Dispo Konto Ratenzahlung (1 Betrachter)

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widerspruchx10

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hallo,

ich hatte den Dispo gekündigt, mit Hinweis darauf, das ich ALG2 bin und ich diesen nicht mehr bedienen kann. Gleichzeitig das Konto gekündigt. Die Bank meinte, das Konto kündigen würde nicht gehen, da ich erst den Dispo zurück zu zahlen hätte.

Ratenzahlungsvereinbarung getroffen, mein Angebot ging über 10 Euro. Bank erklärte sich einverstanden.

Heute ein Brief der Bank: Wir haben bemerkt das die 10 Euro nicht ausreichen (während der letzten 7 Monate stieg deshalb auch die Gesamtschuld) und verlangen deshalb das sie auf 25 Euro erhöhen, sonst eröffnen wir das Mahnverfahren erneut.

Ich überlege was man tun kann.:icon_kinn:
 

Holger01

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Wenn deine monatliche Zinslast über € 10,00 liegt, ist das Verhalten der Bank natürlich verständlich.

Beispielrechnung: Dispo ausgenutzt mit € 1200,00 bei 12 % Zins,
entspricht Zinslast (jährlich € 144,00) von mtl. € 12,00.

D.h., dass keine Tilgung erfolgt und der Überziehungsbetrag ständig steigt.

Und dann kommt ja die Kontoführungsgebühr auch dazu.


Mögliche Alternative: Bei sogenannten Ratenkrediten sind die Zinsen viel niedriger, je nach Bonität so etwa ab 3 % bis ca. 10 %.
Es käme dann aber eine Kreditgebühr hinzu. Diese könntest du auf die Laufzeit umrechnen und eventuell günstiger wegkommen.
Du kannst deine Bank gern hierauf ansprechen.
Aber bitte nur deine Bank, nicht irgendwelche Kreditvermittler!!!


Der günstigste Weg: Akzeptiere die € 25,00 und versuche immer mal Sonderzahlungen. Jeder zusätzlich eingezahlte 10-€-Schein verbessert deine Dispo-Situation.
 

widerspruchx10

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Die Bank verweigert mir mein Konto aufzulösen wegen dem Dispo. Darf die das?

Ich weiß von einem Fall (gleiche Bank) der einen weit höheren Betrag auch aus einem ehemals Dispo resultierend nun auch seit langer Zeit mit 10 Euro abzahlt. Da nannte sich das glaube ich "Gutschriftskonto". Und da ist die Last insgesamt deutlich niedriger.

Wenn ein Dispo umgeschuldet (nennt sich so oder?) wird, dann muss das auch beim Jobcenter angegeben werden oder?

Der aktuelle Brief enthält auch keine Frist, sagt nur das ich noch im November 25 Euro zu zahlen habe.

Die Vereinbarung ist von denen über 10 Euro akzeptiert worden. Das es verständlich ist, das die nun auf einmal dahinter kommen, dass das nicht ausreicht, ist mir nicht ganz so offensichtlich. Offensichtlich war das Absicht, damit die Zinslast steigt.

vielleicht sollte ich versuchen einen Beratungshilfeschein zu bekommen
 

Holger01

Elo-User*in - temp. eingeschränkt
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Ein Dispo ist natürlich an ein Konto gebunden; auf deutsch heißt Dispokredit "Kontokorrentkredit", also ein in laufender Rechnung geführter Kredit zur Überziehung eines bestehenden Kontos.

Daher dürfte die Bank berechtig sein, wenn sie zur Umschuldung bzw. zur Umwandlung in einen Ratenkredit nicht bereit ist, an der Weiterführung des Kontos festzuhalten.

Frage doch einfach mal diesbezüglich nach.

Wenn du mit Beratungsschein anfängst und dann u.U. deinen Rechtsanwalt die Bank anschreiben läßt, dann wird es für dich erst richtig teuer.
Denn dann musst du damit rechnen, dass sich die Bank auf ihre Hinterfüße stellt, den Dispo von sich aus fällig stellt und dann noch einen Mahnbescheid gegen dich beantragt.
Mit Gerichts- und Anwaltskosten, die du dann zu tragen hättest!

Dies ist alles nicht in deinem Interesse.


Daher nochmal mein Rat: Geh zur Bank und bespreche die Situation und frage nach einem Ratenkredit.


Die von dir beschriebene Freundessituation mit einem "Gutschriftskonto" sagt mir leider gar nichts.
Aber da dem ja auch ein Dispo vorausging, vermute ich die Umschuldung zu einem Ratenkredit. Also dann mit neuer Kontonummer, und auf dieses Konto kann nur eingezahlt, also "gutgeschrieben" werden und nichts abgehoben werden (außer Zins-Sollbuchungen...).
 

widerspruchx10

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ich habe ein Angebot gemacht, die waren einverstanden. Mehr geht einfach nicht. Ich bekomme eh schon nicht den vollen Regelsatz (Bedarfsgemeinschaft) und habe noch andere Gläubiger. Die haben noch mehr Wege als nur den über Gericht, wo die Summe dann aber endgültig festgelegt wird. Ich habe auch die Pflicht nicht mehr zuzusagen, als ich kann.

Wenn jemand weiterhelfen kann ob man ein Konto in diesem o.b. Fall kündigen kann, oder nicht, dann wäre es toll wenn sie/er sich hier beteiligt:icon_smile:
 

widerspruchx10

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630 Minus mittlerweile. Konto gekündigt, aber nicht akzeptiert. Dadurch sind monatlich weitere Kosten aufgelaufen, wie gesagt. Sonst wäre es nicht gestiegen!
 

Speedport

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Versuche erstmal mit der Bank ein Zinsmoratorium auszuhandeln, andernfalls stelltst Du nach 25 Jahren fest, daß Du zwar EUR 3.000,00 an die Bank gezahlt hast, Deine Schulden jetzt aber einige tausend Euro betragen.
 

gerda52

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hallo,

ich hatte den Dispo gekündigt, mit Hinweis darauf, das ich ALG2 bin und ich diesen nicht mehr bedienen kann. Gleichzeitig das Konto gekündigt. Die Bank meinte, das Konto kündigen würde nicht gehen, da ich erst den Dispo zurück zu zahlen hätte.

Ratenzahlungsvereinbarung getroffen, mein Angebot ging über 10 Euro. Bank erklärte sich einverstanden.

Heute ein Brief der Bank: Wir haben bemerkt das die 10 Euro nicht ausreichen (während der letzten 7 Monate stieg deshalb auch die Gesamtschuld) und verlangen deshalb das sie auf 25 Euro erhöhen, sonst eröffnen wir das Mahnverfahren erneut.

Ich überlege was man tun kann.:icon_kinn:
Schulden lassen sich leider nicht eben mal so kündigen.

Werden Dir zur Zeit die erhöhten Zinsen für geduldete Überziehung in Rechnung gestellt oder hält sich die Bank noch an die ursprüngl. Limitvereinbarung, d.h. der Zinssatz für eingeräumte Kredite wird in Ansatz gebracht?

Unabhängig von einer Antwort kann ich auch nur raten, schnellstens Kontakt zur Schuldnerberatung aufzunehmen.

Lass Dir vom JC einen Berechtigungsschein dafür ausstellen, dann ist die Beratung für Dich wenigstens kostenlos. :cool:
 

Silvia V

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630 Minus mittlerweile. Konto gekündigt, aber nicht akzeptiert. Dadurch sind monatlich weitere Kosten aufgelaufen, wie gesagt. Sonst wäre es nicht gestiegen!
Die Bank ist nicht verpflichtet Deine Kontokündigung zu akzeptieren,solange es im Soll ist.
Es kann Dir durchaus passieren,das die Bank das Konto schliesst,den Dispo wieder komplett fällig stellt.
Denn Banken haben gerade bei Dispokrediten einen breiten Handlungsspielraum.
Ob Du zahlen kannst oder nicht,ist erstmal unrelevant.
Ich würde Dir auch empfehlen eine Schuldnerberatung aufzusuchen.
Die verhandeln schon mal mit den Gläubigern und zeigen alternative Wege auf.
 

penelope

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es ist mir ehrlich gesagt unverständlich wie eine Bank, sobald nur das Wort Hartz 4 fällt weiter ein Dispo aufrecht erhält.

das ist eine Milchmädchenrechnung die wird so nie aufgehen,
wenn der Dispo schon bei ca 630 € in den Minus ist, bringt es doch rein garnichts da mit Kleckerbeträgen von 10 oder 25€ abzuzahlen.

die Bank muss auch ein Schritt auf den Schuldner losgehen.

schau doch mal wie hoch die Dispozinsen schon alleine liegen, erste Möglichkeit wäre ein Vergleich sprich sich das Geld wenn möglich von lieben Verwandten beschaffen oder 1 Kleinkredit wäre da weit aus günstiger, oder letztendlich der Schritt zur Schuldnerberatung :icon_pause:
 

widerspruchx10

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vielen Dank für eure Anregungen, Ideen und Kommentare. Das hat mir schon sehr geholfen.:icon_smile:
 
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