Diskurs zu Renten & Pensionen sowie Subventionen der Automobilindustrie

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AndreGrusi

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@ Stauer und hansklein, hier kann ich euch auch beiden zustimmen. Natürlich wurde der Wähler nur belogen und betrogen und natürlich tut die Politik alles für die Wirtschaft. Die Autoindustrie wird beispielsweise seit Jahren subventioniert und wird es weiterhin, obwohl die Politik und die Wirtschaft in dieser Branche ganz klar die Elektromobilität verschlafen hat. Jetzt muss allles hoppla hopp gehen, weil ja 800 000 Arbeitsplätze dranhängen. Aber das wusste man auch schon vor 10 oder 20 Jahren und die Klimakrise war auch bekannt, wurde aber nur klein geredet. Hier kann man quasi endlos weitermachen.
Trotzdem braucht es in unserem Land wieder mehr soziale Gerechtigkeit und ein Rentensystem wo auch Beamte usw einzahlen, nicht immer nur rausnehmen und plündern und dann Nullrunden.
Ein bekannter SPD Politiker hatte hier einmal den Slogan :" Damit die Rente nicht klein ist, wenn die Kinder groß sind"
Die SPD steht meines Erachtens nicht mehr für soziale Gerechtigkeit und hat auch kein "Gesicht" !
Soziale Gerechtigkeit kann demnach nur von noch etwas weiter links kommen.
Vielen Dank
 

Maximus Decimus

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Die Autoindustrie wird beispielsweise seit Jahren subventioniert [...].
Magst mal Beispiele dafür liefern? Wer ist für dich die Autoindustrie?
Seit wann plündern Beamte die Rentenkasse? Die letzte Nullrunde bei der Rente ist schon ein wenig her, wenn ich mich richtig erinnere. Welche Nullrunde meinst du?
 

gila

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Och bitte, nicht das schon wieder. Mal abgesehen davon, dass es hier im Thema nichts zu tun hat, ist das eine Milchmädchenrechnung.
Nicht so ganz. Man schaue bitte mal über den Tellerrand hinaus zu unserem Nachbarn in Österreich wo die Renten dadurch dass alle.... ausnahmslos alle... in das System einzahlen müssen, zwischen 600 und 800 Euro pro Person mehr ist als bei uns! Minimum
 

Maximus Decimus

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Nicht so ganz. Man schaue bitte mal über den Tellerrand hinaus zu unserem Nachbarn in Österreich wo die Renten dadurch dass alle.... ausnahmslos alle... in das System einzahlen müssen, zwischen 600 und 800 Euro pro Person mehr ist als bei uns! Minimum
Die Frage ist, ob deren System auf uns übertragen werden kann. Meistens unterscheiden sich die Bedürfnisse und Gegebenheiten in vielen Dingen. Ich persönlich kenne das österreichische System nicht und trotzdem könnte ich mir vorstellen das es auch nicht perfekt ist und alleine die höhere Summe an Rente nicht so aussagekräftig ist.
 

TazD

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So oft ich mit dir einer Meinung bin, aber der Zusammenhang zwischen Rentensystem und Infektionsschutzgesetz erschließt sich mir partout nicht. Auch die Rentenhöhe im Nachbarland bringe ich nicht in Zusammenhang mit Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung.
 

gila

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der Einwurf war lediglich eine Ergänzung zu deinem Schlagwort Milchmädchenrechnung. Auf der beruht das österreichische Prinzip nicht... es ist ein bisschen komplexer und komplizierter und für Deutschland könnte man als Fazit meiner Meinung nach sagen: auch hier wurde schlicht gepennt.
Bei Interesse :
 

TazD

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Dann bleibt es aber dabei, dass das Thema hier nichts verloren hat und somit OffTOpic ist.
 

Mutant

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Nicht so ganz. Man schaue bitte mal über den Tellerrand hinaus zu unserem Nachbarn in Österreich wo die Renten dadurch dass alle.... ausnahmslos alle... in das System einzahlen müssen, zwischen 600 und 800 Euro pro Person mehr ist als bei uns! Minimum
Der Artikel im "FOCUS" beschreibt es doch zwar kurz, aber passend: der Beitragssatz ist in Österreich höher als bei uns. Ja, wenn man mehr einzahlen muß, bekommt man auch im Alter mehr raus. Ist doch logisch. Aber will ich das? Ich meine, ich lebe ja nicht nur um im Alter im Geld zu baden (und das sage ich als 57jähriger), sondern möchte mir lieber vorher was von meinem Einkommen leisten.

Benannt ist auch, daß in Österreich Selbständige und Beamte ebenfalls in die Rentenversicherung einzahlen. Aber was bringt das? Sie erwerben dennoch einen hohen Anspruch. Und woher das Geld am Ende stammt - aus dem Staatssäckel oder einer Rentenkasse - ist doch Jacke wie Hose!
 

TazD

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Das weitergehende Problem ist auch, dass die Beamten in der Rentenkasse nachversichert werden müssten. Allein das, würde einen dreistelligen Milliardenbetrag ausmachen. Weiter geht es damit, dass die Beamtenbesoldung keinerlei Beiträge zur Rentenversicherung berücksichtigt im Gegensatz zu den Arbeitnehmergehältern, was wiederum bedeutet, dass das, was in die Rentenkasse einzuzahlen wäre, bei der laufenden Beamtenbesoldung wieder draufzurechnen wäre.
Von daher klingt das natürlich erstmal ganz toll, wenn alle einzahlen und alle aus dem gleichen Topf was kriegen, aber eben nur auf den ersten Blick.
 

Mutant

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Von daher klingt das natürlich erstmal ganz toll, wenn alle einzahlen und alle aus dem gleichen Topf was kriegen, aber eben nur auf den ersten Blick.
...wobei man dann aber schon fragen darf, warum die Rentenversicherung in Österreich Überschüsse erwirtschaftet und ein anderes Modell - eben das in Deutschland - nur Miese generiert. An den Einzahlungen von z.B. Beamten alleine wird's nicht liegen. Es liegt - denke ich - an den hohen Beiträgen.
 
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ExUser 1309

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Das weitergehende Problem ist auch, dass die Beamten in der Rentenkasse nachversichert werden müssten. Allein das, würde einen dreistelligen Milliardenbetrag ausmachen. Weiter geht es damit, dass die Beamtenbesoldung keinerlei Beiträge zur Rentenversicherung berücksichtigt im Gegensatz zu den Arbeitnehmergehältern, was wiederum bedeutet, dass das, was in die Rentenkasse einzuzahlen wäre, bei der laufenden Beamtenbesoldung wieder draufzurechnen wäre.
Von daher klingt das natürlich erstmal ganz toll, wenn alle einzahlen und alle aus dem gleichen Topf was kriegen, aber eben nur auf den ersten Blick.
Es sind nicht nur Beamte, die in das System nicht einzahlen müssen. Ich glaube auch nicht daran, das so viele Versicherungsfremde Leistungen in der RV möglich wären, wenn "alle" einbezahlen müssten. Ich denke, da wäre das Geschrei groeßer.
 

Mutant

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Es sind nicht nur Beamte, die in das System nicht einzahlen müssen. Ich glaube auch nicht daran, das so viele Versicherungsfremde Leistungen in der RV möglich wären, wenn "alle" einbezahlen müssten. Ich denke, da wäre das Geschrei groeßer.
Geschrei bringt in der Regel gar nix. Aber tatsächlich sind "versicherungsfremde Leistungen" in einer Rentenversicherung natürlich ein Unding. Ganz egal, wie gut man es meint.

Aber so ist das eben, wenn man sein hart verdientes Geld aus der Hand gibt (geben muss), damit "weise Menschen" mit "viel Sachverstand" darüber verfügen.
 

Elgaucho

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Nicht nur die Österreicher führen uns Deutsche bei der Rente vor - auch die Niederländer erhalten deutlich mehr Rente als die Deutschen. Es kann doch nicht sein - das Exportweltmeister Deutschland weniger Rente zahlt als Österreich und Holland - und wir haben eine wesentlich größere Dichte an Industrie als diese beiden kleinen Nachbarländer. Das ist für Deutschland mehr als traurig und armselig. Wir haben hier Automobilwerke von Porsche, Mercedes, BMW, VW sowie Ford und Maschinenbau und Zulieferindustrie für Autos ohne Ende und Rententechnisch schaut der Deutsche in die Röhre. Andere Länder wie unsere Nachbarstaaten haben nicht mal ansatzweise soviel Industrie und zahlen deutlich mehr Rente. Das ist ein Armutszeugnis für Deutschland und die deutsche Rentenpolitik.
In manchen Nachbarländern muß man nicht mal 40 Jahre gearbeitet haben um mehr Rente als ein Deutscher zu bekommen - man muß lediglich 40 Jahre dort gelebt haben !
 

TazD

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Das ist so eine Sache mit den Nachbarländern:
Verfechter einer Einheitsversicherung weisen immer gerne darauf hin, dass gerade unser Nachbarland Österreich ganz gut mit einem solchen System fahren würde und sogar höhere Renten dabei heraussprängen. Dies stellt jedoch Rosinenpickerei dar, denn bei einem solchen Vergleich muss immer das Gesamtsystem gesehen werden. Österreich kennt beispielsweise keine separate Pflegeversicherung, weswegen die Rente auch für das Pflegeheim reichen muss. Das System ist zudem weit entfernt von einer nachhaltigen Finanzierung. Bereits heute sind in Österreich, gemessen an der Wirtschaftsleistung, die Pensionsausgaben mit die höchsten in der OECD. Zudem macht der demografische Wandel auch vor der Alpenrepublik nicht halt, das österreichische System fährt derzeit ungebremst auf eine Wand zu. Als Vorbild taugt es daher kaum.
 
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ExUser 1309

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Teile der CDU haben die Loesungsideen
CDU-Sozialpolitiker wollen die Rentenversicherung kräftig umbauen. Dies geht aus einem Entwurf eines Rentenpapiers des Bundesfachausschusses der Partei hervor – das allerdings sogar innerhalb der Union auf heftige Gegenwehr stößt. Beamte und Selbstständige sollen danach künftig in die gesetzliche Versicherung einzahlen. Die Altersgrenze soll an die Lebenserwartung gekoppelt werden, wobei aber ein Schlupfloch den frühen Ausstieg auch weiterhin möglich macht.
Außerdem lautet die Devise: mehr Geld ins System. So sollen andere Einkünfte als die Löhne beitragspflichtig werden und Gutverdiener grundsätzlich deutlich mehr zahlen müssen.
Eine bittere Pille haben die Sozialpolitiker dagegen für gut verdienende Arbeitnehmer und deren Betrieben parat: Die Beitragsbemessungsgrenze – also die Höhe, bis zu der die Löhne rentenbeitragspflichtig sind – soll stark angehoben oder sogar ganz abgeschafft werden
Etwas weiter, Neuer Link
Außerdem wird vorgeschlagen, die gesetzliche Rentenversicherung von einem reinen Umlagesystem langfristig in ein Mischsystem aus Umlage und Kapitalanlage umzubauen. In dem Entwurf heißt es, die Rentenversicherung solle beauftragt werden, einen entsprechenden Rentenfonds für die Kapitalanlage aufzubauen. Dazu sollten 2,5 Prozent des Bruttolohns – derzeit seien das etwa 32 Milliarden Euro pro Jahr – in den Aufbau eines Rentenfonds fließen statt in das Umlagesystem der gesetzlichen Rentenversicherung. Um jeden späteren Missbrauch zu verhindern, solle der Rentenfonds der Aufsicht der Bundesbank unterstellt werden.
Mal sehen, was wirklich beschlossen wird....
 
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