Die Einkünfte aus meinem Minijob fließen auf ein Fremdkonto. Das Jobcenter will nun Unterlagen. Was soll ich tun? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

kidax

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Hallo, habe folgendes Problem: Ich möchte einen kleinen Minijob übernehmen, kann den Lohn wg. P-Konto aber nur auf ein Fremdkonto überweisen lassen, damit ich mit meinem P-Konto geschäftsfähig bleibe. Schnell sind 50,- zu viel durch einen Rückläufer/Rücklastschrift eingegangen und schon steht es still. Jetzt will das JC von mir u.a. Kontoauszüge haben. Bekommen sie aber garantiert nicht von meinem Gönner. Was soll ich tun? Viele Grüße kidax
 

qwertz123

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AW: Unterlagen für Minijob, Fremdkonto

Ihnen das genauso schreiben, dass es nicht dein Konto ist und der Kontoinhaber nicht im Traum daran denkt Kontoauszüge abzugeben (muss er auch nicht und zwingen kann ihn dazu auch keiner) und abwarten.
 

vidar

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AW: Unterlagen für Minijob, Fremdkonto

Moin @Kidax

Dir ist bekannt, dass es auf einem P-Konto einen Freibetrag gibt, der nicht gepfändet werden darf. Irgendwie erschließt es mir deshalb nicht, wo dein Problem ist. Ich kann mir nicht vorstellen, dass du mit H4 + z.B. einem 450 € Job (ca. 170 € für dich) über die Freigrenze von 1.139,99 € (Einzelperson) kommst. Solltest Du aber eine sehr hohe KDU (z.B. München) haben, dann könnte es ggf. natürlich Probleme geben.

BTW. Hast du den zeit 01.07.2017 gültigen Freibetrag bei der Bank eintragen lassen.
 

Curt The Cat

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Moinsen kidax ...!

Ich war mal so frei und hab' den Titel Deines Fadens etwas abgerundet. Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage ist immer freundlich und soviel Zeit muß sein - ergänzend verweise ich auch auf die Forenregel #11
[FONT=Arial,Wide Latin]11. Themen/Threads erstellen
[/FONT]
[FONT=Arial,Wide Latin]Beim Erstellen neuer Themen/Threads ist darauf zu achten, eine aussagekräftige Überschrift zu wählen. Themen mit nichtssagenden, allgemeinen Überschriften,oder wie z.B. Alle Reinschauen!!! oder Hilfeee!!! oder [/FONT]Unterlagen für Minijob, Fremdkonto[FONT=Arial,Wide Latin], sowie Topics mit irreführenden Angaben werden von den Moderatoren i.d.R ohne Ankündigung entfernt![/FONT]
Unser TechAdmin hat sich die Mühe gemacht und den Editor für die Überschrift auf 110! Zeichen erweitert. Da passt deutlich mehr als ein bis drei Worte rein ...

Erhellendes zum Thema findet man auch hier ... ->klick

Ich wünsche Dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt hier im Forum.


:icon_wink:
 

ZynHH

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Was du da machst, ist Geldwäsche....du verhinderst das deine Gläubiger an ihr Geld kommen....hört sich strafbar an, für dich und für den kontoinhaber....
 

TazD

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Klingt ganz nach einem erfüllten § 288 StGB , sofern der TE das in die Tat umsetzt.
 

axellino

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Moin ZynHH :wink:

Was du da machst, ist Geldwäsche....du verhinderst das deine Gläubiger an ihr Geld kommen....hört sich strafbar an, für dich und für den kontoinhaber....
Die Auffassung von einen sogenannten "Beiseite schaffen" teile ich nicht, denn es gibt absolut keine Rechtsgrundlage, welche ein Schuldner verpflichtet, Gelder auf ein gepfändetes Konto einzahlen zu lassen.

Man kann die Auszahlung seines Lohnes mit seinen Arbeitgeber frei aushandeln, daran ist absolut nix unerlaubt.
Es bleibt den Gläubiger ja unbenommen, den Arbeitslohn direkt an der Quelle zu pfänden und um an Informationen zukommen hat er ja nun auch einige Möglichkeiten, er muss halt aktiv werden.

So ein vorgehen bringt aber den Kontoleiher ggfls. in grosse Schwierigkeiten, denn im schlimmsten Fall kann es für ihn zur Kontokündigung kommen, aufgrund von § 154 AO im Zusammenspiel mit dem Geldwäschegesetz.

Desweiteren, sollte der Gläubiger davon Wind bekommen, so kann er den Auszahlungsanspruch gemäß § 667 BGB welchen man gegen den Kontoleiher hat, pfänden.

Sollte dies passieren, dann wäre hier der Lohn auch komplett wech.

BVerfG, 29.05.2015 - 1 BvR 163/15

Kein Pfändungsschutz für auf Weisung des Schuldners auf ein Konto eines Dritten überwiesenes Arbeitseinkommen
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Jetzt will das JC von mir u.a. Kontoauszüge haben. Bekommen sie aber garantiert nicht von meinem Gönner. Was soll ich tun?
Mit solch ein unbedachten handeln, hat man sich nun selbst in die enge getrieben und das der Leistungsträger den Einkommenszufluss dokumentiert haben will, dagegen ist rechtlich nix einzuwenden.

Was man jetzt hier tuen könnte, wenn der Kontoleiher den Kontoauszug mit den Einkommenszufluss nicht rausgibt, erschliesst sich mir auch gerade nicht :sorry:
 

TazD

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Mit solch ein unbedachten handeln, hat man sich nun selbst in die enge getrieben und das der Leistungsträger den Einkommenszufluss dokumentiert haben will, dagegen ist rechtlich nix einzuwenden.
Daher prophezeie ich den weiteren Ablauf mal wie folgt:
berechtigte Forderung des JC, den Einkommenszufluss nachzuweisen, damit das Einkommen entsprechend angerechnet werden kann. Nachweis kann nicht erbracht werden und somit folgt eine Sanktion wegen Verstoß gegen die Mitwirkungspflichten.
Alternativ erfolgt die komplette Zahlungseinstellung oder es werden grundsätzlich die kompletten 450€ angerechnet, unabhängig davon, was der TE tatsächlich im Monat verdient.

Aber das sind alles nur Möglichkeiten und es bleibt abzuwarten, was der SB daraus macht. Aber irgendwas wird er bestimmt machen und das wird nicht gerade vorteilhaft für den TE.
 

qwertz123

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Was du da machst, ist Geldwäsche....du verhinderst das deine Gläubiger an ihr Geld kommen....hört sich strafbar an, für dich und für den kontoinhaber....
Das Geld auf das Konto eines Dritten überweisen zu lassen ist ansich nicht strafbar und für den Kontoinhaber schon gleich garnicht.
Aber mitteilen muss man es den Gläubigern trotzdem. Tut man das nicht ist es strafbar,
 

axellino

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Aber mitteilen muss man es den Gläubigern trotzdem. Tut man das nicht ist es strafbar,
Kannst Du mal Rechtsgrundlagen zu deiner Aussage hier hinpinseln, denn davon habe ja noch nie gehört.

So ein handeln und vorgehen wie hier, waere in einer Vermoegensauskunft wahrheitsgemäß anzugeben, aber das ein Schuldner seinen Vollstreckungsglaeubigern immer hinterher laufen muss und ihnen somit immer anzugeben hat, wo er arbeitet , wie und wohin wird sein Lohn ausgezahlt, wohin laesst er sich Omas Weihnachtsgeld ueberweisen usw. usw.
Das braucht er ganz gewiss nicht machen :cheer2:

Das gehört aber auch nicht zur Kernfrage des Themas, denn die lautet ja, wie weise ich nun den Einkommenszufluss gegenüber den Leistungsträger nach :icon_idea:
 
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tomk

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Was soll ich tun?
Du kannst versuchen das JC mit den Lohn-/Gehaltsabrechnungen zufrieden zu stellen.
Dein "Gönner" sollte sich seinen Vetrag mit der Bank noch einmal durchlesen, üblicherweise darf man ein Girokonto nur auf eigene Rechnung nutzen. Und fremde Lohneingänge bekommt die Bank ganz schnell mit und kündigt dann das Konto.
 
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