Die DRV lehnt die Wiederherstellung meiner Erwerbsfähigkeit ab. Was kann ich dagegen unternehmen? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Culinaris

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Hallo Leute,

ich würde gerne mal ein paar Meinungen zu folgendem Sachverhalt hören: Ich bin derzeit SGB XII-Bezieher. Das jedoch nur noch bis nächste Woche, da ich eine Teilzeitstelle beginne und ab Oktober ein Studium. Zuvor habe ich in einer Werkstatt für behinderte Menschen gearbeitet, aber da sich meine gesundheitliche Situation drastisch verbessert hat, ist das nichts mehr für mich.

Zunächst war mein Plan, eine Umschulung zu machen. Dazu bedurfte es der Wiederherstellung meiner Erwerbsfähigkeit. Dafür hat das Sozialamt an die Rentenversicherung ein Begutachtungsersuchen gestellt. Ich habe ärztliche Befunde eingereicht, die alle bestätigt haben, dass ich wieder erwerbsfähig bin. Ich habe Praktikazeugnisse vom 1. Arbeitsmarkt eingereicht, alle mit eindeutigen Bewertungen. Und auch die Werkstatt hat meine Erwerbsfähigkeit positiv festgestellt.

Die Rentenversicherung schrieb dann ein "Gutachten": Herr.... ist voraussichtlich bis 2019 erwerbsunfähig. Keine Begründung, keine Stellungnahme zu den ärztlichen Befunden, einfach nichts. Es wurde nach Aktenlage entschieden. Ich wurde nicht durch den SMD begutachtet, nicht mal ein Fragebogen musste ich ausfüllen.

Ich habe dann Widerspruch gegen das "Gutachten" eingelegt. Heute kam Post von der DRV. Der Widerspruch ist unzulässig, da er von mir eingereicht wurde und nicht vom Sozialamt.

Um jetzt aber eine neue Begutachtung machen zu können, müsse vom Sozialamt ein neues Begutachtungsersuchen gestellt werden. Also: Die ganze Prozedur von vorne!

Sagt mal, ist das die Möglichkeit? Die Rentenversicherung hat doch ein Interesse daran, dass die Leute in Lohn und Brot stehen, oder?

Da das "Gutachten" ja ganz offensichtlich auf falschen Tatsachen beruht, kann ich nur noch mit dem Kopf schütteln und die Welt nicht mehr verstehen :(.

Das ist wirklich filmreif dieser Behördenkrimi. :sorry:

Kann es sein, dass das Jobcenter gesagt hat: Liebe DRV, wir überweisen euch Summe X, wenn ihr ein solches Gutachten schreibt? Gibt es das? Ich halte in diesem System mittlerweile alles für möglich.

Wie würdet Ihr vorgehen?

Glücklicherweise bin ich Mitglied beim VDK. Die haben schon gesagt, dass Sie mit mir gemeinsam gegen diesen Stuss vorgehen werden.

Ich wollte vorab mal ein paar Meinungen von euch hören :).

LG
 

Curt The Cat

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Moinsen Culinaris und willkommen hier ...!

Ich war mal so frei und hab' den Titel Deines Fadens etwas abgerundet. Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage ist immer freundlich und soviel Zeit muß sein - ergänzend verweise ich auch auf die Forenregel #11
[FONT=Arial,Wide Latin]11. Themen/Threads erstellen
[/FONT]
[FONT=Arial,Wide Latin]Beim Erstellen neuer Themen/Threads ist darauf zu achten, eine aussagekräftige Überschrift zu wählen. Themen mit nichtssagenden, allgemeinen Überschriften, oder wie z.B. Alle Reinschauen!!! oder Hilfeee!!! oder [/FONT]Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit[FONT=Arial,Wide Latin], sowie Topics mit irreführenden Angaben werden von den Moderatoren i.d.R ohne Ankündigung entfernt!
[/FONT]
Unser TechAdmin hat sich die Mühe gemacht und den Editor für die Überschrift auf 110! Zeichen erweitert. Da passt deutlich mehr als ein bis drei Worte rein ...

Erhellendes zum Thema findet man auch hier ... ->klick

Ich wünsche Dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt hier im Forum.


:icon_wink:
 

Culinaris

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Hallo Curt the Cat,

vielen Dank für den Hinweis. Ich werde die Regel bei meinem nächsten Beitrag berücksichtigen.

LG
 

lunalilli

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Hallo :)

bist du zur Zeit in Teil-EM Rente oder in voller Erwerbsminderung?

Mir sagte die DRV, dass ich jederzeit wieder Arbeit aufnehmen könnte (z-Bsp. 30h/Woche) und das für diesen Zeitraum der Rentenbezug ruhen würde.

Sprich auf jeden Famm mit dem Sozialamt dadrüber. Dann sollen die der DRV schreiben, dass du -laut Gutachten- wieder voll erwerbsfähig bist.

Verzwickt ist die Lage wirklich.

Wünsche dir viel Glück!

Gruß Luna
 

Culinaris

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Hallo Luna,

vielen Dank für deine Antwort. Also ich beziehe keine Rente und will diese auch nicht. Es soll einfach meine Erwerbsfähigkeit wieder festgestellt werden.

Die Sache ist die: Natürlich kann ich einen Job anfangen, auch wenn ich SGB XII-Bezieher bin. Aber was ist wenn ich arbeitslos werde? Dann sagt das Jobcenter erstmal: Also da gibt es ja dieses Rentengutachten....da bezahlen wir erstmal nicht. Ich bezahle ja auch dann wieder in die Arbeitslosenversicherung ein.

Ich verstehe nicht, wieso sich die DRV so ignorant verhält und entgegen allen Tatsachen entscheidet.

Die Antwort auf meinen Widerspruch endet mit: "Gez. Unterschrift".

Also so einen Blödsinn habe ich noch nicht gelesen. Mich würde interessieren, ob der Herr oder die Dame wirklich Unterschrift mit Nachnamen heißt ;).
 
E

ExitUser

Gast
Wenn du in kürze eine Teilzeitstelle antreten wirst und ab Oktober ein Studium warum willst du dann von der DRV noch eine Bestätigung in Form eines Bescheides haben das selbige dir eine volle Erwerbsfähigkeit bescheinigt?

Warum sollten die denn das machen? Zu welchem Zweck? :sorry:


liesa
 
E

ExitUser

Gast
Zu welchem Zweck? :sorry:
Ich denke fast, das erklärt sich hieraus:

Zunächst war mein Plan, eine Umschulung zu machen. Dazu bedurfte es der Wiederherstellung meiner Erwerbsfähigkeit.
Das JC muss sich ja rückversichern, bevor es eine Ausbildung bezahlt oder die Zuständigkeit übernimmt.

Jetzt ist die nächste Frage, wie die Teilzeitstelle aussieht. Sind es mehr als drei Stunden täglich?Reicht das Einkommen, um nicht mehr aufstocken zu müssen? Wenn man die erwerbsfähigkeit unter Beweis stellt (mehr als drei Stunden täglich) dann sollte doch automatisch das JC zuständig sein ...

Kannst du nicht das Sozialamt auffordern, den Widerspruch einzureichen? Vielleicht wäre ein Anwalt oder ein Rechtsberatung hier angebracht.
 
E

ExitUser

Gast
Er wird im Oktober doch ein studiosus...!

Deswegen entfällt doch die Umschulung...! Richtig...?

Und für ein Studium brauch es doch m.M.n. keine Bestätigung der Erwerbsfähigkeit durch die DRV...! Oder...? Möglich ist heutzutage ja alles...


liesa
 

Culinaris

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Also die Teilzeitstelle reicht mir zum Überleben. Ich will einfach auf Nummer sicher gehen, dass ich ALG II bekomme, wenn ich den Job verlieren sollte. Wenn das passiert, dann habe ich nicht noch Zeit für eine Begutachtung, die wieder Wochen und Monate dauert.

Wenn die DRV eine solche Entscheidung trifft, dann ist sie rechtsverbindlich für die Behörden. Aber wenn Sie das tut, dann soll sie ihre Hausaufgaben gründlich machen.

Dieser Arzt oder wer auch immer ist wohl auch nicht sonderlich kompetent, was mich bei der DRV nicht wundert.

Ich hatte mal einen Orthopäden als Amtsarzt, der sollte ein psychiatrisches Gutachten verfassen. Da greift man sich doch an den Kopf.

Ich werde zum VDK gehen, da bin ich schon seit Jahren Mitglied.

Wie sieht das denn aus? Muss man ggf. Klage erheben? Weil das Widerspruchsverfahren ist ja erfolglos ausgeschöpft.
 
Zuletzt bearbeitet:
E

ExitUser

Gast
Ich will einfach auf Nummer sicher gehen, dass ich ALG II bekomme, wenn ich den Job verlieren sollte.
....

Wie sieht das denn aus? Muss man ggf. Klage erheben? Weil das Widerspruchsverfahren ist ja erfolglos ausgeschöpft.
Das wäre letztendlich auch egal, ob du dann Alg-II oder wieder Grusi oder HzL bekommst.

Eine normale Klage ist nicht möglich, da der Widerspruch nicht zulässig war. Vielleicht gibt es eine andere Möglichkeit. Wenn der VDK einen ordentlich Anwalt hat, sollte der das wissen.

Ich würde mir da aber erstmal keine Scherereien machen und es auf mich zukommen lassen. Geh mal davon aus, dass es mit der Arbeit klappt.

Viel Erfolg dabei!
 
E

ExitUser

Gast
Also ich glaube da wärst du der erste der gegen die DRV klagt dass sie eine volle Erwerbsfähigkeit bescheinigt und nicht wie viele andere die gerne eine volle Erwerbsminderung bekommen würden...:icon_eek:


liesa
 

Culinaris

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Naja @Liesa: Es gibt immer wieder Fälle, in denen Gerichte neue Sachverhalte prüfen müssen. So entsteht Rechtsentwicklung :)
 

Annie

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Herr.... ist voraussichtlich bis 2019 erwerbsunfähig.
"Voraussichtlich" bedeutet dass es vermutlich, eventuell so sein kann. Da steht nicht das es so ist.

Arbeiten zu gehen kann dir niemand verbieten. Wieso auch? Gehe arbeiten wenn du es kannst. Dazu braucht man keine offizielle Bestätigung.

Als Student hat man nur in Ausnahmefällen Anspruch auf ALG2. Das würde für dich eh nicht in frage kommen.

Hier schreibst du
Jetzt habe ich die Überprüfung der Erwerbsfähigkeit beantragt und das Verfahren ist abgeschlossen mit dem Resultat, dass meine VOLLE Erwerbsfähigkeit wieder hergestellt ist.
https://www.elo-forum.org/alg-ii/18...genommen-wg-fehlendem-aufhebungsbescheid.html

Was denn jetzt?
 
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