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Discounter schreiben Rote Zahlen weil es uns so gut geht

E

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  Th.Starter/in  
#1
Eben in den Radio Nachrichten gehört ,leider noch keine link dazu .

So wurde gesagt :Discounter wie Lidl/Aldi/Netto und co. schreiben das erste mal nach 30 Jahren Rote Zahlen.
Erklären kann man das so ,das es den Deutschen besser geht und sie nicht mehr so auf den Preis schauen müssen .
Ja sicher doch ....aber das vielleicht viele sich die Discounter Preise auch nicht mehr leisten können ...UNDENKBAR :icon_neutral:
Mir ist eben fast der Kaffee aus dem Mud gefallen.
 

Detmo2009

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#2
Ist doch nichts neues... Statt einmal wirklich nachzudenken sucht man sich die bequemste "Wahrheit" und ignoriert einfach mal die Fakten...

Schließlich kann es ja nicht sein das sich immer mehr Menschen für immer höhere Preise einfach nicht mehr soviel kaufen können... Packt mal euren Einkaufswagen mit notwendigen Lebensmitteln voll. Spätestens an der Kasse kommt der Herzkasper...

Bei Grundnahrungsmittel empfinde ich Lidl und co gleichteuer wie Edeka und Co.
 

gila

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#4
Darüber haben wir erst neulich diskutiert.
Da kriege ich immer einen dicken Hals und pantomimischen Herpes!

Meine Meinung ist felsenfest - Beispiel der Nachbarort.
Kleines Kaff, ca. 12.000 Einwohner.

Die haben 1 NETTO, NEBENAN einen NORMA, NEBENAN nun eine REWE, der das vorherige Gebäude von LIDL abgerissen hat,
und neu gebaut, nachdem LIDL umgzogen ist.
Ein paar Ecken weiter einen FENEBERG, einen BIO-Supermarkt, einen EDEKA, einen V-Markt, nun noch einen ALDI.

Im fließend nur 3-4 km weiter entfernten nächsten Kaff mit etwas
mehr Einwohnern das gleiche Bild. Noch ein PENNY dazu.

Wenn ich keinen vergessen habe, dann sind es in dem 12.000 Einwohner-Kaff NEUN Discounter und Märkte.
Die Nachbarorte ALLE ähnlich ausgestattet!

EIN WAHNSINN ist das!

Dafür ist Tante Emma aus der Innenstadt, wo viele Ältere wohnen,
verdrängt worden ...

REWE baute als letzter Laden neben NORMA, als Lidl umzog und Schlecker aufgab ...

Ich stelle regelmäßig die Frage: wenn immer wieder neue Filialen aufgemacht werden,
wo ein Ort sowieso schon eine ÜBERVERSORGUNG hat:

FRESSEN DIE EINWOHNER DA PLÖTZLICH ALLE MEHR?

Brauchen sie MEHR Sch..ei..sshauspapier? MEHR Fleisch, Milch, Brot?

Das ist reine VERDRÄNGUNG! Sonst NIX.
Alles weitere Gelaber können die Statistiker, Marktforscher, Discounter und "Fachleute" sich sparen -
auch OHNE Ausbildung in Volkswirtschaft kommt man da drauf.

DENN: Da ALLE Märkte so "großartig" sind und einer den anderen mit Angeboten ÜBERPROTZT,
vergrößert sich stetig das Angebot an MASSE.

MEHR Läden bedeutet aber auch - Beispiel:
es müssen NOCH MEHR Tiere sinnlos abgeschlachtet werden, weil JEDER sich Marktanteile sichern will.
Denn JEDER neue Markt muss ja mindestens genauso VOLL sein, wie der Nachbar ...

Wie geht das alles?
WIE soll man da ÜBERHAUPT noch Geld verdienen?
Also ist genau DAS eine zu ERWARTENDE Entwicklung.

Das hat NICHTS damit zu tun, dass der Deutsche sich mehr leistet und plötzlich zu Edeka geht und LIDL verschmäht.
Das ist alles von den Discountern mit dem Verbreitungs-Wahnsinn HAUSGEMACHT!

Das geht letztlich NUR über Preise, Druck auf die Lieferanten, Hersteller, Landwirte ...
NUR mit Niedriglöhnen beim Personal ... (was sich das gefallen lässt ....)
NUR mit Qualitätsverlusten (Fleischskandale nur zu nennen).

ICH aber behaupte: der "Verbraucher", der nur noch sinnlos und billigst verbrauchen will, ist selber schuld!
Er konsumiert OFT ohne Sinn und Verstand, nur weil da und billig.

BRAUCHT man das alles, was man VER-BRAUCHT?
Meinen Kindern habe ich schon beigebracht: ALLES, was du in so einem tollen großen Laden siehst,
macht zusammen sicher 25.000 Dinge - davon BRAUCHST du aber vielleicht ZEHN, um dich gut zu ernähren und alles andere nicht ...

Vor dem Schlecker-Tod wurde ich Zeugin eines Gespräches dort an der Kasse.
"Freunde" der Kassiererin sagten auf die Frage, dass sie ja schon lange nicht mehr bei "ihr" eingekauft haben:

"Ja woast, des is hoit bei Eich teiriger ...
mir fahrn da oft nach Österreich nüber und kaffa do ei.
"

Ich konnte mir damals nicht verkneifen, mir böse Blicke zu holen und sagte:
"Aha ... interessant, aber an den Arbeitsplatz HIER von Ihrer "Freundin" - da denken Sie NICHT dran?"

Es dauerte nicht lange ...

Ich "bange" vor dem Tag, wenn auch die letzten Bauern ihre Felder für Sonnenenergie hergeben,
weil sie ansonsten für ihre Hände Arbeit nichts mehr bekommen und aufgeben müssen.
Dann sind wir alle "endlich" in den Händen der Discounter und Billiganbieter - in den Händen von Massentierhaltern,
Massen-Backwaren, Massenherstellern von Lebensmitteln - die KEINE LEBENS-mittel mehr sind, von Monsanto,
Bayer und was sonst noch lauert.

WIR hätten es aber in der Hand ... :cool:
Sich etwas zu "bescheiden" und die kleinen Anbieter um einen herum zu stützen ist kein großes Ding ...

Nachsatz: The same procedure mit KIK, Takko, AWG, NKD und sonstigen Konsorten.
Was das für Auswirkungen hat, können die Überlebenden in Bangladesh erzählen - eine VERONA POTH tut es nicht -
der kann man nur wortlos eine in die Fresse hauen!
:icon_twisted:
 

Detmo2009

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#5
@Gila:

Stimmt, diese "Supermarktseuche" ist mir auch schon aufgefallen. Vor allem was für seltsame Auswüchse das annimmt...

In unserem Ort (76.000 Einwohner) gibt es ebenso an fast jeder Ecke entweder einen Lidl, Aldi, Penny oder Edeka. Lustigerweise aber ist die gesamte Innenstadt bei uns komplett befreit von einem Lebensmitteldiscounter. :icon_klatsch: Wird sich bestimmt noch ändern aber ich finde das höchst Interessant das, wenn man direkt in der City wohnt, man zufuß einige Meter laufen muss bis zum nächsten Supermarkt.

Der Konkurrenzkampf zwischen den Konzernen soll im übrigen auch sehr hart sein und ich spreche nicht nur von Aldi zu Lidl, sondern Rewe, Edeka, Metro und co. Da verwundert es nicht das die sich versuchen einige 0,xx Prozente gegenseitig abzuschwatzen indem man einfach ganz Deutschland mit massig Filialen zupflastert...
 

Kleeblatt

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#6
Während sich sichtlich in manchen Gegenden - auch und vor allem in Berlin - die Ketten gegenseitig auf die Füße treten = verdrängen, sollte man allerdings in manchen Ecken von Berlin inzwischen unbedingt ein Auto haben um einkaufen zu können.

Vor 17 Jahren habe ich mir hier ein Haus gekauft und da gab es noch (keine "Ketten sondern echte Geschäfte)
- einen Optiker
- einen guten Blumenladen
- ein nettes Schreibwarengeschäft
- einen Friseur
- ein Geschäft mit Qualitätswaren und guter Beratung für sämtliche Werkzeuge, Schrauben, Schlösser ...
- einen Schuhmacher
- einen Zeitschriftenladen
- einen guten Fleischer
- einen prima Bäcker
- ein gutes griechisches Restaurant
und dazu
- einmal Aldi
- einmal Penny
und alle hier waren glücklich und konnten zu Fuß leicht alles erreichen.
ALLE o.g. sind weg, fort, aufgegeben.
Jetzt haben wir hier noch:
- Aldi
- neukauf
- Lidl
- Baumarkt

Alle vier sind jeweils recht weit voneinander entfernt, so daß man entweder Auto oder Fahrrad benötigt. Man sollte nicht krank und gut zu Fuß sein ansonsten.
Inzwischen sind die meisten hier Wohnenden in die Jahre gekommen, die Kinder groß und die Alten nicht mehr gut auf den Socken.
Möchte man Qualitätsprodukte kaufen und dazu noch Abwechslung, möchte man frisches Obst ect. pp. oder gar guten Käse oder guten Fisch, so tigere man eben in andere Stadtbezirke bzw. dort auf die Wochenmärkte, denn einen eigenen haben wir nicht. Der nächste Wochenmarkt ist Mittwochs und Freitags bis 16 Uhr und von hier knapp 6 km entfernt.

Ich arbeite in der City, - ja klar, dort fällt man faktisch von einem Geschäft in das Andere. Alles sooo "hipp" und teuer, "Edel" hier und "Edel" dort ...
Aber wehe wenn ich doch mal krank bin oder vor Feiertagen eingekauft werden muß, - entweder also in der City während der Arbeitszeit oder aber eben irgendwann mit dem Auto an die o.g. drei Samstags.
Wer also glaubt, vor allem als Touri, das in Berlin die Versorgung problemlos und flächendeckend toll ist, - also da kenne ich seit Jahren "Ecken" wo es echte Probleme gibt.

Das nun alle Deutschen nur einkaufen wo sie ein "Erlebnis" dabei haben oder "unterhalten" werden möchten ect. - also DAS kenne ich in meinem Bekanntenkreis nicht.

Da sind die Meisten froh überhaupt noch die Zeit zum Nahrungsmitteleinkauf zu haben und andere Dinge (Kleidung ...) wird im Net inzwischen gekauft, - mangels Zeit, mangels guten Angeboten in den Geschäften, mangels Nähe der Geschäfte und weil man in den Geschäften inzwischen ebenso wenig beraten wird wie im Net, allerdings mehr Ruhe hat und auch an Nicht-Arbeitstagen dort surfen und bestellen kann, keine Parkplätze suchen und bezahlen muß ...

Desweiteren kann ich mir lebhaft vorstellen das immer weniger Menschen überhaupt noch das Geld haben um einzukaufen wie weiland in den 1980 / 1990ziger Jahren.

Die Einen haben das Geld, aber eben keine Zeit um es auszugeben.
Immer mehr Menschen haben zwar (leider) die Zeit zum Einkauf, aber eben nicht mehr das Geld es zu bezahlen.

Tja, dann werden wohl die Umsätze in den Geschäften weiter nach unten gehen.
Wer seine Angestellten nicht angemessen bezahlt braucht sich nicht zu wundern das sie weder bei ihm noch bei Anderen etwas kaufen.
Logisch.
 

Roter Bock

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#7
Unser Kaff hat weniger als 3000 Einwohner...

1 Edeka
1 Markant
1 Riesen Netto

Das Käseblatt schreibt dazu: "Wirtschaftsstandort xxxxxx (Name mein Wohnort)". Zum Einkaufen fahren die Leute in die Kreisstadt (30.000 Seelen)

Ich bin vor Lachen unter dem Tisch gefallen.

Roter Bock
 

lola montez

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#9
Ich gehe so weit ich es mir erlauben kann im russischen SM einkaufen.
Achte aber auch immer auf gesunde und keine genmanipulierte Ernährung.
Dann eben Aldi, gute Auswahl, nicht so teuer und immer frisch.
Milchprodukte sind dort sehr gut und auch Waschmittel, Toilettenpapier und Grundnahrungsmittel.
Obst und Gemüse ist immer frisch und ab und zu mal Fleisch.
 

Steamhammer

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#10
Die Deutschen können zwar keine Kinder kriegen, verraten sich gegenseitig ans "Job"center und unterwerfen sich in widerlicher Weise den Unternehmern und glauben absolut alles, was von "oben" kommt -- aber dummshoppen am Sonntag, das können sie perfekt.
 

ThisIsTheEnd

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#11
Irgendwann sind halt die Grenzen erreicht. Da geht nur noch Verdrängungswettbewerb oder alle Menschen beschließen fett zu werden und sich das doppelte an Körpergewicht anzufuttern. Es ist schon lange an der Zeit diesen Wachstumswahn zu beerdigen. Aber die Menschen glauben daran. Es kommt nicht von ungefähr, das die Volkswirtschaftslehre religiöse Züge trägt. Die meisten Ökonomen glauben tatsächlich daran, VWL sei eine Wissenschaft. Dabei ist das bestenfalls Voodoo.
 

ZynHH

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#12
Die Deutschen können zwar keine Kinder kriegen, verraten sich gegenseitig ans "Job"center und unterwerfen sich in widerlicher Weise den Unternehmern und glauben absolut alles, was von "oben" kommt -- aber dummshoppen am Sonntag, das können sie perfekt.
Na lassen wir heute wieder den schnorrenden Rassisten raushängen?:popcorn:
 

ThisIsTheEnd

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#14
So kann man es auch nennen. Oder mit einem leicht abgewandelten Sheldon Cooper Zitat: "Economics is not a real science". :icon_twisted:

Ach ja, eine Discounterschwemme gibt es hier natürlich auch.
 

lola montez

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#15
Die Deutschen können zwar keine Kinder kriegen, verraten sich gegenseitig ans "Job"center und unterwerfen sich in widerlicher Weise den Unternehmern und glauben absolut alles, was von "oben" kommt -- aber dummshoppen am Sonntag, das können sie perfekt.
Sind wirklich alle Deutschen so?
Ich habe immer gute Erfahrungen gemacht, obwohl ich als Georgierin nicht unbedingt einen guten Stand habe.
Bist du Deutscher, ich glaube ja, aber ist gibt überall Böse und Gute.
bei uns auch.
Oder hast du so schmerzhafte Erfahrungen mit ihnen gemacht?
Schade, du schribst immer so gute Beiträge und ich lese sie gerne, weil du viel Ahnung hast. :icon_daumen:
 

Berenike1810

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#16
.
Abgesehen davon was hier schon alles geschrieben steht, darf ich anmerken, dass z.B. Aldi in den letzten 3 bis 4 Jahren, zwar nicht unbedingt an Qualität, dafür aber durchaus an Preisgünstigkeit deutlich verloren hat.

- Seit die zwei "alten Albrechts" out of Order sind hat sich auch das Sortiment verändert.... kommt heute, der allwöchentliche Prospekt, kann ich planen, mich vollständig einzukleiden, von der Unterwäsche bis zu'm Anorak, sportlich auszurüsten und Urlaube, sowie Flatrates zu buchen.

Früher sind die Leute dahin gegangen um gute Lebensmittel zu einem verträglichen Preis zu erwerben.

Vergleiche ich heute das Preisleistungsverhältnis, von vor ca. 5 Jahren, muß ich feststellen: "so dolle ist das garnichtmehr".

(=Der Wettbewerb)

Ich muß sagen: nach wie vor gibt es einige Produkte, die ich am ehesten dort kaufe. Noch.

Ansonsten mutiere ich auch zurück zu unseren Wurzeln und verhalte mich wie "Jäger und Sammler".

Berenike
.
 

hemmi

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#17
Naja bei Aldi und Konsorten kaufe ich keine Klamotten und Ähnliches.:biggrin:
 
E

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  Th.Starter/in  
#18
Vergleiche ich heute das Preisleistungsverhältnis, von vor ca. 5 Jahren, muß ich feststellen: "so dolle ist das garnichtmehr".
Stimmt. Ausserdem lässt sich in Supermärkten genauso günstig einkaufen wie in Discountern, sofern man sich nicht blindwütig auf die nächstbesten "Markenartikel" stürzt sondern sich in Ruhe umsieht und vergleicht.

Dazu kommt, dass Supermärkte wohl nicht ganz so rigide mit ihren Mitarbeitern umgehen wie Discounter und man sich damit nicht ganz so mitschuldig am Sklavenhaltertum macht. Nehme ich zumindest an, fehlen doch die Horrormeldungen wie bei Lidl, Aldi und Co., was freilich nicht zwangsläufig eine Tatsache sein muss, deswegen ja: Annahme.
 

Steamhammer

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#19
Stimmt. Ausserdem lässt sich in Supermärkten genauso günstig einkaufen wie in Discountern, sofern man sich nicht blindwütig auf die nächstbesten "Markenartikel" stürzt sondern sich in Ruhe umsieht und vergleicht.

Dazu kommt, dass Supermärkte wohl nicht ganz so rigide mit ihren Mitarbeitern umgehen wie Discounter und man sich damit nicht ganz so mitschuldig am Sklavenhaltertum macht. Nehme ich zumindest an, fehlen doch die Horrormeldungen wie bei Lidl, Aldi und Co., was freilich nicht zwangsläufig eine Tatsache sein muss, deswegen ja: Annahme.
Bei Rewe gibt es vergleichbare Ereignisse und bei Edeka auch.Das täuscht.
 

dellir

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#21
Hier wurde einfach schlecht recherchiert und viele fallen auch noch darauf rein. Denn viele Produkte sind z.B. bei Real oder Kaufland billiger als bei den Discountern -und das sind keine Sonderangebote. Hinzu kommt noch die Vielfalt und die hauseigenen Marken, die nie teurer sind als die Discounter. Fazit: Viel Lärm um nichts. :icon_razz:
 

JulieOcean

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#22
Hinzu kommt noch die Vielfalt und die hauseigenen Marken, die nie teurer sind als die Discounter.
Die Erfahrung habe ich auch immer wieder gemacht: Die Hausmarken bei R*we sind nicht teurer als bei P*nny und Co.

(...) oder alle Menschen beschließen fett zu werden und sich das doppelte an Körpergewicht anzufuttern.
Das wird oft leicht gemacht. N*etto verkaufte kürzlich die XXL-Kartoffelchips-Trommel. Das Ding hatte die doppelte Größe einer Waschmittel-Trommel. Wer sowas nicht mehr kennt, bitte das Foto angucken. Darin waren mehrere Kilo Chips. Die Leute kaufen das. Und wer es kauft, der (fr)isst es auch.
 

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#23
Ich denke das liegt einfach daran daß es mittlerweile zu viele Filialen von zu vielen Discounterketten gibt.

Der Markt dafür ist da, aber die Manager waren offenbar wie überall in der Wirtschaft der Meinung daß Bäume in den Himmel wachsen und haben wie die blöden überall Märkte hingebaut, zT gleich mehrere von diversen Ketten nebeneinander.

Tja, aber wenn der Bedarf gesättigt ist ist er eben gesättigt, mehr Märkte generieren dann nicht mehr Umsatz sondern einfach nur mehr Kosten.
 

XxMikexX

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#24
Verdrängung mit dem Ziel Monopol ist die Devise.

Weit weg sind wir davon ja nicht mehr.


Bei manchen Läden fragt man sich wirklich wie da Geld verdient werden soll. Aber das sehen solche Ketten ganz locker, das wird als Verlust von der Steuer abgeschrieben.

Bei uns hat ein Supermarkt sogar einen potentiellen Konkurenzstandort gemietet.

Das Ding steht seit 3 Jahren leer, Hauptsache es kommt kein Konkurrent dahin.

Für solche "Späße" ist Geld da, für die Entlohnung der Mitarbeiter aber nicht!

Wenn ich mir die Flukuation ansehe, ist das schon aussagekräftig.

Aber es gibt genug Nachschub. Es gibt immer noch mehr als genug Vollmeisen die den Beruf Einzelhandelskaufmann über 3 Jahre erlernen um dann mit Glück einen 400 € Job zu erhaschen.:icon_neutral:

Da frag ich mich echt ob wir gerade von den Bäumen herabgestiegen sind und im Begriff sind, den aufrechten Gang zu erlernen.
 

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#25
Naja

wer in den Märkten Fachpersonal sucht wird keines finden

überall hängen in unseren märkten schilder

Mitarbeiter auf max 400 Euro BAsis gesucht für
Kasse Waren einräumen Käsetheke Fleischtheke und so weiter.
Der hammer war heute im Ciombi die Fleischtheke.
Auf nachfrage in welcher MArinade das fleisch eingelegt ist kam als antwort keine AHnung habe ich nicht gemacht

Abe r hier Irma,Combi Rewe DM alle auf 200Meter verteilt

einige teilen sich den gleichen PArkplatz
 

dagobert1

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#26
In unserem Ort (76.000 Einwohner) gibt es ebenso an fast jeder Ecke entweder einen Lidl, Aldi, Penny oder Edeka. Lustigerweise aber ist die gesamte Innenstadt bei uns komplett befreit von einem Lebensmitteldiscounter.
Weil am Stadtrand die Mieten/Grundstückspreise niedriger sind als in der Innenstadt. Ist für die Discounter ne simple Rechenaufgabe. Hier gibt's auch Aldi, Lidl und Netto, alle dicht zusammen, alle am Ortsrand.
 
E

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  Th.Starter/in  
#27
N*etto verkaufte kürzlich die XXL-Kartoffelchips-Trommel. Das Ding hatte die doppelte Größe einer Waschmittel-Trommel. Wer sowas nicht mehr kennt, bitte das Foto angucken. Darin waren mehrere Kilo Chips. Die Leute kaufen das. Und wer es kauft, der (fr)isst es auch.
Solche "Chipstonnen" gibt es immer wieder mal. Zum Glück nicht von der einzigen Chips-Marke, die ich mag. Aber auch "meine" Sorte gibt es mittlerweile häufiger in 200g-Tüten als in den früher üblichen 175g-Tüten. Noch früher waren es, glaube ich, 150g oder 125g. Und ich gebe zu: Wenn die Tüte einmal offen ist, dann futtere ich sie auch leer. Manchmal ganz unbewußt, vertieft in mein Buch stelle ich plötzlich beim Griff in die Tüte fest, daß nix mehr da ist. Allerdings schmecken die auch nicht mehr sonderlich, wenn sie lange in der offenen Tüte liegen, das Aroma verduftet, die Knackigkeit geht auch oft flöten...

Ich gebe meiner Lust nach Chips inzwischen halt deutlich seltener nach als in meiner Jugendzeit.



Ich könnte hier in der kleinen Großstadt (> 290.000) immer noch zu Fuß einkaufen (bis vor wenigen Jahren auch gemacht). In ca. 15 Minuten Entfernung liegen REWE, Aldi und Lidl nebeneinander, dazu noch ein DM. Leichte Randlage, gerade noch Innenstadt.

Aber auch in der Innenstadt gibt es noch einen REWE und einen Edeka.
 

nightangel

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#28
Naja

wer in den Märkten Fachpersonal sucht wird keines finden

überall hängen in unseren märkten schilder

Mitarbeiter auf max 400 Euro BAsis gesucht für
Kasse Waren einräumen Käsetheke Fleischtheke und so weiter.
Das kommt weil nur noch ungelernte, junge Leute eingestellt werden die von nichts eine Ahnung haben, aber sie sind halt billiger.
Einer gelernten Kraft muss man halt mehr bezahlen, vor allem wenn sie schon ein wenig älter ist.
Als gelernte/r Verkäufer/in findet man heute kaum noch Arbeit ausser vll. als Minijob.

Das hätte ich mir früher mal erlauben sollen einem Kunden zu sagen "k.a. Ahnung........." mein Chef hätte mich in den Boden gestampft. Heute wird da überhaupt kein Wert mehr drauf gelegt, hauptsache billig.
 

Bambi_69

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#29
Das Ding hatte die doppelte Größe einer Waschmittel-Trommel. Wer sowas nicht mehr kennt, bitte das Foto angucken.
Ach ja, die gute Klementine mit ihrem Ariel. Das waren noch Zeiten. Die großen Chips-Trommeln werden vornehmlich zu Fußballereignissen oder jetzt im Sommer angeboten. Wer eine Party schmeisst, greift da eben zu. Es ist nicht gerade das gesündeste Produkt aber eines der beliebtesten.

Aber insgesamt gebe ich hier wirklich allen recht. Die Märkte sind im wahrsten Sinne des Wortes gesättigt. Es wird mehr produziert, als hier jemals gekauft werden kann. Ich möchte gar nicht daran denken, wieviel täglich davon im Müll landet. Damit meine ich nicht den Haushaltsmüll sondern den Containermüll in denen das zuviel Produzierte schließlich landet (oder was davon nicht mal mehr von den Tafeln abgenommen werden kann). Und dann schreit man nach immer mehr Wachstum. Ja wohin soll es denn noch wachsen? The Sky is the limit? Es ist wie bei einem Krebsgeschwühr, irgendwann bricht der gesamte Organismus (Volkswirtschaft) zusammen mit allen unangenehmen Begleiterscheinungen. Dann stehen wir wieder bei Null und dürfen von vorne anfangen.
 

ZynHH

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#30
Und dann schreit man nach immer mehr Wachstum. Ja wohin soll es denn noch wachsen?
Darum sind ja auch die Löhne in d-land egal....müssen nicht steigen, weil ein Konsum mit mehr Verbrauchergeld nicht im Inland stattfinden würde.:icon_pause:

Dann stehen wir wieder bei Null und dürfen von vorne anfangen.
Hoffen wir, das es bald soweit ist. :popcorn:
 

2010

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#31
Der wesentliche Grund hierfür ist, dass immer mehr Deutsche beim Einkauf im Supermarkt nicht mehr ganz so stark auf den Preis schauen wie noch vor ein paar Jahren. "

Discounter : Deutschen Kunden vergeht die Lust an Aldi und Lidl - Nachrichten Wirtschaft - DIE WELT
Ich ordne den Artikel in die Kategorie Wahlpropaganda ein.

Auffallend ist, daß die Läden des täglichen Bedarfs am Monatsanfang knacke dicht sind, aber schon ca. 14 Tage vor Monatsende nimmt der Kaufansturm ab, innerhalb der Woche vor dem Ersten ist dann gähnende Leere zu verzeichnen. Egal ob Aldi, Lidl etc. , oder Real, Edeka, Sky.
(Keine sozialen Brennpunkte, sondern gutbürgliche Gegenden)

(Habe mal den Inhalt der Chipstonnen die ab u. zu beim Lidl angeboten werden, preislich mit den normalen Tüten verglichen - selber Inhalt - , die Tüten waren/sind preiswerter)
 

Tinka

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#32
Die Versorgungs-Pflicht, bzw. der Versorgungs-Auftrag der großen Supermärkte an die Bevölkerung wird seit Jahren schlimm vernachlässigt und dadurch ersetzt, daß diese Firmen einfach machen, was sie wollen und einzig ihrem Profitstreben dienen.

Irgendwo auf der Grünen Wiese? Egal!
Irrsinsspreise? Egal!
Nur noch Junk-Food? Egal!
usw.? Egal!

Der Mensch hat zu kaufen & zu fressen, was ihm die "Lebens"-mittel-Industrie hinwirft, je mehr je besser.


Die Verpflichtung der Versorgung, die diese Firmen gegenüber den Menschen eingehen UND die den Firmen überhaupt ihre Daseinsberechtigung gibt - eine Pflicht genau wie bei der Versorgung durch Strom, Wasser, Müll, Bahn, Telefon, KH, etc. - ist in deren privaten Händen inzwischen nicht mehr vorhanden.

Nicht hinnehmbar, finde ich...
 

Detmo2009

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#33
Gestern gab es auf ZDF die Terra X Doku "Deutschland - Wie wir Leben". War ganz Interessant wie dort mit statistischen Zahlen umsich geworfen wurde. Und aufgekommen ist auch unser Konsumverhalten, bzw. direkt die Anzahl von Discountern in Deutschland. Über 14.000 Filialen und damit die höchste Discounterdichte. Fast jede zweite Filiale in Europa steht in Deutschland.

Ob die Angaben richtig sind lasse ich mal dahingestellt, gefühlt aber kommt das hin. Hier im sehr ländlichen Landkreis Lipppe sieht man des öfteren mal mitten in der Pampa nicht etwas ein Bauernhof, sondern diese unverkennbar hässligen Aldi/Lidl Neubauten rumstehen. Manchmal derart weit ab vom Schuss, das man sich echt fragt wieviele Kunden sich da noch hin verirren...

MfG
 

Realo

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#34
die Discounter überlegen sich schon wo sie eine Filiale aufmachen. Denn das kostet ja erstmal. Die Daten bekommen sie von GFK, Markterhebungen, Payback, etc. Und ansonsten machen die Discounter das was der Kunde will... und das ist halt zuallererst mal billig....
 

Kleeblatt

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#35
Wenn einige Wirtschaften Überproduktionen haben, dann kann es auch kein "Wirtschaftswachstum" mehr geben.
Ohne Wachstum Stagnation und deshalb muß man Waren künstlich verknappen.
Früher machte man das mit Kriegen. Dadurch wurden alle Waren knapp und durch den Wiederaufbau gab es massenhaft Arbeitsplätze.

Geht ja nun nicht mehr, hüstel.
Selbst Stellvertreterkriege geben das nicht mehr in dem Umfang her wie es benötigt wird.
Tja, dumme Nummer in der wir hier so hocken.

Wir ersaufen in Waren, welche die Einen nicht kaufen wollen, Andere nicht können. Und es werden trotzdem immer mehr davon hergestellt.
Also entweder mal ein Reset (was nicht machbar sein dürfte) oder aber - fette Naturkatastrophen oder eben ganz viele Kriege (wir nehmen zur Not auch kleine Kriege, besser als Nix).

Eine Marktbereinigung durch Spezialisierungen auf hochwertige Qualitäten zum "normalen" Preis unter Einbeziehung ökologischer Überlegungen und damit höherer und besserer Gesundheit .... ist einfach viel zu vernünftig um durchsetzbar zu sein.
Naja, früher hieß das mal "Qualität geht vor Quantität". Früher.
 
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