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Die Revolution von Oben

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Heute mal, ein überraschender Kommentar in der Bildzeitung von Frau Dr. Lieschen Müller:

Diese ökonomische Argumentation erstaunt dann doch, vor allem aus dem Mund eines "wirtschaftspolitischen Sprechers". Denn sie personalisiert und stigmatisiert, wo viel dringender die Systemfrage gestellt werden sollte: Wie lange kann eine Gesellschaft die Macht der Börse – also die pure Orientierung am Shareholdervalue (der Aktienrendite) und die Zwänge der Globalisierung ertragen, bis sie auseinanderbricht? Oder, anders formuliert: Zerstört der Super-Kapitalismus die Demokratie?
Kommentar: Politiker verschlafen die Kapitalismus-Revolution - Wirtschaft - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten

Und bei dem Thema möchte ich nochmal einen, im Rückblick, interessanten Artikel im Stern vom 17. Dezember 2003 "aufwärmen" :

50 Millionen Euro machte Gesamtmetall locker und gründete damit im Jahr 2000 die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Das war der Auftakt. Seitdem folgen Reforminitiativen ohne Ende. Sie heißen Bügerkonvent, Klarheit in die Politik, Marke Deutschland, Deutschland packt's an oder, jüngstes Beispiel, Konvent für Deutschland, eine Initiative von Roland Berger, 66, und Hans-Olaf Henkel, 63, mit Roman Herzog, 69, als Galionsfigur. Es ist eine außerparlamentarische Opposition von oben. Angeführt von alten Männern wie dem Ex-Bundesbankpräsidenten Hans Tietmeyer, 72, die lange Zeit für die Entwicklung der Republik verantwortlich waren. Die Old Boys wollen die Köpfe und Herzen der Bevölkerung verändern und sie zu Wirtschaftsreformen überreden. Dabei ist die Agenda 2010 für sie erst der Anfang eines viel weiter gehenden Abbaus staatlicher Leistungen wie Arbeitslosengeld oder Sozialhilfe. Ihr Einfluss geht mittlerweile so weit, dass von Sabine Christiansen bis Maybrit Illner keine Talkshow mehr ohne sie auskommt.

Die Finanziers der Propaganda bleiben dabei gern im Hintergrund. So wollte auch der Arbeitgeberverband Gesamtmetall bei der INSM nicht selbst die Reformbotschaften verkünden. Allzu leicht hätte man Einseitigkeit unterstellt. Deshalb wurde ein Kuratorium gegründet, in dem Edmund Stoiber, Oswald Metzger oder Tietmeyer vertreten sind. Das Kuratorium traf sich bis heute kein einziges Mal, aber das ist auch nicht so wichtig.
Unternehmer: Revolution von oben - Wirtschaft - stern.de

Der wichtigste Gesellschaftsumbauakteur, Bertelsmann, blieb dabei aber leider unerwähnt. Vielleicht weil Bertelsmann, die Aktienmehrheit beim Stern Herausgeber Gruner & Jahr hält ?:icon_kinn:

Gruß
Norbert

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