Diskurs zu Wirtschaft, Jobs, Kurzarbeit, Bewerbungen und weiß der Geier was sonst noch ...

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Hier entnommen ...

Corona - Wenn alles rot und vieles tot ist ...




Ich dachte, der User noillusions macht einen Witz,
Okay.
Wer braucht eigentlich Wettbüros?
Spielsüchtige. Menschen, die zuviel Geld haben.
Und trotzdem verhalten sich einige in der Gesellschaft wie die letzten Trottel(kann ich nicht anders schreiben)!
Ich hab bei manchem Verhalten in so einer gefährlichen Situation auch keine netten Worte mehr.
Ich achte verstärkt auf meine Gesundheit und schon lange viel mehr als vorher. Egal ob privat oder beruflich.....Passt mir etwas nicht oder gefällt mir ein Betrieb nicht oder......gehe ich wieder raus!
Bist Du dann lieber arbeitslos? Also ernsthaft gefragt. Lieber ohne Job, als in einem Job, der Dir nicht gut tut, Dir nicht gefällt?
 

Matt45

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Bist Du dann lieber arbeitslos? Also ernsthaft gefragt. Lieber ohne Job, als in einem Job, der Dir nicht gut tut, Dir nicht gefällt?

Zu deiner Frage: Ich schreibe kurz in meiner Pause. Arbeitslos bin ich nicht, ich bin ein Ergänzer/Aufstocker.

Die Arbeit macht mir viel Spaß und ich bin hier schon jahrelang. Am Anfang war es ungewöhnlich trotz Job mal ins Jobcenter zu müssen. Man gewöhnt sich halt daran.
Arbeit muss Spaß und Sinn haben bzw. ohne dies könnte ich es nicht machen. Habe nette Kollegen und eine nette Chefin, komme mit allen hier klar. Natürlich gibt es auch mal andere Tage.

Gäbe nichts schlimmeres für mich als wenn man sich täglich zur Arbeit quält, ist auch nicht produktiv für ein Unternehmen.>>> Solche Sätze kennt jeder aus der Betriebswirtschaft oder aus dem Studium, aber im JC denkt man oft anderes herum.

Deswegen finde ich den Blickwinkel zwischen Wirtschaft(erlebe ich ja beruflich und privat) und den JC/SGB sehr "interessant".


War nun ein wenig OT, wollte aber die Frage beantworten.
 

Fragestellende

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Solche Sätze kennt jeder aus der Betriebswirtschaft oder aus dem Studium, aber im JC denkt man oft anderes herum.
Wie meinst Du das?
War nun ein wenig OT, wollte aber die Frage beantworten.
Das ist nett. Vielen Dank!

Ich kann grade nicht soviel denken. Komme grade vom Arbeitstag. Vielleicht könnte ich den oberen Satz besser verstehen, wenn ich fitter wäre, aber vielleicht magst Du ihn mir nochmal kurz erklären?
Ich hab Sorge, dass, wenn ich morgen nach der Arbeit frage, dass dann soviele Beiträge neu hier sind, dass es die Frage dann noch mehr "außer der Reihe" wäre. Deshalb lieber jetzt.
 

grün_fink

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ist auch nicht produktiv für ein Unternehmen.>>> Solche Sätze kennt jeder aus der Betriebswirtschaft oder aus dem Studium, aber im JC denkt man oft anderes herum.
Wie meinst Du das?
Ich versuche mal:
In der Betriebswirtschaft und im Unternehmen lernt man, dass die Arbeit halbwegs zum Menschen passen sollte oder umgekehrt, sonst wirds am Ende teurer.
Im Jobcenter ist es so, dass per Gesetz jede Arbeit angenommen werden muss (sofern zumutbar für die Gesundheit), weil oberstes Prinzip ist, ganz schnell aus dem Leistungsbezug zu kommen. Deshalb oft Vermittlungen in "schwierige" Arbeitsverhältnisse, schwere gefährliche Arbeit, schlecht bezahlt, befristet usw. Nicht nachhaltig und unter Druck.
Beispiel: der Akademiker, der über eine der Billigmaßnahmen (Bewerbungsmaßnahmen, oder dieser komische Betreuungszeug) lernen soll, wie er sich als Hilfsarbeiter bewirbt. Der Mensch soll quasi den Stellenangeboten, die das Jobcenter hat, passend gemacht werden.
Mich hat sowas krank gemacht vor vielen Jahren, ganz ohne Jobcenter.
 

Matt45

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Wie meinst Du das?

Das ist nett. Vielen Dank!

Ich kann grade nicht soviel denken. Komme grade vom Arbeitstag. Vielleicht könnte ich den oberen Satz besser verstehen, wenn ich fitter wäre, aber vielleicht magst Du ihn mir nochmal kurz erklären?
Ich hab Sorge, dass, wenn ich morgen nach der Arbeit frage, dass dann soviele Beiträge neu hier sind, dass es die Frage dann noch mehr "außer der Reihe" wäre. Deshalb lieber jetzt.

Wenn jemand Spaß an der Arbeit hat ist die/der Angestellte viel produktiver im Einzelnen und damit ist es für ein Unternehmen immer von Vorteil solche Menschen in den eigenen Reihen zu haben. Bringt in der Regel mehr Umsatz oder mehr Kunden oder.....

Mal einige Beispiele: Die nette Arzthelferin die Spaß an Umgang mit Menschen hat kann mehr Leute in die Praxis bewegen als wenn dort ein "Drache" sitzen würde und die Leute hätten mit dem "Drachen" ein Problem oder womöglich Angst vorm Arzt oder suchen sich eine andere Praxis. Wer Spaß an der Arbeit hat schaut meistens auch nicht alle 5 Minuten auf die Uhr.

Wenn jemand Pakete ausliefern muss und hat keinen "Bock" darauf, dann "fliegen" meistens die Pakete durch den LKW(egal ob Beschädigt oder Bruch oder Karton gerissen....).......natürlich bleibt einer so lange auch nicht dort. Der Schaden ist meistens aber sehr viel teurer, weil grundsätzlich Bewerbungsprozesse Geld kosten für die Unternehmen.....Zusätzlich entsteht ein immens großer Bürokratie Schaden>>>> Anmeldung KK, Abmeldung, Abmeldung AA, Anmeldung AA.....

Jeder hat mal einen schlechten bei der Arbeit, aber die Denkweise bei uns im Sozialrecht ist im Prinzip genau das Gegenteil wie man darüber in der Wirtschaft denkt! Es funktioniert nicht wenn man einen "Lustlosen" anlernen muss oder mit solchen Menschen zusammen arbeiten soll.

Habe selbst mal vor knapp 20 Jahren mit solchen Leuten arbeiten müssen(war mal eine Idee vom AG).....Nach 2 Tagen habe ich mich beschwert beim damaligen Chef und wir haben den Lustlosen "erlöst" in seine Freiheit.

Deswegen ist Spaß an der Arbeit immens wichtig für Angestellte und Firmen! Nichts anderes wird auf Dauer funktionieren und deshalb verstehe ich sehr oft die Denkweise der JC bzw, unser System überhaupt nicht!

Nicht zu verwechseln aber mit einer Comedy Party im Büro. Obwohl hätte auch was.
 

grün_fink

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Danke Dir, für Deine Erklärung. Ja, das kann ich nachvollziehen!
...aber wieso hat Dich das Verhalten krank gemacht, wenn es doch ohne Jobcenter war?
Du hast die falsche Frage gestellt.
Richtig wäre es ungefähr so: Was passiert mit einem Akademiker, der längere Zeit vollzeit in Anlerntätigkeiten verbringen muss, aus welchen Gründen auch immer? Was passiert da in/mit seinem Leben und vor allem seiner Psyche?
Meistens dürften die Auswirkungen sehr negativ auf die Gesundheit sein, auch ohne Jobcenter.
In meinem Fall war es sogar so, dass ich dafür zusätzlich noch tages- und auch ferngependelt bin. Gesamtzeitaufwand pro Woche auf alle Fälle über 60 Stunden, in der Spitze etwa 80 Stunden pro Woche. Rechne das auf 5 Arbeitstage herunter.
Nunja, damit dürfte jeder überfordert sein. Sogar Behandler, und es hilft auch keine Pille dagegen.

Das als kurze Erklärung, aber wir sind eigentlich im Corona-Thread.
Sonst hätte ich vielleicht noch ein wenig mehr dazu geschrieben.
 

Rapunzeline

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Du hast die falsche Frage gestellt.
Richtig wäre es ungefähr so: Was passiert mit einem Akademiker, der längere Zeit vollzeit in Anlerntätigkeiten verbringen muss, aus welchen Gründen auch immer? Was passiert da in/mit seinem Leben und vor allem seiner Psyche?
Liebe grüne Finkin,

das geht aber nicht nur Akademikern so!

Gründen auch immer? Was passiert da in/mit seinem Leben und vor allem seiner Psyche?
Meistens dürften die Auswirkungen sehr negativ auf die Gesundheit sein, auch ohne Jobcenter.
Bitte nicht vergessen, das Geschäft mit der Gesundheit ist doch einer der größten Wirtschaftssektoren. Wenn nicht sogar der größte. Jeder geht zum Arzt, aber nicht jeder kauft ein Auto, Turbinen oder sonstigen Großkram. Jeder Schnupfen erhöht das BIP.
 

Bananenbieger

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Hirnlose (ob jung oder alt) beißen sich selber in den Hintern. Was passiert denn mit den Minijobs, Zeitarbeiter usw. besonders in der Gastronomie, wenn die Politik anfangt einen Lock-Down zu machen? Wir Bürger haben nichts gemacht. Jetzt macht die Politik, was sie will. Die brauchen keine Minijobs. Aber so weit denken?
 

Rapunzeline

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Hirnlose (ob jung oder alt) beißen sich selber in den Hintern. Was passiert denn mit den Minijobs, Zeitarbeiter usw. besonders in der Gastronomie, wenn die Politik anfangt einen Lock-Down zu machen? Wir Bürger haben nichts gemacht. Jetzt macht die Politik, was sie will. Die brauchen keine Minijobs. Aber so weit denken?
Minijobs sollen doch abgeschafft werden, las ich kürzlich. Weil man durch Minijobs nicht versichert sei und für Krisenzeiten keine Rücklagen bilden könne. Die Logik erschließt sich mir nicht, denn wenn man arbeitslos ist, kann man ja auch keine Rücklagen bilden.

Sollte das so kommen, wird es aber auch lustig für die Firmen.
 

hansklein

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Minijobs sollen doch abgeschafft werden, las ich kürzlich. Weil man durch Minijobs nicht versichert sei und für Krisenzeiten keine Rücklagen bilden könne. Die Logik erschließt sich mir nicht, denn wenn man arbeitslos ist, kann man ja auch keine Rücklagen bilden.

Sollte das so kommen, wird es aber auch lustig für die Firmen.
Die Minijobs reduzieren, könnte mehr Teilzeit/Vollzeitstellen schaffen. Bei den Minijobs wird n.m.M. oft zu Lasten der AN und des Staates rumgetrickst, um Geld zu sparen an Sozialausgaben/Steuern. Der AG, der es sich nicht leisten kann, anständig zu zahlen, darf nach m.M. gerne zumachen oder sich mit den Gegebenheiten abfinden. Reich werden/Gut Geld für sich verdienen, zu Lasten anderer, finde ich nicht so cool, auch wenn es sich oft nicht vermeiden lässt, das dieses passiert
 

Woodruff

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Zur Info

FAQ zum Coronavirus

Was Minijobber und deren Arbeitgeber jetzt wissen müssen

Habe ich als Minijobber Anspruch auf Kurzarbeitergeld?​

Die aufgrund des am 13. März 2020 im Bundesgesetzblatt veröffentlichten „Gesetzes zur befristeten krisenbedingten Verbesserung der Regelungen für das Kurzarbeitergeld“ eingeführten vereinfachten Bedingungen für die Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld gelten nur für die Fälle, für die ein Grundanspruch auf Kurzarbeitergeld gegeben ist. Hierzu zählen nur Arbeitnehmer, die versicherungspflichtig in der Arbeitslosenversicherung sind. Minijobber erhalten kein Kurzarbeitergeld, weil sie arbeitslosenversicherungsfrei sind.


Quelle:
Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See
Pieperstraße 14-28
44789 Bochum
 

iSlave

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Richtig wäre es ungefähr so: Was passiert mit einem Akademiker, der längere Zeit vollzeit in Anlerntätigkeiten verbringen muss, aus welchen Gründen auch immer? Was passiert da in/mit seinem Leben und vor allem seiner Psyche?
Meistens dürften die Auswirkungen sehr negativ auf die Gesundheit sein, auch ohne Jobcenter.
Dann brauchen die Leute eben psychologische Unterstützung beim Abstieg, damit sie besser mit der Situation zurecht kommen, ein Hilfsarbeiter zu sein. Da muss man sich einfach mit dem neuen Ich identifizieren können. Dazu muss man sich einfach an die Abstiegsbetreuer vom Jobcenter wenden.
 
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Mutant

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Die Minijobs reduzieren, könnte mehr Teilzeit/Vollzeitstellen schaffen. Bei den Minijobs wird n.m.M. oft zu Lasten der AN und des Staates rumgetrickst, um Geld zu sparen an Sozialausgaben/Steuern.
Es gibt genügend Menschen, die wollen so einen Minijob exakt deshalb, weil sie keinerlei Steuern und Versicherungsbeiträge leisten möchten. Sie sind nämlich bereits anderweitig vollständig abgesichert.
 

hansklein

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Es gibt genügend Menschen, die wollen so einen Minijob exakt deshalb, weil sie keinerlei Steuern und Versicherungsbeiträge leisten möchten. Sie sind nämlich bereits anderweitig vollständig abgesichert.
Ich kenne einen Teil, der lieber mit einem Minijob aufstockt, statt Tz. oder VZ. zu arbeiten, weil gemessen am Nettolohn, nicht viel mehr Geld Netto pro Std. rauskommt. Gekniffen sind z.b. Rentner und Niedriglöhner, die je nach Konstallation nur einen Minijob machen können oder durch einen Tz. Job Steuern nachbezahlen müssen, wenn sie keine Aufstockung vom Staat möchten. Ich zahle eben jedes Jahr zu, Steuerprogression halt, die n.m.M. zu früh greift, wäre aber nur durch die Politik zu ändern. Sozialabgaben im Niedriglohn/verdienstbereich sind auch zu hoch und steigern sich zu früh.

Zumal - warum sollen sich Menschen, weil sie anderweitig abgesichert sind, warum auch immer, aus ihrer Verantwortung stehlen können, Steuern und Sozialabgaben nicht leisten zu müssen, wenn sie Geld verdienen? Das tun, rechtlich abgesichert, schon genügend Menschen. Das sollte n.m.M. komplett unterbunden werden.
 

Bananenbieger

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Das mit Minijobs (Rentner, Studenten) ist nur ein Beispiel. Gibt auch andere Formen Von bezahlter Arbeit, die vom Lockdown betroffen sind.

Politik war auch nur Beispiel. Es sind auch Eliten gemeint. Für die sind wir Luft.
Egal ob Gesundheitlich oder Finanziell. Wir sind die Verlierer.
 

noillusions

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Dann brauchen die Leute eben psychologische Unterstützung beim Abstieg, damit sie besser mit der Situation zurecht kommen, ein Hilfsarbeiter zu sein. Da muss man sich einfach mit dem neuen Ich identifizieren können. Dazu muss man sich einfach an die Abstiegsbetreuer vom Jobcenter wenden.
Umverteilung halt: weniger Lohn für den Arbeitnehmer, dafür etwas Vergütung für den Psychologen!
 

Stauer

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Gehört nun mal dazu. Ob man das selber gut Heist oder nicht.
Das sehe ich etwas anders. Beantworte mal folgende Fragen:
Kann man auf Darten verzichten? Kann man auf Profi-Fußball verzichten? Kann man auf Kinder verzichten?
Darten und Fußball ist nicht so wichtig. Kinder aber schon. Keine Kinder - keine Zukunft.
Darum finde ich es gut, wenn @HermineL den Kindern eine Stimme gibt.
Vor ein paar Tagen kam ein Bericht, wo Eltern fest der Meinung waren, dass Kinder durch das Tragen der Masken gestorben wären.
Solchen Unsinn habe ich auch gehört. Wie paßt nur soviel Dummheit in so kleine Köpfe rein?
 

Fragestellende

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wie man darüber in der Wirtschaft denkt!
Ich finde es interessant, dass dort so gedacht wird. Ich kenne es aus meinem Bereich eher so, dass der Spaß des Mitarbeiters unter dem, dass man seine Aufgaben erfüllt und die Geldgeber zufrieden sind, steht. Ich habe viele Chefs erlebt, die sich nicht wirklich für die Mitarbeitenden eingesetzt haben. Interessant zu lesen, dass es "in der Wirtschaft" anders sein soll.
Du hast die falsche Frage gestellt.
Ich finde das anmaßend, zu bewerten, ob jemand Anderes eine falsche Frage gestellt hat!!!
Ich fand meine Frage gut!!!
Ich habe Matt45 gefragt, wie es bei ihm war. Wie kann jemand über eine Frage zu einem persönlichen Erleben urteilen, dass diese Frage falsch sei, wenn sie gar nicht an ihn gestellt war???
Was passiert mit einem Akademiker, der längere Zeit vollzeit in Anlerntätigkeiten verbringen muss, aus welchen Gründen auch immer? Was passiert da in/mit seinem Leben und vor allem seiner Psyche?
Das weiß ich. Ich bin zwar nicht in einer Anlerntätigkeit, aber es ist durchaus demütigend, was da manchmal abging, obwohl ich Bildungs- und Erfahrungsstand x habe. Allein schon vertragsmäßig, immer wieder gehaltsmäßig unten anfangen, etc. . (Ich find so schnell keinen Kotz-Smilie).
 

Fragestellende

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Was hat das mit der Wirtschaft zu tun, die ja anscheinend meinen soll, dass Arbeit Spaß machen soll?
 

Stauer

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..aber wieso hat Dich das Verhalten krank gemacht, wenn es doch ohne Jobcenter war?
@grün_fink hatte erklärt, das und wie Arbeiten auf Hilfsarbeiterniveau für Akademiker heikel werden kann. Gemeint war, so wie ich das sehe, permanente Unterforderung und ihre negativen Auswirkungen auf die Psyche des Arbeitnehmers. Das kommt auch bei Facharbeitern vor. Das Mobcenter ist da nicht beteiligt. Es geht da um Arbeitspsychologie. Deswegen ist sie wohl damals krank geworden.
Ich habe Matt45 gefragt, wie es bei ihm war.
Diese Frage war wohl nicht gemeint.
Was hat das mit der Wirtschaft zu tun, die ja anscheinend meinen soll, dass Arbeit Spaß machen soll?
Das hat mit Arbeitsmoral zu tun, wo auf längere Sicht ein Arbeiter höhere Gewinne erzielt, wenn er sich nicht zur Arbeit überwinden muß. Ein Arbeiter der für eine Leihbude schuftet, macht nur Dienst nach Vorschrift. Mitdenken braucht er nicht, wird eh nicht bezahlt.
Unter vernünftigen Arbeitsbedingungen bringt mehr Leistung für AG (Gewinn) und AN (Prämie) etwas ein. Es ist ein Anreiz da und so möchte der AN gern gut arbeiten. Es macht Sinn eine Prämie zu erhalten und gute Leistungen zu bringen. Aber was hat ein AN davon einen geldgierigen AG noch fetter zu machen und auch noch als Taugenichts zu gelten? Garnichts. Kommt irgendwann was bei rum? Auch nicht, die Renten sind ja auch fast gestrichen. Es ist diese Sinnlosigkeit, die sich so zeigt und auf Dauer gibt es immer wieder Menschen, die dann über kurz oder lang, ausgebrannt sind. Heutzutage heißt das glaube ich Burnout. Früher hieß das seelischer Zusammenbruch.
 

grün_fink

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Ich habe die Frage einfach so aufgefasst, dass sie an mich gerichtet war, und deshalb geantwortet.
Ja, es war so gemeint, dass man geistig unterfordert ist, und das kann dann dazu führen, dass man psychisch überfordert wird dadurch. Das kann bis zu Depressionen führen. Das Phänomen nennt man heutzutage Boreout, also eine Art problematische Langeweile. Und zwar ist das nicht die Art des Boreouts, wo man zu wenig Arbeitspensum hat, sondern die Arbeit zu wenig Anspruch hat. Auf letztere wird oft so geantwortet, dass man noch mehr der geistig viel zu leichten Arbeit bekommt, so als ob man ein zu geringes Arbeitspensum hätte (mehr vom Falschen).

Was bei dir, Fragestellende ist, das ist die Gefahr des Burnouts. Eben weil du ausgepresst wirst bei anspruchsvoller Arbeit, schlechter Bezahlung und wenig Unterstützung. Beim Burnout ist der Energieeinsatz im Verhältnis zum Ergebnis (Bezahlung, Anerkennung) zu hoch, und/oder die Erholung kommt zu kurz.
 

Matt45

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@Stauer : Anders hätte ich die Frage vom Fragestellenden(Was hat das mit der Wirtschaft zu tun, die ja anscheinend meinen soll, dass Arbeit Spaß machen soll?) auch nicht beantwortet!

@Fragestellende : Vielleicht verstehst du es anders herum besser: Seriöse Firmen in der Wirtschaft behandeln ihre Mitarbeiter wie "Gold und Diamanten", dadurch kann erst die Frau.....oder Herr.....motiviert sein . Die Vorteile sind aber nicht unbedingt der "Millionen" Lohn, sondern es kann sogar mal der Döner mit Cola sein(kein Schwerz.....alles schon erlebt!) oder .........

Mal ein Corona Beispiel: Hier in unserer Firma wird alles für die Sicherheit der Angestellten gemacht. Mein Wunsch vor Wochen war es(da waren die Zahlen deutlich geringer) FFP2 Masken zu haben für die Arbeit.

Mein Wunsch wurde erfüllt und ich war und bin für die Bestellung dieser Masken zuständig.
Ergebnis: Masken habe ich(und die Mitarbeiter) und die Firma hat bislang mehrere Hunderte Euros gespart durch frühzeitige Bestellung(die Preise steigen nun wieder für diese Masken).
Dies kann nur so funktionieren weil ich hier Spaß und Freude habe auf der Arbeit. Meine Arbeit muss ich natürlich auch erledigen!
 

Fragestellende

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Was bei dir, Fragestellende ist, das ist die Gefahr des Burnouts. Eben weil du ausgepresst wirst bei anspruchsvoller Arbeit, schlechter Bezahlung und wenig Unterstützung. Beim Burnout ist der Energieeinsatz im Verhältnis zum Ergebnis (Bezahlung, Anerkennung) zu hoch, und/oder die Erholung kommt zu kurz.
Ja, das mag sein. ...und dann auch, dass ich mir quasi es kostenlos im Netz zusammen suchen muss, wenn ich etwas wissen will. Meine Fortbildung fiel wegen der Pandemie aus und ansonsten sind es so kleine Dinge, die ich im Alltag erfahre, aber so wirklich Wissenserweiterung,..so fühlt es sich nicht an. ...und was für ein anderer, besserer Job kann es dann sein, auf den ich mich bewerben könnte?
Seriöse Firmen in der Wirtschaft behandeln ihre Mitarbeiter wie "Gold und Diamanten",
Habe ich noch nicht so erlebt. Allerdings habe ich auch noch nie in der Wirtschaft gearbeitet.
(Reicht da eine einfache Büroausbildung, um dorthin zu kommen? Ich will nicht nochmal studieren).
Dies kann nur so funktionieren weil ich hier Spaß und Freude habe auf der Arbeit.
Boah, prima!!!! :giggle:
 
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