Diskurs über Zeitkonten bei ZAF (2 Betrachter)

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Solo Morasso

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Ich hatte am Montag auch ein Vorstellungsgespräch. Mein erstes seit langer Zeit für eine ZAF. Deswegen war ich noch ein wenig unsicher und habe wahrscheinlich den einen oder anderen Fehler gemacht. Hier ein kurzer, wortgenauer, Auszug aus dem Gespräch:

Ich: Wie ist ungefähr die Stundenarbeitzeit. Also im Monat, wieviel habe ich da?

ZAF: Sie haben bei uns einen Vertrag über XXXX Std. Im Durchschnitt aufs Jahr gerechnet 35 Std. die Woche. Es werden aber mehr Stunden anfallen, die werden dann auf ein Überstundenkonto übertragen.

Ich: Warum?

ZAF: Um dann einfach ein Puffer zu haben. Es kann ja sein, dass sie auch weniger arbeiten. Wir wollen da immer ein Fix zum auszuzahlen. Näh, nicht das sie... äh wir möchten nämlich, dass sie immer mit dem gleichen Geld im Monat rechnen können. Das ist der Hintergrund. Und wenn man dann krank ist, oder wenn man mal einen Termin hat, dann muss man sich nicht unbedingt krankschreiben lassen. Oder da muss man nicht, ähmm, sagen ok jetzt muss ich mehr arbeiten, weil so wenig zutun ist.


ICH: Aber äh, Zeitkonten sind doch unzulässig.

ZAF: Ne, ...

ICH: Aber das was ich arbeite muss ich doch auch ausgezahlt kriegen...

ZAF: Sie können sich das auch auszahlen lassen.

ICH: Sie dürfen das nicht verrechnen!

ZAF: Doch

ICH: Nein

ZAF: Doch

ICH: Nein, nicht mit Einsatzfreie Zeit. Das weiß ich.

ZAF: So sind hier die Regeln, wir sind tariflich gebunden.

ICH: Das steht in keinem Tarif.

ZAF: Äh, wenn das für sie nicht in Ordnung ist, dann versteh ich das.

ICH: Nah, für mich ist das ja in Ordnung, aber ich mein wir können das gerne
klären, ich kann gerne einen Vertrag unterschreiben...aber wenn das nicht rechtens ist... ich mein...

ZAF: Äh, es steht ja noch ausser Frage, dass sie jetzt hier einen Vertrag unterschreiben, näh.

ICH: Naja....

Da war das Gespräch schon von ihrer Seite gelaufen. Das habe ich in ihrer Art gemerkt. Aber ich habe sie noch lange hingehalten, mit allgemeinen Fragen. Am Ende war sie sichtlich genervt und hat, nachdem ich das Büro verlassen habe, die Türe geknallt.


So jetzt meine Frage und ja ich weiß, Fehler sind bestimmt viele gemacht worden. War dieses Verhalten Sanktionswürdig? Also, habe ich zu offensichtlich versucht die Arbeit zu verweigern?


Liebe Grüße
 

karuso

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AW: DAS Anti-ZAF-Vorstellungsgespräch, ein Sammelthread für Tips & Tricks

Aber äh, Zeitkonten sind doch unzulässig.
Zeitkonten sind zulässig.Nur wie die ZAFFEN damit umgehen ist in den meisten Fällen unzulässig.Im öffentlichen Dienst gibt es diese Zeitkonten auch aber dort dienen sie nur um die geleisteten Arbeitsstunden zu dokumentieren.Brauch jemand zusätzlich mal frei muß er diese Stunden vorher reinarbeiten diese Überstunden werden dann dort auch erfasst und werden dann vom Arbeitnehmer wieder entnommen wenn er frei haben will.Der Arbeitgeber hat darauf kein Zugriff und so ist es ja auch ok.:wink::wink:
 

Solo Morasso

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AW: DAS Anti-ZAF-Vorstellungsgespräch, ein Sammelthread für Tips & Tricks

Ich sag ja, ich übe noch :D. Aber sie wollte ja auch "einsatzfreie Zeit/die Zeit wo sie keine Arbeit haben" übers ZKonto verrechnen. Aber das ist ja nicht gestattet, oder doch?

Aber trotzdem Ziel erreicht. Ich denke nicht das ich von der Firma noch was hören werde. Am Anfang des Gespräches ging es ja um die Stelle im VV, da hat die Disponentin noch mit einem Leuchten in den Augen von berichtet. Nachher wußte sie gar nicht mehr ob die Stelle überhaupt noch vakant ist und deswegen könne sie mir jetzt nicht zusagen usw.
 

karuso

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AW: DAS Anti-ZAF-Vorstellungsgespräch, ein Sammelthread für Tips & Tricks

Natürlich darf einsatzfreie Zeit nicht über das Zeitkonto abgerechnet werden was die aber machen.Trotzdem ist das Zeitkonto legal.:wink:
 

eumel1de

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Nur mal als Hinweis es gibt auch reguläre Firmen, wo es Zeitkonten gibt.
Und in Zeiten wo es eng wird, wird darauf zurückgegriffen.
 

franky0815

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ich denke nicht das die sache noch ein nachspiel beim amt hat, aber selbst wenn ich sehe da kein negatives verhalten und wenn da sonst niemand dabei war kann sowieso jeder von euch beiden behaupten was er will.

du hast dich dort unbeliebt gemacht und das is auch gut so, die werden dich in zukunft meiden.
 
G

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Gast
Natürlich sind Zeitkonten an sich legal und auch üblich.

Allerdings bekommt man bei den seriösen Firmen je nach Tarifvertrag Überstundenprozente in Geld oder zumindest in Zeitwert gutgeschrieben.

Zusätzlich natürlich noch die eigentlichen Mehrstunden als Zeitguthaben.

Knackpunkt bei den Zaf sind halt immer die einsatzfreien Zeiten.
Da wird gerne mal getrickst.

Glaube nicht, dass Du Ärger bekommst.

Trotzdem immer freundlich bleiben und das was Du zum Besten gibst sollte schon stimmen!
Also der schmale Grat sollte schon fundiert sein.

Deine Aussagen waren nämlich teilweise nicht korrekt in Bezug auf Zeitkonten.
 

Solo Morasso

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Natürlich sind Zeitkonten an sich legal und auch üblich.

Deine Aussagen waren nämlich teilweise nicht korrekt in Bezug auf Zeitkonten.

Wie gesagt, jetzt bin ich schlauer und werde es bei einem nächsten Vorstellungsgespräch besser machen und freundlich bin ich immer...

Danke euch allen.
 

Solo Morasso

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Um das Thema hier endgültig abzuschließen:

Habe heute eine Email (Ja, ich weiß :D und kommt auch nie wieder vor!) erhalten, in derer mir
eine Absage erteilt wurde:

vielen Dank für Ihre Bewerbung bei XXX und dass Sie sich unser Unternehmen als Ihren Arbeitgeber vorstellen können.

Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass wir Ihnen derzeit keine Stelle im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung oder Personalvermittlung anbieten können.

Wir wünschen Ihnen für Ihre berufliche und persönliche Zukunft weiterhin alles Gute und viel Erfolg.


Na, Gott sei Dank.
 

karuso

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Und jetzt Datenlöschung verlangen nach Datenschutzgesetz mit Bestätigung ganz wichtig.Da macht man sich noch beliebt nie wieder genommen zu werden.:icon_mrgreen::icon_mrgreen:
 

noillusions

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[...]derzeit[...]
Ein Wunscharbeitgeber hat mir mal mit dieser Formulierung abgesagt und dann irgendwann mal mich angeschrieben ich könne es nun nochmal versuchen mit einer Bewerbung.
Nur damit du weißt was das heissen kann.

Mal Worst-Case-Denken:
Ein Gericht in BW hat mal eine Sanktion bestätigt wo ein Bewerber sinngemäß gesagt hat:"Aber dann habe auch nicht mehr Geld am Ende als ALG2!" Das hätte den Arbeitgeber abgeschreckt.

Die Schlußfolgerung daraus ist, dass man alle Äußerungen zu unterlassen hat, die einen AG verschrecken kann.
Es ist natürlich ein möglicher Bestandteil eines VG dass man sich um Modalitäten und die Organisation der Arbeit Gedanken macht und informiert, was ja auch bei @Solo Morasso passierte. Die Antworten der Dispe waren ja auch nicht alle richtig.

Generell ist meine Befürchtung, dass man erst alles hinzunehmen verpflichtet ist, und erst dann wenn Unrecht passiert dagegen klagen kann.
 

franky0815

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Generell ist meine Befürchtung, dass man erst alles hinzunehmen verpflichtet ist, und erst dann wenn Unrecht passiert dagegen klagen kann.
das würde aber bedeuten das die erstmal mit dir machen können was sie wollen, denn das unrecht wird ja meist erst mit der ersten abrechnung ersichtlich.
 

noillusions

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das würde aber bedeuten das die erstmal mit dir machen können was sie wollen, denn das unrecht wird ja meist erst mit der ersten abrechnung ersichtlich.
Ist ein allgemeines Dilemma. Reicht "es könnte etwas passieren" aus eine Stelle abzulehnen?
Das geschickteste ist glaube ich einen auf doof zu machen und dann fragen, wie das so abläuft in der Zeitarbeit.
Wenn die dann etwas Rechtswidriges äußern kann man ja einhaken und sagen, dass man natürlich nix Rechtswidriges dulden würde. Mit solchen Diskussionen kann man auch schön Zeit schinden, so dass die die Lust verlieren und genervt sind.
 
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