Die Maßnahme zum Null-Euro-Job ----Das Tagebuch dazu (1 Betrachter)

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Kartoffelzwerg

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Ich war heute bei einer Informationsveranstaltung meines zuständigen Jobcenters.

Die Null-Euro-Jobs kommen!!!

Folgenderweise läuft dieses ab:

Es gibt vorab eine Maßnahme, diese läuft vier Wochen. Dort gibt es an zwei Tagen in der Woche, um zu sehen wer welche Fähigkeiten und Stärken hat. Damit soll herausgefunden werden, in welchem Bereich man später maximal für 24 Monate eingesetzt wird. Dies soll dann in einer Behinderteneinrichtung geschehen ohne Entlohnung für ALG 2 und einer Fahrkostenerstattung, Essensmarken undGutscheine für die Einrichtungen dort (weiter nten dazu mehr für eine 25h/Woche.

Dieses ganze Projekt läuft hier im Landkreis über eine große katholische Behinderteneinrichting, die ein ganzes Dorf mit guter Infrastruktur bildet.
Dort gibt es nun 41 gemeinnützige Stellen zu besetzen in verschiedenen Bereich wie Hausmeister, Förderstätten, Werkstätten, Küche, Verwaltung usw. Werde da morgen nach dem ersten Tag dort mehr berichten können.

:icon_klatsch::icon_klatsch::icon_klatsch: Der Tag wird kommen...

Und von Seiten des Jobcenter und der Behinderteneinrichtung kam nur wir würden da etwas ganz tolles für Uns und den Mitmenschen dort machen, deshalb sollen wir sozusagen nichts erwarten. Wir würden im Gegensatz dazu ja qualifiziert...
 

Anna B.

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Hallo,

wenn die so viele Plätze zu besetzen haben, warum stellen sie denn keine Mitarbeiter regulär ein?
Was soll dieser Mist?...wieder kostenlose Arbeitskräfte...wieder Menschen melken...ohne dafür was zu entlohnen...

ich fasse es nicht..

wo sind all die Arbeitsplätze die angeblich vorhanden wären? Wo fehlen denn die ganzen Fachkräfte...weil wir doch so viele aus Spanien und Sonstwo herholen müssen..wo gibt es diese Stellen?

welche Fachkräfte fehlen konkret?

es ist doch nur verarsche hoch drei...
 

Kartoffelzwerg

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Die Maßnahme ist gedacht für Langzeitarbeitslose und gesundheitlich eingeschränkte ALG 2- Empfänger.

Man konnte die Infoveranstaltung sanktionslos verlassen danach. Haben auch einige gemacht. Ich werde mir diese vier Wochen erstmal ansehen was das für ein Theater ist.
Man soll sich eh weiter bewerben, weil es nichts festes ist. Auch später in den 24 Monaten.
 

Kartoffelzwerg

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Mir ist nun etwas mehr eingefallen:

Während der 24 Monate betrieblicher gemeinnütziger Qualifizierung sollen wohl kleinere Qualifizierungen stattfinden. Dort soll dann sowas kommen wie Briefe am PC erstellen, Kommunikation usw. Werde morgen da mal nachfragen, dass war heute in mir eine riesige Empörung gemischt zu diesen Informationen :icon_kotz:
 

Kartoffelzwerg

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Viel ist nicht passiert, es gab heute eine Vorstellungsrunde.

Das einzige die Veranstalterin des Kurses hat die Eingliederungsvereinbarung eingesammelt und kopiert:icon_party:. Sie bräuchte sie sonst müsste sie diese im Jobcenter holen und derjenige könnte gehen...

Dies wurde gestern allerdings auch in Anwesenheit des Jobcenters abgenickt, die EGV dort mitzunehmen...

Teilnahmeverträge gibts am Donnerstag zum unterschreiben und uns soll dann erzählt werden um welche Beschäftigungen es sich bei den 41 Arbeitsplätzen handelt.

Ansonsten gab es übliche Drohungen bei Leuten, die nachgehackt haben, sie können ja den Kurs verlassen blabla wir wären ja freiwillig da usw.


Die Arbeitsplätze entstanden aus einer Umfrage in der Einrichting welche Bereiche was anbieten können. Laut Aussage der Einrichtung würden diese Plätze keine Arbeitsplätze von Behinderten oder reguläre verdrängt...

Der Kurs wird durch die GSM Training und Integration veranstaltet.
 

Kartoffelzwerg

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Morgen geht es weiter, gestern wurde uns gesagt, sie seien auf der Suche nach einem Sponsor damit ein kleiner Anreiz geschaffen wird :mad:


Meine Gedanken zu dieser Geschichte sind sehr gemischt, mein persönliches Gefühl dabei ist, dass es einige Zeit klappen kann für 0 Euro zu jobben. Wenn an der Arbeitsstelle Frust entsteht werden die Leute die Geschichte versuchen schnell zu beenden.
Vorrausgesetzt die Leute wollen sowas freiwillig machen.

Die Maßnahme soll vor allem Leute aktivieren, die ihre Tagesstruktur verloren haben. Das wurde gestern von Seiten der Dame die den Kurs veranstaltet eindeutig gesagt.
 

Kartoffelzwerg

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Tag 2:

Heut gab es die Teilnehmerverträge mit üblichem Gewäsch, die Datenschutzerklärung auch, inkl. 12 Monate Kontakt zum Arbeitgeber und halt Weitergabe unserer Bewerbungsunterlagen an weitere Arbeitgeber. Das kommt aber erst, wenn wir in der Behinderteneinrichtung arbeiten. Jetzt in der vierwöchigen Vorbereitungszeit findet kein Bewerbungstraining statt.

Dann wurde uns erzählt, wie die einzelnen Plätze verteilt sind bzw. es gab detailierte Stellenbeschreibungen von den Tätigkeiten in den Bereichen.
Teilweise sehr grenzwertige Tätigkeiten zum ersten Arbeitsmarkt bzw. eigentlich nur, je nach welchen Maßstab man anwendet.
Beispiele:

Zentrale: Telefonate, Pakete, EDV-Schlüsseldienst

Die Behinderteneinrichtung hat eigene Gewerke die in der freien Wirtschaft Äufträge annehmen:
Dort KFZ-Pflege, Grünanlagenpflege, Schreinerarbeiten, Malerarbeiten (diese finden meist nur auf dem Gelände statt) in den einzelenen Bereichen, dann auch Verwaltung)

In den Förderstätten Unterstützung von Behinderten.

In den Werkstätten dort Unterstützung im allgemeinen Arbeitsablauf und den Behinderten.

Dann Hol- und Bringdienste für Wohngruppen. Essenswägen, Müll zusammen mit den Bewohnern zum Müllplatz bringen, Begeleitung zu Einkäufen und Freizeitaktivitäten.

Dann gibt es noch andere Tätigkeiten wie im Lager, Großküche, Hauswirtschaft und Wäscherei....
Dort soll man Hilfstätigekeiten machen und zuarbeiten.

Manche Tätigkeiten finden im Schichtdienst statt.


Die Dozentin ist heute besser gelaunt gewesen und hat in einigen Augenblicken auch Kommentare auf Augenhöhe gegeben, beispielsweise das es große Bedenken wegen der Bezahlung dort im Raum stehen :icon_pfeiff:
Sonst auch kamen weniger Drohungen von ihrer Seite...:icon_psst:
Sie hat beispielsweise Vorschläge angenommen bezüglich einiger Umsetzungsschwierigkeiten, wie beispielsweise für uns ein Schulungsblock über Behinderungen und deren Auswirkungen. Besonders wenn man in die Förderstätte, wäre so eine Einführung sehr wichtig, dort sind viele mehrfach und schwerstbehinderte Menschen mit Einschränkungen.

Am Montag geht es weiter.
 
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