Dienstaufsichtsbeschwerde sinnvoll ? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

noobtube

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Hallo,

ich überlege momentan ob ich eine Dienstaufsichtsbeschwerde und eine Fachaufsichtsbeschwerde einlegen soll, bin mir aber nicht so sicher ob das die Situation nicht weiter eskalieren lassen würde.

Ich habe Anfang des Jahres eine neue SB bekommen. Schon beim 1. Termin wurde ich äußerst despektierlich behandelt und angepöbelt weil ich freiwillig keinen mir als Wohltat angepriesenen 1-Euro-Job angenommen habe. Da aber eine schon vorbereitete EGV auf dem Tisch lag war das Thema zunächst erledigt und es blieb bei der akzeptablen EGV die lediglich Bewerbungen und Fahrtkosten beinhaltete. Ich unterschreibe eigentlich immer eine EGV, solange keine Maßnahme oder ein 1-Euro-Job drin steht. Ich schreibe eh mehr Bewerbungen als gefordert.

4 Monate später bekam ich einen Anruf meiner SB (ja ich weiß, Telefonnummer und email löschen lassen). Welch ein Wunder, die wohlwollende SB hatte erneut einen 1-Euro Job der genau auf mich passen würde. Da ich gerade Besuch hatte, habe ich das Gespräch auf Lautsprecher geschaltet. Nach Ablehnung des 1-Euro-Jobs gab es eine längere Diskussion und die Dame wurde dann unverschämt und es fielen Sätze wie „Wenn Sie damals etwas von Ihrem Einkommen gespart hätten, müssten Sie jetzt kein ALG 2 beziehen.“

Für eine entsprechende Dienstaufsichtsbeschwerde wären also Zeugen vorhanden.

2 Monate später beim Termin ging die Litanei von vorne los. Ich klärte die SB kurz über Wertersatz, Zoll und Schwarzarbeit auf und das Thema war wieder vom Tisch. Ich weiß: don´t feed the Troll, aber ich konnte es mir leider nicht verkneifen der Dame contra zu geben. Ich muss dazu ergänzen, dass ich selbst in solchen Situationen immer ruhig und höflich bleibe und mit einem gelassenen Lächeln antworte. Das kann manche Menschen schon auf die Palme bringen. Die SB jedenfalls lief puterrot an und wurde so laut, dass der Büronachbar kurz reinschaute. Keine 5 Minuten später wurde ich mit der gleichen EGV wie letztes mal nach Hause geschickt.

Dann fingen die Probleme an. Zwei Tage später hatte ich 9 überaus unpassende VV im Briefkasten und am nächsten Tag die Zuweisung zu einem 1-Euro-Job bei einer lokalen gemeinnützigen Klitsche. Die Mitarbeiterin dort war sehr zuvorkommend. Nach Erwähnung der mangelnden Zusätzlichkeit hatte man leider keine Verwendung für mich.

Wiederum 3 Tage später hatte ich eine Einladung zur Job-Offensive im Briefkasten. Auf einmal war ich von Marktfern zu Marktnah umdefiniert worden. Die Mitarbeiterin dort war äußerst zuvorkommend und qualifiziert. Ich war regelrecht geschockt, so was habe ich bei dieser Behörde noch nie erlebt. Kurz und knapp: Man konnte mir dort nicht weiterhelfen. Die Job-Offensive hat nur Helferjobs. Zitat: „ Als Akademiker haben Sie es heutzutage sehr schwer wenn Sie erst einmal im ALG II Bezug sind. Das ist wie ein Stigma. Ich schicke Sie zurück zur Frau XXX. Probieren Sie es doch mal mit einer Weiterbildung.“

Diesmal 4 Tage später; Sanktionsanhörung im Briefkasten. Angeblich habe ich mich auf einen VV bei einer Drückerkolonne nicht beworben. Die Nachweise bezüglich der Bewerbung sind raus und ich harre nun in froher Erwartung was meine SB sich als nächstes ausdenkt.


Wäre es sinnvoll eine Dienstaufsichtsbeschwerde einzulegen auch wenn man sich davon wenig erhoffen kann, sozusagen als proaktive Strategie? Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich über kurz oder lang mit der SB, respektive dem Jobcenter eine juristische Auseinandersetzung haben werde.



p.s. Falls ich im falschen Themenbereich gepostet habe, bitte verschieben.
 

elo237

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Solange sich die SB an normale Regeln hält - hat es meiner Meinung keinen Sinn

denn einen Wechsel der SB zu erreichen ist so gut wie unmöglich

§ 17 SGB X hilft da leider auch nicht
 

Strolchenmann

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Spar dir die DAB, die geht eh nur zum Teamleiter und der gibt dem SB die Anweisungen, zudem dürfte SB kein Beamter sein, so läuft die DAB eh ins leere

Das was du da erlebt hast ist Standart, gewöhne dich dran, reagiere entsprechend und spare dir die Kräfte für wichtigeres, du kämpfst eh nur gegen Windmühlen
 

noobtube

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Das was du da erlebt hast ist Standart, gewöhne dich dran, reagiere entsprechend und spare dir die Kräfte für wichtigeres, du kämpfst eh nur gegen Windmühlen
War bei mir bisher kein Standart. Nachdem ich vor 4 Jahren eine Klage beim LSG gewonnen hatte, haben sie mich nicht mehr belästigt.

Gäbe es neben den üblichen Widersprüchen noch Möglichkeiten die SB mit Arbeit einzudecken?
 

Strolchenmann

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Sei froh wenn du deine Ruhe hast, wenn du mit denen anfängst zu kämpfen, dann schicken die dich von einer Sinnlosmaßnahme zu nächsten, das kostet nur Nerven, gewonnener Prozess hin oder her

Ich mache minimalistisch das was ich muss, und fordere das was ich bekommen kann, und bis auf kleine Ausnahmen läuft es
 

Charlot

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Wenn sie Dich beleidigt kannst du sie anzeigen.
Und dann wegen Befangenheit ablehnen.

:biggrin:
 

noobtube

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Sei froh wenn du deine Ruhe hast, wenn du mit denen anfängst zu kämpfen, dann schicken die dich von einer Sinnlosmaßnahme zu nächsten, das kostet nur Nerven, gewonnener Prozess hin oder her

Ich mache minimalistisch das was ich muss, und fordere das was ich bekommen kann, und bis auf kleine Ausnahmen läuft es
So war es bei mir bisher auch immer aber das ist ja gerade das Problem. Mit der Ruhe ist momentan Schluß und es fängt an zu nerven. Daher die Frage ob eine Dienstaufsichtsbeschwerde evtl. sinnvoll wäre, um der SB den Wind aus den Segeln zu nehmen.
 

Strolchenmann

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Wie gesagt, die wenigsten SB sind Beamte, da bringt die DAB nichts

Aber wenn du unbedingt willst das die dich auf den Kieker bekommen.....passe dich einfach an
 

elo237

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Du bist ja Akademiker

dann weißt Du das der Spruch "der klügere gibt nach" nicht umsonst erfunden worden ist

solange du dich stilvoll wehren kannst - gibt sie irgendwann entnervt auf :icon_hihi:
 

noobtube

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Wie gesagt, die wenigsten SB sind Beamte, da bringt die DAB nichts

Aber wenn du unbedingt willst das die dich auf den Kieker bekommen.....passe dich einfach an


Nochmals, ich bin bisher immer schön "unter dem Radar geflogen" aber jetzt hat mich jemand auf dem Kieker und dem will ich ein möglichst zügiges Ende bereiten bevor die Situation eskaliert.
 

noobtube

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Du bist ja Akademiker

dann weißt Du das der Spruch "der klügere gibt nach" nicht umsonst erfunden worden ist

solange du dich stilvoll wehren kannst - gibt sie irgendwann entnervt auf :icon_hihi:
Das habe ich bisher auch gehofft aber anscheinend habe ich mit meiner SB einen hartnäckigen Wadenbeißer eingefangen.
 
G

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Hallo,

nun, wenn der SB zu sehen bekommt "Standart", dann kann es schon sein, dass er sich mehr denkt!:biggrin:

VG nochten
 

elo237

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Wenn Du wieder einen Termin bei SB hast

dann antworte doch manches auch auf lateinisch

dann fühlt sie sich sowas von dumm, das sie dich nur noch mit Samt
Handschuhen streichelt :icon_hihi:
 

Manuel

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Bei den meisten SB Mitarbeitern spricht man gegen eine Wand, sie gehen nur einer ToDu Liste nach.:biggrin:
 

elo237

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Bei den meisten SB Mitarbeitern spricht man gegen eine Wand, sie gehen nur einer ToDu Liste nach.:biggrin:
ToDo Liste ist das Stichwort

wenn die SB sich um die Menschen kümmern würden
müßten sie ja bald selbst einen ALG II Antrag ausfüllen :icon_motz:
 

Lecarior

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Spar dir die DAB, die geht eh nur zum Teamleiter und der gibt dem SB die Anweisungen, zudem dürfte SB kein Beamter sein, so läuft die DAB eh ins leere
Unabhängig von der Frage, ob in diesem konkreten Fall eine Dienstpflichtverletzung vorliegt: Warum sollte das der Fall sein? Auch für Angestellte im öffentlichen Dienst gibt es ein Dienstrecht.
 
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