Die Rentenversicherung stuft mich für Grundsicherung als erwerbsgemindert ein - kann ich widersprechen? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

wolkenleicht

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
24 August 2018
Beiträge
2
Bewertungen
0
Tag Zusammen,


ich bin seit ca 3 Jahren im ALGII-Bezug. Das Jobcenter war überhaupt keine Hilfe bei der Arbeitssuche. Obwohl ich ein abgeschlossenes Studium habe, hatte ich keinen Jobvermittler/Betreuer zugewiesen und außer ein paar 1,50€ Jobs habe sie mich nicht unterstützt. Es wurde nichtmal überprüft, ob ich die geforderten Bewerbungen geschrieben habe, zu denen ich mich beim Erstgespräch verpflichtet hatte.

Irgendwann bekam ich dann Termine bei der Arbeitsagentur (Fallmanagement). Dort besprach eine Mitarbeiterin meine berufliche Zukunft mit mir (kam gerade von einem Krankenhausaufenthalt zurück) und wir kamen zu dem Ergebnis, dass ein weiteres Studium das beste für mich sei.

Da ich dies aber nicht finanzieren kann, erklärte sie mir, ich solle doch in Grundsicherung gehen, damit könne ich studieren.


Dann hat die Arge meine Arbeitsfähigkeit überprüfen lassen. Da ich vorher "gebrieft" wurde, dass ich in Grundsicherung soll, um wieder studieren zu dürfen, brachte ich alle Arztunterlagen und Entlassungsberichte der letzten 10 Jahre mit und "hoffte" darauf, arbeitsunfähig geschrieben zu werden.
Die "Untersuchung" war ein etwa 10 minütiges gespräch und endete mit den Worten "Von mir bekommen sie heute gar nichts."
Das Ergebnis war tatsächlich, ich sei weniger als 3 Stunden täglich arbeitsfähig.
Nun sollte ich Grundsicherung und Erwerbsminderungsrente beantragen. Die Rente wurde schon abgelehnt. Nun steht noch der Antrag auf Grundsicherung (bzw Sozialhilfe) aus.

Inzwischen weiß ich, dass die Sache mit dem Studium nur in Ausnahmefällen möglich ist und es wahrschl nur darum ging mich aus der Statistik zu kriegen. Es war sehr blauäugig, der Mitarbeiterin zu glauben und ihrem Rat zu folgen. Sicher, ich habe eine Krankengeschichte, aber ich hätte diese auch viel selektiver wiedergeben können, und wäre dann wohl anders eingestuft worden.

Das Sozialamt hat dann die Rentenversicherung gebeten, meine erwerbsfähigkeit zu prüfen, woraufhin diese mich nun als voll erwerbsgemindert für 3 Jahre eingestuft hat. Dies geschah ohne weitere begutachtung nach aktenlage.

Ich will nicht in Grundsicherung, sondern arbeiten, mach gerade eine reha, mit der genau dies erreicht werden soll.

Was passiert, wenn ich der Rentenversicherung widerspreche?
Wie lange zieht sich das hin und wie sind meine Chancen? Falle ich erstmal komplett aus dem Bezug (Jobcenter ist ja offiziell nichtmehr zuständig, bei voller erwerbsminderung, oder doch??)

Wenn ich den Antrag auf Sozialhilfe nicht stelle, bzw der aus mangelnder Mitwirkung abgelehnt wird, wovon soll ich dann leben?
 

Bertolino

Elo-User*in
Mitglied seit
5 August 2018
Beiträge
245
Bewertungen
249
AW: Grundsicherung - Erwerbsminderung

Hallo, wolkenleicht,

ich denke du bist hier im falschen Bereich.
Wenn du bei deinem Beitrag links unten auf das Warndreieck klickst, schreib dazu, dass man diesen thread nach "Schwerbehinderung Gesundheit Rente" verschieben möge.:wink:

Und: Du bekommst sicher jede Menge fachlich fundierte Unterstützung, also sei schon mal guten Mutes - bei allen Problemen!

Gruß
Bertolino
 

Kerstin_K

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
11 Juni 2006
Beiträge
20.676
Bewertungen
20.941
AW: Grundsicherung - Erwerbsminderung

Also niemand hindert Dich daran, Dir delber eie Arbeit zu suchen. Dann ist die Rente ganz schnell wieder weg.
 

Curt The Cat

Redaktion
Mitglied seit
18 Juni 2005
Beiträge
7.203
Bewertungen
6.510
Moinsen wolkenleicht und willkommen hier ...!

Ich war mal so frei und hab' den Titel Deines Fadens etwas abgerundet. Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage ist immer freundlich und soviel Zeit sollte sein - ergänzend verweise ich auch auf die Forenregel #11
[FONT=Arial,Wide Latin]11. Themen/Threads erstellen
[/FONT]
[FONT=Arial,Wide Latin]Beim Erstellen neuer Themen/Threads ist darauf zu achten, eine aussagekräftige Überschrift zu wählen. Themen mit nichtssagenden, allgemeinen Überschriften, oder wie z.B. Alle Reinschauen!!! oder Hilfeee!!! oder [/FONT]Grundsicherung - Erwerbsminderung[FONT=Arial,Wide Latin], sowie Topics mit irreführenden Angaben werden von den Moderatoren i.d.R ohne Ankündigung entfernt![/FONT]
Unser TechAdmin hat sich die Mühe gemacht und den Editor für die Überschrift auf 110! Zeichen erweitert. Da passt deutlich mehr als ein bis drei Worte rein ...

Erhellendes zum Thema findet man auch hier ... ->klick

Ich wünsche Dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt hier im Forum.


:icon_wink:
 

Bertolino

Elo-User*in
Mitglied seit
5 August 2018
Beiträge
245
Bewertungen
249
Ich versuche es mal. Leider bin ich nicht ganz der richtige Ansprechpartner, aber vielleicht tragen noch andere mit Informationen bei.

hatte ich keinen Jobvermittler/Betreuer zugewiesen
Das kann eigentlich nicht sein, oder?

Die "Untersuchung" war ein etwa 10 minütiges gespräch
Häufig findet gar keine persönliche Untersuchung beim ÄD statt, meist gibt es nur eine Begutachtung "nach Aktenlage".

es wahrschl nur darum ging mich aus der Statistik zu kriegen.
So ist es wahrscheinlich, leider.

Es war sehr blauäugig, der Mitarbeiterin zu glauben und ihrem Rat zu folgen. Sicher, ich habe eine Krankengeschichte, aber ich hätte diese auch viel selektiver wiedergeben können, und wäre dann wohl anders eingestuft worden.
Du solltest niemals der SB deine Krankengeschichte erzählen. Die ärztlichen Unterlagen sind ausschließlich
für den ÄD bestimmt. Der ÄD beurteilt deine gesundheitliche Situation, die SB bearbeiten deine Sache. Bedenke: Die SB sind zwar auch nur Menschen, aber deine Krankheit interessiert sie rein persönlich gar nicht. Und sie werden die Informationen, die du gibst, nutzen, um dich "aus der Statistik" zu bringen, sprich: Sie sparen Geld! Nur deshalb sind die SB weder gut noch böse, sie tun ihre Arbeit.

Das Sozialamt hat dann die Rentenversicherung gebeten, meine erwerbsfähigkeit zu prüfen, woraufhin diese mich nun als voll erwerbsgemindert für 3 Jahre eingestuft hat. Dies geschah ohne weitere begutachtung nach aktenlage.
Und schon bist du raus aus der Statistik! Wie gesagt, sie tun nur ihre Arbeit.

Ich will nicht in Grundsicherung, sondern arbeiten, mach gerade eine reha, mit der genau dies erreicht werden soll.
Das mit dem Wollen oder nicht können sich leider die meisten auch nicht aussuchen.

Ein paar Hinweise noch für die Zeit nach der Reha:
Denk mal darüber nach, welche Schweigepflichtsentbindungen du schon abgegeben hast. Ich vermute mal, z. B. der AfA?
Das bedeutet dann, dass die deinen Entlassungsbericht schneller in der Hand haben als du selbst.

Schau dich mal hier bitte im Forum zu diesem Thema um, das ist wichtig, sonst führen sie dich an der Nase herum.

Den Befund selbst solltest du bitte auch unbedingt für dich selbst anfordern, weil dort die wichtigsten Angaben stehen, aufgrund derer die AfA jeweils aktiv wird.

Was passiert, wenn ich der Rentenversicherung widerspreche?
Wie lange zieht sich das hin und wie sind meine Chancen? Falle ich erstmal komplett aus dem Bezug (Jobcenter ist ja offiziell nichtmehr zuständig, bei voller erwerbsminderung, oder doch??)
Hier kann ich leider nicht sachgerecht antworten, ich hoffe es kommen noch Beiträge.

Wenn ich den Antrag auf Sozialhilfe nicht stelle, bzw der aus mangelnder Mitwirkung abgelehnt wird, wovon soll ich dann leben?
Mal ein ganz anderer Gedanke. Wenn du nun EMR bekommst und ggf. Sozialhilfe auf Antrag, dann bist du doch erstmal abgesichert? Also wenigstens besser, als sich mit der Frage auseinandersetzen zu müssen, wovon du leben sollst.

Und Kerstin_K hat darauf hingewiesen, dass dich niemand daran hindert zu arbeiten. Daran ändert doch EMR und Sozialhilfe nichts. Klar, wenn du Arbeit findest, dann wird das natürlich entsprechend angerechnet. Du hast allerdings dann auch unterm Strich mehr auf dem Konto.

Und schau dich im Forum nach den Beiträgen von @Doppeloma um. Sie hat viel und vor allem sachgerecht zu deinen Fragen geschrieben.

Es ist mir schon auch klar, dass es gerade wenn man krank ist nicht so einfach "hopplahopp" gut geht, mit der Frage nach dem täglichen Brot. Meine Erfahrung ist aber, dass die vielen guten Informationen hier im Forum doch ein wenig für Beruhigung sorgen. Und nach einiger Zeit bin ich auch -etwas- gelassener geworden. Die Erkrankung zaubert das dennoch nicht weg, leider.:icon_evil:

Hoffentlich bringt dir die Reha wenigstens Erleichterung!

Gruß
Bertolino
 

Doppeloma

Super-Moderation
Mitglied seit
30 November 2009
Beiträge
11.440
Bewertungen
15.160
Hallo wolkenleicht, :welcome:

versuche mal zunächst deinen Beitrag etwas zu sortieren, denn es gibt schon noch einige Fragen, die nicht ganz unwichtig für hilfreiche Antworten sein werden.

ich bin seit ca 3 Jahren im ALGII-Bezug. Das Jobcenter war überhaupt keine Hilfe bei der Arbeitssuche.
Was war denn davor, darf man fragen wie alt du bist und ob du überhaupt schon mal berufstätig gewesen bist ?
Von den Ämtern Hilfe bei der Arbeits-Suche zu erwarten ist auch eher vergeblich, das geht dir nicht alleine so aber deswegen kann man dich ja nich einfach in die Sozial-HILFE abschieben ...

Obwohl ich ein abgeschlossenes Studium habe, hatte ich keinen Jobvermittler/Betreuer zugewiesen und außer ein paar 1,50€ Jobs habe sie mich nicht unterstützt.
Warum musst du mit abgeschlossenem Studium AGH machen, das ist doch keine richtige Arbeit und soll nur genutzt werden wenn der Betroffene am regulären Arbeitsmarkt überhaupt keine Aussichten auf einen Job haben wird.

Zudem wird man da meist nur ausgenutzt für Arbeiten wo mal ordentlich für bezahlt werden musste, darf man fragen was du da für Aufgaben hattest, in welchem beruflichen Bereich ???

Wie hat man dir denn erklärt, dass du für den allgemeinen Arbeitsmarkt ein "hoffnungsloser Fall" bist, da sind ja schon lange wieder Dinge abgelaufen die so bestimmt gar nicht laufen dürfen ... irgendein SB muss dich ja da hin "vermittelt" haben.

Es wurde nichtmal überprüft, ob ich die geforderten Bewerbungen geschrieben habe, zu denen ich mich beim Erstgespräch verpflichtet hatte.
Na-Ja, bei Gesprächen "verpflichtet" man sich zunächst mal noch zu gar nichts, das kann nur in einer EGV niedergelegt und vereinbart werden, welche Bewerbungen du zu tätigen hast im Monat z.B.

In 3 Jahren ALGII sollte es ja auch schon etwas mehr als nur EIN Gespräch gegeben haben, worauf hast du dich denn beworben und warum ist nichts daraus geworden ???

Irgendwann bekam ich dann Termine bei der Arbeitsagentur (Fallmanagement). Dort besprach eine Mitarbeiterin meine berufliche Zukunft mit mir (kam gerade von einem Krankenhausaufenthalt zurück) und wir kamen zu dem Ergebnis, dass ein weiteres Studium das beste für mich sei.
Was hast du mit der Arbeits-Agentur zu tun wenn du ALGII beziehst, hast du einen Schwerbehinderten-Ausweis und wirst dort von der Reha-Abteilung betreut, weil es bei deinem JC keine Reha-Abteilung gibt ???

Da ich dies aber nicht finanzieren kann, erklärte sie mir, ich solle doch in Grundsicherung gehen, damit könne ich studieren.
Davon habe zumindest ich noch NICHTS gehört, dass man in der Grundsicherung "besser" studieren könne, da kommt man ja (eigentlich) nur hin wenn man für "gar nichts" mehr zu gebrauchen sein soll, ganz sicher nicht um studieren zu können.

Du hättest wohl nicht alles so einfach glauben sollen was man dir erzählt, mit einem "ewigen" Studentenleben kann man auch nicht seinen Unterhalt verdienen und in der Regel sollen AfA und JC in sozialversicherte / bezahlte Arbeit vermitteln und nicht zum Studieren überreden ...

Wozu soll das gut sein wenn du bereits ein abgeschlossenes Studium hast und damit (scheinbar) auf dem Arbeitsmarkt schon nicht gefragt bist ???

Dann hat die Arge meine Arbeitsfähigkeit überprüfen lassen. Da ich vorher "gebrieft" wurde, dass ich in Grundsicherung soll, um wieder studieren zu dürfen,
Was soll das jetzt heißen, hast du irgendwas dazu schriftlich bekommen wie das (angeblich) funktionieren soll ???
Auch bei der AfA sollte bekannt sein, dass die Grundsicherung des SGB XII NUR bei voller Erwerbsminderung auf DAUER oder bei Altersrente überhaupt zuständig ist ...

Studiert wird dort in der Regel nicht mehr ... und was hast du noch von einem weiteren Studium wenn du (angeblich) sowieso NIE arbeiten KANNST aus gesundheitlichen Gründen ???

brachte ich alle Arztunterlagen und Entlassungsberichte der letzten 10 Jahre mit und "hoffte" darauf, arbeitsunfähig geschrieben zu werden.
"Arbeits-Unfähig" schreibt dich ein ambulanter Arzt wenn du dort in Behandlung bist und nicht der ÄD vom JC, das ist gar nicht seine Aufgabe.

Die "Untersuchung" war ein etwa 10 minütiges gespräch und endete mit den Worten "Von mir bekommen sie heute gar nichts."
Das Ergebnis war tatsächlich, ich sei weniger als 3 Stunden täglich arbeitsfähig.
Es ist aber gemeint, dass du weniger als 3 Stunden täglich Erwerbsfähig sein sollst und das ist ganz was Anderes, damit hast du keinen Anspruch mehr auf Leistungen vom JC wenn die Rentenkasse das bestätigt jedenfalls nicht. :icon_evil:

Nun sollte ich Grundsicherung und Erwerbsminderungsrente beantragen. Die Rente wurde schon abgelehnt. Nun steht noch der Antrag auf Grundsicherung (bzw Sozialhilfe) aus.
WARUM bitte wurde die EM-Rente abgelehnt, fehlen dir Beiträge dafür oder hält dich die DRV NICHT für Erwerbsgemindert ???

Wenn die DRV dich NICHT für Erwerbsgemindert hält wird auch das Sozial-AMT deinen Antrag ablehnen, weil du dort dann gar nicht hingehörst.

Inzwischen weiß ich, dass die Sache mit dem Studium nur in Ausnahmefällen möglich ist und es wahrschl nur darum ging mich aus der Statistik zu kriegen.
Davon ist mir zumindest gar nichts bekannt aber es ist auch sicher dann NICHT so geplant, dass man "extra" jemanden für Erwerbsgemindert erklärt, damit er angeblich über das Sozial-AMT "besser" studieren kann ...

Es war sehr blauäugig, der Mitarbeiterin zu glauben und ihrem Rat zu folgen. Sicher, ich habe eine Krankengeschichte, aber ich hätte diese auch viel selektiver wiedergeben können, und wäre dann wohl anders eingestuft worden.
Der Mitarbeiterin hättest du tatsächlich besser KEIN Wort von deinen gesundheitlichen Problemen erzählt aber du bist auch im Irrtum wenn du meinst man hätte dich beim ÄD anders "beurteilt", man will dich auch nicht "aus der Statistik" haben sondern aus dem Leistungsbezug vom JobCenter, weil man dort seit Jahren unfähig ist, dich in Arbeit zu bringen.

Das gefällt den "oberen Etagen" natürlich nicht besonders gut wenn die JC nicht mal in der Lage sind studierte Leute in Arbeit zu bringen, wo doch so gerne von mangelnder Bildung geredet wird wenn man sich wundert, dass da nicht viel passiert für die Arbeitslosen.

Dann "begutachtet" man sie passend als "Erwerbsgemindert" damit ein anderer sozialer Topf den Unterhalt übernehmen muss ... da KANN ja das JC nicht dafür wenn du wegen Krankheit (trotz Studium) nicht in Arbeit vermittelt werden kannst.

Das Sozialamt hat dann die Rentenversicherung gebeten, meine erwerbsfähigkeit zu prüfen, woraufhin diese mich nun als voll erwerbsgemindert für 3 Jahre eingestuft hat. Dies geschah ohne weitere begutachtung nach aktenlage.
Dann hast du (vermutlich) keinen Anspruch auf eine Geldrente erworben, sonst wäre diese Begutachtung schon nach dem Antrag auf EM-Rente von der DRV durchgeführt worden.
Bei Befristung auf 3 Jahre bekommst du auch keine "Grundsicherung nach SGBXII" sondern nur Hilfe zum Lebensunterhalt ... vom Sozial-AMT nach Kapitel 3.

Das Sozial-AMT wird prüfen ob es unterhaltspflichtige Angehörige gibt und dann wird es wohl zunächst mal zahlen müssen, wenn die DRV das aktuell (für die nächsten 3 Jahre) bestätigt hat

Ich will nicht in Grundsicherung, sondern arbeiten, mach gerade eine reha, mit der genau dies erreicht werden soll.
Das verstehe ich gerade nicht, Grundsicherung (SGB XII) bekommst du auf keinen Fall aber beim Sozial-AMT musst du einen Antrag (auf Sozial-HILFE) stellen, das JC wird die Zahlungen einstellen, wenn du das nicht machst.

Was ist das für eine Reha, über die KK, über die DRV ???

Was passiert, wenn ich der Rentenversicherung widerspreche?
Gar nichts, einem Gutachten kann man nicht widersprechen, die DRV zahlt dir ja kein Geld, die hat ja nur "gutachterlich" bestätigt, was der JC-ÄD vorher schon festgestellt haben wollte. Du bist zumindest für die nächsten 3 Jahre nicht regulär in Arbeit vermittelbar = UNTER 3 Stunden Erwerbsfähig = Kein Anspruch mehr auf ALGII.

Wie lange zieht sich das hin und wie sind meine Chancen?
Welche Chancen und worauf ???

Falle ich erstmal komplett aus dem Bezug (Jobcenter ist ja offiziell nichtmehr zuständig, bei voller erwerbsminderung, oder doch??)
Das JC ist nicht mehr zuständig für die nächsten 3 Jahre, weil die DRV dich nun auch für VOLL Erwerbsgemindert hält, zumindest auf Zeit und in 3 Jahren geht das ganze Theater von vorne los ...

Wenn ich den Antrag auf Sozialhilfe nicht stelle, bzw der aus mangelnder Mitwirkung abgelehnt wird, wovon soll ich dann leben?
Wenn du den Antrag auf Sozial-HILFE nicht stellst, dann bekommst du kein Geld mehr ... von Niemandem, denn das JC ist vorerst nicht mehr zuständig, die setzen dir eine Frist (für die Antragstellung auf Sozial-HILFE) und wenn du nicht "mitwirkst" bekommst du eben kein Geld mehr ... :icon_evil:

Ansonsten kannst du nur von was leben, wenn du ganz schnell eine Arbeit findest, mit der du deinen Lebensunterhalt verdienen wirst, dann brauchst du natürlich nicht zum Sozial-AMT, dann beweist du ja ALLEN Ämtern, dass du doch nicht so krank und unfähig bist wie dir alle aktuell schon bescheinigt haben.

Das dürfte wohl der einzige Weg sein, in ein neues und vielleicht sogar ganz "normales" Leben, ob du den gesundheitlich wirklich gehen kannst vermag ich nicht zu beurteilen ...

MfG Doppeloma
 

wolkenleicht

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
24 August 2018
Beiträge
2
Bewertungen
0
Also ich hab mein Studium 2015 abgeschlossen. Dannach war ich im ALGII Bezug. Die 1,50€ Jobs waren Müllsammeln und Küchenarbeit (jedesmal mit Leuten die Arbeit statt Strafe machen müssen, dementsprechend auch das Klima)

Ich hab mit einer Anwältin gesprochen, die sagt ich solle der Verfügung von der RV widersprechen, dann einen ALGII-Weiterbewilligungsantrag stellen und dann vors Sozialgericht gehen.

Was da vor dem Sozialgericht passieren soll ist mir auch nicht ganz klar. Soll da ein Richter feststellen, dass ich länger als 3 stunden arbeiten kann?

Ich kann wohl fordern, nochmal von einem unabhängigen Arzt begutachtet zu werden(?)
 
Oben Unten