Dieter Althaus warb für das Bürgergeld ... Niedersachsen

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Familienglück

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Freitag, 20.04.2007 Burggespräch: Althaus warb für das Bürgergeld
Thüringens Ministerpräsident war Hauptredner in Warberg – Deutsche Burgenvereinigung würdigte Engagement des Freundeskreises
(...)
Die Sozialbürokratie wächst immer weiter. Der Kontrollaufwand bei manch staatlicher Leistung ist kostspieliger als die Förderung selbst. Langzeitsarbeitslose haben keinen Anreiz, sich Geld hinzuzuverdienen, weil ihnen das auf die staatlichen Leistungen angerechnet wird (hoher Transferentzug).

Als Konsequenz aus all diesen Punkten fordert Althaus die Einführung des Solidarischen Bürgergeldes. Jeder Bürger ab 18 Jahren hätte dabei Anspruch auf 800 Euro monatlich, abzüglich einer Gesundheits- und Pflegeprämie von 200 Euro. davon werden. Mit zunehmendem Einkommen sinkt die Bürgergeldhöhe. Erst ab einem Monatseinkommen von 1600 Euro entsteht eine tatsächliche Steuerschuld. Das Gesamteinkommen wird zu 25 Prozent versteuert und davon das halbierte Bürgergeld, also 400 Euro, abgezogen. Weitere Details dieses Ansatzes sind nachzulesen auf der Internetseite von Dieter Althaus (www.d-althaus.de).
(...)
Das Bürgergeld sei eine "bedingungslose Hilfe zur Selbsthilfe", sagte Althaus. Es erkenne die Würde jedes Bürgers an und mache ihn nicht zum Kontrollobjekt des Staates. Das Vertrauen in eine gesicherte Zukunft sei in Deutschland abhanden gekommen, die Eliten verließen das Land. Ohne Eliten aber lasse sich der Gedanke einer Solidargemeinschaft nicht aufrecht erhalten.

https://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2161/artid/6653680

Links https://www.d-althaus.de

Nach dem Thread "Bild erklärt das Bürgergeld" https://www.elo-forum.org/bild-erklaert-das-buergergeld-t9216.html
eine Veröffentlichung in einer niedersachsener Zeitung.
 

Kaleika

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Das Thema hatten wir hier auch schon.
Ich finde, dass Herr Althaus die gute und überfällige Verwirklichung der Idee des Bürgergeldes pervertiert.
Für die paar Piepen, die für Erwerbslose noch weniger als ALG II bedeuten, soll dann der Sozialstaat abgeschafft werden! Profitieren würden davon eh nur wieder die, denen es jetzt auch schon gut geht.
Das Bürgergeld müsste in einer Höhe gezahlt werden, von der man nicht bloß vegetieren, sondern leben könnte!
Kaleika
 

Familienglück

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Hallo Kaleika, ja, aber hier ist doch das Forum "News" Grundeinkommen?

Ich lese gerade dort auf der Seite https://www.d-althaus.de/index.php?id=52 eine Datei von insgesamt ca. 149 Seiten. Da ist auch die Rede von Wohngeld, Bürgergeldzuschlag, Alleinerziehenden und mit Rente (bis 1400 ?). Ist mir schon klar, dass es einige Für (dafür) und Wider (dagegen) gibt. Aber dafür gibt es "Experten" die das dann erklären können.

Naja, der "Bild" trau (traute) ich nicht so unbedingt über den Weg, aber nun gibt es das Thema auch in unserem schönen Niedersachsen in einer großen Zeitung mit sehr vielen Auflagen.

Niedersachsen hat sehr viele Erwerbslose ... und die meisten sind ziemlich "arm" ...

da macht man sich schon so seine Gedanken ... ;)

Schöne Grüße Heike
 

annette

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Ich lese gerade dort auf der Seite https://www.d-althaus.de/index.php?id=52 eine Datei von insgesamt ca. 149 Seiten. Da ist auch die Rede von Wohngeld, Bürgergeldzuschlag, Alleinerziehenden und mit Rente (bis 1400 ?). Ist mir schon klar, dass es einige Für (dafür) und Wider (dagegen) gibt. Aber dafür gibt es "Experten" die das dann erklären können.

Ja, das ist eine Studie des neoliberalen HWWI-Institutes von Thomas Straubhaar. Die Crux an diesem Modell ist, dass es den Zwang eine Erwerbsarbeit aufzunehmen eher noch verschärft. Es steht zwar keine ARGE mehr dahinter, die Druck ausübt, aber von 600,- € allein ohne Mietzuschuss kann kein Mensch leben. Ein zweiter großer Knackpunkt ist, dass gerade die Besserverdienenden extrem steuerlich entlastet werden, der bisherige Spitzensteuersatz von 42%, bzw. 45% entfällt zugunsten einer Einheitssteuer von 25%.

Damit schlägt das Modell gleich zwei Fliegen mit einer Klappe, die ganz im Sinne der neoliberalen Vordenker liegen, nämlich erstens werden alle Sozialleistungen zu Gunsten des neuen Bürgergeldes abgeschafft und somit das Geld für die nicht unerheblichen Kosten der Sozialverwaltungen eingespart. Dadurch ist dieses Modell nach den Berechnungen des HWWI kostengünstiger, als das bisherige Sozialstaatsmodell mit einer Unzahl verschiedenartiger Leistungen. Und zweitens werden insgesamt betrachtet die Einkommenssteuern erheblich gesenkt. Die Frage ist nur, wie bei solch einem reduzierten Steueraufkommen noch wichtige Infrastrukturausgaben, z.B. für Bildung, die kommunale Daseinsvorsorge, notwendige soziale Dienste usw. gedeckt werden sollen. Die Folge wären noch weitreichendere Privatisierungen und höhere Gebühren für den Einzelnen, seien es steigende Gebühren für die Müllabfuhr oder höhere Studiengebühren. Wer sich das dann noch leisten kann und wer dabei noch mehr hintenrunterfällt als bisher ist wohl klar!

Nein, das Althaus-Modell ist kein Modell, das die Situation sozial Schwacher stärkt, sondern genau das Gegenteil! :icon_exclaim:
 

Familienglück

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Hallo Annette, falls du Lust auf mehr hast.;)

Hier gibt es auch noch ca. 5 Seiten und Weiterführendes
https://www.zeit.de/2007/16/Grundeinkommen?page=5

NRW-FDP schärft soziales Profil (PR-inside.com 22.04.2007 12:27:16)
https://www.pr-inside.com/de/fdp-schaerft-soziales-profil-r100632.htm
https://www.pr-inside.com/de/nrw-fdp-schaerft-soziales-profil-r100752.htm

Von Katja Kipping (Linke) hab ich nichts mehr gefunden (bzw. gehört).:icon_pic:

(20.04.2007 15:23:16) DGB und Linke Thema Mindestlohn und Bürgerarbeit:icon_party:
https://www.pr-inside.com/de/linke-und-dgb-wollen-druck-auf-r99872.htm

Schöne Grüße und schönen Sonntag Heike
 
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