Die Hartz IV Schmarotzer sind die Unternehmen

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KarlApitalismus

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Sehr interessanter Artikel auf **********************.de:
Für die Löhne im deutschen Handel zahlt der Staat kräftig mit, weil die Unternehmen sich weigern, vernüftige Beschäftigungsverhältnisse mit gerechten Gehältern zu bieten.
„Es ist nicht hinnehmbar, dass auf Kosten der Beschäftigten und der Gemeinschaft Niedriglöhne mit Steuergeldern in Milliardenhöhe aufgestockt und so Gewinne von Unternehmen subventioniert werden, die auf Lohndumping setzen", erklärte Sabine Zimmermann, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linken im Bundestag
Quelle: Die Hartz IV Schmarotzer sind die Unternehmen
 

hartaber4

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Klar.... der Staat hält einem (indirekt) Geld hin...... wer kann da schon "Nein" sagen ?

Mal ehrlich.........
 

Kleeblatt

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Jetzt verbinde ich thematisch mal 2 Freds, - geht doch einfach wählen, dann wird alles besser und es geschieht "Volkes Wille".
So einfach jedenfalls stellen sich Einige hier die deutsche Politik vor.

Viel Vergnügen dann auch beim Kreuzchenmalen.
 

hartaber4

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Passives Aussitzen zu Hause oder Selbstjustiz sind sicher mehr erfolgversprechend.....
 

Kleeblatt

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Passives Aussitzen zu Hause oder Selbstjustiz sind sicher mehr erfolgversprechend.....
Passiver Widerstand scheint inzwischen oftmals die letzte Alternative zu sein.

Wenn sich ausreichend Bürger diesem "Wahl"theater verweigern, - weil sie meinen keinerlei "Wahl" zu haben, dann stehen die sog. "Volksparteien" aber so etwas von ohne Rückhalt in der Bevölkerung da. Deutlich dann sichtbar an der "Wahl"beteiligung.
Wenn diese erst einmal hochoffiziell bei unter 30 % liegt, - was sagt das Ausland dazu ?
Wird "Mutti" dann auch wieder herumtönen "von der Mehrheit des deutschen Volkes" in ihr Amt gewählt worden zu sein ?

Bei sagenhaften 53 % Wahlbeteiligung ging diese Nummer gerade noch so durch.
Was ist wenn nicht mehr mangels "Masse" ?

DAS nenne ich "des Kaisers neue Kleider"-Spiel und genau DAVOR ! haben die Politiker einen ausgemachten "Schiß".
Deshalb auch überall dieser Druck von denen samt Bertelsmann und Co.

Glaubt ihr allen Ernstes das ihr an eurer Situation durch Wahlen aller 4 Jahre und bei den ewig gleichen Mitspielern dabei auch nur ansatzweise etwas ändern könnt ? Ernsthaft ?

Die Chefs im Laden Deutschland sind die Unternehmen, große und kleine, es sind die Banken, Versicherungen, ...
Aber, - selbst wenn die alle aus den oberen Etagen diese Politikertruppe wählen würden würde es NICHT reichen um diese auch zu installieren. DAZU brauchen sie die kleinen doofen Bürger.

Nichts wird sich ändern solange der normale Bürger nicht erkennt welche Macht er insbesondere bei Verweigerungshaltung ausübt.

Nein sagen, Arme verschränken und darauf warten wie ein paar tausend Unternehmer ect. versuchen durch IHRE kleine Anzahl Wahlen zu gewinnen für die heute üblichen verdächtigen Parteien.
Das geht eben NICHT !
EURE Stimmen sind es die diese Parteien, insbesondere ihre "Bosse" und deren "Freunde" den Weg zur Macht ebnen. Nur IHR verschafft ihnen diese Möglichkeit, nicht und niemals die paar Leutchen aus der Wirtschaft.

Begreift das endlich mal. IHR habt es in der Hand auch durch Wahlverweigerung sehr viel zu ändern, ein Zeichen in der nationalen und internationalen Öffentlichkeit zu setzen.

Spielt ihr allerdings mal wieder mit, geht ihr zur Wahl und wählt aus diesem "Angebot", dann beschwehrt euch hinterher nicht und jammert darüber das ihr ausgenutzt werdet ect.
IHR habt die Macht durch Verweigerung diesen Leuten den sog. Stinkefinger zu zeigen, sie anzuzählen.
Davor haben sie eine furchtbare Angst, - deshalb auch diese landauf und landab Schrei "geht zur Wahl sonst seit ihr als Bürger doof, faul, ..."
Habt ihr DAS nötig euch von ein paar Hanseln, die um die Fortsetzung ihrer Macht fürchten, dauernd öffentlich beleidigen zu lassen ? Ihr und ich als Volk ?
Wir als Bürger und Souverän dieses Landes, von dem angeblich alle Macht ausgeht ?

Ich stehe dazu, - von mir gibt es für diese Truppen keine einzige Stimme und die Mehrheit meiner Kollegen und Freunde sieht das genau so, - Tendenz stetig steigend.

Na dann jammert mal schön weiter, dann wird sich ganz sicher sehr viel ändern ...
 

hartaber4

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Passiver Widerstand scheint inzwischen oftmals die letzte Alternative zu sein.


Na dann jammert mal schön weiter, dann wird sich ganz sicher sehr viel ändern ...


Mag jeder für sich entscheiden.....

Jammern....um das nicht zum Dauerzustand werden zu lassen, Kofferpack zum Jahresende....

Vom Ausland aus hat man auch den besseren Blick (und Mittel des Zugriffs) auf die "bundesrepublikanischen Rosinen".... durchaus interessant sind das niedrige Lohnniveau sowie im Vergleich auch relativ niedrige Energiepreise (Industrie).

Wer meint von seiner Selbstzufriedenheit später leben zukönnen, kann ja im September zu Hause bleiben oder das Kreuz bei A.M. machen (sehr viiiele Deutsche sind sehr zufrieden mit deren Politik...also weiter so)

Ich habe jedenfalls keinen Bock auf die am Ende sicher stehende Altersarmut (und das Pflegedebakel durchlebe ich gerade am Beispiel meiner Oma).

Ferner bin ich der Auffassung, dass ein ca. 8h Stunden Job/Tag reichen muss, um einigermaßen frei von Existenzängsten leben zu können....
 

ZynHH

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„Es ist nicht hinnehmbar, dass auf Kosten der Beschäftigten und der Gemeinschaft Niedriglöhne mit Steuergeldern in Milliardenhöhe aufgestockt und so Gewinne von Unternehmen subventioniert werden, die auf Lohndumping setzen", erklärte Sabine Zimmermann, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linken im Bundestag

Das wird sich erst ändern, wenn die Lohnzuschüsse höher ausfallen, als etwaige Konventionalstrafen aus der Nichteinhaltung der WTO-Verträge.
 

hartaber4

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Das wird sich erst ändern, wenn die Lohnzuschüsse höher ausfallen, als etwaige Konventionalstrafen aus der Nichteinhaltung der WTO-Verträge.


Es bedarf hier einer ordentlichen Portion Geduld...... da ich nicht in einem sozialen/politischen Winterschlaf fallen kann (tempus fugit) muss ich mich jetzt um Schadensbegrenzung kümmern..... mit 60, 70 oder 80 will (oder meist) kann man das nicht mehr durch 3 zusätzliche Minijobs ausgleichen....

Vor zehn Jahren hätte ich jedem der mir geraten hätte auszuwandern einen Vogel gezeigt..... heute sehe ich das durchaus anders.... und von dem Gelulle der herrschenden Parteien kann ich mir im Alter nicht viel leisten......
 

Clint

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Passiver Widerstand scheint inzwischen oftmals die letzte Alternative zu sein.

[...]

Ich stehe dazu, - von mir gibt es für diese Truppen keine einzige Stimme und die Mehrheit meiner Kollegen und Freunde sieht das genau so, - Tendenz stetig steigend.

Na dann jammert mal schön weiter, dann wird sich ganz sicher sehr viel ändern ...
Es gibt aber keine Wahlbeteiligungsuntergrenze! Wenn von 10 Leutchen 6 den Gysi wählen, ist der dann legal unser Staatsratsvorsitzende oder wie auch immer der Obermotz in der DDR hieß.

LG

Clint
 

Kleeblatt

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Es gibt aber keine Wahlbeteiligungsuntergrenze! Wenn von 10 Leutchen 6 den Gysi wählen, ist der dann legal unser Staatsratsvorsitzende oder wie auch immer der Obermotz in der DDR hieß.

LG

Clint
Richtig ! Es gibt keine Untergrenze. Das hat man seinerzeit wohl vergessen im Wahlgesetz ect. pp., aber nicht nur in unserer "Demokratie".
Seinerzeit zu meiner Zeit, als selbst ich noch wählen gegangen bin, da hat man nicht nur die Wahlbeteiligung, sondern auch die Prozent der ungültigen Stimmen angesagt.

Seit vielen Jahren geschieht das gar nicht mehr.
D.h. selbst bei der theoretischen "Wahlbeteiligung" von sagenhaften 53 % sind immer noch einige Prozent ungültige Stimmen, somit liegen die gültigen Stimmen bei unter 53 %.

Nun wird allerdings die "Wahlerbeteiligung" jedes Mal eben NICHT berechnet und angezeigt nach der Formel :

Anzahl der abgegebenen Stimmen minus der ungültigen Stimmen macht X % gültige Stimmen = echte Wahlbeteiligung

Auch nicht im "Wahlergebnis" etwa ehrlicherweise :

errechnete echte Wahlbeteiligung in Prozent (s.o.) und DAVON die Prozentanteile (Stimmen) für jede Partei:

Also errechnete X % ECHTE Wahlbeteiligung, z.B. dann 45 %, DAVON dann z.B. 14 % für die CDU, ...

Stattdessen wird mit einer theoretischen Wahlbeteiligung von irren 100 % gerechnet, - Honnecker läßt grüßen.
Und auf DIESE Weise wird dann erzählt das die CDU z.B. 43 % "errungen" haben soll (bei einer Wahlbeteiligung von 53 % ! ???)
...
Fällt euch nichts auf ?

In Einem ist Deutschland wirklich Weltmeister, - in der Fälschung von Statistiken. Da sind wir echt konkurrenzlos gut drin.
Das konnte früher die "DDR" schon phantastisch, da hat man also abgeschaut und gelernt. Na, bei einer Frau Merkel als Bundeskanzlerin und ihrem Schlepptau in der Politik nun wirklich kein Wunder.

Und da soll ICH als Wähler dabei mitmachen ?
Wie komme ich denn dazu ?
 

Der Ratlose

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Mal ganz ehrlich.
Die wahren schmarotzer sind Millionen von Leistungsbezieher.

Der Staat finanziert diesen eine Wohnung und ein nicht gerade grundgesetzkonformes aber doch auskömliches Einkommen.

Theoretisch sind die meisten dieser Leistungsempfänger in der Lage, sich 40-50 Stunden pro Woche nur dem Kampf gegen die verarschung zu widmen.

Sie könnten sich zusammenrotten, eigene Vereine gründen (wie die damaligen Arbeitervereine), gemeinsam eigene Firmen gründen, Freizeitaktivitäten veranstalten, Kinder und Jugendliche weiterbilden usw.

Auf diese weise läßt sich das ganze Hartz IV System ins absurde führen, es würde die Lebensqualität der Betroffenden extrem steigern.

Der staat muß das aber nicht mal fürchten, die die leute noch zu Fett und zu Faul sind.

Wo sind denn nun z.b. die leistungsbeziehenden Kfz mechaniker die ein Gewerbe anmelden und so über die Händlerpreise + geringen Aufschlag die anderen Leistungsbezieher günstig mit Teilen versorgen können.
Oder die dann einmal im Monat auf einem großen Parkplatz so eine Art weiterbildung für die unbedarfteren machen damit diese ihre Autos selber warten können.

Wo sind denn die Aktivistenvereine die ehrenamtlich Freizeitaktivitäten für Kinder planen und durchführen.

Ich könnte diese Liste unendlich so weiterführen, fast ein Jahrzehnt nach Einführung von Hartz IV gibt es diese Strukturen nicht einmal ansatzweise.

Selbst "die Linke" bekommt so etwas nicht einmal auf die Reihe. Da wollen auch nur alle kleine Politiker sein, blöd rumquatschen und wichtig sein.Also wie es sich für Funktionäre gehört, rumschmarotzen auf Kosten aller anderen und für nichts verantwortlich sein.

Der Erfolg aller großen Parteien (auch in der Vergangenheit) war immer das diese in der Lage waren auch das Alltagsleben der Bevölkerung zu durchdringen den leuten zu helfen, sie mitzunehmen und so eine gesunde Basis zu schaffen.

Es herrscht hier der glaube das lediglich ein paar räder in der politik verstellt werden müssen und schon scheint wieder die Sonne.
Es funktioniert eher umgekehrt, erst wird ein breiter Rückhalt geschaffen, dann wird sich der Politik gewidmet.

Es muß eine Exklusivität geschaffen werden die alle anderen anspornt diesem System beizutreten.

Und da tut sich bei den Leistungsbeziehern eigentlich nichts. Eigentlich noch weniger als nichts.

Da konnte sogar ein Westerwelle eine spätrömische Dekadenz anprangern. Reaktion? ha ha .
Normalerweise müsste doch immer wenn einer diese Freaks zu so etwas ansetzen möchte, ein anderer aus diesen Parteien kommen den Freak zur Seite nehmen und ihm folgendes zuraunen:
"Weist du noch nach Westerwelles "spätrömischer Dekadens" , als uns hinterher alle Büros zerhackt wurden, bedenke also was du jetzt sagen möchtest."

Das traurige aber ist doch das ein Westerwelle auch noch Recht hatte, er und seine Kumpels verdanken es nur der spätrömischen Dekadenz der Leistungsbezieher das sie so frei durchs Land wandeln können.
 
E

ExitUser

Gast
mein lieber ratloser,

du übersiehst da was ganz Gewaltiges. DiLi ist nicht nur ausschließlich eine Hartz4 Partei. Ja wir wollen mitregieren als Juniorpartner, der soziale Aspekt wird weiterhin großgeschrieben. Wer nun glaubt wenn er sich politisch engagiert, das ihn Reichtümer erwarten wird feststellen das es eher ein Drauflege Geschäft ist, dem er sich in seiner Freizeit widmen kann. So schaut ernstzunehmende Basisarbeit aus. Das heißt man darf sich sehr gerne mit den "Nicht Hartz4" Themen wie Bauausschüssen, Gemarkungsplanung, Stadtmarketing, Stadthaushalt/Entwicklung, Gewerbeaufsicht, Vereinswesen, Friedhofsamt, Schulwesen/Kindergärten, Umweltschutz, etc.... auseinandersetzen. Das setzt allerdings voraus, das man sich schlau macht, reinhängt, mit den Leuten spricht, das nicht nur mit den unteren 10K. Seien wir ehrlich daran happert es doch den meisten im ALGII Bezug. Politische Basisarbeit steht doch bei den wenigsten im Kalender. Hinstellen und "rette mich" heulen, kenne ich nun schon zur Genüge, Stammtischparolen auch. Meine Güte wer will den sowas in seinen Ausschüssen sitzen haben, die vom Brandschatzen träumen! Ich nicht!

All diese Sachthemen muß man sich aneignen, sich Gehör verschaffen, sein Veto vertreten können etc. Hier im Forum sind drei oder vier die den Weg gegangen sind. Die wissen wie schwer das sowas ist; und kassieren dafür ja auch entsprechend saublöde Anmache. Also wie gesagt, für die Linke ist Hartz4 ein Thema von vielen und nicht mehr nur DAS THEMA. Die Linke ist eine Partei für ALLE Bürger die eine neue soziale Gerechtigkeit wollen.

Ich denke es mir inzwischen so, wer meint nicht wählen gehen zu müssen, der soll dann auch nicht groß rumplärren und nörgeln, sondern nehmen was er dann eben kriegt. :mad:

Mein Resümee fällt auch entsprechend aus. Ich selbst kam mal von der WASG und davor von der marxistischen zur heutigen Linken. Also ist bei mir die kommunistische Idee schon sehr lange mit im Lebensweg. Demokratie hab ich nie geleugnet und werde es auch bestimmt nicht tun. Soviel aus meiner persönlichen Erfahrung, schon vor Hartz4 haben Sozialhilfeempfänger und Ungelernte sich lediglich vereinzelt mal politisch betätigt. Im gesellschaftlichen Bereich auch nicht, von daher ist das nun wirklich nichts neues, nur die Masse ist größer. Das ist alles. Aus dieser Richtung erwarte ich selbst auch keine nennenswerten Unterstützungen zur politischen Arbeit.

LG von B.
 

Hotti

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Sach mal Ratloser. Kann es sein, dass du schon mal Beiträge für den Postillon verfasst? Da liest man auch immer solche Sachen.:biggrin:
 
E

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Gast
hallo zusammen,

ich schildere Euch mal was ich so erlebe. Kleiner Betrieb mit 5 Mitarbeiter/innen. Wir suchen ständig auf 450€ Basis feste Leute und finden keinen. Die Sache ist so, selbst für 12 € kann man eine Putzfrau auch nur 15 Stunden beschäftigen, weil gar nicht mehr Arbeit für sie da ist. Von unseren 5 Arbeitsverhältnissen sind 3 auf Halbtags bzw. geringfügig ausgelegt, auf eigenen Wunsch (ich selbst auch, wegen der Angehörigenpflege) also muß man eben mit der Hälfte des Geldes klar kommen. Zu unseren Arbeitsgesuchen kann ich nur sagen, inzwischen habe ich eher die Schnauze voll von einer bestimmten Klientel, die dreimal kommt und dann auf Nimmerwiedersehen, trotz 12€ Stundenlohn. In einigen anderen Branchen sind Vollzeitstellen gar nicht mehr möglich, sehe ich in meinem Zweitjob, weil kein Bedarf mehr herrscht an Vollzeitstellen. Also verdiene ich dort auch nur "wenig" obwohl die Stundenvergütung ebenfalls im zweistelligen Bereich liegt. So geht es in vielen Branchen heute zu, das wird gerne übersehen.

Ein mir bekanntes Bespiel in einem kl. Multimedia Shop. Es lohnt dort nicht mehr den Laden 8 oder 10 Stunden am Tag auf zu lassen, also ist er nur noch 4 Stunden geöffnet, dasselbe bei einem kleinen Einzelhandel, die Probleme mit dem Personal sind fast identisch mit den unseren. Mehr rechtfertigt der Kundenbetrieb nicht mehr. Am Stundenlohn hat sich dort auch nichts geändert. Für solche Entwicklungen nun den Chef verantwortlich machen? Ich denke das geht auch nicht, oder? Grad die ganzen Kleinunternehmen können oft auch nichts dafür wenn der Laden nicht mehr so läuft und dürfen selbst zappeln um über die Runden zu kommen.

Ich selbst hatte das Problem nun auch schon, weil wir auch jemanden stundenweise einstellen wollten (müssen). Ich hätte gerne jemanden im Hartz4 Bezug genommen, Fehlanzeige, nun hab ich einen rüstigen Rentner....Mein Angebot einer kostenlosen Reitbeteiligung für Bedürftige ging genauso in die Hose, nun kommen eben Kinder aus "normalen Verhältnissen" die mit Freude bei der Sache sind. Da gab es noch so einiges mehr an kostenlosen Angeboten die sich an ELOs richtete im Zuge von Solidarität und Teilhabe von Privatiers, diese Angebote gingen letztendlich dank Desintresse der "Zielgruppe" an uneigennützigem ebenfalls an Rentner, Behinderte und Arbeitende/beruflich Eingespannte. Mit dieser Art von gesellschaftlich integrativen Angeboten bin ich inzwischen ebenfalls sehr vorsichtig geworden und werde mich wohl nicht mehr daran beteiligen.

LG von B.
 

Der Ratlose

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Eine Partei, eine Bewegung muß ihre Wurzeln haben , und sie darf ihre Wurzeln und damit ihre Herkunft nie aus den Augen verlieren.

Das ist zum Beispiel der SPD geschehen.

Die SPD, die Sozis, das waren für uns (da wo ich herkomme) immer
die Arbeiter, die Taugenichtse.
Aber, sie waren wichtig im politischen Gefüge da sie stehts ein Gegengewicht zur anderen Seite darstellten.
Es war das immer fortwährende Kräftemessen was dafür sorgte das sich letztentlich alles um die nulllienie im politischen leben bewegte.
Mal ein bisschen mehr links, mal ein bisschen mehr rechts von der nulllinie.

Wenn sich zwei Seiten gleichberechtigt gegenüberstehen, findet sich eigentlich auch immer ein Konsens mit dem alle Leben können.
letztentlich hat die SPD dieses gleichgewicht zerstört, als sie ihre Anhänger schon ab 68/69 verraten hatte.(Godesberger Program)

Schröder hat dem Faß dann nur noch die Krone aufgesetzt.

Nun ist die SPD heute eine Partei ohne Wurzeln, eigentlich ist kaum ein Unterschied zur CDU zu bemerken.
So passiert es gerade auch mit den Linken.

2.
ich kritisiere ja hier auch laufend das eben die Inititiven eben nicht von den eigentlichen Elos ausgehen.
Ehe die Masse nicht begreift wer sie sind, was für einen Staus sie eigentlich haben, und was für eine Macht sie entwickeln könnten wenn sie sich nur organizieren würden, solange ist alles angeschiebe sinnlos.
 
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