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Dlf: Am 25. Mai 2018 stimmen Iren über Abtreibungsverbot ab

Dagegen72

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#1
Link: http://www.deutschlandfunk.de/vor-d...-recht-auf.724.de.html?dram:article_id=418393
Bisher dürfen Frauen in Irland keinen Schwangerschaftsabbruch vornehmen lassen, selbst dann nicht, wenn sie durch eine Vergewaltigung schwanger geworden sind oder der Fötus nicht lebensfähig ist. Am 25. Mai entscheiden die Iren über eine Reformation des Abtreibungsrechts. ...
Das Ja-Lager in Irland argumentiert, dass Frauen das
Recht haben sollten, über ihren Körper zu entscheiden (Artur Widak / AFP)
ich sage: yes!
 

AsbachUralt

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#3
Eigentlich sollten nur Frauen über dieses wichtig Thema abstimmen und bestimmen dürfen! Und schon gar nicht die Kirchen mit ihren mittelalterlichen Vorstellungen und ihrer scheinheiligen Moral.
 

vidar

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#4
Nur dann, wenn während der Schwangerschaft eine Gefahr für das Leben der Mutter oder des Kindes bestehen sollte, oder die Schwangerschaft durch eine Vergewaltigung erfolgt worden ist, sollte die Möglichkeit bestehen, eine dann auch vom Staat finanzierten Schwangerschaftsabbruch vornehmen zu dürfen. In wieweit man diese Regelung auch auf Ungeborene ausdehnen sollte, die vermeintlich dann nach der Geburt dauerhaft - in welcher Form auch immer – Schwerstbehindert ein dauerhaftes unselbständiges Leben führen müssten, vermag/kann und will ich hier selbst nicht beurteilen müssen.

In der heutigen medialen Welt sollte es sicherlich für jedem möglich sein, sich bereits vorab über die Konsequenzen einer ungewollten Schwangerschaft ausführlich informieren zu können. In (mit) welcher Art Weise man(n)/frau sich vor einer ungewollten Schwangerschaft schützen kann, sollte mittlerweile auch hinreichend kommuniziert worden sein.
 
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Gast
#5
Eigentlich sollten nur Frauen über dieses wichtig Thema abstimmen und bestimmen dürfen! Und schon gar nicht die Kirchen mit ihren mittelalterlichen Vorstellungen und ihrer scheinheiligen Moral.
uneingeschränkte Zustimmung!!
 

swavolt

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#6
Demnächst stimmen die über Selbstmordverbot ab. :doh:

Abtreibungsverbot greift in das Selbstbestimmungsrecht ein.
Katholiken interessiert das aber nicht so. Die denken immer noch sehr hinterwäldlerisch.
Deshalb bin ich auch gegen alle Religionen, weil die sich viel zu viel einmischen.
 

Texter50

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#7
Da braucht man keine Religion... :icon_mrgreen:

Ich darf an die hiesige Debatte um die Streichung des Paragrafen 219a Strafgesetzbuch (StGB) erinnern.

Da werden Frauen an einer Abtreibung gehindert, weil sie die Anschriften der Ärzte nicht bekommen. Ohne Arzt auch keine Abtreibung und schon ist der hart erkämpfte § 218 wieder ein wenig mehr ausgehebelt - nur eben leiser... :icon_stop:
 

AsbachUralt

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#8
Zum Glück hat die Kirche endlich auch im Erzkatholischen Irland an Einfluss verloren und die Reform des Abtreibungsrechts ging an der Urne durch.
 
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#9
diese faschistoiden Fanatiker sollen mit sich gegenseitig machen was sie wollen und Frauen und Kinder endlich in Ruhe lassen.
 

AsbachUralt

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#10
Das Prinzip der Kirche beruht schon immer auf Unwissenheit und Unterdrückung durch Abschreckung und Angst vor dem Teufel und Fegefeuer.
Damit hat man riesige Vermögen angehäuft und die obere Hierarchie in Saus und Braus leben lassen.
Gäbe es einen Gott, hätte er sein Personal schon von Anfang an zum Teufel gejagt. Immerhin lief ja sein Sohn in einfachen Sandalen umher, während sich seine Kirchenfürsten bevorzugt im Mercedes, BMW und Audi durch die Gegend fahren lassen, Flüge in der First Class absolvieren und sich ihre Privatgemächer für schnell einmal 30 Millionen umbauen lassen.
Deshalb müsste man annehmen, dass dieser Gott der schlimmste vorstellbare Sadist sein muss, bei all dem Elend was er zulässt. Denn in seiner Allmacht müsste es kein Problem gewesen sein, die Menschen so erschaffen zu haben, dass sie keine negativen Charakterzüge wie Hass, Neid und Lüge in sich hätten. Statt dessen lässt er zu, dass Menschen die fürchterlichsten Verbrechen begehen und schon immer viel Leid über die Welt gebracht haben.
Dazu noch der Menschenverachtende Zölibat, der Priester zu Pädophilen oder sonstwie Abartig werden lässt .
Da hat auch der so Moderne Papst Franziskus sich in seiner Zeit als Erzbischof in Argentinien noch ganz fest vor einen Pädophilen Pfarrer gestellt und Ermittlungen gegen ihn bis zum höchsten Gericht durch teuerste Anwälte zu verhindern versucht.
Statt dessen erzählt man den Abergläubigen Menschen die Geschichte von der Erbsünde um sie weiter Dumm zu halten.
Nein, ich habe schon als Kind nicht diese schwülstigen Geschichten geglaubt, meine Religionslehrer mit bohrenden Fragen genervt und bedauere nur, dass niemand jemals nach seinem Tod erleben wird, wie viele Lebensstunden er mit seinem Glauben verschwendet hat.
Auch wenn es natürlich viele Menschen gibt, denen der Glaube an was auch immer Halt im Leben gibt. Aber dazu bedarf es keiner geldgierigen Kirche. Früher reichte dazu schon ein Feuer oder ein paar Steine.
Ich war immer nur Realist, glaube der Physik und Astronomie und falls ich mich wirklich geirrt haben sollte, dann schmore ich eben in der Hölle, aber dort wäre es sowieso nicht so langweilig wie im Himmel.
 
E

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Gast
#11
Mich stört schon immer die Wortwahl Abtreibung. Das kotzt mich seit Jahrzehnten an.

Es sollte Abbruch heißen, das klingt nicht ganz so derb.

Denn die Wortwahl beeinflusst unbewusst mehr, als man denkt.
Ist ja auch die Taktik von Propagandisten, Werbefuzzis, und vor allem Populisten.
Sorry, wollte ich mal loswerden.
 
E

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#12
Das Prinzip der Kirche beruht schon immer auf Unwissenheit und Unterdrückung durch Abschreckung und Angst vor dem Teufel und Fegefeuer.
irgendwie erinnert mich das an was. -> Könnte es sein, dass unser derzeitiges Glaubensoberhaupt BA heisst? Ob die Kirche wohl feuchte Hosen hat angesichts der Macht, millionenweise Menschen per Plan verrecken zu lassen? So richtig schön langsam und genüsslich wie die BA?

Ob die "Kirche" viel dagegen hätte, wenn sie die Macht hätte? Versteckter als die BA das macht geht ja eigentlich auch nicht. Also alles perfekt. Kein Wunder, dass die hierzulande Hand in Hand "arbeiten", Diakonie, Caritas und Co lassen grüßen.
 
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#13
irgendwie erinnert mich das an was. Könnte es sein, dass unser derzeitiges Glaubensoberhaupt BA heisst? Andererseits hat die Kirche im Gegenzug dazu nicht so viel Macht, millionenweise Menschen per Plan verrecken zu lassen.

Dagegen hätte sie andererseits bestimmt aber auch eher wenig, wenn sie es könnte. Versteckter als die BA das macht geht ja eigentlich auch nicht. Also alles perfekt. Kein Wunder, dass die hierzulande Hand in Hand "arbeiten", Diakonie, Caritas und Co lassen grüßen.
Wenn man dann noch bedenkt wie viele Tote der Religionskrieg in Irland kostete - und hier rede ich nicht vom Mittelalter https://de.wikipedia.org/wiki/Nordirlandkonflikt - , ist das alles eigentlich eine Farce.
Aber das kennt man ja von Kirche. Alles bigott.
cucuma, bekennende Kirchenhasserin (nicht Christenhasserin!)
 
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#15
Richtig so, daß am 25. Mai die Iren mehrheitlich gegen ein Abtreibungsverbot gestimmt haben. Jede Frau sollte selbstbestimmt über ihren Körper entscheiden können.
Unmöglich, daß eine Frau, die von einem Mann vergewaltigt und dann auch noch von so einem Mann dann schwanger geworden ist, noch strafrechtliche Konsequenzen befürchten muß, wenn sie dann abgetrieben hat.
 

Dagegen72

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#16
Die Abstimmung fiel zugunsten von yes aus :)

@ Albertt: wenn sie es können, wäre es natürlich schön, wenn Frauen mit ihren Männern darüber reden können oder wie meinst du das Albertt?

eine Frau muss das Kind austragen, sie sollte auch darüber abstimmen. Die Abstimmung für yes finde ich nicht leicht aber sinnvoll. Und es gibt ja auch Argumente, die für "no" sprechen, bspw. ob man es einem Arzt zumuten kann - dieser müsste dbgl. natürlich eine yes-Haltung haben. Oder aus medizinisicher Verantwortung. Denn wenn es nicht erlaubt ist und das ist das pro-Argument, dann treiben die Frauen ohne medizinische Betreuung ab oder sie werden weiter nach England oder sonstwohin reisen, wo es legal ist. Ein yes dient dem Schutz für die Frau.

(ich frage mich, ob die Kirchenleute die Kinder alle adoptiert hätten :/ ähnlich kritisch wird ja die Marsch für das Leben Demo betrachtet: https://www.bundesverband-lebensrecht.de/marsch-fuer-das-leben/ die dieses Jahr am 22.September 2018 stattfinden soll. Viele Gruppierungen sind aus dem Religiösen :/ )

Ich finde es gut, dass die Möglichkeit der Abtreibung bis zur 12. SW-Woche gelockert wurde und nun möglich ist. YES.

hier in Deutschland geht es um was ähnliches. Also, Abtreiung ist erlaubt, aber, die Werbung auf einer Arzt-website dafür ist nicht erlaubt, das regelt § 219a Stgb
https://dejure.org/gesetze/StGB/219a.html

Die Linke fordert diesen Paragraphen ganz abzuschaffen.
Für Bündnis90/Die Grünen, Linke, FDP und SPD ist dagegen eine Reform dringend erforderlich. Die Gesetzentwürfe von Bündnis90/Die Grünen, Die Linke und auch der nicht eingebrachte Vorschlag der SPD sehen dabei eine komplette Streichung von 219a StGB vor.
https://www.lto.de/recht/hintergrue...ruch-werbung-abschaffen-diskussion-bundestag/

Übrigens auch den §218 Stgb
Das Recht auf Selbstbestimmung über den eigen Körper ist ein Menschenrecht. Dass sich Frauen in Deutschland noch immer nicht ohne Beratungszwang für einen Schwangerschaftsabbruch entscheiden können, ist beschämend. Der Paragraph 218 muss endlich vollständig aus dem Strafgesetzbuch gestrichen werden.
https://www.die-linke.de/themen/nac...-leben-blockieren-paragraph-218-abschaffen/E]

Letztes Jahr wurde eine Frauenärztin von einem Gericht wegen Werbung für Abtreibung zu einer hohen Geldstrafe verurteilt:
Die Anwältin der Gießener Ärztin kündigte an, das Urteil mit einer Revision anfechten zu wollen: „Ich konnte mir nicht vorstellen, dass eine Richterin den Unterschied von Information und Werbung nicht kennt“, sagte die Verteidigerin nach dem Urteil. Ihre Mandantin habe lediglich informiert, aber keine „appellative Werbung“ betrieben.
https://www.tagesspiegel.de/politik...eibung-zu-geldstrafe-verurteilt/20627674.html

Die Linke hat der Ärztin den Clara Zetkin Preis verliehen:
Gießen/Berlin (pm). Die Partei Die Linke hat am Freitag in Berlin zum achten Mal den Clara-Zetkin-Preis verliehen, mit dem herausragende Leistungen von Frauen in Gesellschaft und Politik gewürdigt werden. Er ging diesmal an die Gießener Ärztin Kristina Hänel.
https://www.giessener-allgemeine.de...eis-fuer-AErztin-Kristina-Haenel;art71,398445

Hänel habe mit ihrem Widerstand gegen das Informationsverbot zu Schwangerschaftsabbrüchen und ihre Petition dazu erreicht, dass eine »Protestwelle für die Selbstbestimmung von Frauen in Gang gesetzt« worden sei, sagte die frauenpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Deutschen Bundestag, Conny Möhring. Die Proteste hätten erreicht, dass hierzulande endlich wieder über das Thema Schwangerschaftsabbruch diskutiert werde. »Wir sind Kristina Hänel deswegen zu Dank verpflichtet.«
Der Abtreibungsparagraph § 218 Stgb stammt zudem aus der Nazizeit titelt die SZ:
Der Abtreibungsparagraf ist ein Relikt der Nazis und gehört abgeschafft
er Paragraf 219a erschwert Frauen in Notlage den Zugang zu Informationen. Er schadet der gesamten Gesellschaft. Er steht im Widerspruch zum Recht auf körperliche Unversehrtheit und auf Informationsfreiheit. Der 219a stammt aus einer Zeit, in der sich der Staat das Kontrollrecht über die Körper seiner Bürger herausnahm. Er geht zurück auf ein Gesetz vom 26. Mai 1933. Die NS-Machthaber beanspruchten die Deutungshoheit über den Wert des Lebens; weibliche Selbstbestimmung galt ihnen nichts ...
Der Paragraf 219a schadet der gesamten Gesellschaft
Es ist unverständlich, dass es diesen Paragraf überhaupt noch gibt - und dass manche Politiker bereit sind, an ihm festzuhalten. Eine Politik, die ihre Bürger und Bürgerinnen und deren Integrität ernst nimmt, sollte endlich für ein Gesetz sorgen, das Frauen rechtliche Sicherheit gibt und Mediziner vor gemeinen Kampagnen schützt. ...Das Bundesverfassungsgericht hat das schon vor über einem Jahrzehnt wie folgt formuliert: "Wenn die Rechtsordnung Wege zur Durchführung von Schwangerschaftsabbrüchen durch Ärzte eröffnet, muss es dem Arzt ohne negative Folgen für ihn möglich sein, darauf hinzuweisen, dass Patientinnen seine Dienste in Anspruch nehmen können." Karlsruhe hat recht. Der Paragraf 219a muss weg.
http://www.sueddeutsche.de/politik/...t-der-nazis-und-gehoert-abgeschafft-1.3764288
 

Albertt

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#17
@ Albertt: wenn sie es können, wäre es natürlich schön, wenn Frauen mit ihren Männern darüber reden können oder wie meinst du das Albertt?

eine Frau muss das Kind austragen, sie sollte auch darüber abstimmen.
Ihr Körper, Ihre Entscheidung! Kein Problem! Dann soll Frau aber auch die Konsequenzen für Ihre Entscheidung selber tragen. Männer verfügen nicht über den Luxus, eine Entscheidung zu treffen und die Konsequenzen anderen aufzulasten.
 
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#18
Ihr Körper, Ihre Entscheidung! Kein Problem! Dann soll Frau aber auch die Konsequenzen für Ihre Entscheidung selber tragen. Männer verfügen nicht über den Luxus, eine Entscheidung zu treffen und die Konsequenzen anderen aufzulasten.
Das verstehe ich nicht. Bekommt sie das Kind nicht, trägt sie die Gewissensbisse ihr Leben lang mit sich, oder eben nicht.

Aber inwiefern kann sie Konsequenzen für den Abbruch anderen auflasten?
Was für Konsequenzen meinst du? Ein Kind gibt es dann ja nicht mehr.
 

Albertt

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#19
Das verstehe ich nicht. Bekommt sie das Kind nicht, trägt sie die Gewissensbisse ihr Leben lang mit sich, oder eben nicht.
Das setzt aber voraus, dass alle vorherigen Entscheidungen, mit dem Partner besprochen und gemeinsam entschieden wurden. Das ist in 90% der Fälle nicht gegeben. Frauen entscheiden, ob und wann Sie Kinder bekommen und der (meist vermögende) Partner soll dafür zahlen.
 

Pixelschieberin

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#20
Das setzt aber voraus, dass alle vorherigen Entscheidungen, mit dem Partner besprochen und gemeinsam entschieden wurden. [...]
Da geht's doch schon los.
Selbst in einer Partnerschaft verstehen sich viele Beteiligte weiterhin als eigenständiges Individuum und nicht als klettiges "Dauer-WIR".
Von SM-Beziehungen abgesehen, kenne ich niemanden, der/die JEDE Idee, JEDEN Wunsch des Partners widerspruchslos mit trägt.

Wenn sich Paare beim Thema Familienplanung nicht eins werden, dann ist das entweder hinzunehmen oder einer zieht die Reißleine.

Davon abgesehen, soll es auch schon zu Schwangerschaften gekommen sein, ohne daß eine tragfähige Partnerschaft ....
Na, du weißt schon. :wink:
[...] Frauen entscheiden, ob und wann Sie Kinder bekommen [...]
WER sollte das auch sonst entscheiden?!
[...] Männer verfügen nicht über den Luxus, eine Entscheidung zu treffen und die Konsequenzen anderen aufzulasten.
Diese Haltung bestätigt die Beobachtung feministischer Soziologinnen, die zu dem Schluß kamen, daß Freuds P*enisneid (huch - sittenüberwachende Korrektur wie in den USA, wo nicht nach Brustkrebs gesucht werden konnte) eine Mär, der Gebärneid hingegen sehr real und durch vielerlei Beispiele zu belegen ist.
Nehmts doch wie ein ganzer Kerl - daß Kinder-Kriegen DAS Feld ist, auf dem Männer höchstens mit Gewalt bestimmen können.

Auf den T-Shirts der Bewegung stand:
Mein Bauch gehört mir!
Fand ich richtig gut.
"Er" darf doch meist seine Meinung äußern.
Ich gehe davon aus, daß unstrittig ist, wie ungleich der Aufwand der zwei Zeugenden nach dem Akt verteilt ist.
Schlußendlich trägt die mit den Eiern das Schwangerschaftsrisiko und sollte sich auch gegen erklärte Wünsche des Samenspenders entscheiden können.
Ohne von der Seite angepampt zu werden.

Der Vorgang und das Recht zu bestimmen mag von Landwirten und Besamern durchaus anders bewertet werden.

Die Sterblichkeitsrate wird - wenn überhaupt - nur von befreundeten Medizinern hinter vorgehaltener Hand thematisiert.
Mir war in den 80ern auch neu, daß Schwangerschaft wohl doch nicht nur "keine Krankheit", sondern durchaus risikobehaftet ist.
[...] und der (meist vermögende) Partner soll dafür zahlen.
Korrekturvorschlag: MIT-zahlen.

Ja WER auch sonst?
Vielleicht der Bio-Lehrer oder sein Vater, die nicht jede Woche abgefragt haben, obs Bobbele kapiert hat, was alles passieren kann, wenn das alte Rein-Raus-Spiel gespielt wird?

Was nervt dieses Mimimi derer, die immer noch den Eindruck zu vermitteln suchen, daß Schwanger-Werden oder nicht Frauensache sei.
Wenn Frauen die Einstellung haben, nicht abtreiben zu wollen - dann ist es halt so.
ich bin auch nicht bereit, den Fakt "Frucht abtöten" in wattig-weiches Schönsprech packen - nur damits zarter Besaiteten nicht so weh tut.

Wer keine Vorsorge getroffen hat, soll es unter Lehrgeld verbuchen und sich gefälligst aufschlauen, was deren eigener Beitrag sein kann, wenn "hinterher" nicht gezahlt werden will.
Schon in den 70ern konnte ich das Gegreine nicht mehr hören: "Sie hat aaaaaber doch gesaaaagt".

Selbst ist der Mann/die Frau.

TroPis wegen Nahrungsmittelunverträglichkeiten gabs immer.
 
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Dagegen72

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#21
ich überlege gerade: wenn die Abtreibung in Irland eine Straftat war, dann hätten sich die Männer und sonst wer, wem sich die Frauen anvertraut hätten, wohl wegen Mitwisserschaft schuldig gemacht. Nur so eine Überlegung. Das war auch das Problem, weshalb die Frauen mit niemandem darüber sprechen konnten und heimlich verreisten nach England oder wo eine Abtreibung eben legal möglich war.
 
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#23
In Nordirland sind Abtreibungen wohl noch verboten.[...]
Solange die Frauen nicht bis zur Entbindung eingekerkert werden...
In den 60 und 70ern gabs einen regen Holland-Tourismus...
Komm mir keiner mit: "Nur für die Reichen".
Selbst wenn es tatsächlich nur ums Geld gehen sollte - was ich mir nicht vorstellen kann - sind die zwei Kalkulationen schnell gemacht und gegenüber gestellt.
 

Dagegen72

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#24
@ Pixelschreiberin: klar, werden die Nordirinnen weiter nach Großbritannien oder sonstwohin fahren vermute ich. Ich selbst hatte es bloß nicht bedacht, dass Irland noch in Süd- und Norirland gespalten ist. die einen evangelisch, die anderen katholisch, so ist es doch? Und hätte euronews (auch n cooler, praktischer Info-kanal) es nicht gebracht, würde ich das immer noch nicht bedenken.

Hierzulande gibt es übrigens die Alfa e.v. die sind wohl auch gegen abtreibung und für den marsch des lebens der Ende September wohl in Berlin wieder stattfindet.
https://www.alfa-ev.de/
 
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