Die Rückkehr des Feudalismus

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premiumpresse.de: Die Rückkehr des Feudalismus
 

Jesaja

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Woher bezieht der Autor eigentlich sein Geschichtswissen ?
Aus alten DDR-Lexika ?

Grundherrschaft und Lehenswesen sind zwei unterschiedliche Prinzipien.

Grundherrschaft wird von einem Landesherren, der über ein Lehen verfügt, über seine nicht-adligen Untertanen (das können Leibeigene, Halbfreie oder Freie sein) ausgeübt.
Das Lehenswesen meint die Bindung zwischen adligen Personen, die von oben nach unten funktioniert, d.h. nur ein ranghöherer Adliger kann an einen rangunteren Adligen ein Lehen verleihen, und sich dabei die Treue und die Kriegsdienstpflicht seines Vasallen zusichern (Heeresfolge).
 
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Tjo, die Landesherren .... äh... Ministerpräsidenten und ihre "Vasallen" in den Städten und Gemeinden könnten die "Leibeigenschaft" wieder einführen, wenn die "Betreuung" der Hartzis an die Kommunen abgegeben wird. Das es jetzt auch schon sowas gibt, sieht man in einigen OPKs, die sich ihre eigenen Gesetze machen und die BA "kann da leider nichts machen".

Dann können die Leibeigenen....äh..."Kunden" für alles eingesetzt werden und keiner kann mehr was dagegen machen, weil "jede Kommune für die Elos selbst verantwortlich ist" und die BA hier nicht mehr eingreifen kann.
 

Jesaja

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Für Optionkommunen gelten die gleichen Gesetze wie für Argen, beides sind Behörden und gehören zur Exekutive und haben weder rechtsgebende noch rechtsauslegende Befugnisse.
Wer Vergleiche zur Geschichte ziehen will, sollte sich vorher vielleicht wenigstens einmal ein bißchen über Geschichte informieren, und zwar aus seriöser Literatur.
Sonst wird der skeptische Zuhörer solch holprigen Versuchen, historische Begriffe in gesellschaftskritische Pamphlete einfliessen zu lassen, nur als lächerlich abtun, und das sogar noch mit Recht.
 
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Jau! Genau das läst mich immer öfters fast verzweifeln. Wenn man mit Aussenstehenden über Hartz IV spricht, (was ich so gut es geht vermeide, zur Zeit, es kostet einfach zu viel Energie) schauen die Leute einen entweder ungläubig an, oder es kommen Sprüche, die das noch verteidigen, welchen Sinn und Zweck das Ganze haben soll, können sie ausser mit den üblichen Stammtischparolen dann doch nicht beantworten.

Auch in den üblichen Dokus und Talkshows wird über diese Nebeneffekte so gut wie nie geredet, meistens geht es doch nur ums Geld, 1Eurojobs und die üblichen Vorurteile! Das dieser ganze Mist ein einziges Mühle-Spiel und nur durch Verdrängung und ein hin und her geschiebe ist, um den Selbserhaltungskreislauf der dadurch provitierenden "Elemente" zu gewährleisten und der Öffentlichkeit so vorgaukeln, dass der Eindruck des "Handelns" durch die Politik vermittelt wird, merken die Meisten erst, wenn sie selbst ins "Spiel" geschoben werden....

Selbst mein SB sagte mal zu mir, dass er sich nicht primär um Stellenangebote für mich kümmern muss, das können die Privaten übernehmen. Und es ist meistens auch ein Spiel, wenn man mitspielt, kann man durchaus klar kommen und relativ geschmeidig die Sache angehen, fraglich ist nur der Sinn des ganzen Theaters und ob man das Ganze nicht zur Zufriedenheit aller Beteiligten einfacher lösen könnte!?

Aber das wird wohl ein Traum bleiben. Schaut man sich die Führenden der sogenanten SPD an, wird man den Eindruck nicht los, dass jeder Zweite Bürger auf der Strasse in kurzen Sätzen klar und deutlich erklären könnte, warum die SPD so am Boden liegt und nicht wieder hochkommt. Nur die Oberen der Partei fahren wie Geisterfahrer auf der Autobahn ohne es zu erkennen, gefährden bei ihrer Fahrt Unbeteiligte und müssen zusehen wie sie von den "GELBEN" am Ende der Fahrt auf den "Schrottplatz" geschoben werden!
 
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und deswegen sind Vergleiche mit der "braunen Zeit" geduldet, denn das wird eher gemacht, "weil es ja so stimmt"?
 

Jesaja

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und deswegen sind Vergleiche mit der "braunen Zeit" geduldet, denn das wird eher gemacht, "weil es ja so stimmt"?

Sagen wir es mal so : mir gehen sämtliche Vergleiche mit der Geschichte auf den Senkel, vor allem wenn das "Wissen" über die Zeit mit der man vergleichen will entweder nur aus dem Hören-Sagen stammt, aus Verschwörungsliteratur oder aus 150 Jahre alten Lehrschinken.
 
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Zurück zum Kern. Irgendwann könnten die Schulden der Staaten von den Vermögenden eingefordert werden. Die können das jedoch nicht zahlen.
Alternativen: Staaten reagieren mit Währungsreform und erklären die Schulden für ungültig oder die Staaten zahlen mit Bodenschätzen und Land. Das wird alles eine Machtfrage sein.

Dann könnte tatsächlich die Erde irgendwann einmal wenigen Vermögenden gehören. Das würde ich Feudalismus nennen, auch wenn er anders ausgestaltet wäre. Sanchos Befürchtungen teile ich auch.
 
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