Diskriminierung von 1,50 € Jobber (1 Betrachter)

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keineurojob

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Da ich es bald hinter mir habe ( Rente 11/10 ) habe ich mich mit meinem sehr schönen, meinen Interessen entsprechenden,mit schönem Büro und PC , aber aufgezwungenem Job mit Taschengeld arrangiert. 1 Jahr ohne Fehlzeit mit viel Lob von allen Seiten und nun noch mal verlängert bis 12/10.

Wo und was das ist, lasse ich mal weg, es ist aber eine Arbeit,
die nicht von einem dressierten Affen ausgeführt werden kann.
Sie erfordert Intelligenz und Eigenorganisation.

Aber die Methoden, mit denen das Ganze zustande kommt sind sehr dilletantisch und fragwürdig.

Zunächst einmal stoße ich mich an den Begriffen in den Formularen:
"Zuweisung und Maßnahme "- hören sich an, als sei man ein Strafentlassener auf Bewährung.
Auf der Eingliederungsvereinb, stehen 2/3 Drohungen, Belehrungen, was alles passiert, was für Sanktionen etc. aber kaum etwas über die Rechte die man hat.

Als mein erstes Jahr abgelaufen war, wollten mein "Arbeitgeber" und auch ich das Verhältnis verlängern.
Da ging es dann los, daß es einen Hickhack zwische JC und Träger gab. Das zog sich so lange, daß mein FM sagte, ich solle erst mal
daheim bleiben ( Also Leute, wenn ihr KEINE Verlängerung wollt, dann tut so, als wolltet ihr unbedingt weiterarbeiten, aus Prinzip macht man dann im Amt das Gegenteil )
So zogen 8 Wochen ins Land, bis ich dann eine neue "Zuweisung" bekam und nun bin ich wieder am Arbeitsplatz )

Diskriminierend an dem Ganzen ist, daß ich sehr gut aufgenommen wurde von Kollegen und Vorgesetzten, zu allen Feiern eingeladen, Ausflug, Führungen, Infoabende,Freikarten, usw.
Ich glaube viele wissen auch gar nicht, daß ich 1,50 er bin, sie sehen in mir eine Werkverträglerin.
Ich hänge das auch nicht an die große Glocke, denn mein Status geniert mich. Ich hatte 40 Jahre lang selbst einen Arbeitsplatz ohne Mittelsmänner.

Durch diese Zwangspause aber wurde offensichtlich, daß mit mir "etwas nicht stimmt" da meine Beschäftigung von einer übergeordneten Macht abhängt.

Zu allem Überfluss suchte mich auch noch ein amtlicher Prüfer gestern auf, der " die Arbeitsplätze in Augenschein nehmen soll" ob alles richtig ist, usw.

Das ist doch auch eine Diskriminierung.
Ich kam mir vor, als sei mein Bewährungshelfer da gewesen,
um zu gucken, wie ich mich da "führe"
Was denken sich meine Kollegen jetzt ?
 

münchnerkindl

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Äh, ist der Job denn zusätzlich?

Das hört sich eher so an als würdest du hier dazu beitragen, daß genau diese Stelle, die potentiell deine sein könnte wegrationalisiert werden konnte
 

keineurojob

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Die Stelle ist nicht zusätzlich, generell ist keine Arbeit zusätzlich, aber es wäre für mich keine potentielle offene Stelle denn die Kommunen stellen kein neuen 60 jährigen fest ein.
Wenn es die Möglichkeit mit mir nicht gäbe, würden sie vermutlich die Arbeit von wechselnden Volontären / Praktikanten machen lassen.
 
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Wossi

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Verlängerung ???​

Da du ja offensichlich selbst mit der Verlängerung einverstanden warst, verstehe ich nicht, warum du hier herumjammerst ??? :icon_eek:​

Wie Ein-Euro-Jobs abzuwehren sind, vor allem, wenn diese nicht zusätzlich sind, ist hier reichlich nachzulesen !​
 

Martin Behrsing

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sag mal, du erwartest doch nicht ernsthaft, dass wir dir hier helfen, wo du das ganze freiwillig machst und tatkräftig dabei mithilfst, dass diese Sklavenarbeit weiter ausgebaut wird.

Nur mal so, du machst sklavenarbeit und wirst deshalb auch so behandelt. Also weitere Hilfe gibt es hier nicht.
Da ich es bald hinter mir habe ( Rente 11/10 ) habe ich mich mit meinem sehr schönen, meinen Interessen entsprechenden,mit schönem Büro und PC , aber aufgezwungenem Job mit Taschengeld arrangiert. 1 Jahr ohne Fehlzeit mit viel Lob von allen Seiten und nun noch mal verlängert bis 12/10.

Wo und was das ist, lasse ich mal weg, es ist aber eine Arbeit,
die nicht von einem dressierten Affen ausgeführt werden kann.
Sie erfordert Intelligenz und Eigenorganisation.

Aber die Methoden, mit denen das Ganze zustande kommt sind sehr dilletantisch und fragwürdig.

Zunächst einmal stoße ich mich an den Begriffen in den Formularen:
"Zuweisung und Maßnahme "- hören sich an, als sei man ein Strafentlassener auf Bewährung.
Auf der Eingliederungsvereinb, stehen 2/3 Drohungen, Belehrungen, was alles passiert, was für Sanktionen etc. aber kaum etwas über die Rechte die man hat.

Als mein erstes Jahr abgelaufen war, wollten mein "Arbeitgeber" und auch ich das Verhältnis verlängern.
Da ging es dann los, daß es einen Hickhack zwische JC und Träger gab. Das zog sich so lange, daß mein FM sagte, ich solle erst mal
daheim bleiben ( Also Leute, wenn ihr KEINE Verlängerung wollt, dann tut so, als wolltet ihr unbedingt weiterarbeiten, aus Prinzip macht man dann im Amt das Gegenteil )
So zogen 8 Wochen ins Land, bis ich dann eine neue "Zuweisung" bekam und nun bin ich wieder am Arbeitsplatz )

Diskriminierend an dem Ganzen ist, daß ich sehr gut aufgenommen wurde von Kollegen und Vorgesetzten, zu allen Feiern eingeladen, Ausflug, Führungen, Infoabende,Freikarten, usw.
Ich glaube viele wissen auch gar nicht, daß ich 1,50 er bin, sie sehen in mir eine Werkverträglerin.
Ich hänge das auch nicht an die große Glocke, denn mein Status geniert mich. Ich hatte 40 Jahre lang selbst einen Arbeitsplatz ohne Mittelsmänner.

Durch diese Zwangspause aber wurde offensichtlich, daß mit mir "etwas nicht stimmt" da meine Beschäftigung von einer übergeordneten Macht abhängt.

Zu allem Überfluss suchte mich auch noch ein amtlicher Prüfer gestern auf, der " die Arbeitsplätze in Augenschein nehmen soll" ob alles richtig ist, usw.

Das ist doch auch eine Diskriminierung.
Ich kam mir vor, als sei mein Bewährungshelfer da gewesen,
um zu gucken, wie ich mich da "führe"
Was denken sich meine Kollegen jetzt ?
 
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ExitUser

Gast
Hallo,
der Einfachheit halber antworte ich in Deinem Text.Im Vorfeld meine Meinung mal zusammengefasst:
Du machst den Job gerne, Deine Zweifel halten sich in Grenzen, Du wolltest eine Verlängerung.
Dies alles sind Deine persönlichen Entscheidungen, die ich mir nicht anmaße zu kritisieren.
Im Gegenzug musst Du damit klarkommen, dass Dein Status nun evtl. aufgedeckt wurde.
Der Logik folgend kann das aber nicht wirklich schlimm sein, denn hättest Du ernste Zweifel an der Rechtmäßigkeit Deines Job's gehabt, wäre wohl eine Gegenwehr erfolgt.
Aber da Du bisher zufrieden warst, sage ich mal, Augen zu und durch, es ist nicht mehr lang bis zur Rente.

Wo und was das ist, lasse ich mal weg, es ist aber eine Arbeit,
die nicht von einem dressierten Affen ausgeführt werden kann.
Sie erfordert Intelligenz und Eigenorganisation.

Es ist hübsch zu lesen, dass "minderwertige Arbeiten" in Deinen Augen offensichtlich durchaus von dressierten Affen gemacht werden.Da ich ausserhalb von Zirkus und co jedoch keine arbeitenden Affen, lediglich Menschen kenne, ist diese Formulierung sehr unglücklich gewählt.Man könnte da einiges hinein interpretieren.

Aber die Methoden, mit denen das Ganze zustande kommt sind sehr dilletantisch und fragwürdig.

und trotzdem dankend angenommen!

Zunächst einmal stoße ich mich an den Begriffen in den Formularen:
"Zuweisung und Maßnahme "- hören sich an, als sei man ein Strafentlassener auf Bewährung.
Auf der Eingliederungsvereinb, stehen 2/3 Drohungen, Belehrungen, was alles passiert, was für Sanktionen etc. aber kaum etwas über die Rechte die man hat.

s.o.


Diskriminierend an dem Ganzen ist, daß ich sehr gut aufgenommen wurde von Kollegen und Vorgesetzten, zu allen Feiern eingeladen, Ausflug, Führungen, Infoabende,Freikarten, usw.
Ich glaube viele wissen auch gar nicht, daß ich 1,50 er bin, sie sehen in mir eine Werkverträglerin.

Indiz für reguläre Arbeit, die mit dem Ein-Euro-Job vernichtet wird



Durch diese Zwangspause aber wurde offensichtlich, daß mit mir "etwas nicht stimmt" da meine Beschäftigung von einer übergeordneten Macht abhängt.

So ist das nunmal, wer A sagt,der muss meist auch B sagen.

Zu allem Überfluss suchte mich auch noch ein amtlicher Prüfer gestern auf, der " die Arbeitsplätze in Augenschein nehmen soll" ob alles richtig ist, usw.

Dies sollte tagtäglich, überall in der BRD und vor Allem, unangemeldet stattfinden!Der Löwenanteil der Ein-Euro-Job's entspricht nicht den gesetzlichen Kriterien und die Betreiber dieser Maßnahmen gehören vor den Kadi!Hier wird viel zu selten kontrolliert, im Gegensatz zu den Kontrollen, die gegenüber den ALG2-Beziehern permanent veranstaltet werden!

Das ist doch auch eine Diskriminierung.

Nein, das ist gut und richtig so!

Ich kam mir vor, als sei mein Bewährungshelfer da gewesen,
um zu gucken, wie ich mich da "führe"

Nein, die Kontrolle galt dem Träger, nicht Dir!

Was denken sich meine Kollegen jetzt ?

Davon ab, dass es nur in Deinem Wunschdenken "Kollegen" sind, was kümmert's Dich?
Du hast diesen Ein-Euro-Job, aus welchen Gründen auch immer, angenommen und identifizierst Dich damit, siehst Dich selbst als Arbeitnehmer.
Wer sich so an ein Unrechtssystem anpasst, muss nach mM auch mit den Nachteilen klarkommen.
Vielleicht erkennst Du im Nachhinein, wieviel Du als "Kollege" jetzt nach Bekanntwerden Deines Status noch wert bist.
ciao
Christine
 
W

Wossi

Gast
Hallo,
der Einfachheit halber antworte ich in Deinem Text.Im Vorfeld meine Meinung mal zusammengefasst:
Du machst den Job gerne, Deine Zweifel halten sich in Grenzen, Du wolltest eine Verlängerung.
Dies alles sind Deine persönlichen Entscheidungen, die ich mir nicht anmaße zu kritisieren.
Im Gegenzug musst Du damit klarkommen, dass Dein Status nun evtl. aufgedeckt wurde.
Der Logik folgend kann das aber nicht wirklich schlimm sein, denn hättest Du ernste Zweifel an der Rechtmäßigkeit Deines Job's gehabt, wäre wohl eine Gegenwehr erfolgt.
Aber da Du bisher zufrieden warst, sage ich mal, Augen zu und durch, es ist nicht mehr lang bis zur Rente.



ciao
Christine
:icon_klatsch: :icon_klatsch: :icon_klatsch:

Ist fast so, als wenn jemand Alkohol trinkt und dann noch jammert, dass er besoffen ist ! :icon_twisted:
 

Jürgen3

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Wodurch fühlst du dich denn jetzt genau diskriminiert?
Dass dein beruflicher Status "Ein-Euro-Jobber" ist und das jetzt offensichtlich wurde?

Da deine Arbeit "Intelligenz und Eigenorganisation" erfordert - wer hat die denn vorher gemacht?
 

ela1953

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Die Kollegen sind wahrscheinlich so nett, weil sie NICHT wissen, dass du eine Ein-Euro-Jobberin bist.

Sie denken, du wärst eine TATSÄCHLICHE Mitarbeiterin, die nach Tarif bezahlt wird.

Wüssten die, dass du fast umsonst arbeitest, wären sie wahrscheinlich nicht mehr so nett zu dir.

Denn ihnen kann dann passieren, dass ihr Arbeitsplatz demnächst auch von Ein Euro Jobbern ausgeübt werden.

Und dein Job ist weder gemeinnützig noch zusätzlich. Denn zusätzlich ist nur etwas, was ohne dich nicht ausgeübt würde.

Und da du eine Verlängerung bekommen solltest, zeigt sehr deutlich, dass deine Arbeit gemacht werden muss.

Die Arge hat also genau richtig reagiert, dass sie nicht sofort einer Verlängerung zustimmten und auch deinen Arbeitsplatz überprüften.

Wahrscheinlich war es eine Kungelei mit der Kommune, dass du dann doch nach acht Wochen wieder arbeiten durftest.

Und es gibt doch die Möglichkeit, dass Ältere eingestellt werden zum Tariflohn.
Auch die Kommunen bekommen Zuschüsse bis zu 75 %.

Ich habe jetzt auch einen befristeten Job im öffentlichen Dienst, der gefördert wird. Der mir angebotene Lohn wurde sogar noch erhöht, als rauskam, wie hoch meine Förderung ist.
 

pittiplatsch

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Da ich es bald hinter mir habe ( Rente 11/10 )

Diskriminierend an dem Ganzen ist, daß ich sehr gut aufgenommen wurde von Kollegen und Vorgesetzten, zu allen Feiern eingeladen, Ausflug, Führungen, Infoabende,Freikarten, usw.
?????

Es ist diskriminierend, wenn man gut aufgenommen und eingeladen wird?:confused:

Das soll mal einer verstehen - ich tu es nicht.:icon_eek:
 

nightangel

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Genau das ist mir auch zuerst aufgestossen.
Was bitte ist daran diskriminierend wenn man gut aufgenommen, zu allem eingeladen und freundlich behandelt wird? :icon_eek:
 
E

ExitUser

Gast
Ich habe es so verstanden, dass "keineurojob" es als diskriminierend empfindet, dass die ARGE den Arbeitsplatz kontrolliert und und auffliegt, dass er/sie einen Eurojob hat. Und dass keineurojob nun Angst hat, die Kollegen könnten nun diskriminieren.
Okay, könnte passieren.
Aber ich sag mal: einfach auf sich zukommen lassen
und sich benehmen wie immer.

Zu überlegen wäre, ob keineurojob nach Beendigung der Tätigkeit den Tariflohn einklagt, nach dem Motto "equal pay" (mein Lieblingsausdruck zurzeit *grins*), denn die Arbeit würde einem Festangestellten ja höher bezahlt und scheint nicht zusätzlich zu sein.

Das muss keineurojob aber selbst wissen.

Grüße
Arbeitssuchend
 
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