Die Würde des Menschen ist antastbar (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

ALiL

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Endlich einmal taucht ein nicht ideologisch gefärbter Artikel von Jens Berger zur Hartz-Misere in der deutschen Presse auf.
Das lässt mich hoffen, dass es doch noch kritischen investigativen Journalismus in Deutschland gibt.
 
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Endlich einmal taucht ein nicht ideologisch gefärbter Artikel von Jens Berger zur Hartz-Misere in der deutschen Presse auf.
Das lässt mich hoffen, dass es doch noch kritischen investigativen Journalismus in Deutschland gibt.
Fachliche Hinweise SGB II:
4.5 Ergänzende Sachleistungen, geldwerte Leistungen
(1) Bei einer Minderung um mehr als 30 Prozent des Regelbedarfs kann das Jobcenter auf Antrag im Rahmen einer Ermessensentscheidung in angemessenem Umfang ergänzende Sachleistungen oder geldwerte Leistungen als Zuschuss erbringen, insbesondere in Form von Lebensmittelgutscheinen. Das Jobcenter hat in angemessenem Umfang ergänzende Sachleistungen oder geldwerte Leistungen zu erbringen, wenn Leistungsberechtigte mit minderjährigen Kindern in einem Haushalt leben (vgl. Rz. 31.53).
sieht leider bei Alleinstehenden anders aus, das mal zu:
Dann verbleiben verbleiben den betroffenen Bürgern nur noch Sachleistungen wie Lebensmittelgutscheine im Wert von 172 Euro pro Monat
 
E

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Dieser Regelsatz, der von vielen kritisch gesehen wird, entspricht nach Auslegung der Bundesregierung dem soziokulturellen Existenzminimum, dessen Gewährleistung dem Staat durch das Grundgesetz vorgeschrieben ist.
Das soziokulturelle Existenzminimum (Teilhabe am kuturellen und gesellschaftlichen Leben) ist nur ein Bestandteil des "menschenwürdigen Existenzminimums", der andere Bestandteil ist das physische Existenzminimum. Nur um das klar zu stellen.
 

Lecarior

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Endlich einmal taucht ein nicht ideologisch gefärbter Artikel von Jens Berger zur Hartz-Misere in der deutschen Presse auf.
Na und wie der ideologisch gefärbt ist. Nämlich tiefrot. Er geht in die allbekannte Richtung "ich tu nix und hab' trotzdem ohne Laufzeitbegrenzung die volle Leistung zu kriegen".

Passend ist aber, dass Berger die Gerechtigkeitsfrage anspricht und ausführt, dass es keine absolut richtigen und absolut falschen Ansichten dazu gibt. Und die Frage nach der Gerechtigkeit ist m.E. ein Punkt, der klar gegen die Abschaffung der Sanktionsmöglichkeiten spricht. Beispiel aus dem Unterhaltsrecht: Männlein und Weiblein lassen sich scheiden, Männlein soll für Weiblein Unterhalt zahlen. Nun unterliegt Weiblein grundsätzlich der Erwerbsobliegenheit und muss sich bemühen, selbst für ihren Unterhalt aufzukommen (§ 1569 BGB). Nun stelle man sich vor, Weiblein lehnt entsprechende Bemühungen ab. Eigenbemühungen als verbindliche Grundlage des Unterhaltsanspruchs seien als Zwangsarbeit zu werten und daher nach Art. 12 Abs. 2 GG verfassungswidrig. Außerdem werde sie so in ihrer freien Entfaltung beeinträchtigt, was Art. 2 Abs. 1 GG verletzt. Außerdem sei der geleistete Unterhaltsbeitrag viel zu niedrig und gewährleiste kein menschenwürdiges Existenzminimum, sodass Männlein gefälligst mehr zu zahlen habe.

Anstelle von Männlein würde man sich hier die Frage stellen, ob "die Alte den Ar*** offen" hat. Das alles sind aber Argumente, die hier regelmäßig gegen die Regelungen des SGB II vorgebracht werden. Es ändert auch nichts, dass im Falle des SGB II der gesichtslose Staat der Anspruchsgegner ist. Denn wie sagt es Volker Pispers so schön: "Wir sind nicht Papst, wir sind Staat! Wir alle!" Das Geld, das im Sozialstaat umverteilt wird, muss erstmal erwirtschaftet werden. Und dabei geht es um Gerechtigkeit. Nämlich um Gerechtigkeit für diejenigen, die den ganzen Spaß finanzieren, indem sie mehr an Steuern zahlen als sie einen direkten (z. B. in Form von Sozialleistungen wie ALG II, Kindergeld usw.) oder indirekten (z. B. in Form der Nutzung von Instrastruktur wie Straßen usw.) Gegenwert erhalten.

Und dasselbe gilt für den ebenfalls von Berger angesprochenen Begriff "Solidarität". Solidarität bedeutet im Zusammenhang mit unserem derzeitigen Sozialsystem, dass diejenigen, die sich nicht selbst helfen, von den leistungsfähigen Mitgliedern der Solidargemeinschaft unterstützt werden. Im Gegenzug wird erwartet, dass die zu Unterstützenden alles Zumutbare tun, um ihre Bedürftigkeit zu verringern oder zu beenden. Dieses System halte ich auch für gerecht. Folgt man Berger, Nešković usw., dann muss "Solidarität" umdefiniert werden: Die Leistungsfähigen unterstützen die Bedürftigen, diese müssen sich auch bemühen, ihre Bedürftigkeit zu verringern oder zu beenden, allerdings haben Zuwiderhandlungen keinerlei Konsequenzen. Das wäre m.M.n. weder solidarisch noch gerecht.

Gruß,
L.
 
E

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du willst doch nicht mänlein und weiblein mit den h4 gesetzen vergleichen ?

unterhalt gegen ex ist was anderes als das h4 sytem und deren wirtschaft

die firmen und politik tun alles das gewinne maximiert wird
aber was macht die politik gegen missbrauch ?

nix

naja ich zweifel nu an dein verstand
 
E

ExitUser0090

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Genau, alles Kommunisten dieser Berger und der olle Müller.

Das faule Pack soll doch erstmal arbeiten gehen, ansatt dieser [ominösen] Solidargemeinschaft auf der Tasche zu liegen.
 
P

Pony und Kleid

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Und dasselbe gilt für den ebenfalls von Berger angesprochenen Begriff "Solidarität". Solidarität bedeutet im Zusammenhang mit unserem derzeitigen Sozialsystem, dass diejenigen, die sich nicht selbst helfen, von den leistungsfähigen Mitgliedern der Solidargemeinschaft unterstützt werden. Im Gegenzug wird erwartet, dass die zu Unterstützenden alles Zumutbare tun, um ihre Bedürftigkeit zu verringern oder zu beenden. Dieses System halte ich auch für gerecht. Folgt man Berger, Nešković usw., dann muss "Solidarität" umdefiniert werden: Die Leistungsfähigen unterstützen die Bedürftigen, diese müssen sich auch bemühen, ihre Bedürftigkeit zu verringern oder zu beenden, allerdings haben Zuwiderhandlungen keinerlei Konsequenzen. Das wäre m.M.n. weder solidarisch noch gerecht.

Gruß,
L.
Ich nehme an, dass du unser hiesiges Staatsgebilde noch nicht wirklich verstanden hast, daneben auch noch Urteile des BVG ignorierst.

Zum Einen leben wir in einem Sozialstaat, welcher grundgesetzlich verankert ist und eine Ewigkeitsklausel innehält. Der "Staat", ergo seine Bevölkerung und ich meine hiermit auch alle, können nicht nur Sozialleistungen zahlen, sie müssen es. Dies ist auch kein tiefrotes Gespinne sondern schlicht und ergreifend geltendes Recht - vom höchsten Gericht dieses Landes abermals bestätigt. Und ein erst sehr junges Bundesverfassungsgerichtsurteil besagt, dass Leistungen zum Lebensunterhalt das Existenzminimum absichern müssen und eben diese Grundabsicherung leistungsfrei ist, da eben diese Grundabsicherung der Schutz der Würde darstellt. Unter anderem versteht sich. Punkt.


Darüber hinaus zahlst du als Arbeitnehmer wie auch ich als Arbeitnehmer immer 2 Parteien Arbeitslosen ihre Leistungen. Den armen Elos in Form von Sozialleistungen nach unten, den reichen Arbeitslosen in Form von Zinsen nach oben. Nun stellt sich die Frage, an wen ich mehr bezahle und wer es denn nötiger hat.


Darüber hinaus muss man sich auch darüber im Klaren sein, warum immer mehr Menschen Sozialleistungen gezahlt werden muss, weil sie ihren Lebensunterhalt nicht mehr selbst bestreiten können. Was ist der Auslöser und wer trägt hierfür die Verantwortung?
 

Piccolo

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Das Geld, das im Sozialstaat umverteilt wird, muss erstmal erwirtschaftet werden. Und dabei geht es um Gerechtigkeit. Nämlich um Gerechtigkeit für diejenigen, die den ganzen Spaß finanzieren, indem sie mehr an Steuern zahlen als sie einen direkten (z. B. in Form von Sozialleistungen wie ALG II, Kindergeld usw.) oder indirekten (z. B. in Form der Nutzung von Instrastruktur wie Straßen usw.) Gegenwert erhalten.

Und dasselbe gilt für den ebenfalls von Berger angesprochenen Begriff "Solidarität". Solidarität bedeutet im Zusammenhang mit unserem derzeitigen Sozialsystem, dass diejenigen, die sich nicht selbst helfen, von den leistungsfähigen Mitgliedern der Solidargemeinschaft unterstützt werden. Im Gegenzug wird erwartet, dass die zu Unterstützenden alles Zumutbare tun, um ihre Bedürftigkeit zu verringern oder zu beenden. Dieses System halte ich auch für gerecht. Folgt man Berger, Nešković usw., dann muss "Solidarität" umdefiniert werden: Die Leistungsfähigen unterstützen die Bedürftigen, diese müssen sich auch bemühen, ihre Bedürftigkeit zu verringern oder zu beenden, allerdings haben Zuwiderhandlungen keinerlei Konsequenzen. Das wäre m.M.n. weder solidarisch noch gerecht.

Gruß,
L.
die wörter umverteilung und gerechtigkeit in zusammenhang zu bringen kann man ja nur als realsatire bezeichnen.
ich wüsste nicht was man an der jetzigen Sachlage als solidarisch anzusehen hat. Solange konzerne, windige großkapitalisten und spekulanten mit hilfe der politik geld in massen rausziehen und nur minimale gegenleistungen bringen kann man wohl kaum von solidargemeinschaft sprechen.
vielleicht ist ja mit dieser sogenannten solidarität gemeint dass die schwachen den noch schwächeren helfen sollen. die anderen helfen sich lieber gegenseitig beim geldscheffeln und bei der zweckdienlichen lenkung der Politikmarionetten.
 

jockel

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Das soziokulturelle Existenzminimum (Teilhabe am kuturellen und gesellschaftlichen Leben) ist nur ein Bestandteil des "menschenwürdigen Existenzminimums", der andere Bestandteil ist das physische Existenzminimum. Nur um das klar zu stellen.
Alles was mit Alg II zu tun hat, fällt nicht in die Kategorie Existenzminimum, denn das Existenzminimum muß absolut geschützt und völlig sanktionsfrei bleiben und das ist nur das pfändungsfreie Existenzminimum.

Alles was drunter liegt ist Mogelpackung - Lug und Betrug!!!

Soziokulturelles Existenzminimum

Bundesarbeitsgemeinschaft Schuldenberatung: Auszug aus der Pfändungstabelle

2011 begann die Pfändungsfreiheit bei einem Alleinstehenden bei 1.030 Euro/Monat. Alles was drunter lag, durfte nicht angetastet werden.

Nimmt man das als Maßstab, sind alle Sanktionen am Alg II rechtswidrig, weil sie das Existenzminimum regelmäßig vernichten statt erhalten.

Eigenartig, daß das pfändungsfreie Existenzminimum nicht im Grundgesetz als Fakt zugesichert wird und staatlich zu garantieren ist. Demnach müßten auch alle Nettolöhne, die bei Ausübung von täglicher Vollerwerbsarbeit drunter liegen arbeitsrechtlich verboten werden.

Aus und vorbei mit dem 1-Euro- und Minijobmist, den kostenlosen Praktikas, Aufstockerdreck.

Aber so konsequent wollen unsere Politikerverbrecher und Gaunerwirtschaftsbosse nicht werden. Da eiern sie rum.

Wenn einer unserer Politiker da Reden unterhalb von 8 Stunden hält, dürfte dieser demnach keine Luxushonore erhalten, sondern in täglich geredeten Vortägen ein 30stel von 1.030 Euro/Monat und keine 7.500 bis 25.000 Euro pro Rede so wie Steinbrück und Co. erhalten.

1/30 sind 1 Kalendertag im Kalendermonat = 1.030 Euro/30 Tage = 34,33 Euro!!!!

Der Einzige der 8 Stunden-Vorträge ununterbrochen halten konnte, war

... Fidel Castro!!!

Patria o Muerte!!!!

Hasta Siempre Commandante-Buena Vista Social Club
 
E

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Pony und Kleid
Danke:icon_klatsch:


Außerdem möchte ich auch noch einmal erwähnen, das von den 49 Milliarden, die jedes Jahr für dieses System aufgebracht werden,
gerade einmal 23 Milliarden bei den Bedürftigen ankommen, und
26 Milliarden verschwendet werden, um die Hartz IV Maschine am Laufen zu halten.


mfg
 

jockel

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Na und wie der ideologisch gefärbt ist. Nämlich tiefrot. Er geht in die allbekannte Richtung "ich tu nix und hab' trotzdem ohne Laufzeitbegrenzung die volle Leistung zu kriegen".

Passend ist aber, dass Berger die Gerechtigkeitsfrage anspricht und ausführt, dass es keine absolut richtigen und absolut falschen Ansichten dazu gibt. Und die Frage nach der Gerechtigkeit ist m.E. ein Punkt, der klar gegen die Abschaffung der Sanktionsmöglichkeiten spricht. Beispiel aus dem Unterhaltsrecht: Männlein und Weiblein lassen sich scheiden, Männlein soll für Weiblein Unterhalt zahlen. Nun unterliegt Weiblein grundsätzlich der Erwerbsobliegenheit und muss sich bemühen, selbst für ihren Unterhalt aufzukommen (§ 1569 BGB). Nun stelle man sich vor, Weiblein lehnt entsprechende Bemühungen ab. Eigenbemühungen als verbindliche Grundlage des Unterhaltsanspruchs seien als Zwangsarbeit zu werten und daher nach Art. 12 Abs. 2 GG verfassungswidrig. Außerdem werde sie so in ihrer freien Entfaltung beeinträchtigt, was Art. 2 Abs. 1 GG verletzt. Außerdem sei der geleistete Unterhaltsbeitrag viel zu niedrig und gewährleiste kein menschenwürdiges Existenzminimum, sodass Männlein gefälligst mehr zu zahlen habe.

Anstelle von Männlein würde man sich hier die Frage stellen, ob "die Alte den Ar*** offen" hat. Das alles sind aber Argumente, die hier regelmäßig gegen die Regelungen des SGB II vorgebracht werden. Es ändert auch nichts, dass im Falle des SGB II der gesichtslose Staat der Anspruchsgegner ist. Denn wie sagt es Volker Pispers so schön: "Wir sind nicht Papst, wir sind Staat! Wir alle!" Das Geld, das im Sozialstaat umverteilt wird, muss erstmal erwirtschaftet werden. Und dabei geht es um Gerechtigkeit. Nämlich um Gerechtigkeit für diejenigen, die den ganzen Spaß finanzieren, indem sie mehr an Steuern zahlen als sie einen direkten (z. B. in Form von Sozialleistungen wie ALG II, Kindergeld usw.) oder indirekten (z. B. in Form der Nutzung von Instrastruktur wie Straßen usw.) Gegenwert erhalten.

Und dasselbe gilt für den ebenfalls von Berger angesprochenen Begriff "Solidarität". Solidarität bedeutet im Zusammenhang mit unserem derzeitigen Sozialsystem, dass diejenigen, die sich nicht selbst helfen, von den leistungsfähigen Mitgliedern der Solidargemeinschaft unterstützt werden. Im Gegenzug wird erwartet, dass die zu Unterstützenden alles Zumutbare tun, um ihre Bedürftigkeit zu verringern oder zu beenden. Dieses System halte ich auch für gerecht. Folgt man Berger, Nešković usw., dann muss "Solidarität" umdefiniert werden: Die Leistungsfähigen unterstützen die Bedürftigen, diese müssen sich auch bemühen, ihre Bedürftigkeit zu verringern oder zu beenden, allerdings haben Zuwiderhandlungen keinerlei Konsequenzen. Das wäre m.M.n. weder solidarisch noch gerecht.

Gruß,
L.
Was hast Du nur für verdrehte Ausbeuter- und Unterdrückeransichten?

Privatwirtschaft maßt sich an, Menschen in die Arbeitslosigkeit und damit in die Existenzgefährdung und -vernichtung zu stoßen - aus purer Machtsucht und Profitgeilheit.

Die BRD erfüllt ja als UN-Mitglied nicht die einfachsten UNO-Menschenrechte, seitdem sie 1977 UN-Mitglied wurde und vom damaligen Bundeskanzler Helmut Schmidt mit seiner Unterschrift die UN-Menschenrechtserklärung anerkannte.

Siehe Dir den Artikel 23 an.

Da stehen 4 Menschenrechte drin, auf die unsere Politiker, unsere Verwaltungsbürokratie, Rechtsprechung und Wirtschaft täglich lustvoll rumtrampeln:

- Recht auf Arbeit
- Recht auf freie Berufswahl
- Recht auf gleichen Lohn für gleiche Arbeit
- Schutz vor Arbeitslosigkeit

Keines dieser 4 Menschenrechte ist gesetzlich und verfassungsmäßig in der BRD garantiert. Das will auch kein einziger Unternehmer.

Also leben wir in einer Diktatur von Kapital und Profit der übelsten Sorte!!!!
 

jockel

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Genau, alles Kommunisten dieser Berger und der olle Müller.

Das faule Pack soll doch erstmal arbeiten gehen, ansatt dieser [ominösen] Solidargemeinschaft auf der Tasche zu liegen.
Machen wir's doch wie in den USA!

Wer bürgerliche Grundrechte einfordert oder deren Einführung beabsichtigt, wird ermordet oder sich nicht zum Opfer der USA machen will (siehe auch den Dokumerntarfilm: "Im Dienst der Wirtschaftsmafia - Ein Geheimagent packt aus" - Ein Hitman des CIA)

- Martin Luther King
- die Brüder Kennedy

Wikipedia: Bekenntnisse eines Economist Hitman - John Perkins

Wenn man den genannten Film gesehen hat, dann wundert es nicht mehr, warum viele südamerikanischen Staatschefs das Zeitliche segnen mußten - In Guatemala, Honduras, Panama, Venezuela, Chile (Salvatore Allende) oder z.B. im Kongo (Lumumba). Alles im Namen der Firma und völlig ohne Auftragserteilung der US-Regierung, die von all dem nichts wußte.

Weder die US-Regierung oder der CIA finanzierte die Wirtschaftsverbrechen und Auftragsmorde, sondern die wurden vom Internationalen Währungsfonds und der Weltbank finanziert. So sparen die USA noch und lassen die Staatengemeinschaften, die in beiden Banken organisiert sind für die Unternehmerinteressen der USA zahlen. Komisch, daß den Vorsitz in diesen Banken meist Millionäre und Milliardäre aus den US-Regierungen innehatten:

2 willkürlich zu nennende Beispiele:

- Robert McNamara
- Paul Wolfowitz

David Rovics: Operation Iraqi Liberation (Oil)
 
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Alles was mit Alg II zu tun hat, fällt nicht in die Kategorie Existenzminimum, denn das Existenzminimum muß absolut geschützt und völlig sanktionsfrei bleiben und das ist nur das pfändungsfreie Existenzminimum.

Alles was drunter liegt ist Mogelpackung - Lug und Betrug!!!

Soziokulturelles Existenzminimum
Mir würde es vorläufig schon reichen, wenn die definierte Summe, die aus Rn. 126 des BVerfG-Urteils vom 18.07.2012 hervorgeht in Verbindung mit Artikel 1 Abs. 1 GG eingehalten werden würde
[...]Die Normen des Regelbedarfs-Ermittlungsgesetzes sind ausweislich der Stellungnahme der Bundesregierung in diesem Verfahren die einzig verfügbare, durch den Gesetzgeber vorgenommene und angesichts seines Gestaltungsspielraums wertende Bestimmung der Höhe von Leistungen zur Sicherstellung eines menschenwürdigen Existenzminimums.[...]
Das Bundesverfassungsgericht

Alles andere kann man danach in Angriff nehmen.
 

Vincet

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@Lecarior

Du verlangst, dass 100 Liter in ein 1-Liter-Glas geschüttet wird, ohne dass was überschwappen soll.

Ne, von Mengenlehre hast du keine Ahnung. Aber die Arbeitslosen bestrafen; das hältst du für gerecht. Wenn ein Multimillionär genau das gleiche tut wie ein Arbeitsloser, dann ist das beim Arbeitslosen Schmarotzen und beim Multimillionär "das Geld arbeiten lassen". Das eine ist bei der breiten Öffentlichkeit verhasst und das andere ist angemessen.

Und Lecarior will amerikanische Verhältnisse. Die Gefängnisse sind hier wohl nicht voll genug.
Es ist aberwitzig. Die Laufzeit von ALG soll begrenzt werden, aber wo werden denn genug Arbeitsplätze geschaffen? Wenn man das wirklich machen sollte, dann sollten auch endlich genausoviele Arbeitsplätze geschaffen werden, wie es Arbeitslose gibt. Alles andere wäre eine Schweinerei. Und ich rede nicht von AB-Maßnahmen, von Bürgerarbeit oder 1-Euro-Jobs, ect. Ich rede von sozialversicherungspflichtiger Vollbeschäftigung mit Mindestlohn.

Was hält Lecarior eigentlich von Arbeitern, die zusätzlich Hartz-IV beziehen müssen? Wer schmarotzt da eigentlich?
Was hält Lecarior von Maßnahmeträgern, deren Kurse nichts bringen?
Wie findet es Lecarior eigentlich, dass Arbeitslose gegängelt werden? Haben diese Menschen ihre Würde durch den Verlust der Arbeit etwa verloren? Sind es keine Menschen mehr?

Fördern und Fordern! Wo bleibt da eigentlich das Fördern? Jeder Weiterbildungskurs, den man vorschlägt und der einen mehr Chancen bringt, wird abgeschmettert, stattdessen gehts wieder in eine Maßnahme, die nichts bringt.
Sollte man nicht auch die Wirtschaft fordern? Wieso akzeptiert dieses Land, dass Unternehmen Niedriglöhne zahlt? Wieso akzeptieren die Steuerzahler, dass ihr Geld in Sinnlosmaßnahmen verpulvert und Unternehmen subventioniert werden, weil sie Hungerlöhne zahlen?

Ich verstehe deine Ansicht nicht Lecarior. Was willst du eigentlich?
Und was bringt die Zukunft? Die Automatisierung schreitet voran und viele Jobs werden unwichtig und sterben aus. Die Arbeitslosenzahlen werden steigen. Will man dann so weitermachen? Diese Leute zur Verzweiflung bringen?
Das ist ein Spiel mit dem Feuer.

Existenzminimum = das Mindeste, was einem zusteht. Wieso wird diese Grenze trotzdem durch Sanktionen tausendfach unterschritten? Das ist unmenschlich.

Deine Ansichten sind erschreckend. Und es ist bezeichnend, dass du Leute, die gegen diese Zustände sind, als Kommunisten bezeichnest.
 
E

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Danke Vincet, ich bin übrigens expliziet auf
Sind es keine Menschen mehr?
in meiner letzten Anhörung eingegangen und habe geschrieben
Die Minderung kann ihrerseits nur aufrecht erhalten werden, wenn ich in ihren Augen weder ein Mensch bin, noch Menschenrechte für mich in Anspruch nehmen kann.
Ich warte noch auf den Sanktionsbescheid, aber der kommt bestimmt demnächst, natürlich ohne, dass sich irgendein SB darüber Gedanken gemacht hätte, wünsche denen aber im Falle von Arbeitslosigkeit, ebensolche SBs.
 

jockel

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Goethe wußte das schon vor Gründung der BRD und seiner Parteien und nebenjobbenden, vortragshaltenden Politiker.

Solche Politiker-, Verwaltungs- und Wirtschaftstypern mußte es schon zu seiner Zeit gegeben haben. Deshalb auch der Faust als Warnung und Abschreckungsmittel.

Überall lauert Mephistopheles.

Schön wie im 2. Link das Grundgesetz im Vergleich mit der Eingliederungsvereinbarung auseinandergenommen wurde.

Das kann man regelmäßig als Widerspruchsbegründung gegen aufgezwungene Widerspüche verwenden und keiner der Fallmanager, Sachbearbeiter oder Sozialrichter hat schlüssige Begründungen für die Eingliederungsvereinbarungen vorzubringen, die kein bißchen Substanz des Förderns (wegen des Sparzwangs an den Vermittlungsbudgets), aber jede Menge am Fordern enthalten.

Wenn man Arbeitslose richtig fördern würde, dann müßte man zugleich Unternehmer vom Stamme Nimm in der jeweiligen Region zur Erfüllung grundgesetzlicher Auflagen dauerhaft zwingen, kontrollieren und nicht mit befristet Schmiergeldern bedenken, ihnen nicht die Freiheit lassen, nach Fristende der eingestellten Schmiermittel die beschäftigten Arbeitslosen wieder zu feuern.

Wo bleibt die Sanktionierung der Unternehmer, der Ämter, der Armutsbildungs- und Praktikumsbetriebe, die sich am Elend von Millionen Arbeitsloser eine goldene Nase verdienen, die gezielt Altersarmut organisieren?
 

2010

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@jockel # 12
@Vincet # 15
:icon_daumen::icon_daumen:

a. Ist sitzt der hinterm warmen Ofen, da lässt es sich gut nach unten treten.
b. Leckt der die Stiefel, um seinen warmen Ofen nicht zu verlieren.
 

jockel

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Darauf sollte man mit Georg Schramm uns seinen Bibelzitaten gegen die Reichen antworten, daß sie als "Leistungsträger" gesellschaftspolitische Lasten zu tragen haben und nicht dazu bereit sind sie zu tragen, sondern dank unserer Gesetzgeber auf andere abwälzen. Der Mensch ist ein gesellschaftlich organisiertes Wesen. Er kann nicht unabhängig und autonom für sich allein leben.

Georg Schramm über das bürgerliche Lager - 1933

Georg Schramm - Leistungsträger (Neues aus der Anstalt 08.09.09)

Georg Schramm - reich & obszön, arm & zynisch

Werte und Religion

Georg Schramm über FED/Macht und Jekyll Island

Georg Schramm über Sozialschmarotzer
 
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