im wesentlichen jeder jeden Beruf erlernen und dann mit anderen Absolventen die "Reise nach Jerusalem" spielen darf, billigend in Kauf, daß der Absolvent ohne Stuhl entweder seine Brötchen gar nicht oder bestenfalls mit einer minder qualifizierten Tätigkeit verdient.
Ja. Genau das wollte @en Jordi wohl sagen.
Sicher. Aber auch das bietet keine Erfolgsgarantie. Schließlich hat der hinreichend oft bemühte, sogenannte "Fachkräftemangel" nicht zum Abbau der Arbeitslosigkeit geführt, weil die Diskussion nur der Vorwand ist, billigere ausländische Arbeitskräfte anheuern zu können.
Fachkräftemangel anderer Thread.
Einheimische Fachkräfte der einheimischen Wirtschaft zu teuer, weil billigere von außen verfügbar. Warum verfügbar? Wegen Globalisierung oder Europäisierung?
Damit lehnst Du Dich insoweit aus dem Fenster, als die Qualifikation eines Menschen nichts darüber aussagt, ob er bspw. auswandern will oder kann.
Mag sein, deswegen mein --evtl.--
Die ausländischen Fachkräfte tuns auch, sie wandern aus, zeitweise oder ganz. z.B. nach hier, um (relativ) gut zu verdienen.
Keineswegs will oder kann ich von allen Fachkräften schreiben, sondern allerhöchstens meinen Eindruck schildern. Der kann falsch, halbrichtig oder richtig sein.
Wer beim Arbeitsamt sucht, will in der Regel Freibier: Leute zu Bedingungen beschäftigen, auf die sich ein normal denkender Mensch nie freiwillig einlassen würde und obendrein die Personalkosten auf die Allgemeinheit abwälzen.
Mag sehr oft so sein. Immer aber nicht. Welche P-Kosten auf die Allgemeinheit?
Beim Arbeitsamt lassen AG auch suchen, weil sie es immer schon so gemacht haben, weil sie altmodisch und träge sind und weil sie DESWEGEN eh nicht die Top-Leute kriegen.
 

Caso

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Da ist nur deshalb unwahrscheinlicher, weil diejenigen aus den höheren gesellschaftlichen Schichten alle studieren. Und weil die Leute die studieren eine gewisse Grundintelligenz mitbringen müssen. Deshalb werden Akademiker seltener arbeitslos. Das liegt aber nicht daran, dass sie Akademiker sind, sondern primär an der Herkunft und eventuell der Befähigung. Das sagt außerdem nichts darüber aus, ob die nun wirklich in einem gut bezahlten Job arbeiten können oder Hilfsarbeitertätigkeiten oder 1 € Zwangsarbeit erledigen. Der Unterschichtler welcher eine normale Lehre macht hat sicher bessere Chancen einen Job zu bekommen als der Unterschichtler welcher einen Uniabschluss sein eigen nennt.
Das Zitat stammt nicht von mir. Es kommt von @en Jordi.
Aber ich halte es nicht für falsch.

Ich möchte dir widersprechen.
Nicht alle aus den sog. höheren Schichten studieren.
Es studieren auch sehr viele aus den sog. unteren Schichten (wenn du die Sortierung so magst).

Kannst du das statistisch belegen, was du da aussagst?
Daß nichtakademische "Unterschichtler" bessere Chancen auf Jobs haben als akademische "Unterschichtler"?
Oder beschränkst du dich auf "die besseren Chancen"???
So wie der olle Schröder vor gut 10 Jahren.
Jeder hat ne Chance---aber nicht unbedingt nen Job.
;-(
 

Chrisman

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Da steht:

Nein, das sollte niemand erwarten.
Eher wird Akademikern vorgeworfen, dass ihre Ausbildung soviel kostet.
Der Vorteil liegt immerhin darin, dass es viel unwahrscheinlicher ist, mit einem akademischen Abschluss erwerbslos zu werden.

Was ist der Schmarrn?

Dass der TE dauernd ALG und Alg2 durcheinanderwürfelt, ist dir aber aufgefallen, oder?
Erneut empfehle ich: nochmals lesen.
Um ALG I oder II gehts nicht.
 

Texter50

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Erneut empfehle ich: nochmals lesen.
Um ALG I oder II gehts nicht.
Wie war das: Aufsatzthema nicht erfasst - 5, setzen!
Schreibs einfach größer, damit es das merkt! :biggrin: :biggrin: :biggrin:

Ganz davon abgesehen: die merken am JC ziemlich schnell, mit wem se was machen können und verhalten sich auch so. Das ist sicher nur SB-menschlich! Da kommt es auf Akademiker oder nicht einfach mal gar nicht an!
 

Kleeblatt

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Akademikern werden ebenso "gut" oder eben auch "schlecht" behandelt wie alle Anderen auch im JC.
Die einen SB sind eher vorsichtiger, da sie nicht genau wissen inwieweit das "Gegenüber" bereit und in der Lage ist sich zu wehren. Die warten erst einmal ab und jagen Testballons hoch.

Andere SB sehen in arbeitssuchenden Akademikern eher ein "Leckerli" um das am Boden liegende eigene Ego endlich mal auf dem Rücken eines bösen Akademikers austoben zu können. Immer so nach dem Motto "siehste (frohlock) du bist auch nicht besser (hat ja auch niemand behauptet von den Akademikern, fühlt sich jedoch beim SB mangels Eho wohl so an) und jetzt zeige ich dir mal wo hier der Hammer hängt und was ich mit dir Geisteswürstchen so alles anstellen kann". Manche können - und wollen - es sichtlich nicht einmal verstecken. Da kommen dann Sprüche wie "... und DAS haben sie nun von ihrem Studium, da hätten sie doch auch gleich damals eine Lehre machen können , hat sie sichtlich ja nicht sehr weit gebracht ihr Strebertum" ... und ähnliche Dähmlichkeiten.

Also da muß man schon sehr insich ruhen um sich solche saudoofen Sprüche anzuhören ohne denen eine gesemmelte Antwort hinzuklatschen.

Die meisten Akademiker sind doch nicht gesellschaftlich aus dem Mustopf gekrochen. Entgegen der hiesigen Ansichten ist die überwiegende Mehrzahl der Akademiker in Nicht-Akademiker-Haushalten großgeworden und anstatt von den Eltern gepampert zu werden mußten sich Viele mit BaföG und Ferienarbeiten durch das Studium schlagen, die gesamte Zeit mit Teilzeitarbeit.
Nach dem Abschluß kennen die sehr wohl das Leben außerhalb der Uni.

Was sie aber eben nicht kennen, daß sind diese frechen Traumtänzer und Mütchenkühler in den JC samt deren Neigung Gesetze zu ignorieren. Das Angestellte im ÖD Gesetze absichtlich falsch auslegen kommt einem bis dahin völlig Ämter-unbeleckten Akademiker gar nicht in den Sinn. Wir leben doch in einem Rechtsstaat, so das eigen Empfinden. Da macht doch kein Amt was es will. Zuerst wird daher mal alles geglaubt was einem da erzählt wird. Zuerst !

Und damit sind Akademiker ebenso Menschen mit denselben Grundeinstellungen wie alle Anderen auch. Das hat mit Intellegenz absolut gar nichts zu tun, sondern mit den eigenen Erlebnissen, der eigenen Grundeinstellung und der Erziehung.

Es zeugt von Kleingeist wenn hier von Einigen getönt wird in der Grundtendenz - die Akademiker sollten es doch besser wissen, sie sollten sich schneller und effektiver wehren können ...

Ein Biochemiker und ein Physiker sind eben keine Juristen, ebenso wenig wie ein Schneider, Maler oder Bäcker. Es sind normale Berufe, ob nun mit oder ohne Studium und niemand wurde im Umgang mit dem ALG = SB ausgebildet. Also haben alle dasselben Basiswissen bei Antragstellung.

Also bitte ich hier Einige mal wieder von ihrem Spottroß runterzukommen. Das ist .... nunja, wenigstens lästig beim Lesen.
 

Caso

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Erneut empfehle ich: nochmals lesen.
Um ALG I oder II gehts nicht.
Du verweist auf "Beitrag darüber lesen".
Den hab ich gelesen und zitiert.
Und watt meinste nu noch?
Etwa das Zitat vom @Passant?

Natürlich gehts um ALG oder um Alg2.

Wozu gibts hier eigentlich die Zitierfunktion? Oder beherrschste die etwa nicht als Akademiker?
Und was vor allem ist der Schmarrn?:popcorn:
 

Julchen68

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Zuerst wird daher mal alles geglaubt was einem da erzählt wird. Zuerst !
Genau das ist der Punkt.
Wobei "glauben" im Prinzip das falsche Wort ist.
Man geht als Mensch, der sein Fachgebiet/Beruf liebt und darin aufgeht, davon aus, daß andere ihren Beruf mit ähnlichem Bestreben nach sinnvollen Lösungen erfüllen wie man selbst. (Von sich auf andere schließen ist durchaus auch im positiven Sinne möglich.)

Bis man merkt, daß man nur den Quotenerfüllungswünschen seines Gegenübers dient und sogar vorsätzlich vera*scht wird, dauert es einige Zeit. Denn man sucht den Fehler oftmals bei sich selbst ... daß man nur etwas nicht richtig gemacht oder verstanden hat - ohne zu merken, daß genau hierin eben bereits das Falsche bzw. das Nichtverstehen liegt.
 

Caso

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Wie war das: Aufsatzthema nicht erfasst - 5, setzen!Schreibs einfach größer, damit es das merkt! :biggrin: :biggrin: :biggrin:
Ganz davon abgesehen: die merken am JC ziemlich schnell, mit wem se was machen können und verhalten sich auch so. Das ist sicher nur SB-menschlich! Da kommt es auf Akademiker oder nicht einfach mal gar nicht an!
Für dich gern ganz GROSS

Der TE bezieht nur ALG, ist nur Kunde bei der Arbeitsagentur, dort ganz sicher in den Bereich Akademiker "einsortiert" und---
schreibt hier übers Jobcenter. Für ihn gibts keinen Unterschied.
Und fast alle schreiben mit, wie es die SB im JC mit den Akademikern treiben....

Und wie gehts zu in der Agentur? Schon vergessen?
 

Kleeblatt

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Für dich gern ganz GROSS

Der TE bezieht nur ALG, ist nur Kunde bei der Arbeitsagentur, dort ganz sicher in den Bereich Akademiker "einsortiert"und---
schreibt hier übers Jobcenter. Für ihn gibts keinen Unterschied.
Und fast alle schreiben mit, wie es die SB im JC mit den Akademikern treiben....

Und wie gehts zu in der Agentur? Schon vergessen?
gekennzeichnet von mir und ich antworte erst auch mal:

"Bereich Akademiker" - ja nett, aber auch nicht mehr als das. Dort sitzt dann z.B. ein Diplomsoziologe um die 50 und weiß nun WAS genau und fachspezifisch über die dort aufschlagenden unterschiedlichen Ausbildungen ? Richtig ! Nix! Damit also "ebenso viel" wie die SB bei den "Normalos". Das hat jetzt für die dort aufschlagenden Akademiker der unterschiedlichen Fachbereiche genau welche "Vorteile" ? Wieder richtig, - keine !

Und der Unterschied zwischen AfA und JC sind bei der Art der Vermittlung und der "Betreuung" welche genau ? Nochmal richtig, - keine !

Unterm Strich, - entweder Betroffener tummelt sich und findet selbstständig oder wird dann eben - zu denselben Idiotenjobs geschickt wie die anderen Betroffenen in den JC auch.

Oder was glaubt hier jemand das die AfA irgendwelche akademischen Arbeitsplätze findet oder dabei irgendwie auch nur ansatzweise "helfen" kann ? Eben nicht.
Noch immer nicht verstanden, - es gibt KEINEN Fachkräftemangel in D. Es gibt ihn weder für ausgebildete Facharbeiter noch für abgeschlossene Akademiker ! Nix !

Akademiker und Facharbeiter sitzen gemeinsam in genau derselben Sch... wie Alle.
Ob nun AfA oder JC, ob nun Akademiker oder Facharbeiter ... es ist Banane. Es gibt eben nix. Nun verstanden ?
Selbst die "Behandlung" ist dieselbe. Nun verstanden ?
Darum ging es hier u.a. = Es wird keinem leichter gemacht, auch wenn sich Manche das einfach nicht vorstellen können.
 

Texter50

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Für dich gern ganz GROSS

Der TE bezieht nur ALG, ist nur Kunde bei der Arbeitsagentur, dort ganz sicher in den Bereich Akademiker "einsortiert" und---
schreibt hier übers Jobcenter. Für ihn gibts keinen Unterschied.
Und fast alle schreiben mit, wie es die SB im JC mit den Akademikern treiben....

Und wie gehts zu in der Agentur? Schon vergessen?
Hasse wat anne Augen? Ich nicht. :icon_lol:
Ich wäre Dir mehr als sehr verbunden, wenn Du mich nicht weiter zitieren würdest, schon gar nicht, wenn ich mich mit anderen Forenten unterhalte.
Ich bin an Deinen häufig sehr leeren Texthülsen und Deinen zahlreichen Fehlinfos, die in einem ständigen "Ach ja, hab ich nicht gewusst" enden, einfach nicht interessiert.

@ caso : bitte lass Deine albernen PNs, an denen ich genau so interessiert bin, wie an Deinen Beiträgen. :icon_stop:
LEAVE IT AS IT IS.
The same procedure as last time, Miss caso. :biggrin:
 

pferdchen81

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Hier glauben manche Nicht-Akademiker, dass den Akademikern in der Agentur oder im Jobcenter (bis auf den Name gibts da keinen Unterschied in meinen Augen!) Zucker in den ***** geblasen wird. Wir Akademiker gehen dorthin zum Kaffeeklatsch oder wie, Latte Macchiatto und Sahnetorte?

Ich bekomme mittlerweile in der Agentur auch Helfertätigkeiten angeboten, die ich aber immer versuche abzuwehren (genau wie das Herr Maurer oder Frau Erzieherin auch tun würden). Ich bekomme auch Sprüche gedrückt, wo ich mir an den Kopf greife.

Es gibt keine Kategorie Akademiker! Es gibt Berufskategorien.

Und keiner haut hier irgendwas durcheinander. Zur Zeit bin ich bei der Agentur, in etwa 3 Monaten beim JC, denn dann muss ich Alg2 beantragen und falle in deren Zuständigkeit. Wer nochmals nachliest, wird im Ausgangspost die Fragestellung finden, ob DANN im JC sinngemäß der akad. Abschluss komplett ausgeklammert wird. Ich habe nach Erfahrungen von anderen gefragt, die in ihrer "Arbeitslosenkarriere" weiter sind als ich.

Das jetzt hier rumgezankt wird, ob JC oder Agentur ist doch Schwachsinn.
 

Henrik55

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Ich möchte dir widersprechen.
Nicht alle aus den sog. höheren Schichten studieren.
Es studieren auch sehr viele aus den sog. unteren Schichten (wenn du die Sortierung so magst).

Kannst du das statistisch belegen, was du da aussagst?
Daß nichtakademische "Unterschichtler" bessere Chancen auf Jobs haben als akademische "Unterschichtler"?
Oder beschränkst du dich auf "die besseren Chancen"???
So wie der olle Schröder vor gut 10 Jahren.
Jeder hat ne Chance---aber nicht unbedingt nen Job.
;-(
Die Statistik ist schlecht zu führen und keiner würde sie bezahlen. Fakt ist, dass die obere Gesellschaftsschicht seltener arbeitslos wird und das die Statistik bei Akademikern beeinflusst.
Was willst Du jetzt mit Deinem Einzefall Schröder sagen? Zudem der noch zu Zeiten studiert hat, als noch nicht jeder studierte und somit die Chancen noch besser waren.
Viele Akademiker hätten besser daran getan Lotto zu spielen, da hätten sie eine Chance gehabt.
 

Caso

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Ich wäre Dir mehr als sehr verbunden, wenn Du mich nicht weiter zitieren würdest, schon gar nicht, wenn ich mich mit anderen Forenten unterhalte.
Ich bin an Deinen häufig sehr leeren Texthülsen und Deinen zahlreichen Fehlinfos, die in einem ständigen "Ach ja, hab ich nicht gewusst" enden, einfach nicht interessiert.
dafür gibts hier die Igno-Taste.
Use it.
ständig.
 
E

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Musstet ihr Praktika als Küchenhilfe machen?
Nicht als Küchenhilfe, sondern in meinem Fach, aber das Praktikum habe ich mir auch selbst gesucht.

Was ist mit 1€ Jobs? Diese Jobs sind doch nicht in Leitungspositionen sondern als Gehilfen ganz unten in der Futterkette. Daraus ergibt sich doch niemals ein richtiger Job.
Einmal ein Ein-Euro-Job in der öffentlichen Verwaltung. Praktisch ein als Ein-Euro-Job getarnter normaler Verwaltungsjob. Wären die Ansprüche nicht verjährt, könnte ich dafür Wertersatz in Höhe des Tariflohns verlangen. Danach haben sie es noch drei Mal erfolglos versucht, mich wieder in einen Ein-Euro-Job in der öffentlichen Verwaltung unterzukriegen, aber ich habe schon beim Versuch, meinen ersten Ein-Euro-Job zu verlängern, gesagt: "Wenn sie mit meiner Arbeit so zufrieden sind, dann legen sie mir einen Arbeitsvertrag mit Tarifgehalt vor." Antwort: "Das gibt das Budget nicht her." Natürlich ergibt sich aus einem Ein-Euro-Job nie eine reguläre Anstellung. Der Maßnahmeträger bekommt vom JC nicht nur eine Gratis-Arbeitskraft, sondern dazu noch eine monatliche Pauschale von bis zu 500 Euro. Wo ist da der Anreiz, jemanden zu übernehmen?

Wie ist es mit Weiterbildungen?
Einen Staplerschein hat man mir angeboten - habe dankend abgelehnt, weil ich den schon als Student gemacht hatte. Vermittlungscoaching habe ich nicht mit mir machen lassen. Bei aller Bescheidenheit, da wäre ich selbst als Dozent überqualifiziert gewesen und den Office-Grundkurs, der Bestandteil dieser Maßnahme war, hatte ich auch schon an der Uni. Eine SAP-Anwenderschulung, die ich selbst gesucht hatte, wurde zu meiner Überraschung dann doch bewilligt.


Ich spreche fließend Englisch, beherrsche SAP und Office. Was könnte mich denn noch neues erwarten?
Da muss man wirklich mit allem rechnen, denn es geht dem JC nicht primär darum, jemanden in einen sozialversicherungspflichtigen Job zu vermitteln, sondern ihn zumindest zeitweise aus der offiziellen Arbeitslosenstatistik rauszuholen. Es wäre keine Überraschung, wenn man dir einen Ein-Euro-Job in der Grünflächenpflege reinwürgen würde, nur um dich etwas zu demütigen.

Ich habe jetzt nicht den ganzen Thread gelesen, aber meine Empfehlung lautet, alles (Praktika, Ein-Euro-Jobs, Vermittlungsvorschläge, Maßnahmen), was einem das JC unterjubeln will, kann man gleich vergessen. Wenn man da wieder raus will, muss man schon selbst tätig werden, d.h. regelmäßig die seriösen Stellenbörsen (z.B. Monster, Stepstone, Jobstairs) durchforsten, sich bewerben und dort auch seinen anonymisierten Lebenslauf hinterlassen. Will man eine sinnvolle Weiterbildung, dann sollte man sich selbst einen Kurs auf Kursnet suchen und diesen schriftlich beantragen. Ein-Euro-Jobs und Praktika kann man gleich vergessen, damit schießt man sich im Endeffekt ins eigene Bein, weil man den Job, für den man nach Tarif bezahlt werden müsste, dann praktisch für lau macht. Jede Ein-Euro-Job- bzw. Praktikantenstelle ist ein reguläres Arbeitsverhältnis weniger. Und um Leiharbeitsfirmen und privaten Arbeitsvermittlern sollte man einen weiten Bogen machen, wenn man sich nicht prostituieren möchte. Wer eine EGV unterschreibt, ist selbst schuld.

Kompetente Beratung wird man gerade als Akademiker beim JC bestimmt nicht finden. Gerade Studienabsolventen wurden in der Vor-Hartz-Ära noch bei einer speziellen Stelle beim Arbeitsamt beraten. Diese Leute hatten noch ein wenig Ahnung. Jetzt landet jeder Absolvent, der nach dem Studium nicht sofort einen Job findet, automatisch beim JC, wo die einzige "Vermittlung" darin besteht, die Leute zu eine Zeitarbeitsfirma zu schicken. Zudem hat er es häufig mit Leuten zu tun, die von allen möglichen Stellen (z.B. Telekom) in die JC versetzt oder weggelobt wurden, als man im Zuge der Hartz-Reformen die Jobcenter gründete. Da findet man dann ehemalige Hausmeister, Köche, usw. die nach einem SGB-Crashkurs als Arbeitsvermittler Akademiker über ihre berufliche Laufbahn beraten sollen. Das soll jetzt nicht herablassend klingen, aber ich würde es mir nicht zutrauen, den Job eines KFZ-Mechanikers oder einer Apothekerhelferin nach einem Crashkurs zu machen, weil mir dafür einfach das Wissen fehlen würde.

@pferdchen81
Ich glaube du wirst dich noch wundern, wenn du beim JC ankommst. Bei der BA ist man im Vergleich dazu noch in "guten Händen".
 

Texter50

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@ pferdchen81
Es gibt keine Kategorie Akademiker! Es gibt Berufskategorien.
Das durfte ich in Dresden selber feststellen, wo ein Termin darin bestand, mich von einer Berufsgruppe (Richtung EDV) in die nächste zu verschieben (Künstler). Da waren andere Leutchen zuständich.

Gut, dass ich zur AfA laufen konte, sonst hätte ich die Tante wohl verhauen. :biggrin:
 

Caso

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"Bereich Akademiker" - ja nett, aber auch nicht mehr als das. Dort sitzt dann z.B. ein Diplomsoziologe um die 50 und weiß nun WAS genau und fachspezifisch über die dort aufschlagenden unterschiedlichen Ausbildungen ? Richtig ! Nix! Damit also "ebenso viel" wie die SB bei den "Normalos". Das hat jetzt für die dort aufschlagenden Akademiker der unterschiedlichen Fachbereiche genau welche "Vorteile" ? Wieder richtig, - keine !

Und der Unterschied zwischen AfA und JC sind bei der Art der Vermittlung und der "Betreuung" welche genau ? Nochmal richtig, - keine !

Unterm Strich, - entweder Betroffener tummelt sich und findet selbstständig oder wird dann eben - zu denselben Idiotenjobs geschickt wie die anderen Betroffenen in den JC auch.

Oder was glaubt hier jemand das die AfA irgendwelche akademischen Arbeitsplätze findet oder dabei irgendwie auch nur ansatzweise "helfen" kann ? Eben nicht.
Noch immer nicht verstanden, - es gibt KEINEN Fachkräftemangel in D. Es gibt ihn weder für ausgebildete Facharbeiter noch für abgeschlossene Akademiker ! Nix !
Akademiker und Facharbeiter sitzen gemeinsam in genau derselben Sch... wie Alle.
Ob nun AfA oder JC, ob nun Akademiker oder Facharbeiter ... es ist Banane. Es gibt eben nix. Nun verstanden ?
Selbst die "Behandlung" ist dieselbe. Nun verstanden ?
Darum ging es hier u.a. = Es wird keinem leichter gemacht, auch wenn sich Manche das einfach nicht vorstellen können.
Meinungsfreiheit ist was Tolles.
Sogar unterschiedliche Meinungen sind was Tolles. Und sogar (noch) erlaubt!
Verstanden?
 

Henrik55

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@ikarus
Du schießt auf die eigenen Leute. Diejenigen die Du meinst sitzen weiterhin fest im Sattel und hartzen nicht herum.
 
G

Gast1

Gast
Um zur Eingangsfrage zu kommen:

Mich interessiert mal, wie es anderen Akademikern ergeht. Musstet ihr Praktika als Küchenhilfe machen? Was ist mit 1€ Jobs? Diese Jobs sind doch nicht in Leitungspositionen sondern als Gehilfen ganz unten in der Futterkette. Daraus ergibt sich doch niemals ein richtiger Job. Wie ist es mit Weiterbildungen? Ich spreche fließend Englisch, beherrsche SAP und Office. Was könnte mich denn noch neues erwarten?
Diese Frage bezieht sich auf Deinen möglicherweise anstehenden Bezug von ALG II, wie ich aus einem Deiner letzten Beiträge in diesem Thread entnehmen konnte.

Bin Akademiker, war bisher 2 Mal für jeweils ein paar Monate beim JC. Meine Erfahrungen aus dieser Zeit:

- mir wurde kein Ein-Euro-Job angeboten
- mir wurde keine Maßnahme angeboten
- mir wurden keine Helferstellen angeboten

Im ersten Leistungsbezug von ALG II ließ man mich auf Jobs bewerben (und schickte mir auch entsprechende VV's zu) für Tätigkeiten, die sich auf mein bisheriges Berufsleben bezogen. Diese Tätigkeiten haben aber nichts mit meinem Studium zu tun, sind aber akademisch.

Im zweiten Leistungsbezug sollte ich mich wie oben beschrieben wieder bewerben, aber gleichzeitig lief ein Antrag auf Teilhabe zum Arbeitsleben, der letztendlich dazu führen wird, dass ich eine Umschulung antreten werde.

Die EGV während des 2. Leistungsbezugs, die ich unterschrieb, nannte keine Mindestanzahl an Bewerbungen, die ich pro Monat hätte schreiben sollen. Also habe ich mich nur pro Forma 1 Mal pro Monat beworben in dieser Zeit.
 

Caso

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Was willst Du jetzt mit Deinem Einzefall Schröder sagen?
War es nicht Schröder, der seine Agenda 2010 anpries und sagte:
Jeder müsse Chancen bekommen...
(Noch heute plappern viele das nach)

Jaja, Chancen.
Und?

btw.
Statistiken sind zwar teuer, aber sie werden geführt! Zu fast jedem Pups.
Daß die "obere" Gesellschaftsschicht" seltener arbeitslos wird, könnte stimmen.
Das sehe ich ähnlich.
Ob das aber an der "gewissen Grundintelligenz" liegt, weiß ich nicht.
Was ist das denn?
 

pferdchen81

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@xavier123

Du, ich hätte noch nichtmal was dagegen für 1€ solange ich Alg2 beziehe in einer Verwaltung oder sonstwo zu arbeiten, wenn die Arbeit irgendeinen beruflichen Nutzen für mich hat. Ich lerne was (hoffentlich) dabei und mache mich nützlich.

Das soll aber nicht heißen, dass ich 1€ Jobs toll finde. Ich finde reguläre Arbeit toll, die adäquat bezahlt wird :biggrin:

Grünflächenpflege wird mich aber beruflich nicht weiter bringen, da ich niemals in diesem Beruf arbeiten möchte und wollen will.
 

pferdchen81

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Die EGV während des 2. Leistungsbezugs, die ich unterschrieb, nannte keine Mindestanzahl an Bewerbungen, die ich pro Monat hätte schreiben sollen. Also habe ich mich nur pro Forma 1 Mal pro Monat beworben in dieser Zeit.
Ich muss 10 Bewerbungen bis zum nächsten Termin vorlegen. Die Termine waren bisher aller 3 Monate. Ich habe eigentlich bereits nach 7-10 Tagen meine Quote für 3 Monate erfüllt.
 
G

Gast1

Gast
Nachtrag, ich schrieb:

Im zweiten Leistungsbezug sollte ich mich wie oben beschrieben wieder bewerben, aber gleichzeitig lief ein Antrag auf Teilhabe zum Arbeitsleben, der letztendlich dazu führen wird, dass ich eine Umschulung antreten werde.

Die EGV während des 2. Leistungsbezugs, die ich unterschrieb, nannte keine Mindestanzahl an Bewerbungen, die ich pro Monat hätte schreiben sollen. Also habe ich mich nur pro Forma 1 Mal pro Monat beworben in dieser Zeit.
Während des 2. Leistungsbezugs wurde ich durch die Reha-Abteilung des JC betreut bzw. "betreut", wegen einer festgestellten Behinderung und meines laufenden Antrags auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben.

Vielleicht werden die "Kunden", die durch die Reha-Abteilung der JC's betreut/"betreut" werden, etwas humaner behandelt als es die normalen JC-Arbeitsvermittler tun.
 

Julchen68

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ob DANN im JC sinngemäß der akad. Abschluss komplett ausgeklammert wird.
Nicht zwingend. Das Problem ist aber, daß - egal ob die Einteilung nach Akademiker oder Berufskategorien - vorgenommen wird, die SBs oftmals keinerlei Ahnung und schon gar keine eigene Erfahrung haben. Da wird Dienst nach Schema F gemacht und alles, was wie ein Nagel aussieht, da wird mit dem Hammer draufgeschlagen und sich dafür ein Fleißsternchen abgeholt. Quote erfüllt. Auch wenn man grad eine Schraube ohne Vorbohren in eine Betonwand gedonnert hat.

Selbst wenn sie Dir wirklich helfen wollen, geht das mangels (deren) Ausbildung daneben. Da werden Ingenieuren sinnbefreit sämtliche Stellen angeboten, in denen das Wort Ingenieur vorkommt (Flugzeugbauer auf ne Werft. Super!) oder Softwareentwickler als Entwicklungshelfer angedingt (Aaaaaahhhh!)
Und tatsächlich darüber beschweren, daß der Kram nicht paßt, geht nicht wirklich... dann kommen sie auch hier mit dem Lieblingsspruch von wegen man wäre nicht mehr in der Position Sonderwünsche zu stellen, ansonsten Sanktion. Peng.

Wenn Du Dir was Gutes tun willst, suche auf jeden Fall selbst (vor allem außerhalb der AA-Jobbörse). Egal was "vereinbart" wird, oder auch nicht.

Für die komplett sinnbefreiten Vorschläge legst Du Dir eine nicht-negative Standardbewerbung zurecht, mit der Du nicht allzu blöde dastehst und die keine (zumindest keine allzu großen Zweifel) an Deinem Geisteszustand aufkommen läßt.
D.h. z.B. daß Du durch mehrfache Nennung (Betreff und Text) deutlich klarstellst, daß es sich um eine zwangszugewiesene Stelle aus der Jobbörse handelt.

Tip am Rande: Es kann durchaus lohnen, sich auch auf völlig hinrissige oder komplett veraltete "Vorschläge" zu bewerben.
Ich bin z.B. an meinen jetzigen Job gekommen, weil sich zwar das Stellenangebot (interessanterweise passend) als uralt entpuppte und die Firma schon längst jemanden eingestellt hatte, aber meine Unterlagen behielt. "Wir melden uns" hört man natürlich öfter, aber die meinten das ernst. Lief im Prinzip völlig am Amt vorbei.

Man weiß vorher nie, was sich ergibt (außer jetzt bei ZAFs). Also möglichst neutral bewerben.

Und wenn totaler Unfug läuft, ruhig die Klappe aufmachen und direkt hübsch sachlich in Nürnberg beschweren. Die schicken das dann zwar meist wieder ans betreffende Amt weiter, aber dann sickert das von oben nach unten durch.
Bei mir fluppte es nach einer solchen Beschwerde plötzlich kollossal. Wurde sogar gebeten (ernsthaft), einen Widerspruch einzureichen, damit man einen Fehler korrigieren könne, den ich selbst nie im Leben innerhalb der Widerspruchsfrist entdeckt hätte. Mit Maßnahmen wurde ich auch nicht genervt.
 

Caso

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Wer nochmals nachliest, wird im Ausgangspost die Fragestellung finden, ob DANN im JC sinngemäß der akad. Abschluss komplett ausgeklammert wird. Ich habe nach Erfahrungen von anderen gefragt, die in ihrer "Arbeitslosenkarriere" weiter sind als ich.
Ja, bei Alg2 und dann also im Jobcenter wird der akademische Abschluß (auch der nichtakademische) komplett ausgeklammert.
Denn als Alg2-bezieher ist dir alles Zumutbare zuzumuten, sofern es deine Hilfebedürftigkeit=Alg2-Leistung verringert oder beendet.
Auch allerlei Maßnahmen zur sog. Eingliederung gehören zum Zumutbaren.

Meine Erfahrung:
1. bei der Agentur gab es bei mir noch die "Sortierung" in Akademischer Bereich bzw. "Hochschulteam". Dort dann unterteilt in "Endsemesterstudierende, AbsolventInnen, berufserfahrene AkademikerInnen
2. ich hatte mehrere Vermittler, sehr unterschiedliche. Insgesamt 4. Keinen, der mich schikanierte oder in den Dreck trat.
3. Ich hatte unterschreibbare EGVen
4. Ich habe eine einzige Maßnahme angeboten bekommen und diese mitgemacht. Keine Erwartung, deswegen keine Enttäuschung, 4 Monate Teilzeit in frei wählbaren Gruppen (GANZIL). Wechsel der Gruppen bei blödem Dozenten oder Thema jederzeit möglich, Hauptsache dort bleiben.
5. Von der Agentur (1x 6 Monate und 1x 12 Monate) habe ich insgesamt 3 VV bekommen. Alle Zumutbar, bei allen beworben, bei keinem auserwählt. Vermittlungshemmnisse nicht zu beseitigen.

6. beim JC wurde nie nach Abschluß gefragt. Den haben die lesen können.
7. Von dort habe ich in den 6 Monaten einen Haufen Papier als alle möglichen Bescheide, aber keinen einzigen VV bekommen. Auch keine Maßnahme, hatte einen erträglichen, aber inkompetenten Vermittler.
8. Amts-Karriere beendet durch endlich auskömmliche Selbstständigkeit und sonstiges.
 

Kleeblatt

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Jetzt, wo ich das so gerade gelesen habe, fällt mir auch Eines auf was man weder bei der AfA noch beim JC mit den Akademikern "anstellte", - keinerlei Maßnahmen. Immerhin.

Ansonsten mal ein kleines Beispiel zu den bereits oben ausgeführten VV´s und den damit in Zusammenhang stehenden "Denk"weisen und Fähigkeiten der SB.

Diplomchemiker (48 Jahre alt, das 1. Mal arbeitssuchend ,Fachgebiet anorganische und physikalische Chemie und auch so vermerkt in den Akten) soll den 2. Termin im JC wahrnehmen.
Mit mir als Beistand dort aufgeschlagen. Das "Mädchen" dort = SB ca. Anfang 20. Immerhin schon mal freundlich.

- kurzes Abfragen der Bewerbungen ect.
- dann ihre große Freude, - sie habe da etwas Gutes für ihn gefunden und legt ihm ausgedruckte Stellenangebote vor.
1. Barkeeper auf einem Schiff
2. Arbeit als Diätkoch
- er schaut sie an, ich schaue sie an, wir schauen uns an ...
- sie hocherfreut "na ist das nicht toll, da haben sie doch endlich Etwas"
- er schaut sie an, ich sehe ihn an und denke so - au backe, der platzt jetzt aber gleich
- er rafft sich zusammen und fragt die Kleine freundlich wie sie denn darauf komme das diese beiden Angebote für ihn passen würden
- sie: "naja, sie haben doch gelernt Sachen zusammenzurühren, nicht wahr, und da passen doch beide Angebote gut für sie, dürfte doch leicht sein für sie und wird auch gut bezahlt"
- er holt gaaaanz tief Luft, ich sage zu ihm "denke an die Einsteinsche Theorie über die Unendlichkeit des Universums und gut ist es"
- er sackt insich zusammen, rafft seine Sachen und verschwindet mit dem Spruch "das war es für heute, mein Potential an Geduld ist für heute aufgebraucht und ich gehe jetzt, die beiden "Angebote" senden sie mir dann mal bitte samt Rechtsfolgenbelehrung zu" und ist weg
- sie schaut mich an und fragt "was hat er denn jetzt ? ist ihm schlecht geworden, fühlt er sich nicht wohl ?"
- ich nur, - ja, ihm geht es gerade gesundheitlich nicht so toll und entschwinde ebenfalls

Leider kamen die beiden tollen "Angebote" nie bei ihm an, wo er sich doch bereits darauf gefreut hatte diese samt entsprechendem Widerspruch an die BA senden zu können.
Naja, man kann sichtlich nur den halben Spaß haben.

Aber so bzw. so ähnlich kann man sich das mit der "Vermittlung" seitens der JC -SB vorstellen.
Davon hätte ich noch ca. 2 Dutzend ähnliche Dinger auf Lager.

Immerhin, einen Monat später war mein Bekannter dann mit einem Arbeitsvertrag in der Schweiz und ist es - sehr glücklich - noch immer.
Immerhin lachen wir heute noch über diese Dinge.
"Relativ" "in Ruhe gelassen" = keine Maßnahmen, keine 1 €-Jobs, keine Helfertätigkeiten kann man unisono sagen.
Ansonsten aber derselbe Irrsinn. Diverse Praktica für Leute mit vielen Jahren Berufserfahrungen ... Das volle Programm eben.

Immer mit dieser Rute "sie müssen ihre Bedürftigkeit verringern und da ist eben alles zumutbar ....blabla und keinerlei Berufsschutz mehr im JC. "Zumutbar" ist eben alles.
 

Texter50

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@ Kleeblatt

:danke: :danke: :danke:

Das ist echt zu köstlich, trifft aber den Kern in 100%.

Das mit den Maßnahmen bei der AfA, da hab ich dann INGA erwischt, aber nur angeboten. Hätte ich nicht müssen. :biggrin:
Beim JC hab ich immer voll zugeschlagen - es waren ja auch Wundertüten, die man nicht ablehnen konnte. :icon_kratz:
Aber, ich bin ja auch schon was älter...
Nochmals Dank für die tolle Schilderung, die man sammeln und veröffentlichen sollte. :icon_klatsch:
 

ZynHH

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Ich habe immer noch nicht verstanden warum es einen Grund geben könnte
Langzeitarbeitslose in Akademiker und Nicht-Akademiker unterteilen zu wollen. Beide haben es nicht aus eigener Kraft und mit eigenen Mitteln geschafft in Lohn und Brot zu kommen. :icon_hihi:
 

Julchen68

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Warum scheint es so vielen Leuten regelrechte Befriedigung zu verschaffen, einen Akademiker sich um Helferstellen etc bemühen zu sehen?
Wünscht man sich wirklich noch mehr Konkurrenz um eine Stelle, für die man selbst ebenfalls die nötige Qualifikation mitbringt?
 

Dark Vampire

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Warum scheint es so vielen Leuten regelrechte Befriedigung zu verschaffen, einen Akademiker sich um Helferstellen etc bemühen zu sehen?
Wünscht man sich wirklich noch mehr Konkurrenz um eine Stelle, für die man selbst ebenfalls die nötige Qualifikation mitbringt?

Weil Akademiker auch nur Menschen sind?
Und darum wohl auch weil es auch darunter ein paar überhebliche Exemplare gibt.
Ich bin für Gleichbehandlung wenns schon keine Stellen gibt für Akademiker.
Aber da sind sich so manche zu fein dafür.
 
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Was ist der Unterschied zwischen einem arbeitslosen Hilfsarbeiter und einem arbeitslosen Akademiker?

Richtig, es gibt keinen. Beide sind sie arbeitslos.
 

Kleeblatt

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Was ist der Unterschied zwischen einem arbeitslosen Hilfsarbeiter und einem arbeitslosen Akademiker?

Richtig, es gibt keinen. Beide sind sie arbeitslos.
Rein sachlich:
Der arbeitslose Hilfsarbeiter kostet wenig ALG I und wenn er eine neue Hilfsarbeiterstelle erhält dann "bringt" er weniger Steuergelder ect. Vielleicht aber kann er / sie etwas dazu lernen was eventuell später einmal eine angelernten Ausbildung nahekommt und sich so etwas "hocharbeiten".
Seine "Karriere" bleibt mindestens auf derselben Ebene.


Der arbeitslose Akademiker (mit jahrelanger Berufserfahrung) erhält (noch immer) trotz massiver %senkungen ein ziemlich "hohes" ALG I und wenn er eine neue und seiner Ausbildung entsprechenden Stelle findet, dann zahlt er in alle Töpfe so richtig ein.
Zudem hat seine / ihre Ausbildung satt Steuergelder gekostet und wenn BaföG bezogen wurde will der Staat das Geld auch schnell wiedersehen.
Ein Akademiker in einer Helferanstellung kann nicht mehr als Akademiker weitervermittelt werden. Das ist für ihn / sie DER Karrierekiller schlechthin. Erlernen kann ein Akademiker auf Helferstellen auch nichts für seinen Beruf.

Was also ist gesellschaftlich sinnvoll und bringt dem Staat / der Gesellschaft ggf. mehr ein ?
 

Kleeblatt

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Dark Vampire
Weil Akademiker auch nur Menschen sind?
Was sollen sie denn sonst sein ?
Und darum wohl auch weil es auch darunter ein paar überhebliche Exemplare gibt.
Diese Sorte finde ich an wirklich JEDER Stelle, - Überheblichkeit ist kein einseitiges Markenzeichen von Akademikern, aber die Wenigen fallen den Nicht-Akademikern scheinbar schneller auf / bleiben denen im Gedächtnis. Weshalb eigentlich ?
Ich bin für Gleichbehandlung wenns schon keine Stellen gibt für Akademiker.
Findet doch auch statt, - aber eben im entsprechend sinnvollen Rahmen. Oder was genau hast du an der Behandlung zu bemängeln ?
Aber da sind sich so manche zu fein dafür.
Wer ist sich wofür "zu fein" ?
 

Ollunddoll

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Rein sachlich:
Der arbeitslose Hilfsarbeiter kostet wenig ALG I und wenn er eine neue Hilfsarbeiterstelle erhält dann "bringt" er weniger Steuergelder ect. Vielleicht aber kann er / sie etwas dazu lernen was eventuell später einmal eine angelernten Ausbildung nahekommt und sich so etwas "hocharbeiten".
Seine "Karriere" bleibt mindestens auf derselben Ebene.


Der arbeitslose Akademiker (mit jahrelanger Berufserfahrung) erhält (noch immer) trotz massiver %senkungen ein ziemlich "hohes" ALG I und wenn er eine neue und seiner Ausbildung entsprechenden Stelle findet, dann zahlt er in alle Töpfe so richtig ein.
Zudem hat seine / ihre Ausbildung satt Steuergelder gekostet und wenn BaföG bezogen wurde will der Staat das Geld auch schnell wiedersehen.
Ein Akademiker in einer Helferanstellung kann nicht mehr als Akademiker weitervermittelt werden. Das ist für ihn / sie DER Karrierekiller schlechthin. Erlernen kann ein Akademiker auf Helferstellen auch nichts für seinen Beruf.

Was also ist gesellschaftlich sinnvoll und bringt dem Staat / der Gesellschaft ggf. mehr ein ?

jaja, vor dem Gesetz sind alle Menschen gleich, nur hier sollen dann wieder einige "gleicher" gemacht werden, denn Akademiker sind was Besseres, also doch nicht alle gleich????

Auch für andere Erwerbslose, die eine gute, fundierte Ausbildung haben, sich weitergebildet haben, lange in die Sozialkassen eingezahlt haben, als diejenigen, die meinen, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben, noch studierten, auf Kosten der Eltern oder der Allgemeinheit, ist eine Helferstelle ein Karrierekiller.
Vor allem nicht vergessen, bereits während der Berufsausbildung wird in die Sozialkassen eingezahlt, bei einem Studium NICHT.

Diese Überheblichkeit: "ich hab aber studiert", ist im Falle von Arbeitslosigkeit absolut fehl am Platze.

Aber wie immer, man vergleiche nicht Mensch mit Mensch, sondern nur Akademiker mit Akademiker und Kanzlerin mit Kanzlerin, Busfahrer mit Busfahrer, oder wie?
 
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@Kleeblatt, so pauschal würde ich das nicht sehen. Ein Hilfsarbeiter oder auch Handwerker der bereits mehrere Jahre gearbeitet und eingezahlt hat, wird mit Sicherheit mehr Arbeitslosengeld erhalten als ein Akademiker der gerade frisch von der Uni kommt. Und auch ein angestellter Akademiker verdient nicht immer mehr Geld als ein Nicht-Akademiker. Es gibt genug akademische Berufe bei denen der Verdienst eher mau aussieht. Wenn man sich z.b. mal das Gehalt eines angestellten Klinik-Arztes ansieht und das auf die Stunden umrechnet, in dem er im Krankenhaus tätig ist (24 Stunden Schichten), dann ist deren Stundenlohn oftmals eher gering.
 

ZynHH

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Sollen Akademiker dann auch hoehere KDU bekommen, damit sie ihre Bibliothek unterbringen können? :icon_mrgreen:

Die Bedingungen für ALG II , also für Langzeitarbeitslose!, sind für alle gleich,
Man soll seinen Leistungsbezug verringern. wie ist dabei egal.
 

Kleeblatt

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Ollunddoll
jaja, vor dem Gesetz sind alle Menschen gleich, nur hier sollen dann wieder einige "gleicher" gemacht werden, denn Akademiker sind was Besseres, also doch nicht alle gleich????
Sie haben eine sehr teure Ausbildung erhalten damit sie damit später einerseits der Gesellschaft ordentlich Innovationen zurückgeben können = damit neue Firmen gegründet werden können z.B. und neue Mitarbeiter eingestellt werden können.
DAZU haben sie ihre teure Ausbildung gemacht.

Auch für andere Erwerbslose, die eine gute, fundierte Ausbildung haben, sich weitergebildet haben, lange in die Sozialkassen eingezahlt haben,
Hat DAS jemals irgendein Akademiker hier oder anderswo irgendwann auch nur andeutungsweise bestritten ? Nein !

als diejenigen, die meinen, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben,
sagt wer genau ?
noch studierten, auf Kosten der Eltern oder der Allgemeinheit,
Zuerst einmal steht VOR jedem Studium der Abschluß der Hochschulreife.
Grundlage dafür sind ausgezeichnete Zensuren. Hat also schon einmal etwas mit EIGENleistung der späteren Akademiker zu tun.
Dann noch etwas zum Nachdenken:
Der spätere Akademiker muß also 13 Jahre lang - anstatt nur 10 - zur Schule latschen UND hohe Leistungen zeigen.
In dieser Zeit erlernen Andere einen Beruf. Deren Ausbildung wird bezahlt von WEM ?
Während dieser Ausbildung erhalten sie Geld = Ausbildungsvergütung ZUSÄTZLICH ! Wird gezahlt von wem ?
Nach 2-3 Jahren haben sie einen Beruf und beginnen so richtig Geld zu verdienen, schöne Urlaube und eigene Wohnung zu finanzieren, eventuell auch eine Familie zu gründen.

An DER Stelle ist der zukünftige Akademiker gerade mal mit der 13. Klasse fertig, - noch immer bezahlt von den Eltern.

Und während die Anderen bereits ein nettes Leben mit eignenm gutem Geld haben, beginnt der dämliche zukünftige Akademiker JETZT mit seiner Ausbildung, - allerdings im Durchschnitt dauert die dann noch einmal zusätzliche 6-8 Semester = 3-4 Jahre MINIMUM !

Und während der Facharbeiter nun seine Berufserfahrungen und sein selbstfinanziertes eigenes Leben hat, steht der aus der Uni gefallene fertige Akademiker nun da und sucht Stelle.

ist eine Helferstelle ein Karrierekiller.
natürlich.
Vor allem nicht vergessen, bereits während der Berufsausbildung wird in die Sozialkassen eingezahlt, bei einem Studium NICHT.
Richtig. Siehe oben, - WEIL DU ES KANNST ! Weil bereits eigens Einkommen da ist.

Diese Überheblichkeit: "ich hab aber studiert", ist im Falle von Arbeitslosigkeit absolut fehl am Platze.
Verstehe diese Aussage nicht.
Aber wie immer, man vergleiche nicht Mensch mit Mensch, sondern nur Akademiker mit Akademiker und Kanzlerin mit Kanzlerin, Busfahrer mit Busfahrer, oder wie?
KANN es sein das du eigentlich ein ganz anderes Problem hast ?
 

Kleeblatt

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Maik75
@Kleeblatt, so pauschal würde ich das nicht sehen. Ein Hilfsarbeiter oder auch Handwerker der bereits mehrere Jahre gearbeitet und eingezahlt hat, wird mit Sicherheit mehr Arbeitslosengeld erhalten als ein Akademiker der gerade frisch von der Uni kommt.
1. Schrieb ich - als Antwort - NUR bezüglich der Hilfsarbeiter, also bleiben wir doch bitte auch bei diesem Thema.

Zudem, - die wenigsten arbeitslosen Akademiker sind frisch aus der Uni gefallen. die Mehrheit hat bereits seit jahren und Jahrzehnten sehr gut eingezahlt.
Darum ging es und deshalb wollen wir doch nicht jetzt mittendrin damit beginnen Äpfel mit Äpfelchen und Birnen mit Birnchen zu vergleichen, sonst wird das hier nix.
Immer schön ein Themeninhalt nach dem Anderen , bitte.
Und auch ein angestellter Akademiker verdient nicht immer mehr Geld als ein Nicht-Akademiker.
s.o. Hier im Moment ein Nebenkriegsschauplatz.
Es ging - um den Vergleich ob ein Hilfsarbeiter einen Hilfsarbeiterjob beim JC annehmen soll und weshalb ein Akademiker dieses auch / nicht tun sollte.
DARUM ging es.
Es gibt genug akademische Berufe bei denen der Verdienst eher mau aussieht. Wenn man sich z.b. mal das Gehalt eines angestellten Klinik-Arztes ansieht und das auf die Stunden umrechnet, in dem er im Krankenhaus tätig ist (24 Stunden Schichten), dann ist deren Stundenlohn oftmals eher gering.
siehe oben, - Thema verfehlt.
 

Kleeblatt

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Sollen Akademiker dann auch hoehere KDU bekommen, damit sie ihre Bibliothek unterbringen können? :icon_mrgreen:

Die Bedingungen für ALG II , also für Langzeitarbeitslose!, sind für alle gleich,
Man soll seinen Leistungsbezug verringern. wie ist dabei egal.
DIR sicherlich, aber der Gesellschaft eben nicht und deshalb fragt DICH keiner.:icon_mrgreen:
 

Julchen68

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Laß gut sein, Kleeblatt, das werden die ihr Leben lang nicht begreifen.
Wer wem was bezahlt... das ist einfach viel zu akademisch.
 

ZynHH

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Zitat:
ist eine Helferstelle ein Karrierekiller
DaS gilt für jedermann der eine Ausbildung genossen hat.

Es gibt für keine Berufsgruppe mehr die Sicherheit nach dem Studium oder der Ausbildung einen Arbeitsplatz zu erhalten.

Gottseidank können auch nicht alle Akademiker in den Reichstag einziehen.

Aber du hast natürlich recht, Vorurteile führen zu nichts.
Zitat:
ist eine Helferstelle ein Karrierekiller
 

Kleeblatt

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Aber wenn es hier wahrscheinlich Einige glücklich macht noch eine "Besserstellung" der Akademiker:
Bis vor wenigen Jahren galt - analog zu den Berufsausbildungen - das die Zeiten des Studiums NACH der erfolgreichen Beendigung desselben mit Minimum-Rentenpunkten durch die BfA anerkannt werden. War Gesetz.

So gaaaanz klammheimlich wurde das ersatzlos gestrichen.
Bedeutet:
Während Akademiker sozusagen noch zusätzliches Geld für ihre Ausbildung mitbringen mußten und die in Ausbildung Stehenden für ihre (auch nicht gerade billige) Ausbildung zusätzlich Geld erhielten, bekommen die mit einer Fachausbildung eben jene Ausbildungszeiten weiterhin anerkannt, ABER die Akademiker bekommen sie JETZT NICHT MEHR anerkannt.

Wie darf ich das heute nennen ?
da habe ich also - im Guten Glauben bezüglich der Anerkennung meiner Ausbildungs = Studienzeiten 2 Mal sehr gut abgeschlossen und immer darin gearbeitet, um mir dann sagen lassen zu müssen "ätsch, angesch..., nööö, haste nach dem neuen Gesetz nun keinerlei Rentenpunkte dafür, bekommst du eben für diese Zeiten keine Rentenanrechnungen".

SO, Leute, und JETZT schreit doch alle mal hierbei "GLEICHSTELLUNG" !
 

Texter50

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Als ich vor ca. 8 Jahren das erste mal mit ALG II zu schaffen hatte, wurde mir vom SB gleich gesagt: die 1-Euro-Jobs brauche ich für andere Kandidaten. Dabei zeigte er auf einen Stapel von Akten, ca 60 cm hoch - alles Problemfälle. :icon_stop:
Ich solle die Zeit nutzen, mir nen vernünftigen Job im ersten Arbeitsmarkt zu suchen. Das sollte basierend auf meiner Konzeption zur Jobsuche geschehen, die ich zuvor schriftlich fixiert hatte (eben die Nischen abgrasen). :biggrin:
Weiter befand er es für wichtiger, dass ich die restliche freie Zeit nutze, mein Wissen zu aktualisieren und zu ergänzen - was das JC nix gekostet hat. Er ging davon aus, dass ich sowas hinbekomme. :icon_mrgreen:

Helferjobs hat er mir nicht geben mögen, weil ich damit nur den Leuten die Jobs wegnehme, die eben weniger gut ausgebildet waren. Das hatte nix mit der Verhinderung einer Abwärtsspirale für mich zu schaffen, das war Selbstzweck.
Alles erfolgte immer unter der Prämisse, dass ich mich ausführlich um Jobs bekümmere, damit er das nicht umsetzen müsse. Ich glaub, ich hab nicht einen VV in über 12 Monaten erhalten.

Und siehe da, es hat geklappt, auch wenns nicht für immer war... :icon_knutsch:

@ Kleeblatt
Und dann kam noch die fröhliche Einladung der RV, doch das Geld bis zum 45. Geburtstag nachzuzahlen.
Bei mir waren das locker 10 Jahre, in denen ich die meiste Zeit als Student gejobbt habe.
Da hab ich drauf gepfiffen, meine Einstellung zur Rente änderte sich drastisch!
 

Kleeblatt

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Texter50
...
Weiter befand er es für wichtiger, dass ich die restliche freie Zeit nutze, mein Wissen zu aktualisieren und zu ergänzen - was das JC nix gekostet hat. Er ging davon aus, dass ich sowas hinbekomme. :icon_mrgreen:
Exact genau das hat ein anderer bekannter auch gemacht.
Hat sich als Gasthörer erst nochmals an der Uni eintragen lassen und das dem JC-SB auch so mitgeteilt. Dort dann weitere 3 Semester bestimmte Dinge aufgefrischt bzw. neu erlernt und damit dann mittendrin eine gute neue Anstellung gefunden.
Alles selbst finanziert /von der Mutter finanzieren lassen.

Mit einem guten Abi kann man eben ein Leben lang immer wieder auf´s Neue etwas anfangen.
Da sollten doch eigentlich die sog. "Nicht-Akademiker" glücklich sein das sich die Anderen soweit selber tummeln können und sich ihre Chancen selber zusätzlich verbessern können.
Sollten ...
 
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