Die Krankenkasse will meine psychische Erkrankung überprüfen lassen. Hat jemand schon Erfahrungen mit dem Medizinischen Dienst der Krankenkassen gemacht?

Wallo

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Meine Krankenkasse sagt mir, dass sie den MDK zur Überprüung meiner psychischen Krankheit einschalten würden. Mein Psychiater schreibt mich immer krank. Hat einer von Euch schon mit den Leuten zu tun gehabt ?
 

Galactic

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2 mal.

Beim ersten mal, hatte man Sich alles angehört, und bestätigt.
Zwischendurch gab es ein paar entscheidungen nach Aktenlage.

Dann kahm das 2te mal.
Die Person dort, hatte sich keine 2 Minuten zeit genommen und die Krankschreibung aufgehoben zum angegebenen Datum.

Also, schriftlich einspruch, leider war der Arzt im Urlaub, also Frist verlängert, Einspruch eingelegt, nach Prüfung wurde die Entscheidung des MDK aufgehoben.
Das ganze hat mich fast 3 monate trocken gesetzt, da das liebe liebe Jobcenter knapp 1 Monat gebraucht hat um EINEN Gutschein zu verrechnen.

Mein Rat: Wenn du hin gehst, bring unterlagen mit ggfs. ein Beistand.
 

HermineL

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Moderation Themenüberschrift:

Hallo ,

Ich möchte dir Forenregel 11 in Erinnerung bringen, immer eine aussagekräftige Überschrift für neue Themen zu erstellen.
Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage, die sich auch auf den Inhalt deines Erstpostings, bzw. dein Anliegen bezieht, soviel Zeit sollte sein.
Ergänzend verlinke ich auf Forenregel #11 und den Hinweis der Administration dazu...

Um dein Thema wieder allgemein für weitere Antworten zu öffnen, kannst du rechts oben, über deinem Beitrag, in dem 3 Punkte Menü "Deine Themenüberschrift bearbeiten" wählen und selbige aussagekräftiger gestalten.
Danach informiere bitte hier im verlinkten Forum einen Moderator
dass das Thema wieder geöffnet werden kann.

Wir bitten zukünftig um Beachtung und wünschen dir weiterhin einen angenehmen und hilfreichen Aufenthalt im Forum.

 

Wallo

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Hallo, meine Krankenkasse sagte mir, sie würde den medizinischen Dienst einschalten, sobald ich aus der jetzigen Behandlung raus wäre. Ich bin psychisch krank und habe auch vor kurzem eine EM Rente beantragt. Nun habe ich Angst, dass der MDK mich einfach gesund schreibt. Wie würdet ihr Euch verhalten. Den Facharzt der einen AU schreibt schonmal vorwarnen ?
 

abcabc

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Hallo, meine Krankenkasse sagte mir,
Immer ganz schlecht mit der Krankenkasse zu telefonieren, wenn es Meinungsverschiedenheiten gibt oder die Kasse irgendwas will. In Zukunft einfach auflegen oder abwürgen wenn die Krankenkasse anruft. Gibt keine Pflicht zu telefonieren.

Kann nicht schaden beim Arzt vorsichtig zu fragen, ob er dich unterstützen würde, wenn die Kasse Stress macht.
Wobei der MdK die Krankschreibung nur nach einer persönlichen Begutachtung aufheben kann. Gegen irgendeine willkürliche Entscheidung nach Aktenlage kann man sich wehren.
 

HermineL

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Heutige Beiträge hierher verschoben weil es wenig Sinn macht 2 Tage nachdem du dieses Thema schon einmal ohne eine aussagekräftige Überschrift eingestellt hast erneut ohne eine solche einzustellen. Folge einfach den Hinweisen in Beitrag #4 und ändere deine Überschrift. Im Anschluss kannst du dich im dort verlinkten Kontaktforum melden.
 

HermineL

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Du solltest dir schon in der Tagesklinik einen aussagekräftigen Befundbericht ausstellen lassen und diesem mit zum MDK nehmen. Ein Hinweis der Klinik das du weiter AU bist wäre sinnvoll wenn möglich.
Sobald sich der MDK bei dir meldet kannst du diesem den Befundbericht zukommen lassen. Aber bitte nur dem MDK nicht der Krankenkasse. Zur Info solltest du noch wissen das eine Begutachtung nach Aktenlage rechtlich nicht zulässig ist. Bedeutet der MDK muss dich untersuchen. Sollte er jedoch nach Aktenlage entscheiden und die AU nicht aufheben sondern bestätigen dann halte die Füße still.
 

Wallo

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Wann habe ich dann mit der nächsten MDK Untersuchung zu rechnen? Ich hab einen Antrag auf EMRente gestellt, werde also noch lange AU sein.
 

Wallo

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Die Frage geht dahin, ob nicht alle EMRentenamtragssteller dasselbe Problem haben ständig mit dem MDK in Berührung zu kommen
 

franzi

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Vielleicht hängt es in dem speziellen Fall mit der Art der Erkrankung zusammen.
Möglicherweise dauert der Genesungsprozess schon zu lange oder der Patient hat nicht ausreichend mitgewirkt, um die Genesung zu beschleunigen.
Vielleicht hängt es auch mit dem Alter des Patienten zusammen. Wenn dieser noch recht jung ist, will man wohl auf eine Aktivierung drängen.
Aber andererseits kann sich auch der MDK nicht einfach über Einschätzungen und Beurteilungen anderer Fachärzte und Kliniken hinwegsetzen.
@Wallo: Bist du derzeit in einem Arbeitsverhältnis, im Krankengeldbezug, ALG 1 oder ALG 2?
Was ist denn für die weitere Zukunft geplant? Berufliche Perspektive?
Wie ist die längerfristige Prognose deines behandelnden Arztes?
Hat man dich zum Antrag auf EM-Rente aufgefordert oder geschah das aus Eigeninitiative?
 

ZynHH

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Die Frage geht dahin, ob nicht alle EMRentenamtragssteller dasselbe Problem haben ständig mit dem MDK in Berührung zu kommen
Das hat mit der EMR nichts zu tun, sondern mit langer AU ohne Behandlung bzw. langen Behandlungspausen.
Wenn die kk kein Krankengeld mehr bezahlen will, schaltet sie den mdk ein. Oft versuchen sie vorher, den Patienten in einen Reha-Antrag zu drängen, um aufgrund des daraus resultierenden Gutachtens zu erfahren, wie und ob der Patient arbeitsunfähig ist.

Hast du der KK mitgeteilt, das du den EMR-Antrag gestellt hast?

Ich hatte bisher Glück, bin jetzt das zweite Mal seit 2016 für 78 Wochen AU und die Krankenkasse hat erst einmal versucht, mich dazu zu bringen, einen Reha-Antrag zu stellen. Das habe ich denen aber ausgeredet, da ich mich noch in der Behandlung befinde und die DRV dann eh keinem Reha-Antrag zustimmt, wenn die Behandlung noch läuft. So meine Erfahrung.

Im Moment sitze ich über meinem Emr-Antrag, mal gucken, wie lange das dauert.
 

HermineL

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Die Frage geht dahin, ob nicht alle EMRentenamtragssteller dasselbe Problem haben ständig mit dem MDK in Berührung zu kommen
Nicht zwingend. Ich war zweimal innerhalb 6 Jahren beim MDK. Beidesmal hat der in meinem Beisein auf die Befunde und die anstehenden Behandlungen geschaut und die AU bestätigt.
 

Wallo

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@franzi
Ich bin 48 und im Arbeitsverhältnis und Krankengeldbezug. Mein behandelnder Arzt hat mir wegen meiner schizzoaffektiven Störung einen EM Antrag nahegelegt. Ich weiss nicht, was die längerfristige Prognose meine Arztes ist, ich gehe davon aus , dass der mich AU schreibt bis zum Rentenentscheid, das kann ich erst mit ihm besprechen , wenn ich aus der Tagesklinik raus bin.icj hab eine längere Krankengeschichte mit mehreren Klinikaufenthalten.
Die Klinik ist vermutlich auf mich gekommen, weil ich dort nachgefragt habe, wann meine Aussteuerung ist = 2 Jahre.

@ZynHH
Ja, ich habe der Krankenkasse mitgeteilt, dass ein Emr Antrag gestellt habe. Ist das wichtig ? Mich hat die Krankenkasse auch dazu gedrängt eine Reha zu machen. Braucht man das nicht sowieso für den EMR Antrag ? Der läuft bei mir zwar schon, verlangen die das nicht sowieso? Ansonsten würde ich ungerne eine Reha machen.

Ich habe nach der Tagesklinik keine Behandlungen mehr laufen. Wird mich die Krankenkasse zu einer Reha zwingen ?
 

gila

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Wenn du AU bist und erhältst Krankengeld kommt irgendwann die Krankenkasse an und will versuchen einen möglichst bald aus dem Krankengeld zu schubsen. Dann wird der MDK eingeschaltet und es wird geprüft, ob man eine Reha empfehlen kann, für all das hat man aber ein paar Wochen Frist.
Schau bitte nach wie lange das bei dir ist, ich habe es jetzt nicht im Kopf.
Wenn du einen Rentenantrag gestellt hast und dein Psychiater da sowieso hinter steht, würde ich die Frist der Krankenkasse bis zum letzten Tag ausreizen und denen dann mitteilen, dass ein Rentenantrag gestellt ist und von daher ein Gutachten des MDK nicht sinnvoll erscheint, da ein Gutachten des Rententrägers als einziges letzte Verbindlichkeit hat.
 

ZynHH

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Auch die kk weiß, das es bei der drv "Reha vor Rente" heißt. Ein separater Antrag auf Reha würde im Moment keinen Sinn machen, sondern alles verzögern. Wenn die kk dich schriftlich auffordert, einen reha-Antrag zu stellen, weist du die kk nochmal schriftlich darauf hin, das bereits ein rentenantrag läuft und es bei der drv ja eh Reha vor Rente heißt.

Ob es wirklich zu einer Reha kommt, kannst du auch entscheiden, wenn du den Termin für die reha von der Klinik hast.
Dann kann dich dein behandelnder Arzt immer noch reha-unfähig schreiben.

Sieh zu, das du für die Zeit nach der Klinik einen Therapeuten findest, der dich weiter behandelt.
 

Wallo

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@ZynHH
Du meinst also dass die DRV mich eh zur Reha schickt ? Das kann sein, bis dahin dauert das aber noch.
Meine Krankasse meint, ich soll mich jetzt schon darum kümmern, zwingt mich aber noch nicht zur Reha.
Du meinst mein Psychater reicht nicht für eine weitere Behandlung aus ? Wo soll ich jetzt einen Therapeuten her nehmen ?

Bytheway, was habt ihr für Erfahrumgen mi Reha gemacht? Schreiben die einen leicht arbeitsfähig mit 6 Stunden bei psychischen Erkrankungen ?
 

franzi

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Die Reha wird aber nur bewilligt, wenn sie Aussicht auf Erfolg hat. Wenn du schon mehrere Klinikaufenthalte hinter dir hast und die Sache sich schon einige Jahre hinzieht und es immer noch nicht wesentlich besser ist, kann es auch durchaus passieren, dass du gleich in die Rente kommst, zumindest befristet.
Der EM-Antrag war auf jeden Fall nicht verkehrt.
 

Matricaria

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Hey wallo, ich z.b. habe die EmRente ohne Reha bekommen, da war ich 29. Konnte einige Berichte von Psychiatrieaufenthalten über Jahre hinweg vorlegen, die und ein Gutachtertermin reichte. Es kommt also vor, dass man ohne Reha die Rente bekommt. Aber man weiß eben nie, ist bei jedem anders.

Dass du weiterhin einen Psychiater nach der Klinik hast ist schon mal gut, ob du noch einen Therapeuten brauchst u willst, musst du wissen und vielleicht bekommst du dazu ja auch eine Empfehlung von der Klinik.

Alles Gute!
 
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franzi

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Ich bin weder Arzt noch kann ich hier eine Ferndiagnose stellen. Die DRV wird sich auf jeden Fall deine Krankheitsgeschichte gründlich ansehen. Da musst du ohnehin zuerst zu einem Gutachter. Die sind häufig nicht wohlwollend sondern ziemlich unfreundlich.
Wenn er deinen Gesamtzustand als nicht so schwerwiegend erachtet, wird es wohl auf ein Widerspruchsverfahren hinauslaufen. Hier ist Geduld gefragt. Also bei der ersten Ablehnung nicht gleich mutlos werden, sondern den Widerspruch wagen, auch wenn es Geduld erfordert.
Aber ein Versuch ist es wert.

Hast du neben deiner psychischen Erkrankung noch weitere andere chronische oder schwerwiegende gesundheitliche Beeinträchtigungen?

Bei mir war der Fall anders gelagert. Ich habe körperliche und psychische Erkrankungen. Wobei ich wegen dem körperlichen bereits 2001 in Reha (auch von der DRV bewilligt) war, was mir keine Besserung gebracht hat.
Nun habe ich nach vielen Jahren, weil sich endgültig abzeichnete, dass es bei meinen Erkrankungen keine Besserung oder Heilung mehr geben wird, einen zweiten Anlauf genommen und mit Widerspruchsverfahren hat es nun geklappt. Damals bin ich nicht in Widerspruch gegangen. Da kannte ich mich mit dem Ablauf auch überhaupt nicht aus. Mittlerweile bin ich älter und schlauer.
Eine erneute Reha musste ich zwar beantragen, wurde aber dann nicht bewilligt bzw. habe ich nie eine Entscheidung dazu erhalten.

Von mir auch alles Gute, viel Geduld und Nerven!
 
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