Die (Gas) Rebellin aus Paderborn

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wolliohne

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Porträt



VON ANNIKA JOERES


In diesem Monat wird Roswitha Köllner wieder eine Mahnung in den Wind schlagen: Wenn der Großkonzern Eon ihr droht, die erhöhten Gaspreise vor Gericht durchzusetzen, heftet sie das Schreiben zu den anderen und zahlt den niedrigeren Preis vom Jahr 2004. Die Paderbornerin ist die Speerspitze von bundesweit zehntausenden Gaspreisrebellen, die sich gegen die Preispolitik der Energiekonzerne wehren. "Ich fühle mich einfach abgezockt", sagt die rothaarige Realschullehrerin.

In diesen Tagen haben ihre Beratungen und E-Mail-Foren wieder Zulauf: Mehr als jeder zweite der bundesweit 750 Gasversorger hat zum 1. Oktober die Preise um durchschnittlich 15 Prozent erhöht. Ein Musterhaushalt muss so jährlich 213 Euro mehr zahlen. Die Konzerne berufen sich auf höhere Bezugspreise. Wütend macht das Köllner , die gar von "Betrug" redet. Dabei hätte sie sicher kein Problem, die höhere Summe aufzubringen. Aber es geht ihr ums "große Ganze", um eine staatlich garantierte Energieversorgung. Vor zehn Jahren kämpfte sie mit einem Bürgerbegehren gegen den Verkauf der kommunalen Stadtwerke. In dem Erzbistum gab es lange Zeit das günstigste Gas Deutschlands. Doch zu wenige Bürger gingen an die Urne und "so kam das, wovor wir immer gewarnt hatten: Kurz nach dem Verkauf wurde im Oktober 2004 alles teurer".

Portr

auch hier zur Umstrukturierung der ARGE´n:
Demokratische Initiative Paderborn - Die andere Wahl.
 
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Gast
Doch zu wenige Bürger gingen an die Urne und "so kam das, wovor wir immer gewarnt hatten: Kurz nach dem Verkauf wurde im Oktober 2004 alles teurer".
Hier zeigt sich wieder einmal die Unfähigkeit der Bürger Demokratie zu verstehen. Was muß man eigentlich tun, um die Leute dazu zu bewegen den "Hintern" zu heben und sich für die eigenen Rechte einzusetzen? Manchmal hat man das Gefühl, man müßte sie zu ihrem eigenen Vorteil zu den Wahlurnen prügeln.
 

HartzDieter

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Hier zeigt sich wieder einmal die Unfähigkeit der Bürger Demokratie zu verstehen. Was muß man eigentlich tun, um die Leute dazu zu bewegen den "Hintern" zu heben und sich für die eigenen Rechte einzusetzen? Manchmal hat man das Gefühl, man müßte sie zu ihrem eigenen Vorteil zu den Wahlurnen prügeln.

Hallo Tom_,

über 80% der Bundesbürger wollen die Möglichkeit eines bundesweiten Volksentscheides. Wäre dies realisiert, könnten die Leute in wichtigen Themen mitentscheiden und man müßte nicht alles den unfähigen delegierten Politikern überlassen. Für Volksenrscheide bedarf es einer 2/3tel Mehrheit im Bundestag oder Bundesrat.

Hier eine intressante Möglichkeit den zuständigen Politiker nächstes Jahr mit der Nichtwahl zu konfrontieren, sollte er gegen den bundesweiten Volksentscheid sein:
Aktion Volksabstimmung: So funktioniert die Aktion Volksabstimmung!
 
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ExitUser

Gast
Die Frage ist nur ob sie das auch nutzen würden, wenn es denn möglich wäre.
 
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