Die vier Regeln des Kapitalismus - Der Kapitalismus ist eine tolle Sache!

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ExitUser

Gast
Hab da mal wieder einen netten Artikel gefunden, bzw. mich hat jemand
darauf aufmerksam gemacht.

Recht gelungen die Darstellung und sollte zumindest mal gelesen werden.


Der Kapitalismus ist eine tolle Sache!

Er hat uns Mikrowellen, Farbfernseher, HiFi-Anlagen, Geschirrspülmaschinen, Handys, Faxgeräte, Quarzuhren, Autos mit Airbag und ABS, Playstationen und Nintendo, Satellitenschüsseln, unzählige Fernsehkanäle, Filme auf Video und DVD, Surround Sound, Digitalkameras, Computer, das Internet und viele andere schöne und nette Sachen beschert. Wie konnte man nur früher ohne diese Dinge auskommen und glücklich sein? Man könnte von einer Erfolgsstory sprechen.

Was bedeutet nun konkret Kapitalismus?

Wie bei allen Ismen, verrät schon allein der Name den Sinn der ganzen Veranstaltung und man möchte vom Angepriesenen logischerweise auch möglichst viel haben. Beim Sozialismus möchte man möglichst viel an Sozialem, beim Nationalsozialismus an Nationalem, beim Islamismus oder Katholizismus möglichst viel an richtigem Glauben, beim Kommunismus Kommunales, also möglichst viel an "allen gehört alles" und beim Kapitalismus natürlich möglichst viel an Kapital - also Geld und Besitz.

Und deshalb ist der Kapitalismus auch so schön, denn wer hätte nicht gerne immer mehr Geld und Besitztümer? Sie etwa nicht? Halten wir also als erstes und wichtigstes fest: Kapitalismus bedeutet, aus Kapital, Besitz und Geld noch mehr zu machen.


Regel Nr. 1 des Kapitalismus: Aus Geld noch mehr Geld machen

(...)

Alle Menschen dieser Welt leben in großzügigen Villen, haben mindestens zehn dicke Schlitten vor der Tür und flößen sich vorm Swimmingpool Longdrinks am Fließband ein! Niemand bräuchte mehr in der Frühe aufzustehen und zur Arbeit zu gehen. Alle Menschen würden das Leben in vollen Zügen genießen können und nur noch das tun, was ihnen gerade gefällt. Rentenprobleme, Finanzlöcher in den Gesundheitskassen, Armut und Sozialfälle wären völlig unbekannt. Ja, der Kapitalismus ermöglicht doch glatt das Paradies auf Erden – wenn das der Marx geahnt hätte!

Ich sehe schon Ihr verdutztes Gesicht, ...

Wenn Sie, Du und ich, also die Allgemeinheit unter Schulden am Absaufen sind, wird erst richtig Kasse gemacht und kräftig umgeschichtet.

Und das geht so: "Sparen, sparen und nochmals sparen!" – kommt Ihnen das bekannt vor? Sie können dieses Wort sicherlich nicht mehr hören, aber es macht Sinn. Da sich der Staat für die Renditesucht der Kapitalisten mittlerweile total überschuldet hat und auch Steuererhöhungen keine Effekte mehr bringen, wird nun in die entgegengesetzte Richtung umgeschlagen. Wo vorher noch mit vollen Händen ausgegeben wurde, soll "plötzlich" an allen Ecken und Enden gespart werden.

Und weil alle dabei so wunderschön mitmachen, sparen auch die Konsumenten an Ausgaben, dadurch die Unternehmen an Einnahmen und diese wiederum an Lohnkosten und dadurch die Verbraucher wiederum an Einnahmen und Ausgaben, die Unternehmen an Einnahmen usw.

Dass damit die Konjunktur gänzlich abgewürgt wird, die Arbeitslosigkeit in die Höhe schnellt und der Staat immer mehr Steuerausfälle zu verzeichnen hat, ist bestens eingeplant. Die ganze Sache hat nämlich für richtige Kapitalisten einen überaus günstigen Effekt: In der Not verkaufen alle, was auch nur zu verkaufen geht und zwar zu Spottpreisen!

Viel Spass bei der Verdauung. :biggrin:
 

Klammer

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Hallo,

ja so ist es wohl: "Reich ist Geil" / "Macht ist Cool".

Habe ich mal in einem Bericht über die sozialen verwerfungen in England gesehen. Da war so eine neureicht Tussy die meinte auch "Ich finde es gut das ich Reich bin und die anderen Arm". Kann man ja verstehen. :icon_mrgreen:

Wer will nicht schon zu Lebzeiten ins Paradies. Wenn man jetzt noch vom Anblick dieser Nutzmenschen befreit würde wäre es optimal!

Mfg
Klammer
 

Sandalphon

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Kein einziges Extrem ist gut. Das Volk hat das aber so gewählt.
 
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