Die Wut erreicht die Straße

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wolliohne

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von Lutz Meier (Paris), Sebastian Bräuer (Washington), Titus Kroder (London) und Lukas Heiny (Hamburg)

Manager werden als Geiseln genommen, Banker bedroht, Villen attackiert. Der Unmut über die Verantwortlichen der Wirtschaftskrise erreicht eine neue Dimension: Die allgemeine Wut richtet sich zunehmend gegen Einzelpersonen.


FTD.de - Agenda: Die Wut erreicht die Straße - Seite 1 von 3 - International
 

Paolo_Pinkel

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Ich bin sowas von misstrauisch, dass ich mich angesichts dieser inzwischen gehäuft auftretenden Meldungen der Presse frage, welchen Zweck die verdammte Lobby damit verfolgt.

Hi,

schau mal was nach dem letzten grossen Börsencrash passiert ist:icon_party:Das war ein Konjunkturprogramm was wie eine Bombe eingeschlagen hat.

Gruss

Paolo
 

Maggy

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@Paolo Pinkel

im wahrsten Sinne des Wortes!

@ Gavroche

1933-1945

LG
Maggy
 

Paolo_Pinkel

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Hi,

das nennt man auch Marktbereinigung im grossen Stil. Währung und somit die Schulden werden abgewertet. Man fängt quasi bei Null an. Reset. Zurück auf los. So wird man seine Schulden schnell los. Genug zu tun wird danach auch sein. Dann klappt es auch wieder mit dem Aufschwung und dem nächsten Wirtschaftswunder.

Gruss

Paolo
 
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O.k., dann haben wir uns missverstanden.

Mein Misstrauen bezieht sich auf jene Meldungen der Presse, die derzeit das Thema 'Unruhen' beinhalten.
Von Unruhen berichtete man bisher eigentlich verhaltener und wenn, dann meist zeitversetzt, d.h., wenn der 'Hauptsturm' schon vorbeigezogen war.

Ich wüsste gern, welchen Zweck die Ferngesteuerten damit verfolgen.
 

Paolo_Pinkel

Super-Moderation
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Ich wüsste gern, welchen Zweck die Ferngesteuerten damit verfolgen.
Hi,

es ist doch ganz einfach. Man will den, sich im Tiefschlaf befindenden, deutschen Michel nicht auf dumme Gedanken bringen. Somit kocht man das Ganze, was derzeit international so abgeht, auf kleiner Flamme. Oder siehst du viel Berichterstattung über: Frankreich, Griechenland, Island und Co.?

Es wurde mal kurz angeschnitten und dann schaltet man schnell zum Wetter oder zum Sport. Zertreuung eben.

Gruss

Paolo
 

Kleeblatt

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Hi,

es ist doch ganz einfach. Man will den, sich im Tiefschlaf befindenden, deutschen Michel nicht auf dumme Gedanken bringen. Somit kocht man das ganze, was derzeit international so abgeht, auf kleiner Flamme. Oder siehst du viel Berichterstattung über: Frankreich, Griechenland, Island und Co.?

Es wurde mal kurz angeschnitten und dann schaltet man schnell zum Wetter oder zum Sport. Zertreuung eben.

Gruss

Paolo

Das hat nicht nur etwas mit dem Tiefschlaf zu tun, sondern vor allem damit, daß einfach zu Viele noch ausreichend verdienen.

Es gibt noch:
- zu viele (Alt)Rentner mit guten Renten
- viele Beamte
- Angestellte im ÖD
- gut verdienende Mitarbeiter bei zahlreichen erfolgreichen Nischenbetrieben (kenne da selbst Einige, - sie verdienen wirklich ausgezeichnet)
- Hausfrauen mit gutverdienendem Ehemann
- "von Beruf " Tochter / Sohn
- ect.

Es geht noch lange nicht Vielen an das "Eingemachte". Viele nehmen eine "Delle" in den Einkünften auch nur als kurzfristige, der Krise geschuldete und bald vorüberziehende "Naturgewalt" hin.

Solange es eine Regierung schafft, daß es noch wenigstens 30 % der Bürger gut bis sehr gut geht, wird es keinen Grund für echte "Wut" geben.

Das dies so bleibt, dafür wird die Politik und ihre Lobby schon Sorge tragen.
Damit ist die größte Luft aus der "Gesamt"wut schon mal raus.
 

MrsNorris

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Das ist doch nur die logische Konsequenz. Der Lauf der Geschichte.
Ich träume immer noch davon, dass irgendwer eines schönen Tages mal Ackermann oder Zumwinkel entführt.
Muss da auch immer an dieses wundervolle Lied denken:

YouTube - Ton Steine Scherben - Der Kampf geht weiter

Ist schon über 30 Jahre alt, aber aktueller denn je.
 
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Die Wut wächst

Florian Rötzer 26.03.2009
Droht in der Rezession ein "heißer Sommer"? Manager werden als Geiseln genommen oder mit Eiern beworfen, Häuser von Bankern beschädigt

In Island und in Lettland mussten die Regierungen, die für die Finanzkrise verantwortlich gemacht wurden, aufgrund wütender Proteste der Menschen bereits zurücktreten. In anderen Ländern wie Griechenland wurde der Aufstand geprobt. Die Sicherheitskräfte sind aufgeschreckt. So wird in Großbritannien, beginnend mit dem G20-Gipfel ("Reclaim the Money"), von der Polizei ein "heißer Sommer" befürchtet, auch in anderen europäischen Ländern bereitet man sich vor

Nun richtet sich die Wut auch zunehmend direkt gegen Menschen aus der Wirtschaft und der Finanzbranche. In Frankreich wurde zum zweiten Mal ein Manager als Geisel genommen. Am Dienstagnachmittag hatten Angestellte des Pharma-Unternehmens M3 Santé den Direktor Luc Roussele in seinem Büro festgehalten und erst am Mittwoch um Mitternacht aufgrund von Interventionen von Politikern wieder freigelassen, um Verhandlungen zu erzwingen. Die zu M3 gehörende Firma hatte angekündigt, 110 der insgesamt 235 Angestellten zu entlassen. Der Grund sei eine Überkapazität.
Erst eine Woche zuvor hatten Angestellte eines Sony-Werks bei Bordeaux den Frankreich-Chef von Sony und den Personalchef für eine Nacht als Geisel gehalten. Sony droht, das Werk zu schließen. Erst nachdem neue Verhandlungen zugesichert wurden, kamen die beiden wieder frei. Mit Eiern und Schuhen wurden Manager des deutschen Reifenherstellers Continental von Angestellten des Werks in Clairoix traktiert, das nächstes Jahr geschlossen werden soll.
TP: Die Wut wächst
 

Kaulquappe

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Das hat nicht nur etwas mit dem Tiefschlaf zu tun, sondern vor allem damit, daß einfach zu Viele noch ausreichend verdienen.

Es gibt noch:
- zu viele (Alt)Rentner mit guten Renten
- viele Beamte
- Angestellte im ÖD
- gut verdienende Mitarbeiter bei zahlreichen erfolgreichen Nischenbetrieben (kenne da selbst Einige, - sie verdienen wirklich ausgezeichnet)
- Hausfrauen mit gutverdienendem Ehemann
- "von Beruf " Tochter / Sohn
- ect.

Es geht noch lange nicht Vielen an das "Eingemachte". Viele nehmen eine "Delle" in den Einkünften auch nur als kurzfristige, der Krise geschuldete und bald vorüberziehende "Naturgewalt" hin.

Solange es eine Regierung schafft, daß es noch wenigstens 30 % der Bürger gut bis sehr gut geht, wird es keinen Grund für echte "Wut" geben.

Das dies so bleibt, dafür wird die Politik und ihre Lobby schon Sorge tragen.
Damit ist die größte Luft aus der "Gesamt"wut schon mal raus.

Der Meinung bin ich auch.

Zur Verständnis: was genau ist ein "Nischenbetrieb"?
 
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Zorn der Straße: Wenn Manager um ihr Leben fürchten

Zorn der Straße: Wenn Manager um ihr Leben fürchten

Manager werden als Geiseln genommen, die Villen von Bankern attackiert. Der Zorn der Opfer der Wirtschaftskrise richtet sich immer häufiger gegen konkrete Einzelpersonen.

So gingen die Scheiben der schwarzen Mercedes-Limousine des ehemaligen Royal Bank of Scotland-Chefs Fred Goodwin ebenso zu Bruch ...


https://diepresse.com/Der Zorn der Straße



(Siehe auch die Kommentare!)






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Die neue Angst der Manager vor dem Personal !

Die neue Angst der Manager vor dem Personal

Es geht ein Hass auf Manager durch die Unternehmen. In einer ganzen Reihe von Ländern sind Führungskräfte derzeit Gewalt ausgesetzt. Demolierte Autos, Tätlichkeiten, Geiselhaft: Die Aggressionen gegen die Elite haben eine neue Dimension erreicht.

In Deutschland hält sich die Gewalt in Grenzen – noch.


Luc Rousselet, Frankreich-Chef der amerikanischen Büromaterialfirma 3M, hat keine gute Woche hinter sich: Zwei Tage und zwei Nächte verbrachte der Mann in Geiselhaft, gefangen genommen von seinen eigenen Angestellten.

Weiterlesen >>> Die-neue-Angst-der-Manager-vor-dem-Personal




Tja, so langsam lassen sich die Menschen nicht mehr für blöd verkaufen! Führungsriegen sollten sich in der kommenden Zeit ewas wärmer anziehen. Nachvollziehen kann man es schon ... :icon_party:
 

Jenie

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Die sind doch froh wenn der Mop ordentlich Zerstörung betreibt. Das gibt mehr für den Aufschwung später her.

Zudem niemand will krieg -- nie wollen das die Völker.. Aber lest mal wie Neopolitik ein Volk langsam Kriegreif macht.
 

Papa Bär

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Ich denke, hier wird der Versuch unternommen "Sollbruchstellen" zu schaffen, deren letztliche Funktion darin liegt, den "Rechtsstaat" als Deckmantel und Rechtfertigung "weiterreichender Maßnahmen" zu ermöglichen.
Soll doch der Pöbel Sachbeschädigung, Nötigung, Erpressung, Geiselnahme etc. als probates Mittel ansehen. Das Establishment schlägt mit aller Härte des rechtsstaatlichen Apparates zurück.
Das ist für mich ein deutlichen Zeichen von Angst! Denn sie wissen genau, was kommt.

Wie sagte Sir Peter Ustinov:

Terror ist der Krieg der Armen. Krieg ist der Terror der Reichen.

In diesem Sinn werden wir Krieg bekommen... ganz sicher.

Grüße vom Papa Bear
 
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Chef als Geisel - «Wir halten sie im Büro fest»
In Frankreich haben Arbeiter zum dritten Mal in nur wenigen Wochen aus Wut über Stellenstreichungen die Firmenspitze ihres Unternehmens gefangen genommen.

Mitarbeiter des Baumaschinenherstellers Caterpillar sperrten den Frankreich-Chef und drei weitere Manager am Dienstagmorgen für mehrere Stunden im Büro des Standortleiters im südostfranzösischen Grenoble ein.
Die US-Firma will in Frankreich 733 Stellen streichen.

Weiterlesen >>> https://www.20min.ch/
 
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Wut über Sparprogramm

Franzosen kesseln Gucci-Besitzer im Taxi ein

31. März 2009, 21:38 Uhr
Aus Protest gegen ein Sparprogramm haben wütende Arbeiter den Chef des französischen Konzerns PPR im Taxi eingekesselt. Erst die Polizei konnte François-Henri Pinault nach etwa einer Stunde aus dieser Situation befreien. Ähnliche Vorfälle hatten sich zuvor bereits bei Sony und dem US-Konzern 3M in Frankreich ereignet.
Wütende Angestellte haben den Chef des französischen Luxus- und Handelsgüterkonzerns PPR, François-Henri Pinault, eingekesselt. Nach einer Konferenz in Paris hätten etwa 50 Demonstranten Pinaults Taxi umzingelt, bis die Polizei eingriff, teilten französische Gewerkschafter mit. Erst nach einer Stunde habe Pinault, einer der reichsten Männer Frankreichs, seine Fahrt fortsetzen können.
Weiterlesen >>> Franzosen kesseln Gucci-Besitzer im Taxi ein
 
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Strassburg: Demonstranten zünden Hotel und Zollhaus an


Die Demonstrationen gegen den Nato-Gipfel drohen komplett zu eskalieren. Von mehreren Stellen der Stadt steigt dichter Rauch auf.
Kampf um die Innenstadt
Zuvor setzte die französische Polizei erneut Tränengas gegen Demonstranten ein. Hunderte Randalierer versuchten, in die Innenstadt zu gelangen und warfen Molotow-Cocktails, Steine und Flaschen. Nahe der Europabrücke wurden Sicherheitskräfte mit Holzlatten und Steinen angegriffen. Die Randale begannen schon am frühen Morgen. Dabei gab es 25 Festnahmen. Bereits um 04.00 Uhr morgens machten sich insgesamt etwa 1.800 Demonstranten von ihrem Camp aus auf den Weg.
Weiterlesen >>>>> https://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Strassburg-Demonstranten-zuenden-Hotel-und-Zollhaus-an/
 
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Straßburg - Autonome werfen Brandsätze in Hotel

Chaos in Straßburg: Gipfelgegner demolierten einen Polizeiposten, plünderten eine Tankstelle und steckten ein Hotel in Brand. Auch andere Gebäude wurden angezündet.
Grenze zu Deutschland geschlossen

Auf der deutschen Rheinseite warteten unterdessen mehrere 1000 Demonstranten an der geschlossenen Grenze. Sie wollten über die Europabrücke nach Straßburg ziehen, um sich der für den Nachmittag geplanten Großkundgebung anzuschließen. Angesichts der Eskalation der Lage in Straßburg bleibe die Grenze vorerst abgeriegelt, sagte ein Polizeisprecher. Ursprünglich sollte der Übergang gegen Mittag für Fußgänger geöffnet werden. Die französischen Behörden hatten jedoch betont, nur friedliche Demonstranten würden ins Land gelassen.
https://www.focus.de//strassburg-brandbomben-auf-polizeistation
 
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bedenklich, denn ob es wirklich die "Wut" über die Krise ist oder einfach nur sinnlose Gewalt lässt sich auch nicht richtig erkennen.
 
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Militante Proteste gegen die NATO eskalieren

Der Gipfel und die Krawalle


Die gewalttätigen Proteste militanter Gegner des NATO-Gipfels sind eskaliert: In Straßburg wurden Gebäude in Brand gesteckt, die Sicherheitskräfte zeigten sich weitgehend hilflos. Inzwischen ist die Lage zwar noch angespannt, aber weitgehend unter Kontrolle.


https://www.tagesschau.de/natogipfel206.html
 
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Gast
Militante Proteste gegen die NATO eskalieren Der Gipfel und die Krawalle

Die gewalttätigen Proteste militanter Gegner des NATO-Gipfels sind eskaliert: In Straßburg wurden Gebäude in Brand gesteckt, die Sicherheitskräfte zeigten sich weitgehend hilflos. Inzwischen ist die Lage zwar noch angespannt, aber weitgehend unter Kontrolle.


https://www.tagesschau.de/natogipfel206.html

Mal ne andere Frage an Muci:

Wie angespannt ist die Lage beim Koffer packen?

:icon_mrgreen:
 

Curt The Cat

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18 Juni 2005
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bedenklich, denn ob es wirklich die "Wut" über die Krise ist oder einfach nur sinnlose Gewalt lässt sich auch nicht richtig erkennen.

Hm... wie willst Du das voneinander trennen? Das allgemeine "Weltklima" führt eben zu solchen, möglicherweise "scheinbar" sinnlosen Gewaltausbrüchen.

Wer weiß schon so genau, was womit zusammenhängt...


:icon_wink:
 
E

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Gast
Hm... wie willst Du das voneinander trennen? Das allgemeine "Weltklima" führt eben zu solchen, möglicherweise "scheinbar" sinnlosen Gewaltausbrüchen.

Wer weiß schon so genau, was womit zusammenhängt...


:icon_wink:

das meinte ich ja, es können ja auch Leute dabei sein, die die Demo nur als Vorwand nehmen.
 
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