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Dispozins auf Geschäftskonto wird in EKS nicht als Kosten anerkannt

da5idoff

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#1
Servus zusammen,

hatte schon mehrere Sachbearbeiter beim Jobcenter. Regelmässig werden mir die Dispokredit-Zinsen monatlich für mein Geschäftskonto von allen SB bislang nicht anerkannt.

Allerdings profitiere ich davon, dass ich meine Lieferrantenrechnungen abzgl. Skonto innerhalb der vorgegebenen Frist zahle, was mir ohne Nutzung meines Dispokreditrahmens schlecht möglich wäre.

Gibt es eine Möglichkeit, dass die Kosten doch anerkannt werden, z.b. durch Wandel des Dispokredits in einen echten Kredit?

Danke im voraus!
 

vidar

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#2
Moin @da5idoff, und :welcome:
Gibt es eine Möglichkeit, dass die Kosten doch anerkannt werden, z.b. durch Wandel des Dispokredits in einen echten Kredit?
Ob nun bei dir Kontokorrent oder Kreditzinsen anfallen ist unerheblich. Du kannst sowieso nicht die Allgemeinheit für die Zahlung deiner Zinsen mit heranziehen. Ergo, diese Kosten sind nicht als Ausgabe abzugsfähig.

Davon mal abgesehen, kann ich mir nicht vorstellen, wie du einen finanziellen Vorteil durch eine Rechnungsbegleichung mittels Nutzung deines Kontokorrentrahmens zu generieren gedenkst. Die Überziehungszinsen werden sicherlich höher sein, als die Ersparnis mittels der erhaltenen Skontoerträge
 

Kerstin_K

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#3
Naja, das ist ein Rechenexempel. Man muss den Skontoabzug den Dispozinswn gegenüberstellen. Wenn man dann spart, wird ja dadurch die Allgemeinheit entlastet.

Ich koennte mir vorstellen, dass der Durchschnitts-SB nichtmal in der Lage ist, das nachzudenken. Der sieht nur Zinsen und streicht, aber den Skontoabzug nimmt er gerne mit.

Ich wuerde mal eine Beispieltrchnung Beilegen und eventuell das Gespräch suchen. Wenn das nicht hilft, werden die Rechnungen künftig halt spaeter gezahlt.
[>Posted via Mobile Device<]
 

Solanus

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#4
Du siehst doch, Du kannst kaufmännisch exakt rechnen und arbeiten, den SB interessiert dies nicht. Manchmal muss man mehr Geld ausgeben um zu sparen. Wir sparen in diesem System, koste es was es wolle.

Also lieber die Dispozinsen vermeiden und die tatsächlichen Kosten aus den Lieferantenrechnungen ansetzen. Die werden vollständig anerkannt, schreibst Du selbst.
 

vidar

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#5
Wenn man dann spart, wird ja dadurch die Allgemeinheit entlastet.
Nur wenn der TE seinen Dispokredit dann auch kurzfristig bedienen kann, geht die Rechnung auf. Da hier aber die Rechnungsbeträge wahrscheinlich nicht so hoch sind, kann auf diese Handhabung auch ggf. verzichtet werden. Hier könnte der TE besser versuchen verlängerte Zahlungsziele mit den Lieferanten zu vereinbaren.
 

ckl1969

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#6
Ob nun bei dir Kontokorrent oder Kreditzinsen anfallen ist unerheblich. Du kannst sowieso nicht die Allgemeinheit für die Zahlung deiner Zinsen mit heranziehen. Ergo, diese Kosten sind nicht als Ausgabe abzugsfähig.

Davon mal abgesehen, kann ich mir nicht vorstellen, wie du einen finanziellen Vorteil durch eine Rechnungsbegleichung mittels Nutzung deines Kontokorrentrahmens zu generieren gedenkst.
Man kann die Allgemeinheit nicht zur Zahlung seiner Zinsen heranziehen? Also wenn Zinsen im Einkommenssteuerrecht abzugsfähige notwendige Betriebsausgaben* sind, warum sind sie es dann nicht auch, wenn die Arbeitsagentur bzw. Jobcenter über die Anerkennung notwendiger Betriebsausgaben entscheiden müssen?

Zum Thema Zinsgewinn bei Skontonutzung. Nehmen wir mal folgendes Beispiel als gegeben an: Zahlungskonditionen des Lieferanten = 10 Tage 3% Skonto, 30 Tage netto. Der Lieferant setzt also in diesem Beispiel für eine Kreditgewährung von 20 Tagen 3% Zinsen an.

3% für 20 Tage bedeuten auf das Jahr (360 Zinstage) bezogen, 54% Zinsen.

20 Tage = 3%
360 Tage = x%

360x3 = 1080
1080/20 = 56

Das war jetzt die vereinfachte Rechnung. Es gibt noch eine etwas aufwendigere und genauere. Vom Ergebnis her tut sich da aber nur was hinter dem Komma.

Ich hab jetzt grad die aktuellen Zinssätze (Dispo) von den Banken nicht so richtig auf dem Schirm, mehr als 11,5% bis 12,5% für‘s Jahr werden es wohl aber bei keiner Bank sein. Also, maximal 12,5% gegenüber 56% ist schon ein bisserl was?



*Notwendig sind sie, wenn man mit dem in Anspruch genommenen Kredit notwendige Aufwendungen des Unternehmens finanziert. Also keine private Lebenshaltung etc.
 

da5idoff

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#7
Man kann die Allgemeinheit nicht zur Zahlung seiner Zinsen heranziehen? Also wenn Zinsen im Einkommenssteuerrecht abzugsfähige notwendige Betriebsausgaben* sind, warum sind sie es dann nicht auch, wenn die Arbeitsagentur bzw. Jobcenter über die Anerkennung notwendiger Betriebsausgaben entscheiden müssen?

Zum Thema Zinsgewinn bei Skontonutzung. Nehmen wir mal folgendes Beispiel als gegeben an: Zahlungskonditionen des Lieferanten = 10 Tage 3% Skonto, 30 Tage netto. Der Lieferant setzt also in diesem Beispiel für eine Kreditgewährung von 20 Tagen 3% Zinsen an.

3% für 20 Tage bedeuten auf das Jahr (360 Zinstage) bezogen, 54% Zinsen.

20 Tage = 3%
360 Tage = x%

360x3 = 1080
1080/20 = 56

Das war jetzt die vereinfachte Rechnung. Es gibt noch eine etwas aufwendigere und genauere. Vom Ergebnis her tut sich da aber nur was hinter dem Komma.

Ich hab jetzt grad die aktuellen Zinssätze (Dispo) von den Banken nicht so richtig auf dem Schirm, mehr als 11,5% bis 12,5% für‘s Jahr werden es wohl aber bei keiner Bank sein. Also, maximal 12,5% gegenüber 56% ist schon ein bisserl was?



*Notwendig sind sie, wenn man mit dem in Anspruch genommenen Kredit notwendige Aufwendungen des Unternehmens finanziert. Also keine private Lebenshaltung etc.
Danke, du hast es richtig erkannt. Wenn ich dann noch berücksichtige, dass das Jobcenter mir nach meinen Berechnungen seit mehr als einem Jahr gut 3.000€ schuldet, weil sie willkürlich eine abschließende Festsetzung hinausschieben und sie damit maßgeblich für die bei mir anfallende Zinslast verantwortlich sind, ärgert es mich um so mehr, dass die Ausgaben für den Dispo-Zins nicht anerkannt werden.
 

ckl1969

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#8
Danke, du hast es richtig erkannt.
Danke für deine „Bestätigung“. :))

Nur, es geht ja nicht darum ob ich etwas weiss oder du. Entscheidend ist ja, daß du das JC überzeugst.

Ich würde einfach mal beim JC anfragen, warum sie die Anerkennung von Betriebsausgaben nicht analog zu § 4 Absatz 4 EStG vornehmen und aus welchen §§ bzw. Gesetzen, nach welchen Maßstäben, daß JC Betriebsausgaben definiert bzw. anerkennt.

Oder du schreibst gleich einen Widerspruch und begründest ihn so.
 

da5idoff

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#9
Danke für deine „Bestätigung“. :))

Nur, es geht ja nicht darum ob ich etwas weiss oder du. Entscheidend ist ja, daß du das JC überzeugst.

Ich würde einfach mal beim JC anfragen, warum sie die Anerkennung von Betriebsausgaben nicht analog zu § 4 Absatz 4 EStG vornehmen und aus welchen §§ bzw. Gesetzen, nach welchen Maßstäben, daß JC Betriebsausgaben definiert bzw. anerkennt.

Oder du schreibst gleich einen Widerspruch und begründest ihn so.
Widerspruchsverfahren in drei Punkten habe ich schon hinter mir, u.a. wegen den Nebenkosten des Geldverkehrs insgesamt, zumal die bei mir nicht einmal die Kontogebühr akzeptieren, weil Zahlungen des Jobcenters aus praktischen Gründen auf mein Geschäftskonto gehen. Benutze mein privates eigentlich nur für die Supermarktkasse.

Telefonkosten werden ja auch nur hälftig berücksichtigt, obwohl es in Flat-Zeiten völlig unerheblich ist, dass dieses auch privat genutzt werden kann.

Aber ich habe es langsam aufgegeben. Wollte nur mal wissen, ob es nicht doch vielleicht eine Rechtsgrundlage gibt, da der Dispo im Grunde geschäftlich genuzt wird.
 

dagobert1

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#10
Wenn ich dann noch berücksichtige, dass das Jobcenter mir nach meinen Berechnungen seit mehr als einem Jahr gut 3.000€ schuldet, weil sie willkürlich eine abschließende Festsetzung hinausschieben und sie damit maßgeblich für die bei mir anfallende Zinslast verantwortlich sind ...
... wäre zu überlegen, die abschließende Festsetzung einzuklagen und anschließend die Dispozinsen als Schadenersatz geltend zu machen.
 
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