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Die Pladecks werden gerne gebucht, wenn Privatsender eine deutsche Durchschnittsfamil

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  Th.Starter/in  
#1
BERLIN - Ein Mann, der das Gesicht in den Händen verbirgt. Vielleicht ist es dieses Bild, das sein ambivalentes Verhältnis zum Fernsehen am besten beschreibt. Es zeigt ihn in einem Moment, den man nicht gerne mit anderen teilt, schon gar nicht mit Millionen Fernsehzuschauern.


Ein Traum ist geplatzt. Eine falsche Antwort, und in einer Quizshow bei Sat 1 ist er haarscharf am Hauptgewinn vorbeigeschrammt. Eine Skireise nach St. Moritz. Ein Toyota-Kombi. Fahrräder für die ganze Familie. Das wäre sein Preis gewesen. Die Show heißt „Die Stunde der Wahrheit.“


Andreas Pladeck sagt, dieses Bild habe ihn lange verfolgt. Es wurde 2001 immer wieder bei „Talk, Talk, Talk“ (Pro 7) ausgestrahlt, einer Sendung, die die peinlichsten Momente aus Unterhaltungsshows recycelt. Es war ein einschneidendes Erlebnis. So also fühlte es sich an, wenn man gefangen in einer Mausefalle sitzt, beraubt um den Speck, der einen ins Fernsehen gelockt hatte. Dieses Bild ist der Schlüssel zu dieser Geschichte, die von einer Familie erzählt, die lernte, das Medium für ihre Zwecke zu instrumentalisieren. Nicht immer mit Erfolg.


...

Tatsächlich sind Pladeck, seine Frau Verena (44) und ihre Kinder Racine (20), Vincent und Roxanne (beide 16) alte Bekannte im Fernsehen – genauer: in der Abteilung Reality-TV. Es gibt kaum eine Doku-Soap, in der die Familie noch nicht aufgetreten ist.

Beim „Frauen-Tausch Spezial“ (RTL 2) hat man schon das Entsetzen in den Gesichtern der Kinder beim Anblick ihrer Tausch-Mama gesehen. In einer RTL 2-Reportage über „Deutschland – Ein-Euro-Land“ hat Vincent tapfer verkündet, es müssten nicht immer die neuesten Nike-Treter sein, ein Auslaufmodell von Adidas tue es doch auch. Und in einer neuen Folge von „We Are Family“ (Pro 7) sah man die Familie im Kaufrausch, Verena mit neuer Frisur, Andreas mit teurer Espresso-Maschine unterm Arm. Und Roxanne auf ihrer ersehnten Hantelbank. Die Pladecks im Schlaraffenland.
Hinterher mussten sie die Geschenke abgeben. So sahen es die Spielregeln vor. Fies gelinkt habe man sie, sagt Andreas.

Die Pladecks werden gerne gebucht, wenn das Fernsehen eine deutsche Durchschnittsfamilie sucht. Stehaufmenschen, die demonstrieren, wie man sich in Zeiten der Krise durchwurschtelt. Als Quizverlierer, Hartz IV-Empfänger oder Schnäppchenjäger. Inzwischen füllen solche Formate jede Woche über 70 Stunden Sendezeit im deutschen Fernsehen.
Die Pladecks passen eigentlich gar nicht ins Klischee der bildungsfernen Jogginghosenträger, die sich für eine Handvoll Euro als Vollhorste inszenieren. Papa Pladeck ist ein gepflegter Schnauzbartträger mit strahlend weißen Zähnen. Dass er eine bewegte Vergangenheit hat, merkt man ihm nicht gleich an. Gelernter Zimmermann; nach der Wende aufgestiegen zum Bauleiter; Muskelriss in der Schulter; Sturz in die Arbeitslosigkeit; Marketing-Studium, selbständige Tätigkeit als Bausachverständiger; beidseitige Zwerchfelllähmung; abgerutscht auf die Hartz IV-Schiene; jetzt in einer Qualifizierungsmaßnahme des Jobcenters; arbeitssuchend.
Die Fernsehstars von nebenan - Die Pladecks werden gerne gebucht, wenn Privatsender eine deutsche Durchschnittsfamilie suchen*-*Märkische Allgemeine - Nachrichten für das Land Brandenburg

Wieder ein Beweis, wie solche Sender besch...en, man "bucht" sich einfach seine "Schmarotzer" ........ :icon_dampf:
 
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