Die Hartz IV-Regelsätze 2011-2013 aufgeschlüsselt (1 Betrachter)

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Tel_ko-Richter

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4,30 € täglich zum Essen und Trinken, aber nur für Alleinstehende.
Wer mit einem Partner zusammenlebt, muss mit 3,88 € am Tag oder je 1,29 € für Frühstück, Mittag- und Abendessen auskommen.

Bier oder Wein wurde ersatzlos gestrichen, die Preissteigerungen nicht angepasst. Nach wie vor bleiben die Bedarfe der Gesundheitspflege unzureichend berücksichtigt und die Preissteigerungen des Haushaltsstroms werden nicht annähernd aufgefangen.

Den Bedarf eines Erwachsenen für Bildung haben die Experten der Bundesregierung mit monatlich 1,40 € ermittelt, das sind 16,80 € pro Jahr.

https://www.harald-thome.de/media/files/Boeker-Aufteilung-RB-11,12,13.pdf
 

2010

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Warum bleiben Jugendlichen von 14 bis unter 18 Jahren an Bildungswesen nur noch 0,30 € ?
Bei Freizeit,Unterhaltung, Kultur wird ihnen ebenfalls am wenigsten zugestanden.
 

seadog

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irgendwo müssen die Politiker sparen, wenn sie ihre Diaten erhöhen.....
 
G

gast_

Gast
Was ich mich zum Beispiel frage: warum hat ein U 25 weniger Geld für Nahrungsmittel und Getränke als Mutter oder Vater?

Nicht nur meine Kinder brauchen mehr zu essen als ich!
 

mersin

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Warum bleiben Jugendlichen von 14 bis unter 18 Jahren an Bildungswesen nur noch 0,30 € ?
Bei Freizeit,Unterhaltung, Kultur wird ihnen ebenfalls am wenigsten zugestanden.
Das frag ich mich auch. Gerade in diesem Zeitraum wachsen die Interessen der Kinder die gefördert werden sollten, damit sie sich zu eigenen und ganz individuellen Persönlichkeiten entwickeln können. Da könnte man wiederum vermuten dass genau dies von unseren "Hoheiten" nicht gewollt ist. Unglaublich:icon_eek:!
 

2010

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Diese Berechnungen werfen viele Fragen auf.
Beantworten wird sie keiner der Täter.
Eswird so lange daran herum gefriemelt bis es passt. Unerheblich, daß dann gewisse Altersgruppen weniger an Essen haben.

Beim Strom besteht der Verdacht, daß es sich bei den niedrigen Summen um mtl. Abschlagszahlungen der zugrunde gelegten Haushalte handelt. Unerheblich, ob die dann eine fette Nachzahlung bekommen.

Außerdem wurden Zahlen von 1941 einbezogen :icon_party:
 

mersin

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Was ich mich zum Beispiel frage: warum hat ein U 25 weniger Geld für Nahrungsmittel und Getränke als Mutter oder Vater?

Nicht nur meine Kinder brauchen mehr zu essen als ich!
Um den Druck auf sie zu erhöhen und sie damit in die Sklavenarbeit zu treiben. Junge Leute kann man dort noch kaputtspielen, sie sind noch unerfahren hinsichtlich Arbeitsschutzvorschriften/Gesetze und deren Lungen und Wirbelsäulen sind noch nicht so kaputt wie die der Älteren.
 

2010

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Die 80 % für die 2. Person beruhen auf einer Festschreibung von 1941:
Quelle ist Ministerialblatt des Reichs- und Preußischen Ministerium des Innern vom 31. Oktober 1941
S. 1951, dort haben der Reichsminister des Innern und der Reichsarbeitsminister als oberen Spannenwert​
80 % für die zweite Person festgelegt.
hier die antwort:icon_party:
 

xj3Qr1nL7ys

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Hinweise Seite 5

Nach Meinung des BVerfG (BVerfG 1 BvL 1/09, Abs. 189) würde es empirische Nachweise dafür geben,
dass in Haushalten mit mehr als einer Person, die zweite Person lediglich 80 % derjenigen Ausgaben, die als
Regel-Bedarf angesehen werden, benötigen würde und beruft sich dabei auf die Gutachterliche Äußerung
des Deutschen Vereins von 1989, die sich jedoch gar nicht mit der Thematik, wie viel Prozent-Anteile
„notwendig“ sind, beschäftigt hat, sondern lediglich mit Vorgaben aus dem damaligen Bundes-Sozial-Hilfe-
Gesetz (BSHG) und Daten der EVS 1983 ausgerechnet hat, wie hoch dann ein Sozial-Hilfe-Anspruch sein
würde


Zudem beruhen die damaligen Berechnungen des Deutschen Vereins ebenfalls auf einem Zirkelschluss, weil
die dortigen Berechnungen auf den Vorgabe-Werten des BSHG beruhten.
Siehe dazu auch Böker in Deutscher Bundestag, Ausschuss für Arbeit und Soziales, Ausschuss-Drucksache
17(11)314, abgedruckt in Ausschuss-Drucksache 17(11)309, Seite 174:
https://www.bundestag.de/bundestag/ausschuesse17/a11/anhoerungen/2010/41_Sitzung/17_11_309.pdf
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes zeigen Daten der EVS 1998, EVS 2003 und EVS 2008
deutlich, dass die durchschnittlichen Ausgaben, die als „regel-bedarfs-relevant“ eingestuft werden könnten,
bei einem Durchschnitts-Haushalt mit 2 Personen (Paar ohne Kind) höher sind als bei 2 Ein-Personen-
Haushalten zusammen.
Nach EVS-Daten müssten somit Paar-ohne-Kind-Haushalte einen Zuschlag bekommen, anstatt Leistungs-
Anspruchs-Kürzungen.
Siehe dazu bereits Vortrag der Kläger im Verfahren BVerfG 1 BvL 1/09 von Böker 29. September 2009,
Stellungnahme zu den Ausführungen der Bundesregierung zur Ermittlung von SGB XII-Regelsatz / SGB IIRegelleistung
in den Verfahren BVerfG 1 BvL 1/09, BVerfG 1 BvL 3/09, BVerfG 1 BvL 4/09, ab Seite 48:
https://www.tacheles-sozialhilfe.de/aktuelles/2009/RB-BVerfG-Stellung-1-BvL-1-09-3-09-4-09-.pdf
Die 80 % für die 2. Person beruhen auf einer Festschreibung von 1941:
Quelle ist Ministerialblatt des Reichs- und Preußischen Ministerium des Innern vom 31. Oktober 1941
S. 1951, dort haben der Reichsminister des Innern und der Reichsarbeitsminister als oberen Spannenwert
80 % für die zweite Person festgelegt.
RdErl. d. RMdI. u. d. RAM. v. 31.10.1941 - IV W I 160/41-7000a u. IIb 7030/41
Siehe dazu: Böker in Deutscher Bundestag, Ausschuss für Arbeit und Soziales, Ausschuss-Drucksache
17(11)314 abgedruckt in Ausschuss-Drucksache 17(11)319, Seite 224
https://www.bundestag.de/bundestag/ausschuesse17/a11/anhoerungen/2010/41_Sitzung/17_11_309.pdf
RMBliB = Ministerialblatt des Reichs- und Preußischen Ministeriums des Innern
Diese Festlegung von 1941 wurde bis heute beibehalten, statistische Nachweise, dass 80 % für die 2. Person
ausreichen gibt es nicht, auch die vom BVerfG angeführte Quelle enthält keine derartigen Nachweise.
Diese willkürliche Festlegung von 1941 wird auch nicht dadurch "besser", dass die ursprüngliche Verteilung
"100 % + 80 %" durch "90 % + 90 %" ersetzt wurde. Weshalb heutzutage ebenfalls 80 % reichen können sollten, obwohl im Regel-Bedarf auch die früheren
Einmal-Bedarfe enthalten sind und deshalb die Berechnungs-Grundlage eine völlig andere ist, ist nicht
ersichtlich.


 

50GdB23

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Ich könnte kotzen wenn ich das lese.

Die Politiker quatschen alle Müll, sagen immer "Wir müssen sparen" aber Ihr Geld wird erhöht, für ihre achsotolle Arbeit. Wir werden nach Strich und faden verarscht.
 
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