Die Mittelschicht rutscht weiter ab

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Bruno1st

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Ausgerechnet McKinsey (Beraten & Verkauft) rechnet vor das unsere Mittelschicht abrutscht :icon_kotz2:Genau diese Unternehmensberater hatten auch bei der Agentur für Arbeit Ihre Finger mit im Spiel:mad::icon_motz::icon_dampf:

McKinsey-Studie Deutschlands Mittelschicht rutscht ab - Wirtschaft - sueddeutsche.de

nicht nur im Spiel - wenn ich mich richtig an eine Fernsehsendung erinnere (ca. 1-2 J. her), sind auch einige zur BA gewechselt und haben es sich im selbst gemachten Bett bequem gemacht.
Zuerst Analyse verkaufen - denn diese als Mitarbeiter des Auftraggebers durchsetzen und am Ende den Erfolgsbericht aus der Tasche ziehen. Das nennt man Wirtschaftskreislauf :)))))
Ich stelle mir nu wieder die Frage, wieso die Beratungsfirma diese Typen ziehen ließ - gute Leute hält man doch, oder ? Wird so sein wie beiden ARGEn, wo auch nur die führende Elite aus dem Minusbereich abgestellt wurde.
 

claudiak

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...Ich stelle mir nu wieder die Frage, wieso die Beratungsfirma diese Typen ziehen ließ - gute Leute hält man doch, oder ? Wird so sein wie beiden ARGEn, wo auch nur die führende Elite aus dem Minusbereich abgestellt wurde.

Weil diese angeblich guten Leute nur Schwachstecker sind. Die sog. "Experten" der Unternehmensberater :icon_kotz: sind überwiegend junge, von der Uni gerade fertig studierte Leute, die man nach belieben Formen und einer Gehirnwäsche unterziehen kann. Man nennt sie nicht umsonst in dieser Branche: Jung, dumm und unerfahren. Und bei Erfolglosigkeit werden diese dann in irgendwelche Firmen weiterempfohlen und die UN somit kaputt beraten. Ist die Masche der Unternehmensberater. :icon_kotz2:Die sind auch größtenteils mitverantwortlich das Personal abgebaut wird und durch Zeitarbeit ersetzt wird. Nur das einem UN das mehr Geld kostet als ein Festangestellter haben diese "sooooooooo inteligenten Manager" noch nicht gerafft.:icon_neutral: :icon_twisted:
 
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Weil diese angeblich guten Leute nur Schwachstecker sind. Die sog. "Experten" der Unternehmensberater :icon_kotz: sind überwiegend junge, von der Uni gerade fertig studierte Leute, die man nach belieben Formen und einer Gehirnwäsche unterziehen kann. Man nennt sie nicht umsonst in dieser Branche: Jung, dumm und unerfahren. Und bei Erfolglosigkeit werden diese dann in irgendwelche Firmen weiterempfohlen und die UN somit kaputt beraten. Ist die Masche der Unternehmensberater. :icon_kotz2:Die sind auch größtenteils mitverantwortlich das Personal abgebaut wird und durch Zeitarbeit ersetzt wird. Nur das einem UN das mehr Geld kostet als ein Festangestellter haben diese "sooooooooo inteligenten Manager" noch nicht gerafft.:icon_neutral: :icon_twisted:

Was wiederum die Folge davon ist, dass sich die Unternehmens"spitzen" definitiv zu weit vom Erdboden entfernt haben, so dass sie aushäusige "Experten" benötigen um einfachste Sachverhalte zu analysieren oder ihr eigenes inhäusiges Potential zu begreifen.

Verantwortlichkeit bleibt aber Verantwortlichkeit, egal ob jemand sich von Experten b(e)raten lässt.

"Das Wirtschaftswachstum, das wir in den vergangenen 15 Jahren verzeichnen konnten, hat nicht gereicht, um bei den Bürgern anzukommen", sagte Frank Mattern, Deutschland-Chef von McKinsey, dem Bericht zufolge. "Für die Menschen in der Mittelschicht bedeutet ein so geringes Wachstum einen Verlust."
In der Studie "Deutschland 2020" vergleichen die Experten die Folgen zweier Szenarien. Im ersten Fall bleibt das Land auf dem bisher eingeschlagenen Wachstumspfad. Im zweiten wächst die Wirtschaft weitaus dynamischer. Sollte die Bundesrepublik den ersten Weg weiter verfolgen, könnten fast 30 Prozent der Bürger mit ihrem Einkommen aus der Mittelschicht herausfallen und damit den wirtschaftlichen Anschluss verlieren, berichtete das Blatt.



Dass ein ausschließlich auf Wachsum ausgerichtetes Wirtschaftsmodell in einem nachweislich begrenzten Gefäß zwangsläufig zum Platzen führen muss, wird auch nicht ausgeschaltet dadurch, dass man die Menschen zu ihrem Platzen peitschen will.



Wer jetzt noch auf so etwas hereinfällt, und das wird fast der gesamte Mittelstand in Anschlußpanik sein, beschließt sehenden Auges und vollwillentlich den eigenen Untergang.


Emily
 

left

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Mittelschicht, auch schon da?

Willkommen Mittelschicht in der Unterschicht.

:icon_twisted:
 

ichnunwieder

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Rutschen ist noch viel zu human!
Wir befinden uns doch schon im freien Fall!
 

claudiak

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Nein, wir befinden uns im Stuuuuuuuuuuurzfluuuuug :icon_razz: :icon_razz: :icon_party: :icon_lol:
 

Rinzwind

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Ist zwar nicht die korrekte Jahreszeit, aber ich wünsche trotzdem "Guten Rutsch!" :icon_lol:

Dann kann die "Mittelschicht" ja bald das eigene Spiegelbild als Parasit beschimpfen. Na, ja, vielleicht begreifen ja auch ein paar von denen, dass sie sich über Jahrzehnte von Verbrechern manipulieren lassen haben und erkennen, wer wirklich der Feind ist. :wink:

Schönen Gruß, Andreas
 
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Ist zwar nicht die korrekte Jahreszeit, aber ich wünsche trotzdem "Guten Rutsch!" :icon_lol:

Dann kann die "Mittelschicht" ja bald das eigene Spiegelbild als Parasit beschimpfen. Na, ja, vielleicht begreifen ja auch ein paar von denen, dass sie sich über Jahrzehnte von Verbrechern manipulieren lassen haben und erkennen, wer wirklich der Feind ist. :wink:

Schönen Gruß, Andreas

Genau

Nur haben sie bisher immer welche gefunden, denen sie die Schuld am eigenen versagen in die Schuhe schieben können.



P. S.
Die "gehobene Mittelschicht" diskutiert mal wieder im Ersten.
 

Hasepuppy

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McKinsey? So weit ich weiss, hatten die auch bei der Tafel mal ihre Finger mit im Spiel. Vor ein paar Wochen waren sie noch als "Förderer" auf DIE TAFELN - Essen, wo es hingehört verzeichnet. Jetzt nicht mehr. Ein Schelm, der Böses dabei denkt!

Gruss
Hasepuppy
 
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Die für mich nicht so ganz nachvollziehbare Schadenfreude hat ein jähes Ende, wenn man erkennt, dass wiedermal ein neues Schlachtfeld eröffnet wird. Ich freue mich keineswegs über neue "Mitglieder" am Ende der Gesellschaft.
Damit ist auch das Wundern begrenzt über den Bericht und dass er McKinsey entspringt. Läuft doch alles nach bekanntem Muster. Der Druck auf die Arbeitnehmer wächst und der Kampf in den eigenen Reihen verstärkt sich.
Nicht nur Front zwischen Alt und Jung, nun auch die offene Schlacht auf der Horizontalen. Geben die Opfer nun noch ihr Letztes, noch weniger krank daheim, noch mehr Burn-Out, noch mehr Lohn/Gehaltsverzicht ... .

Läuft doch alles im Sinne des Erfinders.
 
E

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Gast
Zu den McKinsey's, Roland Bergers und den anderen Flippchartvollkritzlern fällt mir immer die folgende Geschichte ein.....


Ein Schäfer hütet seine Herde am Rande einer einsamen Straße. Plötzlich braust ein nagelneuer Porsche heran und hält mit quietschenden Reifen neben ihm. Der Fahrer, ein junger, sehr adretter Mann mit Boss-Anzug, Cerrutti-Schuhen, Ray-Ban-Sonnenbrille und einer YSL-Krawatte steigt aus dem Auto aus und fragt den Schäfer: "Wenn ich in drei Minuten herausfinde, wie viele Schafe Sie haben, bekomme ich dann eines?"

Der Schäfer sieht den jungen Mann an, dann seine überall im Gelände verteilt grasende große Schafherde und antwortet: "Gut. Wenn Sie das können, bekommen Sie ein Schaf."

Der junge Mann parkt das Auto, verbindet sein Notebook mit seinem Handy, surft im Internet die NASA-Homepage an, scannt die Umgebung mit seinem GPS-System, öffnet eine Datenbank, gibt diverse Makros ein und druckt mit seinem High-Tech-Mini-Printer nach kurzer Zeit eine 150-seitige Auswertung aus, versehen mit Farbbildern und Grafiken aus. Dann wendet er sich wieder dem Schäfer zu und teilt ihm das Ergebnis mit: "Sie haben genau 1586 Schafe in Ihrer Herde."

Der Schäfer nickt: "Das ist richtig. Sie können sich ein Schaf nehmen." Der junge Mann sucht sich ein Tier aus und setzt es in seinen Porsche. Daraufhin wendet sich der Schäfer seinerseits an den jungen Mann. "Geben Sie mir eine Chance. Wenn ich Ihren Beruf errate, bekomme ich dann mein Schaf zurück?"
Der junge Mann antwortet: "Ja, warum nicht. Mal was anderes." Daraufhin sieht der Schäfer dem Mann tief in die Augen und sagt ihm: "Sie sind Unternehmensberater."

"Wie konnten Sie das wissen?" fragt ihn der junge Mann sichtlich verblüfft.

"Sehr einfach", antwortet da der Schäfer:

"Erstens sind Sie hier erschienen, ohne dass ich Sie gerufen habe. Zweitens haben Sie etwas erzählt, das ich sowieso schon wusste und mir dafür eine Rechnung gestellt. Drittens wissen Sie überhaupt nicht, womit ich hier mein Geschäft mache, denn sonst hätten Sie nicht meinen Hund in Ihr Auto gepackt."

:wink:

Dazu auch noch schön Volker Pispers: YouTube - Volker Pispers - Berufsgruppen die diese Welt nicht braucht
 

resist

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Weil diese angeblich guten Leute nur Schwachstecker sind. Die sog. "Experten" der Unternehmensberater :icon_kotz: sind überwiegend junge, von der Uni gerade fertig studierte Leute, die man nach belieben Formen und einer Gehirnwäsche unterziehen kann. Man nennt sie nicht umsonst in dieser Branche: Jung, dumm und unerfahren. Und bei Erfolglosigkeit werden diese dann in irgendwelche Firmen weiterempfohlen und die UN somit kaputt beraten. Ist die Masche der Unternehmensberater. Die sind auch größtenteils mitverantwortlich das Personal abgebaut wird und durch Zeitarbeit ersetzt wird. Nur das einem UN das mehr Geld kostet als ein Festangestellter haben diese "sooooooooo inteligenten Manager" noch nicht gerafft

wie dat bei McKinsey so läuft, hat eine journalistin als "u-boot" vor zwei jahren recherchiert.

Zwecks verdeckter Recherche bewarb sich die Journalistin Julia Friedrichs bei McKinsey, einer mächtigen, aber zugeknöpften Beraterfirma. Ein halbes Jahr dauerte das bizarre Auswahlverfahren, in dem sie Menschenbild, Größenwahn und Verführungskünste des Unternehmens kennen lernte

...

Beim Begrüßungsdinner bringt uns ein McKinsey-Berater gleich die entscheidende Lektion in Sachen Weltbild bei. Er saniert gerade eine große italienische Fluggesellschaft. Ob er auch Angestellte feuern müsse, frage ich. Ja, das käme vor und sei natürlich nicht schön, antwortet er. Wichtig sei, es gut zu machen. Es gäbe eben Gewinner und Verlierer im Leben, und vor allem Letztere seien resistent gegen Veränderung. Denen müsse man helfen, einzusehen, dass sie am falschen Platz seien. Für viele würde sich das Ausscheiden aus dem aktuellen Job auf lange Sicht auch als positiv erweisen. Ich will wissen, ob die Einteilung in Gewinner und Verlierer nicht deswegen so angenehmen sei, weil man selbst zu den Gewinnern gehöre? »Provokante Frage«, er scheint sich darüber zu freuen. Aber was könne er dafür, dass er ein Gewinner sei?

...

Ein wahrer Führer müsse in der Lage sein, für seine Gefolgschaft die Realität zu definieren. Dieser Gedanke beschäftigt und erschreckt mich. Werden Führungskräfte wirklich dafür ausgebildet, die Mitarbeiter im Sinne der Firma zu manipulieren, gar zu täuschen? Rät McKinsey den Vorständen, so vorzugehen?

...

Mit Rosa, einer Spanierin, rede ich am Abend über unsere Mitbewerber. »Diese Leute sind mir unheimlich«, sagt sie. Das Unternehmen hat sich hier vor allem leistungsbereite junge Leute, meistens aus wohlhabenden Verhältnissen, eingeladen, die den Gedanken, dass sie Europas Elite sind, nicht nur reizvoll, sondern auch nachvollziehbar finden. McKinsey suggeriert uns, dass wir wertvolle Persönlichkeiten sind, die das leadership- Gen in sich tragen. Das schmeichelt jedem hier.
McKinsey und ich: Zwecks Recherche bewarb sich eine Journalistin bei McKinsey | ZEIT online

das übliche "eliten"/"über"menschentum-gewichse, das diese neurotischen psychos in ganz großem stil auf dem rücken der massen ausleben dürfen.
 
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Hasepuppy

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Aber noch geht es zu vielen Leuten zumindest noch so gut, dass sie mit den Finger auf uns zeigen können und nicht merken, dass sie selbst schon Opfer sind! Erst wenn diese Menschen ganz unten sind und nichts mehr zu verlieren haben, dann erst wütet der Mob! Dann erst werden wie damals in Frankreich auch hier die Autos brennen! Nicht vorher!
Die Verursacher dieser Misere - darunter auch Roland Berger und McKinsey - werden bis dahin entweder über alle Berge, oder vollständig rehabillitiert sein. Die Opfer dagegen - und das werden wir sein - wird man dann dank EU-Vertrag über den Haufen schiessen. Die Merkel hat ja schon mal vorsorglich den Schiessbefehl auf Regimegegner gefordert! Die wissen also, was auf uns zukommt. Das ist alles schon von langer Hand geplant worden! Nur erzählen werden die uns das nicht!

Gruss
Hasepuppy
 

resist

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Aber noch geht es zu vielen Leuten zumindest noch so gut, dass sie mit den Finger auf uns zeigen können und nicht merken, dass sie selbst schon Opfer sind! Erst wenn diese Menschen ganz unten sind und nichts mehr zu verlieren haben, dann erst wütet der Mob! Dann erst werden wie damals in Frankreich auch hier die Autos brennen! Nicht vorher!
Die Verursacher dieser Misere - darunter auch Roland Berger und McKinsey - werden bis dahin entweder über alle Berge, oder vollständig rehabillitiert sein. Die Opfer dagegen - und das werden wir sein - wird man dann dank EU-Vertrag über den Haufen schiessen. Die Merkel hat ja schon mal vorsorglich den Schiessbefehl auf Regimegegner gefordert! Die wissen also, was auf uns zukommt. Das ist alles schon von langer Hand geplant worden! Nur erzählen werden die uns das nicht!

Gruss
Hasepuppy

hierzulande hat das nach-oben-buckeln-und-nach-unten-treten (was besonders für die mittelschicht ihren unteren rand gilt) leider tradition. mein mitleid hält sich deswegen für dieses klientel auch in grenzen. wer nicht hören will, muss fühlen. willkommen im klub!

Kein Platz mehr im letzten Flugzeug

Die Mittelklassen in der Zone der Verwundbarkeit

...

Mit den Unterschichten, die eine gängige Modernisierungsrhetorik als unbewegliche, allenfalls fernsehende Lokalisten abtut, will man eher nichts zu schaffen haben. Aber auch der Zutritt zur notorisch schmalen Elite bleibt verwehrt. Hier herrschen die Besitzklassen und ihre maßgeblichen Manager, die mit der Selbstgewissheit von Sozialdarwinisten das Geschäft der schöpferischen Zerstörung weltweit betreiben. Sie meiden die lästigen Regeln der steuerfinanzierten, sozialstaatlich geordneten Nächstenliebe. Stattdessen suchen sie die Galadiners der Fernstenliebe auf, wo essen und trinken für weitab hungernde Kinder das öffentliche Ansehen mehrt und den privaten Reichtum nach Steuern.
Irgendwo dazwischen wollen die bunt gescheckten Mittelklassen ihre unproletarische Daseinsform in den neuen Kapitalismus hinüberretten. Das wird schwierig, denn der Widerspruch zwischen den propagierten Leitbildern des Erfolgs und dem wirklichen Leben wird immer größer. Wenn sich besser verdienende Arbeiter und qualifizierte Angestellte nicht mehr als redliche Nutznießer des ökonomischen Fortschritts empfinden, sondern als Geprellte, dann sind die persönlichen und politischen Folgen dieser Entwicklung neu zu bedenken.
In ihrer Studie über die Middle Class der USA beschreibt Barbara Ehrenreich, wie sich die "Angst vor dem Absturz" in reale Erfahrung verwandelt. Für viele wird der alte Traum vom Erfolg zur Lebenslüge, obwohl sie die einschlägigen Regeln genauestens beachten: "In manchen Fällen handelt es sich um wahre Erfolgsmenschen auf gehobenen Posten, die gerade deshalb in Schwierigkeiten geraten sind, weil die Einsparung ihres Gehalts einen bequemen Weg zur Kostendämpfung darstellt Sie waren die Verlierer bei der klassischen Jagd nach dem immer besseren Job."(2)
Gefährdet sind damit zunehmend gerade diejenigen, die nach herrschender Wirtschaftslehre und Erfolgsratgebern "alles richtig gemacht" haben. Der ungeduldige Kapitalismus droht auch den arbeitenden Mittelklassen in den reichen Ländern(3) mit dem Gespenst der Nutzlosigkeit.
Le Monde diplomatique, deutsche Ausgabe, 15.12.06 Kein Platz mehr im letzten Flugzeug

was unsere sogenannten "volksvertreter" angeht, scheint ihnen trotz allem krampfhaft propagiertem "gut wetter voraus" doch eher zu dräuen, das sich die widersprüche nicht mehr lange kaschieren lassen. deswegen müssten die «Grenzen zwischen innerer und äußerer Sicherheit» überwunden werden.

Union plant Nationalen Sicherheitsrat
 

resist

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was unsere sogenannten "volksvertreter" angeht, scheint ihnen trotz allem krampfhaft propagiertem "gut wetter voraus" doch eher zu dräuen, das sich die widersprüche nicht mehr lange kaschieren lassen. deswegen müssten die «Grenzen zwischen innerer und äußerer Sicherheit» überwunden werden.

Union plant Nationalen Sicherheitsrat

kleiner nachtrag aus absurdistan:

Die bösen Chinesen sind schuld

Im deutschen “Krieg an der Heimatfront” fordert die CDU in Person von Fraktionschef Volker Kauder in Abstimmung mit Kriegsminister Franz-Josef Jung, Staatssicherheitsminister Wolfgang Schäuble und Dosenpfandkanzlerin Angela Merkel nun einen dem Kanzleramt unterstellten “Nationalen Sicherheitrat” sowie die Vorbereitung auf einen Bürgerkrieg in Deutschland durch die Legitimation von bisher illegalen Bundeswehreinsätzen im Inland. Volker Kauder macht aus seiner verfassungsfeindlichen Gesinnung keinen Hehl und lässt sich in der SZ wie folgt zitieren:
“Gerade bei der Bedrohung durch den globalen Terrorismus ist es wichtig, dass wir die traditionellen Grenzen zwischen innerer und äußerer Sicherheit überwinden.”
Da die in verschienden Terrorvideos verbreiteten Märchen, die üblicherweise zur Begründung für die Abschaffung der Grundrechte herangezogen werden, inzwischen kaum noch für mehr als Spott zu gebrauchen sind, setzt Volker Kauder bei der Regierungspropaganda in der Tagesschau nun auch auf ein neues Zugpferd:
“Wie sollen wir reagieren, wenn die Chinesen in Afrika Diktatoren unterstützen, um sich den Zugang zu Rohstoffen zu sichern?”
Stammtischexperten aufgepasst: Die bösen Chinesen sind ab heute schuld daran, dass die meudalistische Einheitspartei Deutschlands die Reste der freiheitlich-demokratischen Grundordnung leider abschaffen musste.
mein-parteibuch.com » Die bösen Chinesen sind schuld
 

eiszeit

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Millionen Deutschen droht der Absturz

Ausgerechnet Mc Kinsey stellt in einer Studie fest, dass das Wirtschaftswachstum in Deutschland zu gering ist.
Gelesen bei T-Online

Millionen Deutschen droht nach einer Studie der Unternehmensberatung McKinsey bis zum Jahr 2020 der Abstieg aus der Mittelschicht. Grund sei das zu geringe Wirtschaftswachstum, das nicht ausreiche, um das Wohlstandsniveau langfristig zu halten, heißt es dazu in der "Welt am Sonntag". Bis 2020 würden demnach zehn Millionen Menschen weniger zur Mitte zählen als noch Anfang der 90er Jahre. Weniger als 50 Prozent der Deutschen bezögen dann ein Einkommen im mittleren Bereich. Derzeit seien es noch rund 54 Prozent. Zur Einkommensmittelschicht gehören nach dieser Definition alle, die 70 bis 150 Prozent des Durchschnittseinkommens verdienen, das im Jahr 2006 bei 25.000 Euro im Jahr lag.
 
E

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AW: Millionen Deutschen droht der Absturz

Wie will ich noch weiter abstürzen? Gut, die Obdachlosigkeit könnte noch kommen wenn es denn ganz dicke wird. Aber sonst bin ich schon ganz unten angekommen.

Und die Mc Kinsey Deppen haben vor vier Jahren ihr übriges dazu beigetragen, dass ich mich in der jetztigen Situation befinde.
 

Hans3333

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hi
seid hartz 4 geht der abstieg rasend schnell.
heute gut verdienend wird das unternehmen morgen an ne amiheuschrecke verkauft.
dann massenentlassungen und in 1 jahr leben in armut. gerade ältere arbeitnehmer haben kaum noch chancen auf dem arbeitsmarkt.
bleibt nur zu hoffen das die betroffenen zu den wahlen hingehen und die neoliberale 5er bande abwaehlen.
nur so kann in unserem lande etwas zum besseren verändert werden.
wer sich nun wieder von beck,scholz und co einwickeln lässt dem ist kaum noch zu helfen.
:cool::cool::cool::cool:
aber fand ich gut. scholz bei 1 maikundgebung wurde als heuchler ausgebuht.
is klar sozis sind seid 1998 an der macht.
war gut fuers grosskapital bloss fuer den arbeitnehmer,rentner erwerbslosen etc. nicht.
die wurden nach strich und faden verarscht.
die arbeitnehmerverräterpartei dürfte normal nur bei 8 % wie in sachsen sein.
bleibt zu hoffen das der eine oder andere in diesem land noch wach wird.
 

Rinzwind

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Die für mich nicht so ganz nachvollziehbare Schadenfreude hat ein jähes Ende, wenn man erkennt, dass wiedermal ein neues Schlachtfeld eröffnet wird. Ich freue mich keineswegs über neue "Mitglieder" am Ende der Gesellschaft.[...]
Die "Schadenfreude" darfst du nicht überbewerten! :wink: Ich habe genügend "Mittelschichtler" in der Familie und im Bekanntenkreis. Wenn davon jemand den weg in die Zukunft der Arbeit beschreitet, werde ich ihnen helfen, so gut wie ich kann, egal was für einen Müll ich mir vorher von denen anhören musste.

[...]
die arbeitnehmerverräterpartei dürfte normal nur bei 8 % wie in sachsen sein.
bleibt zu hoffen das der eine oder andere in diesem land noch wach wird.
Bald gibt es flächendeckend Wahlcomputer! Hat immerhin den Vorteil, dass die unterlegene Partei sich die Ausgaben für "Sieger-T-Shirts" sparen kann! (bleibt mehr Kohle für die Wahlparty übrig)

Schönen Gruß, Andreas
 

a f a

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:icon_twisted:Diagnose klar, Therapie strittig:

In der Diagnose ist sich die Unternehmensberatung mit Sozialwissenschaftlern einig: Die Mittelschicht schrumpft, die Reichen werden reicher, die Armen ärmer. Doch die Lösungsvorschläge könnten gegensätzlicher kaum sein.

McKinsey fordert mehr Wettbewerb, bessere Rahmenbedingungen für die Wirtschaft und mehr Privatisierung - vor allem im Gesundheitswesen. In dieser Branche könnten auf diese Weise sogar eine Million neue Jobs entstehen (mehr...). Empfohlen wird, dass die öffentliche Hand sich aus diesem Bereich weitgehend zurückzieht. Eine "neue Einstellung zum Unternehmertum" sowie "deutlich höhere Investitionen in Bildung und Infrastruktur" seien nötig, um die "Voraussetzungen für eine dauerhafte Wirtschaftsdynamik" zu schaffen. Der Kapitalmarkt könne zudem die wirtschaftliche Erneuerung "mit modernen Instrumenten zur Unternehmensfinanzierung" beschleunigen und zudem privaten Haushalten "attraktivere Anlagemöglichkeiten, vor allem für das Alterssparen, bieten".

McKinsey-Studie: Therapie-Suche für die kranke Mittelschicht - Wirtschaft - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten

Gruß
Norbert

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