[Die ZEIT]: "Arbeitslose sind unglücklich genug" (1 Betrachter)

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angeditscht

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Er hat die Dumpinglöhner u. Aufstocker vergessen. Die haben Arbeit, aber daß die glücklich sind bezweifele ich stark.
Offenbar wird in diesem Staat immer nur, egal um was es sich handelt, vom Mittelstand ausgegangen.

Was nutzt Arbeit, wenn man sich dann doch nichts leisten kann.

ZEIT ONLINE: Sie schlussfolgern aus ihren Ergebnissen, dass es kontraproduktiv ist, den Arbeitslosen das Arbeitslosengeld zu kürzen. Warum?

Oesch: Ganz einfach: Wer einem Arbeitslosen sein Einkommen wegnimmt, macht eine schwierige Situation noch schwieriger. Die Person wird noch unzufriedener und hat es schwerer, einen Job zu finden. Wer stellt schon jemanden ein, der einen unsicheren, unglücklichen bis depressiven Eindruck im Bewerbungsgespräch macht? Die Kürzung von Transfers kann doch nur hilfreich sein, wenn Arbeitslose tatsächlich in ihrer Situation verharren, weil sie nicht unzufrieden genug sind, um etwas zu ändern. So ist es aber nicht. Arbeitslose sind unglücklich genug.


ZEIT ONLINE: Was raten Sie der Politik?
Oesch: Die Frage ist doch, ob der Staat mehr Druck auf die Arbeitslosen machen soll. Unsere Studie gibt hier eine Antwort: Wir brauchen mehr aktive Maßnahmen wie Weiterbildung und Beratung, dafür aber weniger Druck. Der Übergang von Arbeitslosigkeit in den Job muss leichter gemacht werden, zum Beispiel durch Einarbeitungszuschüsse und Weiterbildungen

Arbeitsmarkt: "Arbeitslose sind unglücklich genug" | Wirtschaft | ZEIT ONLINE

Was für Maßnahmen ? Er kann ja mal versuchen eine sinnvolle Weiterbildung genehmigt zu bekommen. Offenbar ist ihm entgangen, daß lediglich die "Bildungs"träger v. den Schrottmaßnahmen laaben.
Außerdem soll das Budget f. Weiterbildung v. Arbeitslosen erneut gekürzt werden.
Man hat insbesondere die Hartzer abgeschrieben, das zeigt auch der gestrige Rentenbeitragskommentar des Merkels was die Strompreisentwicklung betrifft.

In einem hat er Recht, Sanktionen mit Geldentzug bewirken das Gegenteil. Das dürfte der Dümmste wissen.
Es geht den Verbrechern aber nicht darum die Sanktionierten in Arbeit zu treiben, nein es geht darum, den Arbeitenden das Schreckgespenst Hartz IV zu präsentieren um weiterhin prekäre Arbeitsverhältnisse fördern zu können.
 

Hamburgeryn1

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Oesch: (...) Die Kürzung von Transfers kann doch nur hilfreich sein, wenn Arbeitslose tatsächlich in ihrer Situation verharren, weil sie nicht unzufrieden genug sind, um etwas zu ändern.
Daraus schließe ich, dass der Grad meiner Unzufriedenheit zur Zufriedenheit des Experten Oesch ausfällt. :cool:
 
I

igelchen

Gast
Darüber gestolpert und zur Kenntnis gegeben:

Quelle: Arbeitsmarkt: "Arbeitslose sind unglücklich genug" | Wirtschaft | ZEIT ONLINE (Die ZEIT (-> Wirtschaft -> Arbeitsmarkt)), zuletzt besucht am 18.09.2012 07:56 Uhr.
man merkt es jeden tag mehr
es geht in richtung einer wahl.den plötzlichen wandel eine "minderheit" mal mehr mal weniger freundlich in den focus zu rücken und hier und da tränendrüse drücken bringt die ganze derbe verlogenheit an den tag.
Vorhang auf das
Theater kann beginnen. :)
 
E

ExitUser

Gast
Er hat die Dumpinglöhner u. Aufstocker vergessen. Die haben Arbeit, aber daß die glücklich sind bezweifele ich stark.
Zustätzlich dürfte ein Akademiker, wenn er als Hilfsarbeiter irgendwo am Band steht, ggf. sogar mit übertariflicher Bezahlung, auch alles andere als glücklich sein.
 
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