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Die Post verabschiedet sich komplett aus der stationären Filialversorgung

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Die Antwort

Elo-User/in

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#1

Rounddancer

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#2
Und den Postagenturen und Postshops haben sie ja längst den Brotkorb so hoch gehängt, daß da auch immer mehr abspringen, denn die, die einen solchen Shop betreiben wollen, wollen verständlicherweise auch daran etwas verdienen.
Von der Hoffnung, daß eine nennenswerte Anzahl Kunden, die den Postshop nutzen, auch noch was aus dem regulären Sortiment des Ladens kaufen, läßt sich realistisch nicht leben, vom Postshop alleine schon gar nicht.

Da ist der ehemalige Postshop hier im Stadtteil,- dessen Betreiber versuchte, davon allein zu leben. Damals waren die Konditionen, die die Post bot, noch besser. Anfangs. Doch die Pauschale wurde immer mehr gekürzt. Zudem kam es öfter vor, daß die Post ohne Vorankündigung bis zu 1600 EUR auf einmal vom Konto des Betreibers abhob, etc.
Der Betreiber war tagaus, tagein im Shop, die ganze Öffnungszeit an sechs Wochentagen. Urlaub konnte er sich nicht leisten. Finanziell nicht, und auch nicht, weil er niemanden als Ersatz zahlen konnte, bzw. niemanden hatte, dem er so vertrauen konnte, denn die Haftung lag ja immer bei ihm. Puh, der kam nur noch auf den Knochen daher, und als er die nächste Pauschalsenkung nicht mitmachen wollte, kündigte ihm die Post.
Wie lange es seine Nachfolgerin, die zum Postshop dazu Schreibwaren verkauft und eine Quelle-Agentur betreibt, aushalten wird, ist fraglich.

Der Fotograf, zwei Stadtteile weiter, der extra in einen größeren Laden umgezogen war, um den Postshop aufnehmen zu können, merkte schnell, daß sich das nicht rentiert. Doch nicht schnell genug, denn nun gibts den ganzen Fotoladen nicht mehr, und auch keinen Postshop.

Die Post kratzt das wenig.
Leider.

So werden halt alle, die noch Briefe schreiben, bald das Nachsehen haben.
 

Arania

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#3
Oder halt keine mehr schreiben, ausserdem gibt es ja auch andere Postversender
 

pinguin

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#4
Wer hier Die Themen im Postboten-Forum - Postboten-Forum immer up-to-date bleibt, weiß dieses schon länger; die Deutsche Post wird sich aber damit ein Eigentor schiessen. Dann liegt es nämlich an den neuen Shop-Betreibern, der Post ihre Preise zu diktieren; für Dumpingpreise wird sich dann hoffentlich kein Betreiber finden, der eine derartige Filiale unterhält. Solange die Post noch eigene Filialen hat, gibt's ja immer Ausweichmöglichkeiten; wenn sich aber alle künftigen Betreiber einig sind, solch einen Shop nicht zu Dumpingpreisen zu führen, schaut die Post ganz schnell in die Röhre, weil die meisten Privatkunden wegfallen und manche Firmenkunden obendrein. Bei privaten Postdiensten ist's nämlich üblich, die Post von Geschäftskunden ohne Aufpreis in deren Firma abzuholen.
 

FAR2009

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#5
Bei uns im Ort (10.000 Seelen) wurden vor zwei Jahren der Bahnhofskiosk und die Postagentur zusammengelegt.
Von ehemals 2 gelernten Postangestellten - die waren schon schlimm genug und offensichtlich dauernd auf Valium - wurde einer übernommen, der dann aber nach einem halben Jahr auch weg war.
Mittlerweile betreiben die Kioskangestellten die Postagentur alleine, incl. Postbank-Service!
Kommt man zu ungünstiger Zeit dorthin, muss man durchaus mal mit Wartezeiten bis zu einer halben Stunde rechnen. Eine Zumutung wie ich finde.
Nachdem ich letztens, in besagter Situation, dort angedroht habe, einen eventuellen Amoklauf genau hier in der Post zu starten,
meinte ein anderer Mitwartender neben mir:
Es ist in der Tat ein Phänomen, um eine Ausbildungsstelle als Bankkaufmann zu bekommen,
geht unter einem sehr guten Abitur mittlerweile gar nichts, bei der Post reicht eine einschlägige Erfahrung
als Zeitungs- bzw. Zigarettenverkäufer im Bahnhofskiosk, um Post- und Postbankkunden zu beraten.
Ich finde, so wie´s scheint hat er vollkommen recht.
So viel zum Thema Dienstleistung und zufriedene Kunden.

Wen wunderts, wenn es mit der Post so langsam aber sicher den Bach runter geht.
 

Rounddancer

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#6
Nun, daß Anfangs, das halbe Jahr lang, ein Postler da war, das ist bei den Postagenturen so, die als Ersatz einer Postfiliale aufgemacht werden.
Praktisch zum Einlernen der Mitarbeiter des Postshops und auch, damit die Postkunden wenigstens anfangs ein bekanntes Gesicht sehen.

Danach sind die Leute des Ladens auf sich gestellt, ja, sie können wo anrufen, wenn es klemmt, aber das wars auch schon.
Und mehr Leute dafür einzustellen, rechnet sich einfach nicht,- real sieht das so aus, daß, wenn man von der laufend sinkenden Pauschale, die die Post den Shops zahlt, der Anteil der Miete für die Fläche des Ladens, den der Postshop belegt, abgezogen ist, dann ist schon fast nix mehr übrig. Stellt man dann auch nur einen einzigen Mann für den Shop ein,- dann kommt gar nix mehr raus, bzw. legt der Laden sogar drauf.
Da ist es klar, daß der Laden die Arbeit im Postshop (und was da heute noch ankommt, ist meist bedienungsintensiv, wie gebrechliche Kunden, Sondersachen, Postbankauszahlungen, Post-Ident, Einschreiben,- und oft müssen die Shops auch noch von den DHL-lern nichtzustellbare, benachrichtigte Pakete lagern und ausgeben, ebenso Einschreiben, etc., die die Briefzusteller nicht beim Empfänger loswurden, etc.) mit dem vorhandenen Personal machen muß,- und irgendeine Arbeit bleibt da immer liegen.
Ein Stadtbezirk weiter wurde aus der Post ein Postshop, der Schreibwaren, Zeitschriften, etc. auch verkaufen will. Der Chef ist da praktisch 6 Tage in der Woche am Postshop angebunden, -kann praktisch nix anderes machen,- und seine Frau muß vorne im Laden sein, Kasse und gucken, daß möglichst nichts unbezahlt den Laden verläßt. Als das noch Post war, da waren da drei Vollzeitkräfte im Einsatz, nur für die Postsachen ...
Klar, daß da so die Schlangen lang sind.
Aber statt da vor Ort Krach zu schlagen (die kennen und leiden selbswt unter der Misere), ist es besser, Beschwerden an die Post zu schreiben, und auf der Post-Kundentelefonnummer anzurufen.
 

FAR2009

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#7
Es ist trotzdem unverständlich und Schade, dass der Eindruck entsteht, die Post macht das Vertrauen und das "Monopol",
das im Bewusstsein der Kunden ja immer noch fest verankert ist, mit aller Gewalt kaputt.
Schade auch deshalb, weil die Konkurrenz-Unternehmen gerade diejenigen Sklaventreiber sind,
die noch immer wegen Mindestlohn rumstreiten und ihre Leute gnadenlos ausnutzen.
Mit ein bisschen mehr Fingerspitzengefühl und Augenmerk auf Service und Kundenzufriedenheit,
auch durch bessere Auswahl und Schulung des Personals, könnte die Post als Dienstleister durchaus bestehen.
Beschwerden bringen übrigens überhaupt gar nichts. Bei mir kam daraufhin zweimal eine alles- und nichts sagende Roboter-email zurück.

Diese Shop-Lösung gibts in anderen Ländern übrigens schon lange, so z.B. erlebt auf den Shetland-Inseln,
mit zusätzlicher Videothek und Sparladen, vor 15 Jahren, da hats aber geflutscht, auch bei erhöhtem Kundenandrang und nur zwei Angestellten.
 

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#10
Hoch lebe die Privatisierung:icon_neutral:
viele schimpfen über fau..... Beamten und fordern "PRIVATISIERUNG".
Jetzt bekommen wir sie.
Und bald, wenn das Postmonopol weg ist, können die neuen Postdienstleistungsunternehmen und ihr sprücheklopfender Präsident des neu gegründeten Arbeitgeberverbandes Neue Brief- und Zustelldienste Florian Gerster die Preise diktieren und die Postzusteller dürfen dann für noch weniger Geld arbeiten.
Vielleicht nur noch Aufstocker oder 400 EURO-Jobs. :icon_neutral:
 
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