Diese Maßnahme macht mich krank, welche Möglichkeiten habe ich um diese Maßnahme abzubrechen ohne das ich Nachteile dadurch bekomme?

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Susu113

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Hallo zusammen
Ich hoffe dieser Beitrag ist hier richtig und jemand kann mir weiter helfen.
Ich bin alleinerziehend mit 3 Kinder und nehme seit einer Maßnahme im Altersheim von 15 std die Woche teil.
Es war mein Wunsch in diesem Bereich etwas zu tun aber schon nach 2 Tagen habe ich gemerkt wie mich der Umgang mit den hilflosen alten Menschen depressiv macht.
Ich ertrage es nicht.
Habe seit dem Schlafstörungen und möchte am liebsten nicht mehr hin.
Habe den Eingliederungsvertrag nach Hause zu geschickt bekommen aber noch nicht unterschrieben zurüvk gesandt.
Was habe ich für Möglichkeiten diese Maßnahme abzubrechen ohne das ich Nachteile dadurch bekomme.
Habe auch schon eine andere Stelle in Aussicht.
Ich bin gerade total verzweifelt,ich möchte ja arbeiten und bin auch sehr engagiert im moment aber nicht in diesem Bereich.
Wäre schön wenn ihr mir weiter helfen könnt.
Vielen Dank
 

Nena

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Guten Morgen.
nach 2 Tagen habe ich gemerkt wie mich der Umgang mit den hilflosen alten Menschen depressiv macht.
Das musst Du Dir (ärztlich) attestieren lassen inklusive der Empfehlung, mit dieser Art Arbeit aufzuhören.
Oder Du lässt Dich arbeitsunfähig schreiben (so Du es denn bist), bis die Maßnahme vorbei ist bzw. Du eine andere Stelle hast.

Habe auch schon eine andere Stelle in Aussicht.
Selbstverständlich hat eine bezahlte Stelle Vorrang vor jeder Maßnahme. Aber die Aussicht alleine reicht hier nicht. Arbeitsbeginn bzw. zumindest Arbeitsvertrag sollt es schon sein.
 
E

ExitUser 55598

Gast
Also eine zugeschickte EGV würde ich niemals unterschreiben, aber da du eine Zuweisung hast und wahrscheinlich alle Maßnahmenunterlagen bisher unterschrieben brauchst du wie Nena schon sagte, eine ärtzliche Bescheinung vom Arzt, ansonsten kommst du ohne Sanktionen nicht aus der Maßnahme raus
 

Sonne11

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Hallo!
Verzweifeln muss niemand! :) Wichtig wären die Unterlagen, die Du entweder bekommen oder unterschrieben hast. Auch beim Träger.
-EGV unterschrieben?
-EGV als Verwaltungsakt?
-was beim Träger unterschrieben?
-Zuweisung?
-Angebot?
-was von den Unterlagen hat eine Rechtsfolgenbelehrung?

Bitte anonymisiert hochladen oder abtippen (oder OCR)

Denn der einfachste Weg wäre, wenn man nichts erhalten hat und nichts zugestimmt hat, was einen dort hin unter Androhung von Sanktionen befehlt.

Atteste müssten über Einschränkungen sein. Persönliches Empfinden oder Gefühle attestieren wäre schwierig.

Also: was genau ist vorhanden? Wenn nichts konkretes, dann könnte man das mit einem einfachen Brief an SB lösen. Zudem für die Zukunft solche Tätigkeiten persönlich ausschließen.

aber da du eine Zuweisung hast und wahrscheinlich alle Maßnahmenunterlagen bisher unterschrieben brauchst du wie Nena schon sagte, eine ärtzliche Bescheinung vom Arzt, ansonsten kommst du ohne Sanktionen nicht aus der Maßnahme raus
Also ich finde nichts geschrieben von all dem. :)
 

gila

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Es war mein Wunsch in diesem Bereich etwas zu tun aber schon nach 2 Tagen habe ich gemerkt wie mich der Umgang mit den hilflosen alten Menschen depressiv macht.

Dann unterlag man eben mit seiner Einschätzung einem IRRTUM, hat sich das nicht so belastend vorgestellt und WILL das beenden.
Ich würde hier mit dem SB mal persönlich reden, dass du das einfach nicht KANNST und es mehr und mehr gesundheitliche Konsequenzen gibt - und du auch noch 3 Kinder hast - du möchtest diese Maßnahme beenden und teile ihm deine neuen Aussichten mit!

Er SOLLTE da eine Lösung finden, denn eine Arbeit und Maßnahme muss "zumutbar" sein - und zwar nicht nur nach Auffassung des Jobcenters, sondern auch für den, der sie letztlich AUSÜBT.
Sollte er sich sträuben oder lax meinen, das sei alles "zumutbar" (= Arbeitszwang?), dann würde ich ihm sagen, dass in diesem Falle du dich leider in ärztliche Behandlung begeben musst, weil du extrem unter Schlafstörungen und sonstigem leidest und nicht möchtest, dass dies zu einer dauerhaften Erkrankung führt, die dir den Weg in eine normale Arbeitswelt verstellt!
 

Susu113

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Dann unterlag man eben mit seiner Einschätzung einem IRRTUM, hat sich das nicht so belastend vorgestellt und WILL das beenden.
Ich würde hier mit dem SB mal persönlich reden, dass du das einfach nicht KANNST und es mehr und mehr gesundheitliche Konsequenzen gibt - und du auch noch 3 Kinder hast - du möchtest diese Maßnahme beenden und teile ihm deine neuen Aussichten mit!

Er SOLLTE da eine Lösung finden, denn eine Arbeit und Maßnahme muss "zumutbar" sein - und zwar nicht nur nach Auffassung des Jobcenters, sondern auch für den, der sie letztlich AUSÜBT.
Sollte er sich sträuben oder lax meinen, das sei alles "zumutbar" (= Arbeitszwang?), dann würde ich ihm sagen, dass in diesem Falle du dich leider in ärztliche Behandlung begeben musst, weil du extrem unter Schlafstörungen und sonstigem leidest und nicht möchtest, dass dies zu einer dauerhaften Erkrankung führt, die dir den Weg in eine normale Arbeitswelt verstellt!

Vielen dank für deine Antwort
Ich habe nur eine Eingliederungsvereinbarung allgemein unterschrieben .
Die Vereinbarung für den 1 euro Job habe ununterschrieben noch zuhause.
Heute war ich bei meinem Hausarzt der mir eine Überweisung für einen Psychologen gegeben hat.
Zu dem ich hoffentlich nächste Woche mit einem Termin kann.
Es ist egal wie es ausgeht , selbst mit Sanktion , werde ich diesen Bereich nicht mehr betreten😔
 

gila

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Ich denke nicht, dass man mit einer solchen Begründung und Sachlage sanktionieren KANN.
Und wenn man das versuchen sollte: Wehren und notfalls Gericht!

Mal ehrlich: WER will einem bei derartigen Beschäftigungen, für die man einfach nicht "gestrickt" ist, sagen, was zumutbar ist?

Und dann 15 Stunden die Woche? Was sollte die Maßnahme im Altenheim denn da beinhalten?
Da gehört ausgebildetes und ausreichend bezahltes Personal hin, die mit der Thematik bestens vertraut sind und den Umgang mit
alten Menschen (und deren Bedürftigkeiten und letztlich auch dem Tod) gelernt haben und das KÖNNEN.

Ich würde auch heute nicht in einem Kindergarten arbeiten wollen - früher war sowas kein Ding - jetzt würden die kleinen Biester mit
endlos nerven ... und der Krach ... ;):giggle::giggle::giggle:
 

gizmo

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2 mal Schule, einmal Kindergarten?
Hoffe alle Kinds gesund und haben keine Lernschwierigkeiten?

Ich gehe mal davon aus das es ein 1€ Job ist, das ist keine Arbeit, eher eine Erprobung wie weit man noch Fit ist für den ersten Arbeitsmarkt. Denke mit der Belastung deiner drei Kleinen und diesen 1€ Job werden die dich von der Maßnahme nehmen, wenn nicht lange Krankschreiben lassen.

Kann allerdings auch gut sein das sie Druck aufbauen wollen und du da weiterhin hin gehen sollst. Das liegt daran wenn der MT den Abbruch nicht zu vertreten, das das JC weiter die Kohle für die Maßnahme für ein halbes Jahr zahlen müssen, der Platz braucht nicht wieder besetzt zu werden.
 
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Susu113

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Ich danke euch allen sehr für eure Antworten , das nimmt mir irgendwie den Druck aus der Sache.
Ich versuche natürlich so gut wie möglich da raus zu kommen und wenn es ebend eine Sanktion gibt , bringe ich das Geld irgendwie mit einem 450 Euro job wieder.
Ich werde aber auf keinen Fall meine Power nehmen lassen bei dieser Manahme,die ich für meine Kinder so dringend brauche.
Ich wünsche euch allen alles liebe
Lg
 

gizmo

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Ich danke euch allen sehr für eure Antworten , das nimmt mir irgendwie den Druck aus der Sache.

Hatte noch was dazu geschrieben.

 

jwd1

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Ich hoffe, das dich dein Hausarzt auch krank geschrieben hat. In der Regel ist man nach 6 Wochen ununterbrochener Krank-schrift raus aus der Maßnahme.
(War bei mir so)
 

Stauer

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Hallo,

Habe seit dem Schlafstörungen und möchte am liebsten nicht mehr hin.
Wenn dem so ist, ist die psychische Belastung zu hoch und somit unzumutbar(§ 10 SGB II). Das ist ein wichtiger Grund eine Maßnahme zu beenden. Wenn Du schon etwas unterschrieben hast, gehe zum HA und laß Dich 6 Wochen krankschreiben. Das macht er nicht auf Anhieb so lange. Da gehst Du halt hin und sagst ihm das die Tabletten nicht vertägst, dann waren die nächsten nicht stark genug, dann schläfst Du zwar ein, aber nicht durch u.s.w. Auf jeden Fall brauchst Du ein Attest, mit dem Du nachweisen kannst, dass Du überfordert bist. Wenn Du dann 6 Wochen voll hast, bist Du raus, aus der Maßnahme.
Solltest Du nicht so lange krankgeschrieben werden, hörst Du trotzdem auf. Wenn Du 'ne Sanktion bekommst, legst Du Widerspruch ein und begründest das mit dem Attest vom HA, psychische Überforderung und sagst, dass Du diese Maßnahme nicht beenden kannst, da gesundheitliche Nachteile für Dich die Folge sein kann. Diese sind zu vermeiden, da Du sonst dem Arbeitsmarkt nicht mehr zur Verfügung stehen würdest und Deinen familiären Verpflichtungen nicht mehr ausreichend nachkommen könntest.;)
 

Susu113

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Also erstmal bi eine Woche krank geschrieben und ich habe eine Überweisung für den Psychologen bekommen.
Morgen werde ich meine Krankmeldundung beim Jobcenter einreichen und einen Termin beim Psychologen vereinbaren.
Werde mich dann wieder hier melden , wie es weiter geht.
Nochmals vielen Dank für eure Hilfe😚
 

lupi245

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Bei meinen zwei 1-Euromaßnahmen in Berlin war man schon nach 2 b.z.w. 3 Wochen durchgehender Krankheit raus aus der Maßnahme. Das teilte man uns vor Antritt auch mit.
 

gila

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Ich finde es jetzt nicht so unbedingt richtig, sich generell immer mit Krankschreibungen aus irgendetwas herauszuziehen, denn das Thema AU "ermüdet" irgendwann dann auch, Menschen mit Arbeitsunfähigkeit werden immer mehr unter Generalverdacht gestellt.
Besonders wenn schon jeder hier im Forum gleich zu einer AU einen Ratschlag gibt.

In einem solchen Fall, wo ja auch eine seelische und körperliche Zumutung zu beachten wäre, fände ich persönlich ein Gespräch mit dem Sachbearbeiter gar nicht verkehrt, denn sollte hier raus was gestrickt werden gegen körperliche und seelische Zumutbarkeit, könnte man die solche Sachen auf breitere Ebene rechtlich angreifen...
Dann würden solche Zwangsmaßnahmen die ja auch unter Umständen andere reguläre Arbeitsplätze tangieren, öffentlicher diskutiert werden müssen
 

Stauer

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In einem solchen Fall, wo ja auch eine seelische und körperliche Zumutung zu beachten wäre, fände ich persönlich ein Gespräch mit dem Sachbearbeiter gar nicht verkehrt, denn sollte hier raus was gestrickt werden gegen körperliche und seelische Zumutbarkeit, könnte man die solche Sachen auf breitere Ebene rechtlich angreife
Hallo,
das sehe ich genauso. Das ist eine viel bessere Lösung. Ich hatte schon einmal einen VV abgelehnt, weil ich das körperlich nicht schaffen konnte. Daraufhin bekam ich eine Einladung. Ich erklärte ganz genau den Ablauf einer solchen Tätigkeit und welche körperlichen Voraussetzungen erforderlich sind. Der damalige SB zog seinen VV zurück und verwies mich auf die anderen VV's ( außer dem, den ich ablehnte, hatte ich noch 2 weitere VV's). Das Ganze ging ohne Nachteile für mich aus. Also, ein bißchen Mut zur Wahrheit kann genügen, um die Sache zu bereinigen. Auch ohne AU.
 
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