Diskussion zu Ü 50 Vermittlungen

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buddenbrooks72

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Ich schreib Euch jetzt mal in meiner Funktion als Sozialpädagogin bei einem Fortbildungsträger:
Maßnahme mit Menschen über 50, mit vielen Einschränkungen,
in: 50+ (Optimierung Bewerbung, mentaler Aufbau der Teilnehmer nach Hunderten von Absagen) vermittle die TN NUR in so ein Praktikum, wo es anschließend auch eine reelle Chance auf Übernahme in ein festes Arbeitsverhältnis gibt, da stelle ich mich gegen jeden Arbeitsberater und wenn Euch etwas anderes bei Bildungseinrichtungen widerfährt, solltet ihr Euch frühzeitig mit dem jeweiligen Coach dort auseinandersetzen!!!
Aber: Ich mache leider immer wieder negative Erfahrungen: Verkäufer erscheint besoffen am Arbeitsplatz und singt und labert die Menschen voll; Lagerhelfer kommt ständig Montags 2-4 Stunden zu spät, weil er das Wochenende mit seiner Freundin verbringt; Gebäudereinigerin, die gefragt wird, ob sie heute mal 1 Stunde länger machen kann, und dafür übermorgen 3 Stunden eher gehen---geht nicht, Friseurtermin ;-(((
Es sind immer beide Seiten, die es machen. Leider verderben die unmotivierten Menschen den motivierten Menschen die Plätze: Unsere unmotivierten Kollegen schüren Mißmut und faule Mitbürger lassen Arbeitgeber denken, daß alle so wären, es ist leider so,
in den Köpfen muß ein Umdenken stattfinden, nämlich: dass die Menschen mit 50 nicht zum alten Eisen gehören, sondern durchstarten, zu unbezahlten Praktikas: Ich habe von 16 Leuten 10 Leute nach einem 5-monatigen Praktikum im Betrieb fest eingestellt bekommen---weil sie sich eben bewährt haben!!!
 

James Bond

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AW: Sondermaßnahmen für Ü50 (sammeln wir sie!)


Die mir mit Nachdruck "empfohlene" Initiative 50 TOP! brachte mir in den letzten 5 Jahren zwei "Potential-Analysen", zwei verschieden gestaltete Bewerbungsunterlagen und eine ganze Menge Frust ein.
An der dritten Veranstaltung konnte ich auf Grund eines Wegeunfalls ab dem 2. Tag aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr teilnehmen.:icon_cry:

Meine Eigenbemühungen brachten mir bisher allerdings auch nur lediglich zwei Probewochen im Bereich "Auslieferungsfahrer" (Niedrigstlohnsektor < 4,50€/Std. bei 12 Std. täglich) ein.


Keine Lobby und bald keine Rechte mehr,
unterzeichnet die Petition:

https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2012/_12/_30/Petition_38829.mitzeichnen.html



Erfahrung ist nicht das was einem zustößt.
Erfahrung ist das, was man aus dem macht,
was einem zustößt.
:icon_pause:
(Aldous Huxley)
 

Hamburgeryn1

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AW: Sondermaßnahmen für Ü50 (sammeln wir sie!)

Maßnahme mit Menschen über 50, mit vielen Einschränkungen,
in: 50+ (Optimierung Bewerbung, mentaler Aufbau der Teilnehmer nach Hunderten von Absagen) vermittle die TN NUR in so ein Praktikum, wo es anschließend auch eine reelle Chance auf Übernahme in ein festes Arbeitsverhältnis gibt,
Mach mal Butter bei die Fische:
Was sind das für Arbeitsplätze, in denen die Probanden eine monatelange Rosskur als unbezahlter Praktikant abreißen müssen?
Welche AGs finanzieren ihren Laden über unbezahlte Sklavenarbeit?
Aber: Ich mache leider immer wieder negative Erfahrungen: Verkäufer erscheint besoffen am Arbeitsplatz und singt und labert die Menschen voll;
Alkoholproblem?
Als Sozialpädagogin sollte dir dann allerdings klar sein, dass diese Menschen krank sind, und daher in ärztliche Behandlung bedürfen, statt einem windigen Maßnahmeträger in die Hände zu fallen.
Lagerhelfer kommt ständig Montags 2-4 Stunden zu spät, weil er das Wochenende mit seiner Freundin verbringt; Gebäudereinigerin, die gefragt wird, ob sie heute mal 1 Stunde länger machen kann, und dafür übermorgen 3 Stunden eher gehen---geht nicht, Friseurtermin ;-(((
Na, und?
Die Leute arbeiten für lau. Obwohl sie nicht einen roten Nickel für ihre Arbeit bekommen, sollen sie malochen als wären sie Spitzenverdiener.
Es sind immer beide Seiten, die es machen. Leider verderben die unmotivierten Menschen den motivierten Menschen die Plätze: Unsere unmotivierten Kollegen schüren Mißmut und faule Mitbürger lassen Arbeitgeber denken, daß alle so wären, es ist leider so,
Diese Denke hat sich in d e i n e m Kopf jedenfalls schon festgesetzt.
in den Köpfen muß ein Umdenken stattfinden, nämlich: dass die Menschen mit 50 nicht zum alten Eisen gehören, sondern durchstarten, zu unbezahlten Praktikas:
Bevor du von der Allgemeinheit ein Umdenken erwartest, fange doch erst mal bei dir an, und beginne dahingehend umzudenken, dass jede Arbeit
b e z a h l t werden muss!!!
Ich habe von 16 Leuten 10 Leute nach einem 5-monatigen Praktikum im Betrieb fest eingestellt bekommen---weil sie sich eben bewährt haben!!!
Super! :icon_kotz: Du feierst, dass 10 Leute wie in einem Bewährungscamp 5 Monate unbezahlte Fronarbeit leisten mussten, um am Ende ein Arbeitsplätzchen zu gewinnen.

Und? Was genau verdient der Träger, der dir am Ende Brot und Butter zahlt, an dieser Form der "erfolgreichen Vermittlung in Arbeit"?

Ist dir eigentlich klar, dass die gegenwärtige Arbeitsmarktsituation derart paradiesische Zustände für Betriebe und Träger erst möglich machen?
Und dass sich dein Job daraus generiert, dass andere, die jenseits der 50 sind auf dem leergefegten Arbeitsmarkt deshalb allenfalls als Null-Euro-Bewährungs-Sklave unterkommen?

By the way: Warum lässt du dir eigentlich deine Arbeit bezahlen?
 
R

Rounddancer

Gast
AW: Sondermaßnahmen für Ü50 (sammeln wir sie!)

Ich habe von 16 Leuten 10 Leute nach einem 5-monatigen Praktikum im Betrieb fest eingestellt bekommen---weil sie sich eben bewährt haben!!!

Ok, 62,5 Prozent Erfolg ist in der Tat ordentlich, erst recht bei so alten
"Kunden".

Aber fünf Monate Praktikum,- unbezahlt? Das ist, und das sage sogar ich, doch Ausbeutung hoch drei. Dazu gibts nun wirklich die reguläre Probezeit, aus bezahlter Arbeit.

Wir erreichen damit doch nur, daß Arbeitgeber sich daran gewöhnen, zu Lasten des Staates und der Bewerber Kosten zu sparen.

Klar gibt es bei Menschen, die lange "draußen" waren, auch welche, die sich und die Welt aufgegeben haben,- und drum dem Alkohol oder der Disziplinlosigkeit verfielen.

Nur: Diese Fälle gibt es unter denen, die länger in Arbeit sind, auch. Leider. So mußte meine Kollegin, die nun ganz glücklich nach einer Woche Praktikum 37 Stunden/Woche Vollzeit in einer Tankstelle arbeitet, allein in der letzten Woche zwei Mal statt sieben zehn, bzw. 12 Stunden Dienst tun, weil länger eingestellte Kollegen ohne Ankündigung nicht zu ihrer Ablösung gekommen waren.
 

ethos07

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@Mods: vielen Dank für's PERFEKTE verschieben dieser Diskussion aus einem anderen, unpassenden Thread !:icon_smile:
... dette darf ja auch mal gesagt werden, so dazwischen ;-).
 

Roter Bock

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Es ist völlig klar - das hier jetzt in Form von Buddenbrooks 72 ein
LOHNSCHREIBERLING der Weiterverbildungsindustrie auftaucht. Klar - der Boden muss bereitet werden für für die von Leyen Propaganda.

WIDERLICH weil kein Wort wahr ist davon!

Richtig ist - kein Ü-50 mit einen mormalen Beruf bekommt einen Job.

Wer bezahlt Dich? Grone, Dekra?
Falls Du mir unter die Finger kommst werde ich Deine Sozialpädagogische Show genüsslich Filetieren - Du wirst hinterher flennen und einen Arzt brauchen wenn ich mit so jemanden wie Du fertig bin!

Nett das bei Deiner Schilderung neue Klischee's über unzuverlässige alkoholisierte Arbeitslose noch gepflegt werden. Bist Du den Quatsch bei der Bild nicht losgeworden!

99 (Rounddancer als Funkamateur sollte den Code kennen)

Roter Bock
 

ethos07

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Ich habe von 16 Leuten 10 Leute nach einem 5-monatigen Praktikum im Betrieb fest eingestellt bekommen---weil sie sich eben bewährt haben!!!
Schon mal überlegt, dass so eine 'Erfolg' des sozialpädagogischen Tuns vielleicht der BA für ihre "Erfolgsmeldungen" verkauft werden kann, aber doch nicht Leuten wie uns hier, die wirklkich wissen wollen, was mit diesen gemaßnahmten Älteren längerfristig passiert?

1. Meistens sind die in Billig-Jobs Vermittelten kurz nachdem die Frist für die 'Verbleibs-Erfolgsmeldung' bei der BA abgelaufen ist und die SozPäds ihre 'Erfolge' dort verbucht haben, gleich wieder beim Jobcenter 'Kunde'.

-Liegt diese Frist, nach der diese 'Verbleibs-Erfolge' zu melden habt, nun eigentlich immer noch bei nur 6 Monaten?

2. Andere verbleiben m.W. etwas längern in den mit den Maßnahmen -Trägern häufig tief verbandelten Betrieben - um nicht zu sagen in Korruption verschwägerten, auch das wäre mal gründlich zu ermitteln! :
nämlich genau so lange, wie die Förderung der Betriebe bei Einstellung von langzeiterwerbslose Älteren durch die BA läuft.

Stimmt's?


Und spätestens ab dem Punkt stehen doch die meisten der in solchen Maßnahmen Aufgepeppten dann wieder beim Jobcenter als 'Kunde'auf der Matte...
Und der Sinnloszirkel geht mit dem nächsten gemaßnahmten Nachschub von Älteren wieder von vorne los:
Bis (fast) alle so oder so in der Grusi-Rente landen.

Ok, wenn Älteren das als Zeitvertreib wirklich Spaß macht... aber vernünftig ist es nicht, sich als Ältere auf diesen Zirkus einzulassen, statt sich dagegen mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu wehren.

:icon_sad: :icon_sad: :icon_sad:

***
Politisch wären hingegen aus meiner Sicht die folgenden Forderungen an alle direkten und indirekten Profiteure dieses Zirkusses richtiger:

1. Nur Vermittlung in Jobs mit mindestens 10 Euro Stundenlohn.
2. Bei Ü50-Jährige garantierte Einstellung bis zur Regelaltersrente.
3. Nur Betirebe fördern, die eine kurze Probezeit von max. 6 Wochen machen, die der Arbeitgeber ausserdem mit gesalzenem Zuschlag auf den Stundenlohn abgelten muss. Damit keine Kurzzeitausbeutungszirkel à la Amazon usw. zustande kommen.

***
Naja, Rufer in der Wüste...
 
S

Steamhammer

Gast
Unsere unmotivierten Kollegen schüren Mißmut und faule Mitbürger lassen Arbeitgeber denken, daß alle so wären, es ist leider so,

Kein Wunder bei den Arbeitsplätzen. Wer will sich 25 Jahre vor dem statistischen Ende noch so einen Mist antun. Und was Arbeitgeber von mir/uns denken, ist mir eh völlig egal. Die haben Dreck am Stecken, die Arbeitgeber, dass es kracht.

dass die Menschen mit 50 nicht zum alten Eisen gehören, sondern durchstarten, zu unbezahlten Praktikas: Ich habe von 16 Leuten 10 Leute nach einem 5-monatigen Praktikum im Betrieb fest eingestellt bekommen---weil sie sich eben bewährt haben!!!
Ja, was war das für ein Schrott, wo ein Ausbeuter 5Monate lang ältere menschen hin und herscheucht und womöglich gegeneinander ausspielt. Wie kann man so dumm sein, sich 5 Monate ausnutzen zu lassen!!

Verkäufer erscheint besoffen am Arbeitsplatz und singt u..blablabla
Ich trinke grundsätzlich keinen Alkohol. Bei Dir würd ich ne Ausnahme machen, da ich Dein dämliches Gelaber nicht ertragen könnte.
 
E

ExitUser

Gast
Richtig ist - kein Ü-50 mit einen mormalen Beruf bekommt einen Job.

Was ist in Deinen Augen ein "normaler" Beruf?

Mein Freund hat mit 50 (+ 3 Monate) einen Job in einem kleinen und angenehmen CallCenter bekommen. Noch in der Probezeit zwei Lohnerhöhungen. Gut, der Lohn ist nicht toll, aber wer in seiner Jugend den Rebellen gegeben und sich so erst die Abiturzulassung und später in der Ausbildung den Abschluß versaut / verbaut hat, ist nun einmal offiziell "Ungelernter" und kann keinen Facharbeiterlohn oder mehr erwarten...
 

Purzelina

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Aber: Ich mache leider immer wieder negative Erfahrungen:
Die negativen Erfahrungen des TE bei den Ü50-Programmen kann ich bestätigen.

Nehmen wir mal den Arbeitgeber aus dem Baugewerbe, der sucht sich bevorzugt bei 50plus seine Arbeitnehmer, er zahlt nie pünktlich Lohn, er zahlt keinen Tariflohn, er hält keinerlei Arbeitsschutz ein.

Fordern die Alten dann irgendwann ihre Rechte ein, kommt prompt die Kündigung und der letzte Lohn muss immer über das Arbeitsgericht eingeklagt werden. Der Arbeitgeber hat indessen schon wieder Frischfleich bei der Perspektive 50 geordert.
 

ArmutMachtKrank

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Ich bin jetzt 56.

Was habe ich in 2 Jahren Hartz IV - Bezug gelernt?

Die Besitzlosen sollten sich niemals nie nie nie die Produktivitätskriterien der Besitzenden zu eigen machen.

Die Gewerkschaften sind eine einzige Enttäuschung.

Sie sind Organisationen die den Besitzenden nahestehen.

Es wird eher den willigen Helfern geholfen, als einem 1Euro-Jobber seinen Tariflohn einzuklagen.

Die neueste FRECHHEIT.

- taz.de

Herr Sell, dass gibt es schon nennt sich Behindertenwerkstätten.

Eine besonders üble Form von Ausbeutung.
 

Neudenkender

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(...) zu unbezahlten Praktikas: Ich habe von 16 Leuten 10 Leute nach einem 5-monatigen Praktikum (...)

Abgesehen einmal davon, dass die Mehrzahl von "Praktikum" "Praktika" lautet:

Hätte ich was zu sagen, würdest du allein dafür 16 mal 5 Monate Arbeitslager bekommen. Im Steinbruch oder so; erfülltest du dein tägliches Soll, würde es neben Wasser sogar Brot geben.

Ausbeuter-Kollaborateurin! Fünf Monate unbezahltes Praktikum - unglaublich! Eine Schande, dieser Praktikanten-Staat.

Meine Meinung - mehr nicht.
 

JulieOcean

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....Maßnahme mit Menschen über 50, mit vielen Einschränkungen,
in: 50+ (Optimierung Bewerbung, mentaler Aufbau der Teilnehmer nach Hunderten von Absagen)...
Jaha. Die Bewerbung optimieren. Welche Arroganz. Ich bin noch nicht 50 und gehöre daher nicht zu deiner Zielgruppe. Aber wenn du mir kämst und mir eine nicht optimale Bewerbungsmappe unterstellen würdest, dann würde ich sie dir um die Ohren schlagen und das täte weh bei den vielen Referenzen, die ich da drin hab. :mad:

Aber äußerst aufschlussreich, dass jemand, der bei einem MT beschäftigt ist, der unmittelbar Profit aus der Arbeitslosigkeit schlägt, so offen seine Meinung über Elos sagt.
 
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