Digitale Akte und Papierakte (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Magie57

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Halli Hallo Foris,

hab da mal ne ("dämliche"...*g*) Frage.

Neulich beim Termin bei meinem SB:

SB meint es gebe keine Papierakte von mir.:confused:
Alles wird nur digital gespeichert. :confused:

Auch der hinzugekommene TL bestätigte das.

Ähm, die erzählten mir doch einen "vom Pferd" oder?
 

Flumpe

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Öhm... Das mit dem Pferd sollte stimmen.

Briefe werden in einer Festplatte eingeheftet .... :icon_kinn:
 

Sinuhe

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Zumindest bei der BA wäre das möglich:

Nürnberg . Die Bundesagentur für Arbeit (BA) stellt noch in diesem Jahr auf elektronische Akten um. Nach einem erfolgreichen Feldversuch in Sachsen-Anhalt und Thüringen werde von Montag (2. Juli) an auch in Berlin-Brandenburg und Sachsen damit begonnen, mit der E-Akte zu arbeiten, sagte eine Sprecherin der BA am Dienstag und bestätigte damit einen Bericht der "Süddeutschen Zeitung".

Ob auch in den für die Hartz-IV-Empfänger zuständigen Jobcentern auf die E-Akte umgestellt wird, wie es in dem Zeitungsbericht heißt, konnte die Sprecherin nicht sagen. "Das kann die BA nicht bestätigen", erklärte sie.
Bundesagentur führt E-Akten ein: Umstellung betrifft zunächst Arbeitsagenturen und Familienkassen

Digitalisierung - Arbeitsagenturen schaffen Papier-Akten ab - Wirtschaft - sueddeutsche.de
 
E

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manche kann man doch ein X für ein U vormachen :icon_neutral:

dem TL gleich eine FACHAUFSICHTSBESCHWERDE reindrücken :icon_daumen:
Jaja, da ist man hier im Forum immer schnell dabei, wenn es angeht, anderen zu raten, sie mögen sich doch beschweren...Vielleicht sollte man sich im Vorfeld aber erst mal hinreichend informieren, denn es ist durchaus sehr gut möglich, dass es wirklich keine Akte in Papierform mehr gibt. Bei "meiner" alten Behörde ist diese Umstellung auch schon erfolgt. Siehe dazu:

Papierlose Verwaltung: Die Elektronische Akte (E-AKTE) in der Bundesagentur für Arbeit - www.arbeitsagentur.de
 

Nicky1607

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Moin!

Da die "Niederlassungen" wirklich von Papier auf Speichermedium umstellen, wird es bald keine Papierakten mehr geben.
Wie weit die da bei Dir sind...
*smile*

Am besten in schriftlicher Form einen Antrag auf Akteneinsicht stellen, dann klappt das schon - ob Du dann in einer Mappe wühlst oder mit der Maus in der Hand vor einem Computer sitzen wirst...

Ob nun auf Papier oder Festplatte - es ändert sich für ELOs NICHTS.
Nur mal eben mündlich fragen, ob man rein gucken darf, hat hierbei noch nie zum Ziel geführt!
;-)

Hartnäckig bleiben und schriftlich beantragen.

---------------------------------------------------
Eventuell so in der Art ->

...auf der Grundlage von § 25 Abs. 1 SGB X, bitte ich um Einsicht in sämtlichen für Ihre Entscheidung herangezogenen Akten, einschließlich der elektronischen Ausführung bei Ihnen VERBIS genannt.

Falls die Erteilung der beantragten Akteneinsicht abgelehnt wird, bitte ich bis zum X.X.XX, um Erteilung eines schriftlichen, rechtsmittelfähigen Bescheides.
-------------------------------------------------------------

So in der Art liest man es bei den Anträgen, die dann auch zum Ziel führten.
*s*

Also, viel Erfolg, Nicky
 

Flumpe

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Ob nun auf Papier oder Festplatte - es ändert sich für ELOs NICHTS.
Ich vermute schon dass sich für uns Elo´s dann etwas ändern wird.
Denn nur zu gerne verweigern schon heute zu viele SB den -nur- einfachen Blick auf ihren geliebten Monitor.
Immerhin -könnte- der Leistungsbezieher ja zufällig den Müll zu sehen bekommen, der über ihn, z.T. sogar rechtswidrig, in die Tasten gehauen wurde.

Ich z.B. konnte kürzlich einen kleinen Blick auf den Monitor meines SB erhaschen.
Siehe da....: "Herr Flumpe hinterfragt regelmässig ...... Er verhält sich...." Uns so weiter.
In meiner eigenen Sache bin ich noch in Lauerstellung. Noch!

Darum denke ich schon, das eine Akteneinsicht ohne Papierakte zukünftig schwieriger werden wird.
 

Nicky1607

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Das, was Du da von mir zitiert hast, bezog sich darauf, dass es immer schon "etwas" schwerer war, nur durch mündliches Fragen, in seine Akte gucken zu dürfen!

Schriftlich klappt es aber durchaus, ob nun Akteneinsicht oder andere Belange.
 

Flumpe

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Da stimme ich Dir in vollem Umfang zu :icon_daumen:

Mündlich sollte man es wirklich nicht machen.

Hmmm.... Was für Blicke würde es wohl geben, wenn wir auch auf digital umstellen würden?

:icon_kinn: USB-Stick mit zum Amt nehmen, auf dem dann eigene Anträge gespeichert sind ... :biggrin:
 
E

ExitUser

Gast
:icon_kinn: USB-Stick mit zum Amt nehmen, auf dem dann eigene Anträge gespeichert sind ... :biggrin:
Dies dürfte schon deshalb unmöglich sein, da es zumindest in den BA-Jobcentern softwaretechnisch gar nicht möglich ist, einen USB-Stick anzuschließen. Da kommt gleich eine Alarmmeldung und der IT-Service wird informiert. Und wer von Extern mit dem Amt kommunizieren will, muss nicht-ausführbare Datein (also etwa .pdf) hinschicken. Worddokumente und .exe-Dateien hält die BA-Firewall ab bzw. sie können von Nicht-IT-Mitarbeitern gar nicht geöffnet werden.
 

arbeitslos in holland

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mensch @burns torn

es geht doch nicht darum, ob die akteneinsicht bei einer papier- o. digitalakte verweigert wurde und wird !

es geht um das VERWEIGERN !

das hat einen elo überhaupt nicht zu interessieren, wie die freaks die akteneinsicht ermöglichen und ob die dafür auf dem kopf stehen müssen, oder nicht :icon_party:

die haben das zu machen und die akteneinsicht zu ermöglichen !!
ansonsten -> FACHAUFSICHTSBESCHWERDE in digital oder in papier, is wurscht :icon_party:

aber BESCHWERDE !
 
E

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Gast
mensch @burns torn

es geht doch nicht darum, ob die akteneinsicht bei einer papier- o. digitalakte verweigert wurde und wird ! es geht um das VERWEIGERN !
Es wurde aber gar nichts verweigert! Zumindest geht dies aus den Ausführungen von Magie 57 in keiner Weise hervor. Er/Sie führte aus, dass der SB meinte, dass es keine Papierakte gäbe und der Teamleiter dies ebenfalls bestätig habe. In Folge dessen wurde hier gemutmaßt, dass man Magie 57 "für besonders dumm verkaufen und einer eventuellen Akteneinsicht vorbeugen" wolle. Genau dafür findet sich im Geschilderten aber kein Beleg. Vor diesem Hintergrund halte ich deinen Rat, "dem TL gleich eine FACHAUFSICHTSBESCHWERDE" reinzudrücken, nicht nur für fraglich, sondern für kontraproduktiv, da nicht evident ist, dass der Teamleiter sich falsch verhalten hat.

Ich begrüße eindringlich, dass Kunden ihre Rechte einfordern und sich nicht alles gefallen lassen. Aber die Gegenwehr muss begründet sein. Beschwerden sind nur dann ein probates, zielführendes Mittel, wenn ein Fehlverhalten begründeter Weise angenommen werden kann und hinreichende, nachweisbare Belege (Dokumente, Zeugenaussagen) für das angenommene Fehlverhalten existieren. Das ist hier - meinem Informationsstand nach - aber nicht unbedingt der Fall.

Eine Fachaufsichtsbeschwerde ist im vorliegenden Fall meiner Einschätzung nach kein adäquates Mittel, da sie a) als haltlos abgeschmettert würde und b) der Kunde damit mit ziemlicher Sicherheit auf die "schwarze Liste" jener "Querulanten" geriete, die man dann besonders intensiv durch eine Vielzahl an VVs und Maßnahmen zu beglücken versucht. Des Weiteren macht man sich, sollte es später mal zu rechtlichen Auseinandersetzungen mit dem JC vorm SG kommen, in Folge vormals unbegründet ergangener Beschwerden unglaubwürdig, weil die Widerspruchsstelle des JC dem SG-Richter dann fröhlich grinsend den dezenten Hinweis geben kann, dass es sich beim Kläger doch um einen "bekannten Querulanten" handelt, der schon in der Vergangenheit unhaltbare Behauptungen aufstellte.

die haben das zu machen und die akteneinsicht zu ermöglichen !! ansonsten -> FACHAUFSICHTSBESCHWERDE in digital oder in papier, is wurscht :icon_party:aber BESCHWERDE !
Und nochmal: Aus den vorliegenden Schilderungen geht in keiner Weise hervor, dass eine Akteneinsicht verweigert wurde. Ich gehe auch stark davon aus, dass kein Teamleiter es riskieren würde, auf eine klare Aufforderung wie "Ich verlange Akteneinsicht" zu antworten "Die gewähren wir ihnen nicht".
 

arbeitslos in holland

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ja sicher.

natürlich kann maggie57 auch bloss zum spass gefragt haben, ob ihre akte digital oder in papier vorliegt.

ich denke aber, dass maggie57 eher interessiert, was in der akte steht und nicht aus was die akte besteht.

dafür hat gott uns ja schließlich das wahrscheinlichkeitsgesetz beschert :icon_party:

und das man aus der aussage "ihre akte ist nicht papier, sondern digital" keine FACHAUFSICHT bauen kann, ist auch klar.
es geht darum, dass dem bürger damit barrieren aufgebaut werden und das braucht man sich nicht gefallen zu lassen.

da interessiert mich das geblubber vom tl doch nicht :icon_evil:
 
E

ExitUser

Gast
ich denke aber, dass maggie57 eher interessiert, was in der akte steht und nicht aus was die akte besteht.
Dann muss man schlicht und einfach klar benennen, was man will. Eine Fehlkommunikation, so sie überhaupt erfolgt ist, indiziert kein fachliches Fehlverhalten, in Folge dessen also auch keine Fachaufsichtsbeschwerde. Sicher ist es unter menschlichen und professionellen Aspekten nicht gerade kundenorientiert, wenn der Teamleiter vermutlich weiß, was der Kunde will, aber nur hört, was er explizit sagt. Das ist kein bürgerfreundliches Handeln, wenn der TL dadurch wirklich einer Akteneinsicht vorbeugen wollte. Aber es ist im rechtlichen und verwaltungstechnischen Sinne kein fachliches, sondern wenn überhaupt ein menschliches "Fehl"verhalten.

Die Schuld für eine solche Fehlkommunikation kann aber auch nicht ausschließlich auf der einen Seite gesucht werden. Da muss auch der Kunde mal selbstkritisch sein. Bei Ausländern bzw. Kunden, die der deutschen Sprache nicht vollends mächtig sind, ist es sicher Aufgabe der Amtsperson, vorteilsübersetzt mit dem Kunden zu reden, aber wenn man der deutschen Sprache mächtig ist, sollte obige "Fehlkommunikation" durch binnen weniger Sekunden auflösbar sein.

Wenn ein Kunde kommt und sagt: "Ich verlange Akteneinsicht" und der TL sagt dann "Es gibt keine echte Akte, das ist digital gespeichert" dann sagt man doch, so wirkliches Interesse an der Einsicht besteht, nicht "Okay, dann eben nicht", sondern doch wohl eher "Dann will ich das sehen ,was digital gespeichert ist". Und fertig. Da sehe ich auch keine groß aufgebaute Hürde. Das ist gängige Praxis seit jeher: Willst du was, dann musst du dich selbst kümmern, nachhaken und auf deinen Rechten bestehen. Wer das tut, kommt meist auch zu seinem Recht bzw. er kommt weiter.
 
K

KAHMANN

Gast
Und was möchte uns der Dichter damit sagen?

Das bedeutet das man sich schleunigst Akten der Sachbearbeiter anlegen sollte.


Denn wenn auch nur die hälfte des Mülls der Papierakte im EDV System der BA per Mousklick durchleuchtet werden kann, ist das einzige Druckmittel gegen die Verleumdungen bei heimlichen Vermerken, der Verweis auf Veröffentlichung von Klarnamen der beteiligten Sachbearbeiter!

Bundesdatenschutz sagt:
Löschung der Jobcenter Daten erst nach 6 Jahren!
Bei sofortigem Leistungsverzicht soll es angeblich 10 Monate bis zur Löschung dauern.

Aber wie jeder weiss - was einmal digitalisiert wurde - kann auch schnell kopiert - verbreitet - oder verkauft werden!

JaJa - alles terroristen bombe - salafist und wer weiss was noch alles Herr Friedrich
 
K

KAHMANN

Gast
Aber Bitte Herr BurnsTorn?

Wir wissen doch mittlerweile alle weitaus mehr über die praktische Arbeit der Jobcenter Bediensteten. Wir wissen auch mehr über die tatsächlichen Tätigkeiten der juristischen Sachbearbeiter. Wir wissen auch wie sich die Behörde Juristischen Ärger vom Hals hält.

Weit verbreitet ist doch die Umsetzung des SGBII nach Ermessen und Willkür.

Eine digitale Akte würde im Grunde die Antragsverweigerung der Behörde unmöglich machen!

Das wollen Sie doch gar nicht. Sie wollen Telearbeit und dazu muss der Quatsch ins Intranet.
 
S

silka

Gast
Hallo,
dann beantrage doch einfach mal Akteneinsicht.
Denn man unterhält sich mit SB nicht über sowas.

Du wirst sehen, in was du einsehen kannst---
obs ´ne abgeheftete Festplatte ist o.s.ä.:icon_daumen:
 

guinan

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Also dass Teamleiter oder Sachbearbeiter nicht so reagieren, kann ich deutlich verneinen. Bei mir haben die das auch versucht.

Akteneinsicht? Welche Akte denn? Ich zeigte auf den Computer und sagte, DIES nennt sich Akte. Und dann musses auch noch was auf Papier geben, denn ich habe was auf Papier eingereicht. Und Speichern von Daten ist nicht nur etwas auf dem Computer, sondern auch das Abheften von Briefen nennt man Speichern.

Ich habe meine Akteneinsicht nach 1 Jahr Kampf bekommen. Akte Verbis und Leistungsakte. Vermittlungsakte nicht- aber ich bin sicher, die muss es auch geben. Man sagte mir immer, außer der Akte Verbis und der Leistungsakte gäbe es keine weiteren Akten. Das halte ich für ne Lüge, da meine Anträge bezüglich Arbeitsförderung NICHt in der Leistungsakte waren und auch nicht meine Wiedersprüche. Meine Anfrage nach der Zugriffsprotokollierung wurden auch noch nicht beantwortet.

Gegen die INHALTE der Leistungsakte habe ich inzwischen den Datenschutz eingeschaltet und rate jedem- insbesonderen denen, die mal beim ärztlichen oder psychologischen Dienst waren- genau dasselbe zu machen.

Das Gespräch zur Einschaltung zuerst des hauseigenen Datenschutzes war noch "lustiger". Von wegen die würden einen doch NIEEE verscheißern wollen....

Ich: "Jetzt möchte ich mit dem Datenschutzbeauftragten sprechen"

SIe: "Hier ist keiner"

Ich: "Sie haben ein Telefon"

Sie: "Sie glauben doch wohl nicht im ernst, dass der nun herkommt?"

Ich: "Sie glauben ja gar nicht, wie ich das glaube."

Sie: "Sie können mit meiner Vorgesetzten reden"

Ich: "Ich bitte darum"

Sie: "Warten Sie bitte draußen"

Danach bekam ich die Zimmernummer der Datenschutzbeauftragten genannt und sprach da vor. Eine Dienstaufsichtsbeschwerde habe ich am nächsten Tag bei ihrer Vorgesetzten eingereicht und gleichzeitig Post an den Landesdatenschutzbeauftragten gesendet. Bisher habe ich noch keine Antworten.
 
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