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Die Hälfte der weltweit Beschäftigten ist arbeitsarm

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Lothenon

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#1
Nach einem UN-Bericht wachsen die Arbeitsplätze weltweit nicht mit der Wirtschaft und verschlechtern sich mit dem Aufstieg der Dienstleistungsgesellschaft die Arbeitsbedingungen

Weltweit hängen Wirtschaftswachstum und Beschäftigung nicht mehr zusammen. Nach einem [extern] UN-Bericht ist die Weltwirtschaft zwischen 1996 und 2006 jährlich um 3,6 Prozent gewachsen, gleichzeitig ist in dieser Periode die Arbeitslosigkeit von 6 auf 6,3 Prozent angestiegen. Zudem verschlechtern sich die Arbeitsbedingungen und werden soziale Sicherheitssysteme abgebaut, während sich die Kluft zwischen den Einkommen der Arbeitnehmer und der Einkünfte aus Kapital weltweit vergrößert.

Die Hälfte der weltweit Beschäftigten ist arbeitsarm
 

wolliohne

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#2
Scholz

der neue Arbeitsminister spricht von Vollbeschäftigung ?
 

ofra

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#3
Nach einem UN-Bericht wachsen die Arbeitsplätze weltweit nicht mit der Wirtschaft und verschlechtern sich mit dem Aufstieg der Dienstleistungsgesellschaft die Arbeitsbedingungen

Weltweit hängen Wirtschaftswachstum und Beschäftigung nicht mehr zusammen. Nach einem [extern] UN-Bericht ist die Weltwirtschaft zwischen 1996 und 2006 jährlich um 3,6 Prozent gewachsen, gleichzeitig ist in dieser Periode die Arbeitslosigkeit von 6 auf 6,3 Prozent angestiegen. Zudem verschlechtern sich die Arbeitsbedingungen und werden soziale Sicherheitssysteme abgebaut, während sich die Kluft zwischen den Einkommen der Arbeitnehmer und der Einkünfte aus Kapital weltweit vergrößert.

Die Hälfte der weltweit Beschäftigten ist arbeitsarm
das bedeutet, dass es nicht mehr genügend arbeit für alle gibt und dass die wirtschaft durch kapitalerträge lebt. also müssten die erträge gleichmäßig auf das volk aufgeteilt werden, sodass für alle der lebensunterhalt gesichert ist.
langfristig wird sich die verknüpfung arbeit+recht auf leben nicht mehr halten lassen.
es muss endlich mal zugestanden werden, dass auch jene menschen ein existenzrecht haben, die keinen arbeitsplatz finden, weil es einfach zu wenige gibt.
 
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#4
Jubelstimmung und Volksverdummung

Jubelstimmung ist angesagt. 2,7% Wachstum im Jahr 2006 und 800.000 weniger Arbeitslose haben die Regierung, die meisten Medien, die sogenannten Experten und Pseudoeliten sowie die meisten Talkshowgäste der einschlägigen Sendungen in (eine künstliche) Hochstimmung versetzt. Es ist die hohe Zeit der Volksverdummung. Volksverdummung ist auch dringend nötig, denn das blöde Volk hat mal wieder die Segnungen dieses Wirtschaftssystems nicht begriffen.

Arm durch Arbeit
Die Quintessenz ihres Wirtschaftsverständnisses ist ja, verkürzt ausgedrückt: Der Wirtschaft geht es gut, wenn es der Bevölkerung schlecht geht, wenn die Bevölkerung von der Wirtschaftsentwicklung abgekoppelt wird. Und zumindest letzteres Ziel ist tatsächlich erreicht worden. Das musste selbst der Spiegel zugeben. In seiner Ausgabe Nr. 14 vom 2. April 2007 heißt es auf der Titelseite:
"Arm durch Arbeit. Wie der Staat die abhängig Beschäftigten immer dreister ausnimmt."
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Lothenon

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#5
Anmerkung Wolfgang Lieb: Na klar, das ist erfreulich, wenn es auf dem Arbeitsmarkt eine Aufwärtsentwicklung gibt. Ärgerlich ist jedoch, wenn die Situation schön geredet wird und wenn die leichte Verbesserung dann gleich als „Erfolg von Franz Müntefering, Gerhard Schröder und der Agenda 2010“ (Die Welt) und der neue Arbeitsminister meint, darüber „stolz“ sein zu müssen. Die Politik feiert die besseren Zahlen aus Nürnberg, verschweigt aber die Ursachen: „Die günstigen konjunkturellen Rahmenbedingungen zeigen weiterhin deutliche Wirkungen auf dem Arbeitsmarkt…Hauptgrund für die Abnahme der Arbeitslosenzahl ist das positive konjunkturelle Umfeld, außerdem spielt der Rückgang des Arbeitskräfteangebots eine Rolle.“ Von den Wirkungen der Reformpolitik ist nirgendwo die Rede.
Unbefriedigend ist, dass nur die Hälfte des Beschäftigungsplus auf sozialversicherungspflichtige Vollzeitstellen fällt, d.h. umgekehrt, dass die andere Hälfte auf Teilzeitstellen, Mini- oder Niedriglohnjobs oder Teilzeitarbeit fällt. „Die Zahl der ausschließlich geringfügig entlohnt Beschäftigten hat nach ersten Hochrechnungen der Bundesagentur für Arbeit im September 4,79 Mio betragen, 12.000 mehr als vor einem Jahr. Darüber hinaus übten 2,09 Mio sozialversicherungspflichtig Beschäftigte zusätzlich einen geringfügig entlohnten Nebenjob aus, gegenüber dem Vorjahr 123.000 mehr.“
Insgesamt erhielten 2.768.000 erwerbsfähige Hilfebedürftige Arbeitslosengeld II, ohne arbeitslos zu sein.
Nach wie vor unerfreulich ist auch, dass die Arbeitslosenquote in Ostdeutschland mit 13,4 Prozent doppelt so groß ist wie im Westen mit 6,7 Prozent.
Obwohl auch da eine Verbesserung eingetreten ist, hat Deutschland hat immer noch innerhalb der alten EU-Länder mit den höchsten Anteil an Langzeitarbeitslosen. Die hochgerechnete Zahl der Arbeitslosengeld II-Empfänger hat sich von Oktober auf November um 22.000 auf 5.135.000 Empfänger verringert. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 176.000 oder nur 3 Prozent weniger Leistungsempfänger.
Um so unverständlicher ist es, wenn die Bundesagentur etwa berichtet: “Im Bereich der Beschäftigung schaffenden Maßnahmen verringerten sich die Bestände an Teilnehmern – vor allem durch das Auslaufen der Strukturanpassungsmaßnahmen (SAM) – im Vergleich zum November 2006 um 30 Prozent. Bei den beschäftigungsbegleitenden Leistungen sanken die Teilnehmerzahlen, bedingt durch das Auslaufen des Überbrückungsgeldes und des Existenzgründungszuschusses, um 21 Prozent.“


Und weiter dazu:

Im September 1993 wurden insgesamt 3.447.223 Arbeitslose registriert. Im September 2007 waren es 3.543.368, also „lediglich“ 96.145 mehr als 14 Jahre zuvor. Darüber wird berichtet. Nicht oder kaum wahrnehmbar wird über die beiden folgenden Veränderungen berichtet: Im September 1993 waren 28.809.353 Frauen und Männer sozialversicherungspflichtig beschäftigt. 1.870.281 (registrierte und nicht registrierte) Arbeitslose hatten Anspruch auf das beitragsfinanzierte Arbeitslosengeld (SGB III). 14 Jahre später, im September 2007, waren nur noch 27.446.400 Frauen und Männer sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Und nur noch 949.073 hatten einen Anspruch auf das beitragsfinanzierte Arbeitslosengeld.

http://www.nachdenkseiten.de/?p=2804
 

Curt The Cat

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#6
Da gibts schon einen Thread und deshalb führe ich das mal zusammen..

:icon_wink:


 
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#7
Zuwachs nur bei Vermögens- und Zinseinkommen
Das heißt: 15 Jahre Wachstum sind an den Arbeitnehmern völlig vorbei gegangen.


Deutschland Paradies für Reiche
Deutschland ist das Paradies für Reiche. In keinem anderen großen Land der westlichen Welt tragen die Reichen so wenig zur Finanzierung des Gemeinwesens bei wie in Deutschland. So schrieb der Spiegel in seiner Ausgabe vom 2. April 2007: "So liegen ausgerechnet die Abgaben für die Reichen und Superreichen deutlich unter dem Niveau vergleichbarer Länder. Die Steuern auf Immobilien und Erbschaften machen hierzulande gerade mal 4,2 Prozent des gesamten Steueraufkommens aus, in Frankreich und Großbritannien ist dieser Anteil drei- bis viermal höher." Das trifft übrigens auch auf das Mutterland des Kapitalismus - die USA - zu, selbst dort tragen Erbschafts- und Vermögenssteuer ein Vielfaches zum Steueraufkommen bei wie hierzulande. Deutschland hat es ja gar geschafft, die Vermögenssteuer ganz abzuschaffen.
Insofern ist Deutschland das Schlaraffenland für die Reichen.
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