Die Linke wählen - für eine Abschaffung prekärer Arbeitsverhältnisse

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alge

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Solange die Linke nicht mit anderen zusammen in einer Koalition regieren will, lohnt es sich überhaupt nicht, die zu wählen.
Wozu sollte sie? Es besteht kein Koalitionszwang.

So wie die sPD seit Schröders Agendapolitik aufgestellt ist, verbietet sich geradezu eine Regierungskoalition auf Bundesebene.

Alles andere wäre für die LINKE Verrat an der eigenen politischen Überzeugung und der Wählerschaft.

Wohin das führt, zeigt sich eindrucksvoll an der schizophrenen Selbstdemontage der sPD, die in der Wählergunst von einstmals 40 auf aktuell ~20% und damit absehbar ins Bodenlose zu stürzen droht.

Wichtig ist vor allem, dass die LINKE soviel Sitze wie möglich im Parlament erringt.

Ihre Oppositionsarbeit ist und bleibt alleine schon für den Mindesterhalt an sozialem Frieden im Lande unverzichtbar.

Es lohnt sich also doch -- in jedem Fall!
 
E

ExitUser12345

Gast
Naja, wie immer halt. Alles wird als "böse" abgestempelt und gesunde Handlungsalternativen werden nicht aufgezeigt. :first:

So wird z.B den schätzungsweise 1 Millionen prekär Beschäftigten nicht verraten, wie es für sie unter Zugrundelegung von wirtschaftlich realistischen Gesichtspunkten weitergehen würde, falls man die Pläne so umsetzt, wie sie vorgesehen sind.

Oder mit anderen Worten: Die Linke ist mal wieder nicht wählbar, weil es an schlüssigen Konzepten mangelt.

Und das ist nur ein Punkt, an dem man ansetzen kann, um sich zu Fragen: Wer verfasst eigentlich deren Wahlprogramm? - der Praktikant vielleicht? ^^

m.M

:icon_pause:
 

avalanche

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Nach 1949 hat im Bundestag nur einmal eine Partei mit absoluter Mehrheit regiert, nämlich die CDU 1953 unter Konrad Adenauer, meine ich.
Sonst wurde ausschließlich in Koalitionen regiert und das ist auch gut so, finde ich.

Auch mit einer absoluten Mehrheit im Bundestag hätte man ja noch keine Mehrheit im Bundesrat, so dass sich so viel auf einmal auch nicht ändern ließe.

Wenn ich Dietmar Bartsch höre, will er Hartz IV ja auch nicht grundsätzlich abschaffen, sondern lediglich die Härten abmildern.

Vor 4 Jahren forderte die Linke einen Mindestlohn von 10€/h, eingeführt hat das Mindestlohngesetz aber die SPD,
sicherlich zu spät und wohl auch zu niedrig, aber sie haben ihn eingeführt, während die anderen nur davon geredet haben.
BAP und iGZ haben daraufhin auch reagiert und ließen ihre Tarifverträge bis 2019 laufen,
so dass jetzt der existierende Mindestlohn nicht höher als E1 gesetzt werden kann, weil das dann wohl einen Eingriff in die Tarifautonomie bedeuten würde.

Mittlerweile ist auch durch die EU dieses Ausbeutungssystem so festgeschrieben, dass es Jahre brauchen wird, um diesen Staat wieder sozial zu gestalten.

Trotzdem schönes Wochenende, ave
 

humble

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Mir ist Die Linke als möglichst starke Oppositionspartei lieber, als eine erzwungene Koalition mit den Verkäuflingen der SPD und das schreibe ich, obwohl ich im Kommunismus aufgewachsen bin und den Fluch dieses Systems bestens kenne. Das Zerreden der Linken finde ich aber inzwischen ähnlich dem Lächerlichmachen der Piraten damals, wobei diese sich selbst ins Knie geschossen haben.

Meine Zweitstimme jedenfalls bekommt buendnis-grundeinkommen. Das Thema gehört unbedingt in die ständige Diskussion und Politik. Wobei Wagenknecht sich strikt gegen ein BGE ausgesprochen hat. So gesehen spricht für mich mehr gegen als für Die Linke.
 

Paolo_Pinkel

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Solange die Linke nicht mit anderen zusammen in einer Koalition regieren will, lohnt es sich überhaupt nicht, die zu wählen.
Oder glaubt jemand ernsthaft daran, dass irgendeine der Parteien über 50 % bekommt?
Diese Aussage ist mir neu. Die Linke hat immer ihren Willen bekräftigt, in einer Koalition die jetzige Regierung abzulösen. Ausgenommen natürlich Parteien, die mit dem Parteiprogramm der Partei in Konflikt stehen, z.B. FDP, CDU, CSU, AfD. Es liegt eher an dem mangelnden Willen der anderen Parteien, einen neuen Weg zu versuchen.

[...]

Wenn ich Dietmar Bartsch höre, will er Hartz IV ja auch nicht grundsätzlich abschaffen, sondern lediglich die Härten abmildern.
Angenommen deine Aussage entspräche den Tatsachen, dann wäre es allemal ein Fortschritt, anstatt den Fortbestand dieser unsäglichen Gesetzgebung durch regelmäßige Verschlimmerungen zu verschärfen.

Vor 4 Jahren forderte die Linke einen Mindestlohn von 10€/h, eingeführt hat das Mindestlohngesetz aber die SPD,
Ja, weil die SPD auch in der Regierung ist und Die Linke in der Opposition! Das ist ein gravierender Unterschied. Und befasst haben sich die Sozen damit auch nur, weil sie ständig Oppositionsdruck von Die Linke bekommen haben, ansonsten hätten wir heute noch keinen Mindestlohn.
sicherlich zu spät und wohl auch zu niedrig, aber sie haben ihn eingeführt, während die anderen nur davon geredet haben.
Wie gesagt. In der Opposition kann mal leider nicht mehr, als die Regierungsarbeit durch Offenlegung der Fakten zu kritisieren.
 

Zeitkind

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Wenn ich Dietmar Bartsch höre, will er Hartz IV ja auch nicht grundsätzlich abschaffen, sondern lediglich die Härten abmildern.
Dieter Bartsch alleine ist nicht die Linke.
Dagegen möchten die meisten regierenden- und kandidierenden Parteien die Härten gerne weiter verschärfen.
Die letzten Gesetzesänderungen schon vergessen? Vergessen, wer dagegen vehement protestiert hat?
kw25-ak-hartz-iv/428190 meinte:
Abgestimmt wird auch über Anträge der Linken (18/8076) und der Grünen (18/8077). Die Linke verlangt, dass die geplante Rechtsvereinfachung bei der Grundsicherung nicht auf Kosten der Betroffenen gehen darf. Die Regelung zu Ersatzansprüchen bei "sozialwidrigem Verhalten" und die Konstruktion der Bedarfsgemeinschaften sollten abgeschafft werden. Gleiches gelte für die abgesenkten Regelbedarfsstufen für Partner, Kinder und Jugendliche. Sie sollten durch einen einheitlichen Regelsatz der Stufe eins ersetzt werden. Sonderregeln für unter 25-Jährige sollte es nicht mehr geben, so die Fraktion. (Quelle: bundestag.de)
So, und jetzt überlege, wie die Stimmenverteilung wohl ausgesehen hat. :icon_mad:
Vor 4 Jahren forderte die Linke einen Mindestlohn von 10€/h, eingeführt hat das Mindestlohngesetz aber die SPD,
sicherlich zu spät und wohl auch zu niedrig, aber sie haben ihn eingeführt, während die anderen nur davon geredet haben.
:doh: Wenn man nicht weiß, wie parlamentarische Mehrheit funktioniert, glaubt man sogar daran.
 

Lighthouse

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AW: Wählt bitte alle die linken!!!!!Ende der aktuellen Leiharbeitssklaverei.

Guten Morgen,

in der ehemaligen DDR waren alle politischen Richtungen in der PDS zusammengefasst obwohl es neben der PDS auch andere Partein gab.

Wir haben hier im Grunde genommen doch nichts anderes und die Medien sind ebenso gleichgeschaltet. Zwischen den einzelnen Parteien sind nur geringe Unterschiede sonst hätte die CDU/CSU nicht die Gesetze SGB II und XII weitergeführt.

Das interessante ist für mich der stoische Gleichmut des Volkes, dass seit den achtziger Jahren geschlafen hat. Schon 1982 war diese Entwicklung mit dem Lambsdorff Papier belegt. Chef war Helmut Schmidt (SPD), Otto
Graf Lambsdorff (FDP), Otto Schlecht und Hans Tietmeyer

30 Jahre Lambsdorff-Papier | NachDenkSeiten – Die kritische Website

Unser Volk von Trantüten hat den dann passierenden "Niedergang" verschlafen. Der Schlaf wurde kurzzeitig von der Euphorie der Wiedervereinigung gestört, ging aber dann von der Verschuldungsquote
begünstigt schneller weiter.

Der Punkt an dem wir heute sind hat nicht die Politik verursacht sondern der fehlende politische Wille des Volkes. Es ist nicht mehr en Vogue organisiert zu sein. Von 44,21 Millionen Arbeitnehmern sind 6.047.503 Arbeitnehmer in Gewerkschaften organisiert.

Die Entwicklung der Mitgliederzahl deutscher Partei ging ebenso dramatisch in den Keller. 2017 hat Deutschland 82,8 Millionen Bürger von denen mehr als 10 Millionen ausländische Wurzeln haben. 2016 waren im Ausländerzentralregister zehn Millionen Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit erfasst. Die Zahl nahm um knapp 1,9 Millionen Menschen zu – ein Anstieg um 23,1 Prozent. Nach deren Parteizugehörigkeit muss man sich nicht fragen.

Mitgliederentwicklung der Parteien | Infografiken | Parteien in Deutschland | bpb

Ich wüsste nicht welche Partei ich wählen sollte. Aus Ratlosigkeit vermutlich DIE LINKE.

LG Lighthouse

Noch eine persönliche Anmerkung von mir. Ein mir lieber Internetfreund und ich fetzen uns dann und wann wegen der Politik. Ich bin gedanklich noch engagiert und kann nicht verstehen, weshalb sich Betroffene im SGB II und XII Leistungsbezug nicht gegen das System wenden. Er lacht mich aus und sagt, wir können doch eh nichts ändern. Ich habe mich damit abgefunden und Du erreichst nichts außer Ärger und Magenbeschwerden.
 
G

Gelöschtes Mitglied 30227

Gast
Es ist doch so:
Wählt ihr eine der etablierten Parteien (CDU, CSU, SPD, FDP, Grüne) wird sich nichts ändern, da sie auch früher schon nichts geändert haben außer zugunsten der Reichen.

Wählt ihr die AFD, wählt ihr eine Partei die immer gegen Minderheiten vorgehen wird(Asylbewerber, Ausländer, Arbeitslose, Andersgläubige usw.).

Wählt ihr eine der weiteren ganz kleinen Parteien wird eure Stimme nicht für den Bundestag gezählt - da könnt ihr auch gleich nicht wählen.

Im Endeffekt zählt nur eine Stimme für Die Linke wenn man Änderungen will. Leider lassen sich zu viele Angst machen. Das kommt daher das auch Arme CDU usw. wählen weil sie nicht wollen das Ärmere mehr bekommen. Man will mehr, aber nicht für die Ärmeren, man könnte da ja reinrutschen. Nach oben buckeln, nach unten treten ist leider deutsche Tugend, andere Länder sind da aber nicht besser. Sieht man daran das es so viele unnötige Tote gibt die durch gerechtere Verteilung vermieden werden könnten.
Die ganze Welt bekommt ja nicht mal ein paar Kröten(20 Milliarden Dollar) für die UNO zusammen um allen notleidenden Menschen zu helfen.
Versorgung von Fluchtlingen: So viel Geld braucht die Uno fur Syrien - n-tv.de
Für Rüstung wird weltweit 1,5 Billionen € ausgegeben. Deutschland wahrscheinlich 69 Milliarden Dollar - alleine das ist schon mehr als das dreifache was die UNO braucht.
Sipri-Institut: Rustungsausgaben steigen weltweit | ZEIT ONLINE
Interessiert die Reichen aber nicht. Die Politiker und euch auch nicht, sonst würden nicht so viele so bescheuerte Parteien wählen.
 

Paolo_Pinkel

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@ swavolt

Die Banken- und Flüchtlingskrise ist der Beweis dafür, dass für die armen und obdachlosen in unserem Land IMMER Geld da gewesen ist.
 

TazD

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Wählt ihr eine der weiteren ganz kleinen Parteien wird eure Stimme nicht für den Bundestag gezählt - da könnt ihr auch gleich nicht wählen.
[tdgs]Was völliger Blödsinn ist:[/tdgs]
Jede abgegebene Stimme für eine andere Partei als SPD und CDU verringert deren prozentualen Anteil.
Das einzige, was tatsächlich keine Auswirkungen hat, ist den Wahlzettel ungültig zu machen.
 
Zuletzt bearbeitet:
G

Gelöschtes Mitglied 41016

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Es erhöht sich aber die Geamtzahl der abgegebenen Stimmen, und damit auch die Zahl der zum Erreichen der 5%-Hürde notwendigen Stimmen.
Für Parteien die in der Nähe derselben herumkrebsen, kann das durchaus von Bedeutung sein (z.B. Die Linke bei der letzten NRW-Landtagswahl).

Einige Optimisten glauben auch, auf diesem Weg die Deppen-Alternative aus dem Bundestag raushalten zu können.
 
G

Gelöschtes Mitglied 30227

Gast
Was völliger Blödsinn ist:
Jede abgegebene Stimme für eine andere Partei als SPD und CDU verringert deren prozentualen Anteil.
Nein. Wenn man eine Partei wählt die nicht in den Bundestag einzieht, dann verfällt die Stimme. Prozentual werden die Sitze nur auf die in den Bundestag einziehenden Parteien aufgrund ihren Stimmen untereinander verteilt.
Es ist so das die in den Bundestag einziehenden Parteien auf 100% hochgerechnet werden.
Ist ja auch logisch. Nehmen wir mal an es gibt 20 Parteien mit jeweils 4% und eine mit 20%. Dann kommt die eine mit 20% in den Bundestag mit 100% der Sitze.
Es erhöht sich aber die Geamtzahl der abgegebenen Stimmen, und damit auch die Zahl der zum Erreichen der 5%-Hürde notwendigen Stimmen.
Für Parteien die in der Nähe derselben herumkrebsen, kann das durchaus von Bedeutung sein (z.B. Die Linke bei der letzten NRW-Landtagswahl).
Stimmt, das ist richtig. Deshalb ist das wählen solcher Nichteinziehparteien doppelt schlimm.
Besser ist das bei der Europawahl gelöst. Dort zieht man ein sobald man die Stimmen für einen Sitz zusammenbekommt.
Die Sitzvergabe erfolgt nach einer bundesweiten Berechnung nach dem Verhältniswahlrecht, wobei die 5 Prozent Sperrklausel bis zur Europawahl 2009 angewandt wurde. Nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes 2011 ist die 5-%-Sperrklausel in Deutschland verfassungswidrig.
Im Juni 2013 verabschiedete der Bundestag eine Reform des Europawahlrechts, das künftig eine 3-%-Sperrklausel vorsah.
Diese letzte Sperrklausel wurde vom Bundesverfassungsgericht am 26. Februar 2014 ebenfalls gekippt.
Um mit einem Abgeordneten ins EU-Parlament einzuziehen, muss eine Partei etwa 0,5 Prozent der Stimmen erreichen.
 

TazD

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Nein. Wenn man eine Partei wählt die nicht in den Bundestag einzieht, dann verfällt die Stimme. Prozentual werden die Sitze nur auf die in den Bundestag einziehenden Parteien aufgrund ihren Stimmen untereinander verteilt.
Es ist so das die in den Bundestag einziehenden Parteien auf 100% hochgerechnet werden.
Ist ja auch logisch. Nehmen wir mal an es gibt 20 Parteien mit jeweils 4% und eine mit 20%. Dann kommt die eine mit 20% in den Bundestag mit 100% der Sitze.
Damit hast du natürlich recht. Ich hatte lediglich das reine prozentuale Ergebnis im Blick ohne die Sitzverteilung im Bundestag.
Daher recht herzlichen Dank für die Weiterführung und Klarstellung hinsichtlich meines Gedankenganges. :icon_daumen:
 

Texter50

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Solange die Linke nicht mit anderen zusammen in einer Koalition regieren will, lohnt es sich überhaupt nicht, die zu wählen.
Oder glaubt jemand ernsthaft daran, dass irgendeine der Parteien über 50 % bekommt?
Das mit dem nicht mit anderen Parteien in eine Koalition zu wollen - das sehe ich bei der LINKEN irgends nicht. Is wohl teils eher anders rum.

So die nur mindestens ü5% erreichen, wird da zumindest Oppositionsarbei gemacht.
Auch wenns immer nur ein Stachel is - isset immer noch besser als nix... :peace:
 

jockel

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Das mag durchaus sein, nur meine ich die SPD und Grüne sind genauso wie CDU/CSU, FDP und AFD zutiefst neoliberale Parteien.

Ich bin fest davon überzeugt, die neoliberalen Parteien werden immer in irgendeiner Konstellation die Regierung stellen und der bisherige Kurs wird beibehalten. Vielleicht mag es hin und wieder eine Abweichung geben, nur das Grundproblem wird niemand angehen mit Ausnahme der Linken. An dieser Stelle verweise ich auf Voträge von Prof. Butterwegge und Prof. Mausfeld, die sich mit dem Neoliberalismus eingehend auseinandersetzen. Besonders Herrn Mausfeld sollte man Beachtung schenken, weil er auch die diversen Manipulationstechniken der "Machtelite" wissenschaftlich herausgearbeitet hat.

Ergänzend möchte ich hinzufügen, dass Deutschland keine Demokratie, sondern wie die USA und die meisten anderen Staaten eine Oligarchie ist. Dieses Märchen von Demokratie glauben nur unaufgeklärte Menschen.
Die Wahlen sind in der BRD die reinste Wahlfälscherei, weil die künftigen Regierungen nach diesen Scheinwahlen über den Einfluß von Lobbyisten und ihren Parteispenden läuft - an alle Parteien gerichtet - außer an Linke. Das Affentheater aus der Flickparteispendenaffäre ist immer noch real existierend.

Die stattfindenden Wahlen bewirken nichts im Kapitalismus.

Kurt Tuchollsky: Wenn Wahlen was (fürs Volk verbessern würden), wären sie längst verboten.

Das eigentliche Problem sind die privatisierten Eigentumsverhältnisse an Produktionsmitteln. Die laden zum Raffen, Lügen und Betrügen für egoistische Unternehmer, Bürokraten und Politiker ein.

Macht und Geld verdirbt den Charakter.

Wir brauchen kollektive Eigentumsformen an Produktionsmitteln, mindestens Genossenschaften, dann machen Wahlen auch Sinn.

Und wofür stehen die Linken?

Für kollektives Eigentum an Produktionsmitteln. Der arbeitende Mensch schafft den Reichtum durch seiner Hände Arbeit und seines Verstandes. Wenn er gleichzeitig Produzent, Eigentümer und Verbraucher in einer Person ist, dann belügt und betrügt er sich nicht selbst. Er würde sich ins eigene Fleisch schneiden.

Wenn kollektives Eigentum an Produktionsmitteln existiert, gibt es keine Ausbeutung und Unterdrückung mehr.

Die Linken sind die Einzigen, die keinen Vorteil aus Parteispenden ziehen, weil sie keine von der Privatwirtschaft erhalten.

Alle anderen Parteien sind entweder Unternehmerparteien oder Hinternkriecher des Kapitals. Da hat man nur die Wahl zwischen Pest und Cholera!!!

Zum Thema Demokratie und Wirtschaft empfehle ich auf 3sat - makro - Demokratie und Wirtschaft - 25.08.2017 21:00 Uhr

Heute Show ZDF 17.04.2015 - Lobbyismus in Deutschland

Gekaufte Demokratie!? Deutscher Lobbyist plaudert aus dem Nähkästchen

...
Ich bezweifle langsam, ob unsere Demokratie wirklich so toll ist.
Ich hätte gerne wieder einen Kaiser! :bigsmile:
EAV - Wo ist der Kaiser
 
G

Gelöschtes Mitglied 41016

Gast
AW: Die Linke wählen - für eine Abschaffung prekärer Arbeitsverhältnisse

Besser ist das bei der Europawahl gelöst. Dort zieht man ein sobald man die Stimmen für einen Sitz zusammenbekommt.
Sollte man auch für die Bundestagswahl mal ernsthaft in Erwägung ziehen.
In 2013 blieben wegen der 5%-Hürde über 15 % der abgegebenen Stimmen unberücksichtigt, mit Demokratie hat das nicht mehr viel zu tun.
Funf-Prozent-Hurde in Deutschland – Wikipedia
 
G

Gelöschtes Mitglied 30227

Gast
Wie du gesehen hast sträuben sich die Etablierten mit Händen und Füßen dagegen. Bei der Europawahl hatten sie ja erst die 5% Hürde und haben sie nicht wie vom Bundesverfassungsgericht angeregt die Sitzwahl sondern die 3% Hürde beschlossen. Damit haben sie eine Wahl weiter ihre Hürde gehabt bis das Bundesverfassungsgericht auch diese gekippt hat.

Wenn Politiker etwas begründen wollen müssen sie erst ihre Lobbyisten fragen.
 

Paolo_Pinkel

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Was die Bundestagswahl bzw. jede andere Wahl betrifft habe ich mein Wahlverhalten dahingehend angepasst, dass ich schon weit vorher per Briefwahl wähle und bewusst den Zeitraum des Wahlkampfs zu ignorieren, sondern schaue auf die Arbeit der vergangenen 3 1/2 Jahre. Dieser Wahlkampf ist ohnehin nur zum Einlullen der Bevölkerung da, wo jede Partei die soziale Karte zieht und dann nach der Wahl wieder in der Versenkung verschwinden lässt.
 

humble

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Die Wahlkampfsendungen der letzten Tage/Wochen fangen alle gefühlt an mit: „Deutschland geht es gut. Die Arbeitslosigkeit ist auf dem Rekordtiefstand. Wir haben eine fast Vollbeschäftigung“.

Diese Beweihräucherung ist echt nicht mehr auszuhalten.

Gestern bei „Hart oder Fair“ ( ;) ) war das Rumschmeicheln des Spahn und Lindner nicht mehr zu ertragen, nur weil die vorläufigen Umfragen eine Schwarz/Gelb-Koalition bevorzugen. Die Kack-Gelben zu wählen, nach ihren Nummern in ihrer letzten Regierungskoalition ist genauso dümmlich, wie SPD/Grüne nach Agenda 2010. Der Wähler LERNT NICHTS aus der Vergangenheit!

Kleinen Parteien, wie bsw. Bündnis-Grundeinkommen die Stimme zu geben setzt wenigstens ein Zeichen und wird registriert. Nichts zu tun ist keine Option.
 

oeeo

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AW: Die Linke wählen - für eine Abschaffung prekärer Arbeitsverhältnisse

Die Kack-Gelben zu wählen, nach ihren Nummern in ihrer letzten Regierungskoalition ist genauso dümmlich, wie SPD/Grüne nach Agenda 2010. Der Wähler LERNT NICHTS aus der Vergangenheit!
Es gab seit der Kohl-Ära keinen einzigen Grund mehr, die FDP zu wählen. Nicht umsonst hat der sozialliberale Flügel die damalige Partei verlassen. Die FDP gibt niemandem etwas, sie will nur nehmen - außer, man ist Millionär, Unternehmensbesitzer, Arbeitgeber, Besitzer von Kapital anderer Arten etc.

Meiner Meinung nach wird die FDP überhaupt wieder gewählt werden, weil die Alten auf den jungen schnittigen Lindner reinfallen. Dabei ist er auch nur die gleiche Art Abzocker wie seine zurück getretenen Kollegen. Hier schon einmal ein Vorgeschmack, was uns erwartet:

FDP: Ex-Bundestagsfraktion begleicht seit Jahren Schulden nicht - SPIEGEL ONLINE
 

Tricia

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Es erhöht sich aber die Geamtzahl der abgegebenen Stimmen, und damit auch die Zahl der zum Erreichen der 5%-Hürde notwendigen Stimmen.
Kleine Wortklauberei meinerseits: Da zählen aber nur die abgegebenen gültigen Stimmen... Könnte evtl. für die Grünen eng werden. Das wäre doch bestimmt für einige Nichtwähler ein Grund, doch an irgendeine Kleinpartei seine Stimme zu verschenken. ;)

Es gibt aber noch die Möglichkeit über Direktmandate in den Bundestag zu kommen:

Grundmandat – Wikipedia
Bei der Bundestagswahl 1994 erhielt die PDS 4,4 Prozent der Stimmen. Aufgrund vier errungener Direktmandate in Berlin konnte sie mit 30 Abgeordneten eine Gruppe im Bundestag bilden.

Wenn eine Partei ein oder zwei Direktmandate erhält und zugleich unter der Fünf-Prozent-Hürde bleibt, dann ziehen nur diese ein oder zwei direkt gewählten Kandidaten in den Bundestag ein, so bei der PDS nach der Bundestagswahl 2002.
Auch wenn's keinen interessiert, meine Wahlempfehlung: Erststimme Die Partei , Zweitstimme Die Linke.

Ich hoffe ja auf Kreuzberg:

Fur "Die Partei" in den Bundestagswahlkampf - Serdar Somuncu hofft auf Direktmandat in Kreuzberg | rbb Rundfunk Berlin-Brandenburg
 

jockel

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Die Wahlkampfsendungen der letzten Tage/Wochen fangen alle gefühlt an mit: „Deutschland geht es gut. Die Arbeitslosigkeit ist auf dem Rekordtiefstand. Wir haben eine fast Vollbeschäftigung“.

Diese Beweihräucherung ist echt nicht mehr auszuhalten.

Gestern bei „Hart oder Fair“ ( ;) ) war das Rumschmeicheln des Spahn und Lindner nicht mehr zu ertragen, nur weil die vorläufigen Umfragen eine Schwarz/Gelb-Koalition bevorzugen. Die Kack-Gelben zu wählen, nach ihren Nummern in ihrer letzten Regierungskoalition ist genauso dümmlich, wie SPD/Grüne nach Agenda 2010. Der Wähler LERNT NICHTS aus der Vergangenheit!

Kleinen Parteien, wie bsw. Bündnis-Grundeinkommen die Stimme zu geben setzt wenigstens ein Zeichen und wird registriert. Nichts zu tun ist keine Option.
Die Wahlen der Bürger spielen absolut keine Rolle, weil hinter den Kulissen die Millionen zwischen Privatwirtschaft und Politik durch Lobbyisten ununterbrochen hin- und hergeschoben werden und die Politiker ihre Luxus-Posten genau in dieser Privatwirtschaft zugeteilt bekommen. Wer zahlt bestimmt und nicht das Affentheater mit den Wahlen. Deshalb hat sich das Thema Demokratie im Kapitalismus erledigt. Also wird das Volk nach Strich und Faden belogen.

Ob Du wählen gehst oder nicht und wieviele wählen gehen und wo sie ihr Kreuzel machen, spielt keine Rolle. Wessen Brot ich eß', dessen Lied ich sing!

Die Klüngel- und Mafiaverhältnisse zwischen Privatwirtschaft und Politik bestimmen die Richtung dieser Ausbeuter- und Unterdrückergesellschaft. Wir leben in keinem demokratischen Rechtsstaat, sondern in einer Diktatur von Kapital und Profit.

Die CDU/CSU und FDP sind reinrassig gekaufte und geschmierte Unternehmerparteien und alle anderen sind Hinternkriecher und Speichellecker des Kapitals - bis auf eine Ausnahme - den Linken.

Wenn die Linken an die Macht kommen, dann hat sich Privatwirtschaft und das Klüngelpack erledigt. Dann müssen solche Leute endlich mal den Wunsch des ostdeutschen Kabarettisten von der Dresdner Herkuleskeule - Uwe Steimle - erfüllen: Ich habe einen Wunsch, das Leute wie Westerwelle endlich mal ehrlich arbeiten müssen!

Ich wähle links, egal, ob es fürs Volk Verbesserungen bringt.

Warum war in der DDR die Blockflöte Ost-CDU abgeschoben in der Nationalen Front?

Damit sie keinen massenhaften sozialen Schaden an der Bevölkerung anrichtet. Genau das beweist die West- und Einheits-CDU/CSU jeden Tag vor und nach der Einheitswende.

Ich kann das Schlagergejaule der Ute Freudenberg nicht mehr ertragen, die nur Lobeshymnen für ihren thüringischen Ex-CDU-Landespappi Dieter Althaus als Haus- und Hofnärrin von sich gibt - Jugendliebe

In Interviews macht sie die DDR abgrundtief schlecht, obwohl sie eine glänzende Berufsausbildung und spätere Karriere von diesem Staat DDR bekam. Sie wurde ja angeblich daran gehindert, Westschlager zu summen.

Und Dieter Althaus bekam nach seiner politischen CDU-Laufbahn seinen zugedachten Frühstücksdirektorenposten bei dem österreichisch-kanadischen Automobilausrüster Magna International ohne die Pflicht zum Arbeiten. Er hat also privat schon als CDUler seinen Luxus-Kommunismus erreicht. Und er ist nicht der einzige in der bundesdeutschen Parteienlandschaft.

Wikipedia Dieter Althaus - Wechsel in die Privatwirtschaft 2010
 

Der Auflehnende

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AW: Die Linke wählen - für eine Abschaffung prekärer Arbeitsverhältnisse

Die Linke ist die einzige im Bundestag vertretene Partei, die nicht die neoliberale Politik unterstützt. Leider wird bei uns eine wirkliche Sozialpolitik von den Öffentlich-rechtlichen und Privaten praktisch im Keim erstickt. Vorschläge von Wagenknecht zu wichtigen Themen, wie Rente und Arbeit werden als utopisch und nicht finanzierbar abgetan.

Weiter gehts mit Aushöhlung des Arbeits- und Sozialrechts. Mal sehen ,wie derMichel in fünf bis zehn Jahren wählt, dann wird der Anteil der Armutsrentner größer sein als er heute ist.

„Mit Hartz IV haben die Eliten das Dauerfeuer auf Lohnabhängige eröffnet“:
„Mit Hartz IV haben die Eliten das Dauerfeuer auf Lohnabhangige eroffnet“ | NachDenkSeiten – Die kritische Website

„Wir leben unter einer Diktatur der Oligarchien des globalisierten Finanzkapitals“:
„Wir leben unter einer Diktatur der Oligarchien des globalisierten Finanzkapitals“ | NachDenkSeiten – Die kritische Website
 

Texter50

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Und weil ich pöse bin und die LINKE auch, haben se jetzt gleich beide Stimmen bekommen.
Da geht zusammen, was zusammen gehört... :cheer2:
 
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