Diskriminierung Weiterbildung/Umschulung

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Feuerdrachen

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Hallo Leute,

wie sieht es aus mit dem Thema nachweisliche Diskriminierung, also Gleichbehandlungsgesetz beim Jobcenter. Mich interessiert die klare Ausgrenzung bei Themen wie ALG2-Antragstellung, Weiterbildung u.s.w. wegen Behinderung, sexueller Identität, Alter, Nationalität etc

Jetzt bin ich 37 und man will mir keine Umschulung geben, weil dafür bin ich denen zu alt (Aussage, man mied Schriftseite). Ich glaubs kaum! Ich musste in Arbeitslosigkeit ausziehen, weil meine Eltern wieder zurück gezogen sind wegen Krankheit. Hatte Familie vorher teilweise gepflegt und nach Arbeit gesucht. Habe eine Spezialisten Ausbildung, geschuftet wie ein Wilder aber war leider lange bei einer Firma, so dass meine Fähigeiten überholt sind und die Branche so auch nicht mehr Zukunft hat. WB Firmen sagen wegen Branche ich brauche mehr als eine kurze Weiterbildung. Ich muss also etwas ganz neues finden. Ich suche schon sehr lange mit viel sinnvoller Eigenbemühung, doch ohne Erfolg. Stattdessen wollen sie mich jetzt wie einen Ungelernten behandeln und "für immer" in dem Status lassen, Aussage "Sie können vom Jobcenter nicht erwarten, dass die Sie weiterbilden! Sie haben eine Ausbildung, dafür sind wir nicht zuständig!". Dabei sind die Chancen mit der WB/US und meinen Vorkenntnissen wirklich gut. Die wollen mein Wissen einfach verkommen lassen und mich degradieren (wie sicher viele von Euch auch :-( ... )

Sie wollen mir auch die KDU nicht zahlen, da ich bei einem Freund wohne.

1. Da müsste doch auch das Gleichbehandlungsgesetz und GG gelten weil Staat gegen Bürger oder?

2. Und WB als Ermessens / Kann Leistung heißt auch nicht schalten und walten wie sie wollen, also Willkür, sondern konkrete faire Begründung - worauf muss ich hier achten?

Bitte um Eure schnelle Hilfe, da ich sonst Angst habe ins Aus zu geraten. Habe momentan leider keine dauerhafte Wohnung wegen genau dem Thema und kann hier nicht immer abfragen, daher hoffe ich auf Eure schnelle Unterstützung.

Danke Leute! :icon_hug:
 


Maik75

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Eine Umschulung/Weiterbildung ist eine kann-Leistung. Da gibt es keinen Rechtsanspruch drauf, ergo kann man sie auch nicht einfordern.
 

Feuerdrachen

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1. Danke, aber auch beim Ermessen gibt es Unterschiede wie ein Sozialanwalt mir erklärte. Privates Ermessen ist wohl etwas ganz anderes als "juristisches Ermessen", das MUSS konkret erläutert und korrekt begründet sein. Sonst wäre es Willkür.

2. Abgesehen von der Frage der "Kann Leistung" geht es mir konkret um Diskriminierung. Die Frage hat bei mir ERSTE PRIORITÄT, da die SB Aussage hierzu unverfroren und maßlos war. Vor Zeugen.

-----

Außerdem heißt dieser blöde Spruch von Gas Gerd doch "Fördern&Fordern". Ein Vertrag muss schließlich auch meine Bedürfnisse berücksichtigen und kann nicht einseitig sein, sonst wäre es Zwang, zumal hier sowas wie ein privatwirtschaftlicher Vertrag unter Druck abgeschlossen werden soll. Stimmt doch alles hinten und vorne nicht. Ist doch dann Knebelvertrag (s. EGV, VA, etc.).
 

Seepferdchen 2010

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Mal eine Frage hast du schon mal nach einem Träger gesucht für eine Weiterbildung/Ausbildung ggf. und vorallem lass dir einen Kostenvoranschlag
geben und dann würde ich das schriftlich einreichen.

Schau auch mal hier rein:

Förderdatenbank - Fördersuche

Investitionen in die Aus- und Weiterbildung,

Sie wollen mir auch die KDU nicht zahlen, da ich bei einem Freund wohne.
Besteht ein Untermietvertrag und hast du die Ablehnung schriftlich, wenn ja mit
welcher Begründung?
 

Feuerdrachen

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Hallo Seepferdchen.
Vielen Dank!

--------

Nochmal meine wichtigste Frage: was ist mit offensichtlicher Diskriminierung vor Zeugen?

-----------

zu Deinen Fragen:

1. WB/US: Ja, habe bereits komplette Unterlagen vorgelegt, nachdem mit VorSB alles grundsätzlich und vor Zeugen vereinbart war. Man schickte mich im Kreis, ich brachte alles, mit Angeboten etc. Kostete mich auch. Dann wollte man es aber noch nicht mal ansehen, verpflichtete mich stattdessen zu weiteren Bewerbungen und drückte mir VA auf, da ich EGV wegen dieser offenkundigen Willkür ablehnte, da es an Einigung mangelte. Erst täuschten sie Kooperation vor, dann linkten sie mich. Habe Zeugen und Belege für viele solcher Aktionen. Mittendrin ging SB und jetzo alles von vorne.

2. Leistungen: Die Ablehnung habe ich bisher nur mündlich. Man vertröstet mich seit Monaten, kann daher keinen Widerspruch einlegen und Gericht abwarten bis 6 Monate untätig. Ich muss wohl vor SG und Eilgerichtv einlegen aber wegen Krankheitsbetreuung, Sorge um Eltern und weit entferntem Wohnen von SG, Amt etc konnte ich es mir ohne Geld nicht leisten :-(. Ich zahle an Freund und wir haben UMV. Seine Vermieter sind aber im Ausland und alles Schriftliche ist sehr kompliziert. Grundsätzlich kann er aber UMV.

Es kotzt mich so an. Echt.
 
E

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Du solltest den Antrag schriftlich stellen, detailliert auflisten, weshalb genau diese Umschulung sinnvoll wäre, warum die alte Ausbildung auf dem Arbeitsmarkt in deinem Fall geringe/keine Aussicht auf eine Anstellung hat. Alles durch aussagekräftige Daten untermauert, Recherche halt vonnöten. Dazu eine begründete schriftliche Antwort fordern, mit Fristsetzung.

Nachweissicher abgeben, damit im JC nichts "verloren" gehen kann.

Es bleibt leider eine KANN-Leistung, jedoch muss im Fall einer Ablehnung vom JC eine argumentativ nachvollziehbare Begründung erfolgen. Auch steht es dir frei, Widerspruch einzulegen.

Aber wenn die sich querstellen wollen und nicht total dumm sind, hast du leider schlechte Karten.
 

Seepferdchen 2010

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2. Die Ablehnung habe ich bisher nur mündlich.
Du brauchst das schriftlich.

1. Habe bereits Unterlagen vorgelegt, nachdem mit VorSB alles grundsätzlich vor Zeugen vereinbart war.
Du meinst du warst mit Beistand beim JC § 13 SGB X.

Auch die Ablehnung zur Übernahme der Kosten der Unterkunft, muß schriftlich erfolgen.

Hast du da Widerspruch eingelegt?
 

Feuerdrachen

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Feuerdrachen

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Du solltest den Antrag schriftlich stellen, detailliert auflisten, weshalb genau diese Umschulung sinnvoll wäre, warum die alte Ausbildung auf dem Arbeitsmarkt in deinem Fall geringe/keine Aussicht auf eine Anstellung hat. Alles durch aussagekräftige Daten untermauert, Recherche halt vonnöten. Dazu eine begründete schriftliche Antwort fordern, mit Fristsetzung.

Nachweissicher abgeben, damit im JC nichts "verloren" gehen kann.

Es bleibt leider eine KANN-Leistung, jedoch muss im Fall einer Ablehnung vom JC eine argumentativ nachvollziehbare Begründung erfolgen. Auch steht es dir frei, Widerspruch einzulegen.

Aber wenn die sich querstellen wollen und nicht total dumm sind, hast du leider schlechte Karten.

Danke! Das mit der Fristsetzung und argumentativer Untermauerung war sehr hilfreich. Habe ich zwar schon mehrfach gemacht, aber so hab ich Bestätigung, dass es richtig war. Sag ja, ich werde im Kreis geschickt. Hole Unterlagen, werde nicht angehört trotz Aufforderung zu diesen Dingen, denen ist es nur Machtspielchen.
 

Seepferdchen 2010

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Für den Widerspruch hat ds JC 3 Monate Zeit § 88 SGG

Du kannst noch eine Sachstandsanfrage schreiben, einreichen gegen Empfangsbestättigung auf der Kopie.
 

Feuerdrachen

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Seepferdchen,
+++ nochmal Thema Antidisriminierung+++
3. da steht ja auch nochmal drin, dass ESF gerade Inklusion und Antidiskriminierung fördern soll. Dann kommt das ja argumentativ nochmal obenauf zu AGG und GG.

Sehe ich das richtig?

4. Ich stimme Euch mit der Kann-Sache im Groben zu, aber ich meine was anderes: den quasi völlig indiskutablen FORMFEHLER der Diskriminierung!
Denn in diesem Klima kann auch ein Ermessen gar nicht wohlwollend oder fair sein!!!

+++ Zur Förderdatenbank +++

5. Kann mit der DB nur bedingt was anfangen, da keine WB/US wie es scheint. Wohl mehr die übergeordneten Programme, um Unternehmen, Außenhandel, Start Ups etc zu fördern und zu WB/US hinzuleiten.- Sehe ich das richtig oder habe ich einen wichtigen Link übersehen? Verstehe noch nicht ganz wie es in meine Argumentation (oder die des SB) passt (oder soll mir die DB aus Deiner Sicht zeigen "schau, es gibt nichts!"? Ratlos. Ich suche nicht nach Gründungsförderung, dazu bin ich zu krank.)

Und bei Step-by-Step Förderassistenten - wer ist mit folgendem gemeint:
Förderassistent "Wer soll das Vorhaben durchführen?" (beschreibt mich das? Oder den durchführenden Träger? Oder die Zielkonstellation (will da und da hin?) und "Welche Vorhaben sind geplant?" (wähle ich da Arbeit oder Aus/Weiterbildung? Und ich finde da auch keine Umschulung oder Trefferliste=o)
 

Feuerdrachen

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Für den Widerspruch hat ds JC 3 Monate Zeit § 88 SGG

Du kannst noch eine Sachstandsanfrage schreiben, einreichen gegen Empfangsbestättigung auf der Kopie.
Super Idee! Das werde ich noch machen! Kannte ich nicht.

SB weigerte sich auch (vor Zeugen) Vorgang und Abgabe zu quittieren. Man wird dort kranker und kranker.
 

Feuerdrachen

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Du kannst überlegen, Dienst-und Fachaufsichtsbeschwerde einzureichen.
Ist die Fachaufsichtsbeschwerde höher als die Dienstaufsichtsbeschwerde (scheint so), mal abgesehen von Unterscheidung nach personenzentriert und vorgangszentriert?

Hierarchie für Fachaufsichtsbeschwerde: Wer ist nächster Entscheider über Jobcenter wenn keine Optionskommune?
* Land (welche Stelle)?
* Danach Nürnberg obwohl BAA und nicht JC?
* Danach BMAS?
 

Feuerdrachen

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Seepferdchen, hast Du noch Antworten zu meinen obigen und oberen Posts?

Muss jetzt gehen, lese aber morgen früh nochmal rein.

Danke!
 
E

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Der User Vader schrieb passend:

"Dienstaufsichtsbeschwerde = gegen das (persönliche) Verhalten des SB
Fachaufsichtsbeschwerde = gegen fachlich vermeintlich falsche Entscheidungen"

Aud diesem >Thread<

2 paar unterschiedliche Stiefel, obwohl beides nicht selten zusammenhängt.

Im Anhang noch ein PDF, welches ich einst im Netz fand.

Auszug:

"Wird die Fachaufsichtsbeschwerde bei der Ausgangsbehörde eingelegt, prüft diese, ob sie der Beschwerde abhilft und eine anderweitige Sachentscheidung oder Maßnahme trifft.
Hilft die Ausgangsbehörde einer Fachaufsichtsbeschwerde nicht ab, legt sie die Fachaufsichtsbeschwerde der nächst höheren fachlich zuständigen Behörde vor. Diese trifft dann die Entscheidung über die Beschwerde."

Stand aber auch in dem Link oben:

"Im Regelfall ist eine Fachaufsichtsbeschwerde zunächst bei der Ausgangsbehörde einzureichen, und erst wenn sich hier nicht die gewünschte Reaktion zeigt, weitere Schritte einzuleiten. Wurde die Beschwerde an einer falschen Stelle eingereicht, wird dieselbe weitergereicht und dem Beschwerdeführer darüber Nachricht gegeben."

Aufsichtsbehörden bei nicht Optionskommunen: Die Regionaldirektionen, dann die zentrale der Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg, dann deren Aufsichtsbehörde, das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), dann der Bundestag, lol.

An und für sich sollten die das aber korrekt weiterleiten. Du kannst natürlich auch gemäß der Auskunftspflicht die zuständige Regionaldirektion erfragen.
 

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Seepferdchen 2010

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Hallo Freuerdrachen,

ich nehme an das du diese Frage meinst:

SB weigerte sich auch (vor Zeugen) Vorgang und Abgabe zu quittieren. Man wird dort kranker und kranker.
Hier hast du darauf eine Antwort, lies bitte in diesem Thema.

https://www.elo-forum.org/antraege/40698-position-bmas-thema-empfangsbestaetigung.html

Ist die Fachaufsichtsbeschwerde höher als die Dienstaufsichtsbeschwerde (scheint so), mal abgesehen von Unterscheidung nach personenzentriert und vorgangszentriert?
Und hier noch mal zum Verständnis aus diesem Thread Post 6:

Dienstaufsichtsbeschwerden gehen an den Vorgesetzten. Oberste Dienstaufsicht für Mitarbeiter des Jobcenters ist der Geschäftsführer (§ 44d Abs. 4 SGB II). Dieser wird die Beschwerde notfalls an den entsprechenden Vorgesetzten weiterleiten.

Fachaufsichtsbeschwerden gehen an die - Überraschung! - Fachaufsicht. Dies sind für "die Leistungen nach § 16a, das Arbeitslosengeld II und das Sozialgeld, soweit Arbeitslosengeld II und Sozialgeld für den Bedarf für Unterkunft und Heizung geleistet wird, die Leistungen nach § 24 Absatz 3 Satz 1 Nummer 1 und 2, § 27 Absatz 3 sowie für die Leistungen nach § 28" die Kommune (§ 44b Abs. 1 Satz 1 iVm. § 6 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 SGB II), im Übrigen die Bundesagentur für Arbeit (§ 44b Abs. 1 Satz 1 iVm. § 6 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 SGB II).
Quelle:https://www.elo-forum.org/allgemein...sichtsbeschwerde-fachaufsichtsbeschwerde.html

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