Die Zeitarbeitsfirma und der Arbeitsort sind gleich weit entfernt. Hat man dann trotzdem das Recht zur ZAF zu fahren und darf verlangen von dort zum Arbeitsort gebracht zu werden?

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Steckrübe

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Folgendes nur aus Interesse und zum Verständnis. Ich hatte so einen Fall nämlich mal vor einigen Jahren.

Angenommen, man wohnt genau in der Mitte zw. ZAF und Entleihbetrieb. Sagen wir einfach mal, beide sind exakt 3 Kilometer von einem entfernt. ZAF nördlich, Betrieb südlich.

Kann man dann trotzdem von der ZAF verlangen, dass diese einen zum Betrieb bringt wenn man bei denen aufschlägt? Im Prinzip würde sich dann ja der Arbeitsweg deutlich erhöhen. Gibt es diesbezüglich irgendwelche Entscheidungen?

Und was wäre, wenn der Entleihbetrieb sogar näher bei einem wäre als die ZAF?
 

mucel

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Kann man dann trotzdem von der ZAF verlangen, dass diese einen zum Betrieb bringt wenn man bei denen aufschlägt? Im Prinzip würde sich dann ja der Arbeitsweg deutlich erhöhen. Gibt es diesbezüglich irgendwelche Entscheidungen?
Wie willst du das denn dann begründen?

Es gibt dazu nicht nur „irgendwelche Entscheidungen“, es gibt dazu sogar einen § im BGB.

 

TazD

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Das ist doch wieder nur eine rein hypothetische Frage und wenn der TE die Lust daran verliert, das Forum mit irgendwelchen Ideen zu beschäftigen, dann kommt auch nix mehr.
So wie hier und hier und hier und hier und .....
 

Matt45

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@TE: Solche Fragen eignen sich doch hervorragend beim VG!

Ein Bekannter hat im Prinzip genau so ein ähnliches "Problem", wurde aber alles geklärt beim VG!

Statt "links" fährt er nun "rechts" die KM direkt zum Arbeitsplatz und erhält pro Tag 10,- von der ZAF!

Ist aber natürlich alles abhängig von diversen Faktoren!
 

eloole

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Eine solche Frage scheint in der Tat sinnentleert.
Zum Einen da eben rein hypothetisch, zum Anderen da ohne genauere Informationen so nicht beantwortbar.

Welchen Sinn sollte es z.b. machen erst auf eigene Kosten zur ZAF zu fahren, um sich dann von dort die (theoretisch) gleiche Strecke zum Einsatzort "kutschieren" zu lassen ?
In den meisten Fällen wird einem die Fahrtzeit zum Einsatzort (wenn unter 2 Std./einfache Strecke) eh nicht bezahlt, diese Mehrzeit erst recht nicht und ich wüsste besseres mit meiner Freizeit anzufangen.
Zudem wäre, sofern man mit dem PKW zur ZAF hinfährt, u.U. noch ein Parkticket fällig, dessen Kosten man selber tragen müsste.
Ich weiß zwar vom "Hören-Sagen", dass einige ZAFs tatsächlich einen sogenannten Shuttle-Service anboten, also tatsächlich die Mitarbeiter zum jeweiligen Einsatzort hinfuhren, aber dies zumeist nur, wenn es eine größere Anzahl Mitarbeiter im gleichen Betrieb waren oder sich die jeweiligen Firmen zumindest in benachbarten Gebieten befanden.
Allerdings gab es dann feste Sammel- und Absetzpunkte zu festgelegten Zeiten.
Es konnte daher sein, dass man bereits 45 Minuten vor dem eigentlichen Arbeitsbeginn Einsatzort ankam, oder eben genauso so lange nach dem Feierabend auf die Rückfahrt warten musste.
Die Kosten der Shuttlefahrten wurden dann auch, soweit ich weiß, auf die Mitarbeiter umgelegt, mit dem Lohn verrechnet.

Ich bin zwar jetzt schon etwas aus der Thematik ZAF raus, aber von einer generellen, gesetzlich geregelten Verpflichtung der ZAFs, ihre Mitarbeiter zum Einsatzort hinchauffieren zu müssen, ist mir nichts bekannt.

Das war (ist?) seit jeher ein strittiges Thema.
In der Vergangenheit wurde zumeist der #670 d. BGB "Ersatz von Aufwendungen" im Zusammenhang mit den Fahrtkosten herangezogen.
Allerdings ist das kein Automatismus und wenn die ZAFs sich bei den Fahrtkosten sperrten, musste ggf. geklagt werden.
Ich wüßte jetzt nicht, dass es da im Falle einer Klage jemals eine höchstrichterliche (BGH) und damit "verbindliche" Entscheidung (Urteil) gegeben hätte.
Bestenfalls sind die ZAFs, eben um einen Präzedenzfall zu verhindern, vorher "eingeknickt" oder haben einen Vergleich geschlossen.
Der Großteil der ZAFs dürfte einem der beiden "Verbânde" IGZ oder BAP angehören.
In dessen Tarifwerken sind gewisse Modalitäten bereits (verbindlich) festgelegt.
Darüber hinaus können einzelvertraglich noch weitere Bedingungen bestimmt werden.
Wenn sich dort also Regelungen zur Fahrt zum Arbeitsplatz/Einsatzort finden, dürften diese auch so gelten.
In der Regel lassen die ZAFs ihre Arbeitsverträge und die darin enthaltenen Regelungen, und erst recht die Arbeitgeberverbände und die Gewerkschaften bei ihren Tarifwerken, von einem Anwalt auf "Rechtssicherheit" prüfen.
Aus meiner Zeit weiß ich noch, dass es z.b. auch wegen der Lohnsteuer einen Unterschied macht/e, ob die ZAF oder der tatsächliche Einsatzort als "erste Tätigkeitsstätte" galt/gilt.
 
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