Diskurs über die Unfähigkeit der Mütter Kinder zu erziehen

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schlussjetzt

Elo-User*in
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Moderationshinweis...

Abgetrennt vom eigentlichen Thema da der Teil (siehe unten) um den es geht dort nicht reinpasst.




Ursprünglicher Trööt: Der Hartz IV-Report - ARD Montag 29.07.19 um 22:55 Uhr


Es gibt doch tatsächlich noch Arbeitnehmer abseits Niedriglohnsektor und mit guter Ausbildung und sehr guter Bezahlung.

Deren Lebensmodell ist halt, dass der Vater Karriere macht und die Mutter max. Halbtags arbeitet, trotz guter Ausbildung und Möglichkeiten.

Und bei den meisten höre ich auch immer wieder, dass man schon genug Steuern und Abgaben zahlt.
Die hohen Gebühren der Kitas für Gutverdienende sind Dir wahrscheinlich fremd ...

Jetzt verstehe ich! Du bist eine Frau, dessen Ehemann ordentlich Steuern einzahlt, und dich ärgert es nun, das andere, ohne etwas dafür zu tun, an die Steuergelder deines Mannes gelangen. Und dein Mann? Was sagt der dazu? Immerhin versuchst du ja das Geld deines mannes zu kontrollieren, ohne dieses selber zu erwirtschaften. Im übrigen leisten Frauen mehrheitlich eine miserable Erziehungsarbeit. Diese Tatsache ist dir wahrscheinlich Fremd.
 
E

ExitUser

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Diesen Schwachfug meinst du wohl nicht ernst oder ?
Also wo Er recht hat, hat Er recht der schlussjetzt, da habe ich noch kein Internet dazu gebraucht um das zu wissen, das ist schon lang bekannt

Aber zur Ehrenrettung aller Eltern Sie machen es "nicht absichtlich" denken aber mehrheitlich es Kraft Zeugung gut zu können, Dank Muttermilch Gen, Mein Kind das Genie

Und der Bericht eher lauwarm das ganze, nett gemeint und höflich formuliert, hängt sich halt niemand mehr aus dem Fenster
 

grün_fink

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Wenn ich mir mal angucke, was meine Mutter alles geleistet hat früher: Verdienerein, Mutter, Haushälterin, Nebenwirtschaft daheim, Ehefrau und Geliebte, Motivatorin und Welterklärerin für Vater.
Das war für sie zu viel, da konnte sie nicht so erziehen, wie es nötig gewesen wäre, weil zuviel hinten runter fiel.
Sie hatte zu wenig Unterstützung für zuviel Arbeit. Aber auch den Kindern fehlte es an Ansprechpartnern, wo sie aufgefangen wurden, wenn man mal Unterstützung brauchte: genauso wie es der Mutter ging. Das merkte nur keiner.
Bei mir gibt es wohl mehrere Gründe, dass ich früh meine Gebährfähigkeit eingebüßt habe, und es hat wohl auch damit zu tun. Den Rest lieferte die Welt, weil sie so ist wie sie ist, mit allen ihren Ungerechtigkeiten und Schwierigkeiten, die sie einem so zumutet ohne zu fragen, ob man das so will, und die einen zu lange darin gefangen hält.
Es wäre schön gewesen, wenn man das mit Muttern zu Lebzeiten hätte mal bequatschen können, war aber leider nicht drin.
 
E

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Fakten, keine Emotionen!
Das ist genau der Punkt emotional aus eigener Sicht betrachtet erziehen die Mehrheit der Frauen prima
Nach objektiven Kriterien der Erziehungswissenschaften sieht es dann nicht mehr so gut aus und subjektiv aus Sicht der Kinder ist es auch nicht so der Renner
Und was das ganze nicht besser macht ist das es vorher also vor der Herstellung völlig falsch eingeschätzt wird was da so auf einen zukommt
Ganz fürchterlich finde ich es wenn dann so ein 18 jähriger als Mutter eine Oma mit 68 hat, meine war da schlaffe 35
Natürlich ist die Oma was Erziehung angeht gebildeter und das Erbe kann früher angetreten werden, durchaus positive Aspekte
 

pinguin

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Wir machen alle stetig Fehler; vielleicht nicht jene der Eltern, (Verantwortung haben Mann wie Frau), weil man sich vorgenommen hat, diese Fehler selbst nicht zu wiederholen, aber dafür dann eben andere Fehler, die u. U. nicht minder "besser" oder "schlechter" sind.

Tatsache ist allerdings, auch hier dann wieder beide Geschlechter einbezogen, daß die Gesellschaft insgesamt eher oberflächlich geworden ist und durch ihr Verhalten nicht immer zwingend als positives Vorbild für den Nachwuchs taugt.
 

Birt1959

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Fakten, keine Emotionen! Lässt sich alles im Internet nachlesen. Vorausgesetzt der Wille dazu ist vorhanden.

Sorry, wer so eine steile These in den Raum stellt, muss den Beweis antreten.

Alte Gelehrtenweisheit. So funktioniert das schon seit den Alten Griechen: jemand stellt eine These in den Raum und belegt sie. Dann kommt wer anders mit der widersprechenden These (Antithese) und belegt diese. Optimaler Weise läuft dies Verfahren so lange, bis alle Diskutanden einen gemeinsam Schluss (Synthese) gefunden haben.

Müsstest du eigentlich auslagern und nen Diskurs dazu machen, um uns dann an deinen Fakten teilhaben zu lassen.

Da werden wir wahrscheinlich bis zum St. Nimmerleinstag warten.

Zu dieser (und deiner weiteren) Frauenfeindlichen These kommt man wohl durch "alternative Lebensmodelle", hm? :icon_kotz2:

Die These ist nicht nur frauenfeindlich, sondern menschenfeindlich. Denn zum Kinderkriegen gehören gehören zwei. Wenn eine Frau einen Mann anguckt, wird sie vom reinen Angucken nun mal nicht schwanger. Das Dogma der unbefleckten Empfängnis akzeptiere ich nicht als Gegenargument. Jedes Aufklärungsbuch erzählt inklusive der Medizin und Biologie das Gegenteil.

Ob die Einstellung des TE jetzt mit Lebensmodellen zu tun hat, oder einfach nur schlicht saudoof ist, kann ich nicht beurteilen.

Also wo Er recht hat, hat Er recht der schlussjetzt, da habe ich noch kein Internet dazu gebraucht um das zu wissen, das ist schon lang bekannt

Aber zur Ehrenrettung aller Eltern Sie machen es "nicht absichtlich" denken aber mehrheitlich es Kraft Zeugung gut zu können, Dank Muttermilch Gen, Mein Kind das Genie

Und der Bericht eher lauwarm das ganze, nett gemeint und höflich formuliert, hängt sich halt niemand mehr aus dem Fenster

Haalllooo, ihr Tetesteron gesteuerten Heinis! KInder haben zwei Eltern und selbst, wenn das Kind in eine gleichgeschlechtliche Familie adoptiert adoptiert wird, haben beide Eltern die Erziehungsverantwortung. Wer den Koitus will, kann eine Verantwortung nur bei Verhütung durch beide Geschlechter, ausschließen.

Mensch, Ronald bist du schon vorm letzten Krieg geboren oder der AfD zu nahe gekommen? Diesen Quark mit der Muttermilch verzapfen meist die dumpf-nationalen Gläubigen und verkünden gleichzeitig rassistischen Müll. Ansonsten glaubt das doch kein Mensch ü80 mehr. Es sei denn, es ist ein verklemmter Geistlicher - aber das ist eine eigene Sorte Mensch.

Wenn ich mir mal angucke, was meine Mutter alles geleistet hat früher: Verdienerein, Mutter, Haushälterin, Nebenwirtschaft daheim, Ehefrau und Geliebte, Motivatorin und Welterklärerin für Vater.
Das war für sie zu viel, da konnte sie nicht so erziehen, wie es nötig gewesen wäre, weil zuviel hinten runter fiel.
Sie hatte zu wenig Unterstützung für zuviel Arbeit. Aber auch den Kindern fehlte es an Ansprechpartnern, wo sie aufgefangen wurden, wenn man mal Unterstützung brauchte: genauso wie es der Mutter ging. Das merkte nur keiner.
Bei mir gibt es wohl mehrere Gründe, dass ich früh meine Gebährfähigkeit eingebüßt habe, und es hat wohl auch damit zu tun. Den Rest lieferte die Welt, weil sie so ist wie sie ist, mit allen ihren Ungerechtigkeiten und Schwierigkeiten, die sie einem so zumutet ohne zu fragen, ob man das so will, und die einen zu lange darin gefangen hält.
Es wäre schön gewesen, wenn man das mit Muttern zu Lebzeiten hätte mal bequatschen können, war aber leider nicht drin.

So geht und ging es vielen Frauen. Ich erschrecke, wenn ich so einen Dünnpfiff wie Schlussjetzts Bemerkungen oder Ronalds Abschieben der Verantwortung auf die Mutter lese. Wenn ich sehe, wie kaputt manche Alleinerziehende sind, weil sie Job, Kind und vielleicht noch einen Freund unter einen Hut bringen müssen, der Erzeuger sich aber häufig vom Acker machte, dann kriege ich eine riesige Wut. Diese frauenfeindliche Haltung finde ich zum Kotzen. Und soviel könnte ich gar nicht kotzen, wie ich bei solchen Einstellungen das möchte.

Meine Mutter gab sich redlich Mühe - und scheiterte an den nicht ausgesprochenen Traumata des Kriegs. Die erbten meine Schwester und ich und konnten oft damit nicht umgehen. Wir hätten auch gerne später mal mit ihr darüber gesprochen - aber als sie so langsam diesbezüglich "auftaute" hatte sie gleich mehrere schwere Schlaganfälle und war danach dement.

Nach objektiven Kriterien der Erziehungswissenschaften sieht es dann nicht mehr so gut aus und subjektiv aus Sicht der Kinder ist es auch nicht so der Renner

Mein lieber Herr Gesangsverein! Warum belegen Schlussjetzt und Du nicht mal eure Weisheiten? google scholar hilft, wenn ihr es nicht so könnt.

Und wenn deine Eltern sich als die Superpädagogen sahen, dann solltest du nicht von dir auf andere schließen.

Vor allem gilt eines: die Erziehungsberechtigung der Eltern endet mit dem vollendeten 18. Lebensjahr. Ab dann ist das "meine Eltern haben aber völlig versagt" doch nur noch für den Psychiater interessant. Mit anderen Worten: egal, ob meine Eltern mich gut oder schlecht erzogen, als erwachsener Mensch bin ich für mich verantwortlich.

Wobei es immer noch die Frage ist, wie man eine gute Erziehung definiert. Die Erziehungswissenschaftler sind Geisteswissenschaftler, die einige empirische Verfahren anwenden. Als Geisteswissenschaftlerin kann ich dir sagen, dass in diesen Fächern keine wirkliche Objektivität gibt. Denn im Gegensatz zum Physiker, bei dem bei seinen Versuchen, immer wieder das Gleiche rauskommt - egal unter welchen Bedingungen dieser Versuch läuft, ist es bei der Pädagogik nicht so. Allein im letzten Jahrhundert gab es da x Modelle als Erklärungsversuche. Aber als einer der beiden pädagogischen Experten hier, muss ich Dir das als Philologin sicher nicht erklären.

Und was das ganze nicht besser macht ist das es vorher also vor der Herstellung völlig falsch eingeschätzt wird was da so auf einen zukommt
Ganz fürchterlich finde ich es wenn dann so ein 18 jähriger als Mutter eine Oma mit 68 hat, meine war da schlaffe 35
Natürlich ist die Oma was Erziehung angeht gebildeter und das Erbe kann früher angetreten werden, durchaus positive Aspekte

Ich stelle dazu fest: wie am Beginn meines Beitrages geschrieben gehören zur Zeugung eines Kindes zwei. Also muss die 50jährige, die ein Kind zur Welt bringt, einen Erzeuger für den Sprößling haben. Der ist nach den Gesetzen der Biologie nun mal ein Mann. Selbst, wenn die 50jährige einen Samenspender hatte. (Bio-Unterricht für Anfänger Ende)

Ob die 50 Jährige nun gebildeter ist, als eine 20 Jährige kommt darauf an, wie man Bildung definiert. Wie sagte der Kabarettist Claus von Wagner in einer dieser Gipfel-Sendungen im Bayrischen Fernsehen so schön: "Da bekommt man so ein kleines Geschöpf in die Hand gedrückt und nirgendwo findet sich eine Anleitung." Er beschrieb Werner Schmidbauer sein Gefühl der absoluten Hilflosigkeit bei der Geburt seines ersten Kindes. Herr von Wagner ist mit Sicherheit nicht ungebildet, wenn es um schulisches und akademisches Wissen geht.

Da du aber leider deine Definition von Bildung in deinen Beitrag nicht eingebracht hast, kann da noch stunden-, jahre- und tagelang diskutiert werden, ohne ein Ergebnis zu bekommen.
 
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Sowhat

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Also ich habe meine zwei Kinder trotz einiger misslichen Umstände ganz gut groß gebracht.
Ich bin damals wegen der Karriere (aus der nicht viel geworden ist, sonst wäre ich wohl kaum hier im Forum) meines Exmannes nach dessen Studium nach Oberbayern aufs Land gezogen.
Eine Wohnung in München war schon vor 30 Jahren kaum bezahlbar.
Ich habe mir dort in einer bayrischen Kleinstadt vor den Toren Münchens auch eine Stelle gesucht als Sachbearbeiterin und Sekretärin (war mal mein Beruf, habe kaufmännische Ausbildung). Mein damaliger machte in München eine Traineeausbildung nach seinem Studium.
Bald kamen dann die beiden Kinder im Abstand von zwei Jahren. Ich blieb zu Hause, denn Großeltern waren 100e km entfernt und es war damals auch so üblich auf dem oberbayrische Land.

Mein Mann arbeitete und ich hielt ihm,wie man so schön sagte den Rücken frei. Er konnte Überstunden machen und Geschäftsreisen wie er musste und wollte.
Das erste Kind kam in den Kindergarten, gab es in dem Dorf damals vor 24 Jahre nur bis mittags um 12h. Nur für alleinerziehende gab es damals ein paar Ganztagesplätze.
Nun ich hatte ja sowieso noch ein kleines Kind zu Hause, das damals leider fast dauernd krank war.
Irgendwann kam aber auch dieses Kind in den Kindergarten und der andere zur Schule, die ebenfalls oft mittag um 12h beendet war. Hat aber gepasst, weil ich das kleinere Gewschwister ja da auch aus dem Kindergarten geholt habe und gekocht hatte.
Inzwischen hat mein damaliger Mann sich selbstständig gemacht (sein Ego vertrug einfach keinen Chef) und mietete sich im Ort ein Büro. Ich machte dann im Minijob vormittags die Büroarbeiten dort.
Mein Mann war immer noch viel Unterwegs, zu irgendwelchen Terminen in anderen Städten.
Wir hatten eine schöne Wohnung mit Garten und ich kümmerte mich um die Kinder, weil man sie ja auch nicht einfach allein lassen konnte.
Die Verkehrsanbindung war nicht gut in dem Dorf, aber zur Schule und Kindergarten konnte man laufen, Arzt war am Ort und Einkaufsmöglichkeiten uch. Darauf hatten wir geachtet.
Zumal wir bis zur Geburt des zweiten Kindes auf einem Dorf gewohnt hatten, wo wirklich gar nichts war und zweimal am Tag ein Bus fuhr.
Ich hatte mein eigenes Auto, hatte ja auch vor meiner Ehe ein leben und Geld erarbeitet.
Auf jeden Fall habe ich immer funktioniert wie ein Uhrwerk, meine Kinder zum Kinderarzt in die Stadt gebracht, den ewig kränkelnden Jüngsten gepflegt (heute ist er ein hochgewachsener gesunder junger Mann) und die Jungs zu Sportveranstaltungen und Freunden gefahren und wieder geholt. Ich war bei den Elternabenden an den Schulen.
Der Vater sagte immer "ich muss selbst und ständig arbeiten".
Wir zogen dann, als der Älteste aufs Gynasium kam in den größeren Ort, wo die Schule war.
Ich war weiterhin damit beschäftigt, Haus und Garten (inzwischen) und Familie zu versorgen, kochte jeden mittag für alle vier (auch mein Mann genoß das sehr, zu Hause essen zu können) und zwei, drei Mal die Woche war ich bei ihm im Büro. Leider habe ich keine zusätzlichen Rentenbeiträge einbezahlt, darum bin ich jetzt auf H4.

Als meine Kinder 12 und 14 waren, brach ich zusammen und kam nur knapp mit dem Leben davon, Schlaganfall und Wasser in den Lungen. Ich war drei Monate in Krankenhaus und Reha. Mein jetziger Exmann völlig überfordert mit Büro und Kindern und inzwischen angeblich pleite. Als ich am Rollator nach Hause kam, zog er aus und reichte die Scheidung ein. Ich wäre jetzt ja nur noch ein Klotz am Bein.

Ich lag dann buchstäblich am Boden, stand aber wieder auf und schleppte mich zum Anwalt. Zog dann mit den Kindern in meine Heimat zurück (die Miete in Oberbayern war ja sowieso nicht bezahlbar und er musste nichts bezahlen, ausser Kindesunterhalt) in eine fränkische Großstadt.
Habe die Kinder dort wie gehabt am Gymnasium und Realschule angemeldet, sie waren aufsässig, überfordert, pubertär geworden. Aber wir haben es geschafft, und ich ging inzwischen an Krücken und bald auch nur noch an einer.
Graste die Ämter ab und niemand wollte für uns zuständig sein, es war die Hölle.
Aber wir haben es geschafft. Es dauerte bis sich die damalige Arge für zuständig erklärte, und das Jugendamt den Unterhalt für die Kinder eingetrieben hatte. Aber ich konnte die Kinder weitgehendst von H4 fern halten.
Die Jungs haben sich, nachdem sie einige Dummheiten gemacht hatten und ich sie wieder auf die Spur gebracht hatte, wieder eingekriegt. Der eine hat Abitur gemacht, der andere mittlere Reife, beide im selben Jahr.
Inzwischen ist der eine Diplomjurist und der andere Techniker. Haben beide gerade ihre Urkunden erhalten. Sie sind inzwischen beide ausgezogen, der eine schon vor vier Jahren und der andere kürzlich.
Also in der Erziehung habe ich gewiss nicht versagt, solche Aussagen verbitte ich mir.

Ich habe viele Fehler in meinem Leben gemacht und dann kam auch noch Pech dazu, so eine Krankheit bestellt man sich ja nicht, aber alles habe ich nicht falsch gemacht.

Meine Krankheit, meine Scheidung und dieses System, die Rentengesetze usw. haben mich zu dem gemacht, was ich heute bin.
Aber ich bin kein Einzelfall. Sorry für den Roman, aber ich kann es nicht kürzer sagen.

Und es ist wahrlich nicht schön nur noch einsame Altersarmut vor sich zu sehen und nirgendwo mehr wirklich dazu zu gehören.
Mein Freundinnen, die ich schon über 30 Jahre kenne, haben jetzt nur noch die probleme der "Normalos", wann gehe ich in Rente, zwei Freundinnen arbeiten sowieso längst nicht mehr, haben arbeitetende Ehemänner und geerbt. Das zweitgrößte Problem ist , wo geht der nächste Urlaub in, Kreuzfahrt, Asienrundreise oder in die Karibik? ? Wo verbringen wir unser Alter? In Südtirol, auf Mallorca, auf den Kanaren? Jedenfalls sind das die Themen, wenn ich mal mit in den Biergarten genommen werde.
Tja so habe ich mir mein Leben im Alter auch mal vorgestellt.
Jetzt bin ich 57und muss froh sein, dass ich noch satt werde und ein Dach über den Kopf habe. Könnte sich ja auch mal ändern.
Es ist nicht schön, wenn man selbst das Wort Urlaub nur noch vom Lesen kennt.

Aber ich war in meinem Leben ja doch schon sehr viel verreist, meine Kinder auch und sie reisen noch.
Doch, ich hatte auch mal ein Leben. Jetzt existiere ich eben. Ist halt alles dumm gelaufen.

Das ist als SLGII-Empfänger ein für alle mal vorbei. Aber ich wüsste auch gar nicht mit wem.
 
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Birt1959

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Chapeau! Sowhat.

Wie war das noch, ihr beiden oberschlauen Erziehungsexperten mit einer Betonung auf der männlichen Endung des Wortes? Frauen können nicht erziehen? Welcher vollgefressener Dumpfbeutel eines Herren mit gutdotiertem Lehrstuhl behauptet eigentlich so einen Stuss?

(Ich hatte gerade das Bedürfnis Lehrstuhl mit zwei e zu schreiben, kann mir jemand erklären, wie das kommt?)
 

Einfachicke

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Wenn ich mir mal angucke, was meine Mutter alles geleistet hat früher: Verdienerein, Mutter, Haushälterin, Nebenwirtschaft daheim, Ehefrau und Geliebte, Motivatorin und Welterklärerin für Vater.

Und was tat Dein Vater - außer sich von Deiner Mutter, nachdem sie ihren Lohn (Verdienerin?) zuhause abgeliefert hatte, den Haushalt und die Nebenwirtschaft führen, lieben, motivieren und die Welt erklären lassen?

Für mich ein Beispiel, wie eine gleichberechtigte Beziehung auf keinen Fall aussieht.
 

grün_fink

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Und was tat Dein Vater - außer sich von Deiner Mutter, nachdem sie ihren Lohn (Verdienerin?) den Haushalt und die Nebenwirtschaft führen, lieben, motivieren und die Welt erklären lassen?
Vollzeit arbeiten, teils nebenbei studieren, teils Vollzeit in 150km Entfernung. Sich um die Aufgaben draußen kümmern, wenn auch spärlich. Durchhalten wahrscheinlich mit Depressionen sein Leben lang. Bedauern, dass er Frau und Kinder so lange alleine lassen musste. Aushalten, dass seine Verwandtschaft nebenan dem Suff verfiel. Auch mal die Ruhe genießen und eine Zigarre. Wie frech, oder;)
Wenn Mutti in der Kur war, das Familienleben managen, wenn auch etwas unbeholfen, aber ohne Geschrei.
Wenn er von Mutti einen Auftrag erhielt, diesen ausführen. Seien es Erledigungen gewesen oder mit uns Kindern mal schlitten fahren.
Der war hochintelligent und wahrscheinlich die ersten 10 Berufsjahre massiv unterfordert als einafcher Arbeiter und Meister.
Nachdem meine Eltern es geschafft hatten, neben den ganzen beruflichen Belastungen 3 Kinder groß zu ziehen (Mutters Mutter starb sehr jung, nachdem Mutter sie zu sich holte, da waren wir noch sehr klein), und dem Vater den beruflichen Bildungsweg zu ermöglichen für einen Job, der nicht zu doof für ihn war, starb er an schwerer Krankheit. Da war er Anfang 40 und wir Kinder um die 20.

Für mich ein Beispiel, wie eine gleichberechtigte Beziehung auf keinen Fall aussieht.
Das war das damalige Geschlechterbild.

Genauso kannst du mich jetzt fragen, wie ich meine Mutter unterstützte und was für Reibereien das gab.
Da war ich fies, weil ich sie nicht verstand und selber niemanden fragen konnte. Wir Kinder hatten damals lange Schulzeiten und -wege. Die Kommentare kamen dann so, dass ich nicht verstand, auf die harte brutale Art.

So vererbt sich Familienüberlastung weiter. Wir Kinder haben nach der deutschen Wiedervereinigung alle unsere gesundheitlichen Probleme bekommen, mehr oder weniger in Ausmaß und Art unterschiedlich.
Wir erbten wohl alle die Nachkriegsbelastungen unserer Eltern mit, wuchsen in einem überforderten Elternhaus auf, welches uns die Überforderung ersparen wollte. Geht aber nicht, Kindi kriegts trotzdem mit.
Auch die vierte Generation hat es gesundheitlich schon jung arg erwischt, ich würde das unter häusliche Gewalt einstufen.
Das Glück ist, wenn man mit jemandem aus der Familie drüber reden kann.
Das doofe ist, wenn man nicht wirklich zu sich selber steht, wird man nur untergebuttert und teils ausgenutzt.

Die Frauen haben immer Dienst. Die berenteten auch zuviel. Wie meistens.
 
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Einfachicke

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starb er an schwerer Krankheit

Tut mir leid zu lesen.

Das war das damalige Geschlechterbild.

Nicht immer und überall. Ich bin in einer Familie starker Frauen aufgewachsen. Meine Oma musste nach dem Tod ihres Mannes ihre Kinder allein durchbringen und meine Mutter unterband die Versuche meines Vaters, ihr den Gedanken an Gleichberechtigung durch Prügel abzugewöhnen durch Trennung und Scheidung.

Als ich in die Pubertät kam, meinte er mir sein weibliches Rollenverständnis mit den Fäusten beibringen zu müssen.

Hat auch nicht so wirklich geklappt. Ich bin immer noch eine Verfechterin der Gleichberechtigung. Nicht dieser Alice-Schwartzer-Frauen-sind-die-besseren-Männer-Feminismus sondern ein gleichberechtigtes Miteinander auf Augenhöhe. (Fürs Gläser aufmachen ist natürlich nach wie vor der Herr des Hauses zuständig :giggle: ).

Für mich liest es sich, als hättet ihr als Familie einen ordentlichen Packen zu tragen gehabt. Das war mir vorher nicht so klar geworden. Sorry, wenn ich nicht angemessen reagiert habe.
 

grün_fink

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Schon gut, @Einfachicke.
Hatte das auf dem Schirm, dass deine Eltern auseinander gingen.

Das Rollenverständnis hat ja nicht nur damit zu tun, wer stark ist und wer nicht. Oft ist es ja so, dass einer der Partner das Geld heim bringt und der andere daheim die Hosen anhat, also das meiste macht und Überblick behält.
Früher opferten die Frauen oft die Karriere der des Mannes, wegen der Kinder. Bei uns ja auch. Wenn beide einen starken Qualifizierungsbedarf haben, sollte man sich das mit dem Kinderwunsch überlegen oder gut terminieren, und es sollte ein Unterstützungsnetzwerk vor Ort sein.

Bei euch war das schon ein antiquiertes Rollenverständnis. Und dann noch mit Fäusten, das geht gar nicht. Was den inellektuellen Feminismus angeht, da fremdele ich auch. Hat auch damit zu tun, dass der vieles was Frauen angeht, nicht erfasst oder z.T. von falsche Voraussetzungen ausgeht. Aber falsch finde ich ihn nicht.
Bei uns vielen harte abwertende Worte wegen dieser Überlastung, und weil man nix anderes kannte. Da wurde heftig gedroht und geschrien und Bravsein verlangt.

Klar darf der Herr das Glas aufmachen oder auch mal an die Technik. Dem Herrn darf auch ein Kompliment gemacht werden oder die Türe aufgehalten werden, wo es sinnvoll ist oder praktisch.
Genauso wie die Dame beim Heimwerkeln mit machen darf.
Was mir bisher ein Rätsel geblieben ist, ist dass manche Frauen erst psychisch auf die Reihe kommen oder bei sich überhaupt erstmal durchblicken, wenn mal längere Zeit ein fähiger Mann sich mit ihr auseinander setzt, Kumpel oder Partner oder Therapeut. Ging mir auch so. Der Mann war mehr sozial fähig wie ich selber, aber einer, der sein Umfeld gerne selbstbewusst hat, Männlein wie Weiblein. Was hab ich geheult, als er mir mit knapp 50 meine Familie und anderes erklärte. Was ich damit anfangen werde, weiß ich noch nicht. Krankheit lässt grüßen, leider.

Nun mal gute Nacht
und schlaft gut, ihr Frauen und Männer.
 
G

Gelöschtes Mitglied 49359

Gast
Aber ich bin kein Einzelfall.
Bist Du keinesfalls!!
Es gibt ein Buch mit dem Titel: Die veratene Generation Was wir den Frauen in der Lebensmitte zumuten (Christina Bylow/Kristina Vaillant)
 
E

ExitUser

Gast
Meine Meinung basiert auf Meinung der ich mich anschließe und auf Meinung die ich ablehne
Meinung bildet sich, ändert sich im Laufe der Zeit ist auch ohne konkreten Einsatz neutral.
Meinung basiert auch auf Beobachtung ob es richtig gedeutet ist sei dahin gestellt.
Ich verstehe den Sinn einer Quellenangabe zu meiner Meinung nicht, Ich bin die Quelle meiner Meinung das muss reichen
So wenig wie ich einen Gott brauche, muss ich auch nicht alles belegen oder belegt wissen um es richtig zu finden
Selbstverständlich kenne ich den Nachweis im Doppelblindversuch
Und ich bin heute in der Lage Hunde zu führen, daraus kann die Fähigkeit Kinder zu führen und zu fördern abgeleitet werden
Was und das ist mir bekannt von Eltern nicht verstanden wird das wenn ihnen schon der Hund nicht folgt und den Führungsanspruch in Frage stellt
es ziemlich wahrscheinlich ist das bei der Kindererziehung eine Überforderung stattfindet.
Eines muss auch klar sein Kinder genauso wie Hunde können sich ihre Führer nicht aussuchen, werden sich also opportunistisch arrangieren müssen.
Erziehung klappt also immer
Ich würde für mich eher den Begriff Ausbildung wählen wie sind Kinder und Hunde auszubilden damit sie in unserer Welt überleben können
Das es da jetzt nicht nur einen Weg gibt dürfte einleuchten, so als Meinung mal dahingestellt
 

pinguin

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Hunde können sich ihre Führer nicht aussuchen,
Falsch, wenn Hund hier den ersten Schritt gehen darf, sucht der sich auch "seinen" Menschen aus.

Das Problem liegt letztlich, mal wieder, beim machtkranken, herrschsüchtigen Menschen, der über alles bestimmen will und nie ansatzweise verstanden hat, wie Hunde, Menschen und andere Lebensformen wirklich ticken, weil er letztlich bloß jemanden sucht, an dem er seinen Frust auslassen kann.
 
E

ExitUser

Gast
sucht der sich auch "seinen" Menschen aus
Was jetzt nicht unbedingt den Hausfrieden beflügelt
Die Dominante Wesenseigenschaft des Hundes ist Willkür, eine demokratische Lebensführung ist der Spezies fremd
Was übrigens auch auf Kinder zutrifft die ticken auch in diese Richtung, was ganz natürlich ist
Es ist also manchmal besser man besinnt sich auf seine Veranlagung und lebt sie aus, kann für das Wohlbefinden der Kinder und Hunde sehr förderlich sein

Willkür ist ja nur die Unberechenbarkeit der Handlung das kann auch positiv sein
allerdings ist das eher selten positiv wenn Hunde über Menschen herrschen was jetzt nicht selten ist
nur sind ihre Methoden sich durchzusetzen die von Hunden, was bedeutet zupacken, mindestens zwicken oder drohen
 

grün_fink

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das ist jetzt offtopic.
Mir wurde als Kind beigebracht, dass man Tiere nur streicheln soll, wenn sie auch gerade Lust dazu haben, um Bisse, Kratzer und Tritte zu vermeiden, wenn es geht. Funktioniert ganz gut. Manchmal bettelt Tier, manchmal Mensch, und meist einigt man sich auf ja oder nein.
 
E

ExUser 2606

Gast
Also ich finde den Vergleich zwischen Hunden und Kindern daneben. Hunde sind Rudeltiere und da muss man von anfang an klarmachen, wer der Chef im Rudel ist, sonst wird das nichts.

Natürlich brauchen Kinder auch Führung, aber Kinder zu aufrechten Menschen zu erziehen heisst doch auch ihnen Flügel zu geben und sid irgendwann fliegen zu lassen, ihre eigenen Erfahrungen machen und ihnen gleichzeitig die Sicherheit zu geben, dass sie immer wider ins Nest zurück dürfen, auch wenn mal was schiefgelaufen ist.
 
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