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Die Politik macht Hartz IV zum Dauerzustand

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Arania

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Arania

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Nun Tatsache ist das es in den Niederlanden schwerer ist erwerbslos zu sein als hier, die haben Work Fare schon lange, und in Österreich glaube ich auch
 

ela1953

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Das ist ja jetzt ein Beispiel für FÖRDERN - sie macht eine Ausbildung zur Hauswirtschafterin.

Zwar mit EEJob, aber das ALG II bekommt sie ja dazu. Als "richtige" Auszubildende ginge es ihr finanziell schlechter.

Diese Frau ist aber eine Ausnahme. Die Regel ist ja, dass keine Ausbildung vermittelt wird, sondern nur Arbeiten als EEJob, auch in der Hauswirtschaft.

z.B. Küchenhilfe im Altenheim
 

druide65

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Nun Tatsache ist das es in den Niederlanden schwerer ist erwerbslos zu sein als hier, die haben Work Fare schon lange, und in Österreich glaube ich auch

Bedingt durch Lohndumping(Heißt da Lohnmäßigung) und hohe Teilzeit und Minijob Quoten.
 

Arania

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Ich schätze da wird es bald auch auf EU-Ebene Diskussionen geben, schon alleine wegen der Möglichkeit der Zuwanderung von Arbeitern
 
E

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und demnächst in diesem Thgeater:

"10 Jahre Hartz IV und 5 Jahre Workfare, weiterhin ein positive Bilanz"

:cool:
 
E

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Nun Tatsache ist das es in den Niederlanden schwerer ist erwerbslos zu sein als hier, die haben Work Fare schon lange, und in Österreich glaube ich auch
hi arania,
klar ist es in NL "schwerer" elo zu sein da ist aber auch der Arbeitsmarkt um Längen besser.
Bei einer Arbeitslosenquote von 4% (würde mich interessieren, ob die auch gefaked ist wie die unsere), Weiterbildung, die nicht nur dem Namen nach eine solche ist und vor allem dem"equal pay" ist es imho leichter, existenzsichere Arbeit zu bekommen.
Würde in D "nur" equal pay (gleicher Lohn für gleiche Arbeit, auch für Leiharbeit) praktiziert werden, wie viele Leiharbeiter wären schlagartig keine Aufstocker mehr?
Mein Kenntniss-Stand ist aber zugegeben etwas veraltet, lasse mich gern korrigieren...
lG
 

Arania

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Lies mal den ganzen Artikel, das scheint etwas anders zu laufen bei den Nachbarn
 

Mario Nette

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Das heißt allerdings noch lange nicht, dass die Verhältnisse in Österreich rosig sind. Ich empfehle die Beiträge von Maria Wölflingseder aus dem Buch "Dead Men Working", Unrast Verlag.

Mario Nette
 

Kaleika

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In dem genannten Artikel wird so getan, als ob nur die Menschen langzeiterwerbslos wären, die keinen Schulabschluss und/oder keine Ausbildung hätten, wo es halt in der Familie so ist, dass Frauen früh Kinder kriegen, von Sozialhilfe leben, oder putzen gehen.

Die meisten Betroffenen haben sowohl einen abgeschlossenen Schulabschluss als auch eine Berufsausbildung.
Wo sollen denn die ganzen Jobs sein, die bei der um ein Drittel gekürzten Sozialleistung aufgenommen werden könnten?
Wahrscheinlich alle nur auf dem bescheidenen Niveau von Workfare. Erst noch ein paar mehr sozialversicherungspflichtige Vollzeitjobs zerstören, um dann Dumpinglohnarbeitsplätze daraus zu machen?

Kaleika
 
E

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Gast
In dem genannten Artikel wird so getan, als ob nur die Menschen langzeiterwerbslos wären, die keinen Schulabschluss und/oder keine Ausbildung hätten, wo es halt in der Familie so ist, dass Frauen früh Kinder kriegen, von Sozialhilfe leben, oder putzen gehen.

Die meisten Betroffenen haben sowohl einen abgeschlossenen Schulabschluss als auch eine Berufsausbildung.
Wo sollen denn die ganzen Jobs sein, die bei der um ein Drittel gekürzten Sozialleistung aufgenommen werden könnten?
Wahrscheinlich alle nur auf dem bescheidenen Niveau von Workfare. Erst noch ein paar mehr sozialversicherungspflichtige Vollzeitjobs zerstören, um dann Dumpinglohnarbeitsplätze daraus zu machen?

Kaleika

ist bei dem Schreiber nichts Neues, ein echter "Regierungstreuer" eben.

WELT DEBATTE - Kommentare - Hartz IV muss weiterentwickelt werden
 

gelibeh

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Neben der Kürzung des Regelsatzes schlugen die Wirtschaftsweisen damals vor, Zuverdienste bis 200 Euro komplett mit dem Arbeitslosengeld II zu verrechnen. Von jedem Euro darüber hinaus aber sollten die Hartz-IV-Empfänger 50 Cent behalten können. Heute ist es genau anders herum: 100 Euro Zuverdienst sind frei, danach muss der größte Teil abgeführt werden. Von einem 400-Euro-Minijob bleiben einem Hartz-IV-Empfänger nur 160 Euro.
Vielleicht hab ich da einen Denkfehler, aber bei einem 400€ Job bleiben mir bei dem Modell der Wirtschaftsweisen nur 100€.
400€-200€=200 davon 50%=100€.
 

Arania

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das ist ja auch so gewollt, damit man mehr als 400 Euro verdienen muss um mehr übrig zu behalten
 

Linchen0307

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Um noch mal auf die Niederlande zu kommen...
dort werden Arbeitnehmer fast immer über Leiharbeitsfirmen in den Job gebracht, verdienen aber wesendlich mehr als in unseren Leihbuden und werden meist innerhalb kürzester Zeit übernommen.

Dies weiß ich von einer Freundin, die mit einem Niederländer verheiratet ist und seit 20 Jahren in den Niederlanden lebt.
 

Arania

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Das ist möglich, aber der Druck bei Erwerbslosen Work Fare machen zu müssen scheint grösser zu sein als bei uns und das drückt natürlich auch darauf eher einen Job bei Zeitarbeitsfirmen anzunehmen

Genau das soll hier ja auch kommen, besser einen Job- egal welchen- als ALG II
 

Arania

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Und nun in BILD die Dauerserie, was ist Hartz IV und das Interview von von der Leyen, das man Arbeitslose härter anpacken muss
 

Gehatzter

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Dazu war gestern Anne Will ganz interessant....
Diese Hetze und Androhung, à la jetzt wird richtig verschärft, dient nur dazu, den noch Arbeitenden Motivation trotz immer mehr Stress und schlechteren Bedingungen für ihre Arbeit am Montag zu geben. Zudem ist ein Teil des Pöbels für diese populistischen Maßnahmen leicht zugänglich - erklärt auch das Wahlergebnis.
Man braucht einfach einen Sündenbock, der erreichbar ist, auf den man ungestraft prügeln kann oder sogar belohnt wird. Wenn man die gezielte Tötung wieder einführen würde, wäre man wieder endlich in der guten alten Zeit mit dem strengen Herrn angekommen. Im Geschichtsunterricht immer Entsetzen zeigen à la wie konnte das nur passieren, aber gleichzeitig sich in Tripelschritten diesen Zuständen wieder annähern. Wirtschaftlich sind wir ja schon auf bestem Wege in die große Depression. Es mutet geradezu grotesk an, gerade jetzt davon zu sprechen, wo wirklich an jeder Ecke abgebaut wird, von einer Rettung Deutschlands durch die Mobilisierung der Arbeitslosen zu sprechen. Schließlich fehlen die ja allen Ecken und Enden. :icon_neutral:
Die Regierung hätte noch nicht mal genug Mittel zur Verfügung, den 3,3 Millionen unversorgten Menschen eine Notstelle + Schaufel zur Verfügung zu stellen.
Nicht mal ausgebildete Fachkräfte braucht man mehr in dem Maße, dem sie dem Markt zur Verfügung stehen. Bei Maschinenbauabsolventen bekommen aktuell unter 20 % einen Job als Ingenieur trotz halbjähriger Suche. Bin selber unter den 80 %, die leer ausgehen. In anderen Ingenieurstudiengängen sieht es nicht viel rosiger aus.
Der Markt ist durch den Nachfrageeinbruch seit Beginn der Krise, zumindest im Produktionsbereich, für Neuzugänge aller Couleur total zusammengebrochen.
Somit ist eigentlich jeder verlorene Arbeitsplatz gut, denn desto früher kollabiert das Lügensystem. Erschreckende Parallelen zur DDR. Im Endstadium wurde da auch die Realität komplett verdreht.
 
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Klaus Wiesehügel fassungslos:

"Gnadenloser Populismus" sei, was von der Leyen von sich gebe: "Wir marschieren auf fünf Millionen Arbeitslose zu und Sie sagen, wir schauen uns das mal an. Toll, wie Sie das machen, aber hier wird das ganze Volk verarscht."

Treffender Satz am Ende der Sendung!
 

Calexico

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Um noch mal auf die Niederlande zu kommen...
dort werden Arbeitnehmer fast immer über Leiharbeitsfirmen in den Job gebracht, verdienen aber wesendlich mehr als in unseren Leihbuden und werden meist innerhalb kürzester Zeit übernommen.

Dies weiß ich von einer Freundin, die mit einem Niederländer verheiratet ist und seit 20 Jahren in den Niederlanden lebt.
In NL gibt es auch einen gesetzlichen Mindestlohn, oder? Um Mindestlöhne ging es auch kurz bei Anne Will, und der unsägliche Herr Franz hat sich natürlich vehement dagegen gesträubt, da sie Arbeitsplätze vernichten würden und es besser sei, eine schlecht bezahlte Arbeit (z.B. an der Tankstelle als Kuli die Fenster der Autos polieren) zu haben als gar keine:icon_neutral:
 
E

ExitUser

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Um noch mal auf die Niederlande zu kommen...
dort werden Arbeitnehmer fast immer über Leiharbeitsfirmen in den Job gebracht, verdienen aber wesendlich mehr als in unseren Leihbuden und werden meist innerhalb kürzester Zeit übernommen.

Dies weiß ich von einer Freundin, die mit einem Niederländer verheiratet ist und seit 20 Jahren in den Niederlanden lebt.
hallo Linchen,
habe mir trotz Zeit/ und Nervenmangels das niederländische Polder-Modell angeschaut und so falsch war mein Basiswissen dann gar nicht.
In NL ist der Mindestlohn bei Ü23ern brutto etwas über 1300.-€, Leiharbeit = equal pay, "ALG1" geht länger und klar wird gefordert, aber auch wirklich gefördert.
Die Sozialabgaben sind paritätisch und die Steuern etwas niedriger.
Also prinzipiell hat man sich hier in D an den NL orientiert, das Gute (Mindestlohn, echte Förderung usw.) gestrichen und den Rest eigenwilligst uminterpretiert, sonst wären wir ja doch tatsächlich ein halbwegs akzeptabler "Sozialstaat" geblieben.
Und genau das galt es ja zu verhindern, wie wir hier mittlerweile (fast)alle wissen :icon_kotz:
lG
 
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