Die bayerischen Frauenärzte ... (2 Betrachter)

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ofra

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... behandeln Kassenpatientinnen fortan nur noch auf Privatrezept. Davon ausgenommen sind Krebsvorsorge- und Schwangeren-Untersuchungen.
Grund ist ein Honorarstreit mit den Kassen.
Man könne ja die Rechnung bei der Krankenkasse einreichen und versuchen, das Geld wiederzubekommen.
Bis der Streit geklärt ist, stellt sich die Frage, was insbesondere Hartz-Frauen tun sollen, für die schon die 10 E Praxisgebühr eine hohe Belastung darstellen.

:icon_eek:
 

destina

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War ja mit Ansage. Und weitere Ärzte werden nachziehen, wenn die Landesregierung nichts unternimmt. Was ist ein Mensch wert.........
 
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Gast
... behandeln Kassenpatientinnen fortan nur noch auf Privatrezept. Davon ausgenommen sind Krebsvorsorge- und Schwangeren-Untersuchungen.
Grund ist ein Honorarstreit mit den Kassen.
Man könne ja die Rechnung bei der Krankenkasse einreichen und versuchen, das Geld wiederzubekommen.
Bis der Streit geklärt ist, stellt sich die Frage, was insbesondere Hartz-Frauen tun sollen, für die schon die 10 E Praxisgebühr eine hohe Belastung darstellen.

:icon_eek:
Habe heute schon gehört, daß sich hier wohl andere Fachärzte anschliessen wollen und dies ebenso durchziehen möchten!

(Kein Geld - kein Arzt, so wird es vermutlich irgendwann kommen. Die Krankenkassenbeiträge hat man aber dennoch zu zahlen) :icon_kotz:
 
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Rounddancer

Gast
Darauf werden dann die Kassen mit dem Entzug der Kassenzulassung drohen,- und mit der Einrichtung von Polikliniken,- worauf dann die regulären Fachärzte auf zusammenbrechenden Umsätzen sitzenbleiben wird.

Denn mit der recht geringen Menge an Privatpatienten wird kein Facharzt satt.

Was tun als Kassenpatientin, wenn der eigene Facharzt streikt?
Unverzüglich Beschwerde bei der Krankenkasse einlegen. Und von der Kasse alternative Facharztversorgung verlangen.
 

HajoDF

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...und Polikliniken sind ja , hopp schnapp - errichtet ???
und die Beschwerde bei der Krankenkasse ersetzt ja auch die medizinisch notwendige Behandlung??
 

Arania

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die Kasse muss einen Ersatz benennen, das geht normalerweise auch schnell-eigene Erfahrung
 
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Gast
Menschen, die arm sind, denen nützt das aber nichts. Die sind schon froh, wenn sie überhaupt noch Fahrgeld haben um zum Arzt zu kommen.

Dann kostets womöglich auch noch die 10 Euro.

Dann kostets Briefmarken und die Privatrechnung vom Arzt an die Krankenkasse zu senden.

Den Brief dafür wegen Erstattung muss man schreiben.

Und dann bitte noch am besten per Einschreiben hinsenden, weil sonst geht die Privatrechnung verloren.

Dies alles ist meiner Meinung nach wirklich untragbar!! Bedeutet, daß Menschen der zweiten und dritten Klasse nicht mehr zu Ärzten gehen können - wenn das wirklich Schule macht und dagegen nichts unternommen wird.


.
 
R

Rounddancer

Gast
Keine Privatrechnung akzeptieren,- denn die Kasse ersetzt (gesetzlich so vorgeschrieben) nur das, was sie normal zahlen müßte, nicht die Phantasiepreise des Facharztes.
Nein, Arania hat Recht: Die Kasse muß einen Arzt benennen, der auf Kasse abrechnet,- dazu sind die verpflichtet.

Auch die Ärztekammer steht da in der Pflicht, und auch ihr ist es nicht recht, wenn sich da manche Fachärzte um sie herum zu Absahnern entwickeln wollen.
 
E

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Gast
Ist nicht neu. Vor etlichen Jahren wandelte der einzige niedergelassene Endokrinologe seine Praxis um. Nur noch Privatpatienten war die Devise. Der Grund waren ebenfalls Abrechnungsprobleme. Die nächster Alternative war in Augsburg. Weiter Weg von Nürnberg aus. Wartezeiten: über ein halbes Jahr.

Inzwischen ist die Lage wieder besser. Es gibt jetzt auch andere Praxen mit dem Schwerpunkt und in der Zwischenzeit fand ich über das Klinikum eine Lösung.
 
E

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Gast
Keine Privatrechnung akzeptieren,- denn die Kasse ersetzt (gesetzlich so vorgeschrieben) nur das, was sie normal zahlen müßte, nicht die Phantasiepreise des Facharztes.
Nein, Arania hat Recht: Die Kasse muß einen Arzt benennen, der auf Kasse abrechnet,- dazu sind die verpflichtet.


Auch die Ärztekammer steht da in der Pflicht, und auch ihr ist es nicht recht, wenn sich da manche Fachärzte um sie herum zu Absahnern entwickeln wollen.
Bedeutet also, wenn man Termin beim Facharzt macht, daß man fragt wie das denn nun so bei ihm gehandhabt wird. Und falls .... dann die Krankenkasse anrufen und zu einem anderen Arzt gehen. Oki - werde ich tun. Danke :icon_smile:
 

MrsNorris

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Ich kenn in meiner Stadt mindestens zwei Praxen, die nur Privatpatienten nehmen. Das ist doch nix neues. Ich habe einen Kassenarzt, und der ist super!
 
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Gast
@ MrsNorris

schön, daß Du noch andere in Deiner Gegend finden kannst - aber was tut man in Bayern künftig wenn man zum Frauenarzt muss?

Einmal was eingeführt in einem Bundesland wird das auch gerne von anderen Bundesländern übernommen.
 

Arania

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ne, wir haben hier noch nie was aus Bayern übernommen:icon_evil:
 

amondaro-no1

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... behandeln Kassenpatientinnen fortan nur noch auf Privatrezept. Davon ausgenommen sind Krebsvorsorge- und Schwangeren-Untersuchungen.
Grund ist ein Honorarstreit mit den Kassen.
Man könne ja die Rechnung bei der Krankenkasse einreichen und versuchen, das Geld wiederzubekommen.
Bis der Streit geklärt ist, stellt sich die Frage, was insbesondere Hartz-Frauen tun sollen, für die schon die 10 E Praxisgebühr eine hohe Belastung darstellen.

:icon_eek:
Die meissten Ärzte in den Praxen sind wie Assgeier,ist der letzte tote Knochen abgeknabert kommt der nächste dran.Und da schrecken sie auch vor Betrug nicht zurück !!

Die wiklich Leistung bringen die Ärzte in den Krankenhäuser,diese sind Unterbezahlt !!

Man sollte die Praxisärzte mit diesen gleich stellen !!!!

greatz
 

isabel

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Man sollte die Praxisärzte mit diesen gleich stellen !!!!
Echt?
Wovon sollen die dann die Sprechstundenhilfe bezahlen?

Solche Mentalität führt gerade zu Auswanderung der Ärzte.

Die Probleme sind nicht damit entstanden, dass die Ärzte auf einmal gierig geworden sind, sondern mit den Gesundheitreformen (Punkte-System für Honorar, Pauschalsystem, Deckelung).

Wenn man schon ein Politiker mit Ellenbogenmentalität werden kann, ein Arzt kann man auf diese Weise nicht werden.

Zu bedenken: erst Abitur, dann 6 Jahre Humanmedizinstudium (zwischendurch in Ferien etliche Praktika - selbstverständlich unbezahlt), dann die unterbezahlte Krankenhausarbeit mit Überstunden bis zum Umfallen, bis man einen "Facharzt-Titel" erreicht hat, zumindest 5 Jahre.
Um das zu überstehen gehört eine große Portion von Idealismus.
Eine Familie dabei zu gründen - abenteuerlich.

Ich habe auch Hippokrates-Eid abgelegt.
Darauf spekulieren die Politiker: wegen der Aufrichtigkeit, Ethik und Idealismus werden wegen Unterbezahlung nicht wirklich viele Ärzte protestieren oder streiken und die, die das sich zumindest Zeitweise erlauben, sind sofort Schwarze Schafe (inoffiziell behandeln sie auch um sonst).

Natürlich, gibt es auch in diesem Beruf echte Schwarze Schaffe.

Aber, bevor man alle durch einen Kamm schert, sollte man sich erkundigen.

Oder wollen wir tatsächlich medizinische Wüste in D. mit der Möglichkeit, im Rahmen Organisationen, wie "Ärzte ohne Grenzen" unbezahlte ehrenamtliche Ärzte aus anderen Länder zu holen? Damit die Grundversorgung gewährleistet wird?
Das geht auch nicht: erst muss man Berufserlaubnis bekommen.

Zum Nachdenken

MfG
Isabell
 

HajoDF

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Bevor man ein solches Statement abgibt...
Auch die Ärztekammer steht da in der Pflicht, und auch ihr ist es nicht recht, wenn sich da manche Fachärzte um sie herum zu Absahnern entwickeln wollen.
...sollte man sich vielleicht erst mal informieren, worum es in der Sache überhaupt geht.

Als Hartzer wissen wir von diesen Verallgemeinerungen doch ein Lied zu singen?
 

MenschMaier

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Keine Privatrechnung akzeptieren,- denn die Kasse ersetzt (gesetzlich so vorgeschrieben) nur das, was sie normal zahlen müßte, nicht die Phantasiepreise des Facharztes.
Nein, Arania hat Recht: Die Kasse muß einen Arzt benennen, der auf Kasse abrechnet,- dazu sind die verpflichtet.

Auch die Ärztekammer steht da in der Pflicht, und auch ihr ist es nicht recht, wenn sich da manche Fachärzte um sie herum zu Absahnern entwickeln wollen.
:icon_evil::icon_evil::icon_evil:

Also ich bin ja keine Frau, aber wenn ich meinen Urologen wechseln soll....
Heute der, morgen der, oder wie.
Da gibts sowas wie Vertraulichkeit, Vertrauen.
Ich hatte 27 Jahre den gleichen Hausarzt, der ist seit einem Jahr in Rente, die Praxis zu, es fand sich kein Nachfolger.
Der andere Hausarzt im Dorf nimmt aber keine neuen Patienten an!!
JAJAJA Ich weiss, er muss das tun, aber er machts nicht. Punkt.
Die Kassen empfehlen bei Beschwerden darüber, daß sie es nicht ändern können, man soll sich eben einen anderen Arzt suchen. BASTA!!!

der AOK Patient

mm
 

ofra

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Ich stand auch eines Tages in meiner Frauenarztpraxis. Und plötzlich hieß es: heute ist der Herr Dr. XY als Vertretung hier.
Und dann saß mir so ein wildfremder Kerl gegenüber, den ich noch nie gesehen hatte.
Nach drei Sätzen stellte sich aber heraus: der Typ ist wesentlich netter als mein eigentlicher Doc. Hat sich auch sehr viel Zeit genommen, ausführlich beraten (soviel Beratung hatte ich bei meinem Arzt in all den Jahren nie bekommen!). War dann auch sehr einfühlsam und freundlich und auch humorvoll. Empfahl mir dann ein ganz tolles Medikament.
Ich schwebte hinaus wie Kleopatra ... :icon_smile:
 

Arania

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Also ich bin ja keine Frau, aber wenn ich meinen Urologen wechseln soll....
Heute der, morgen der, oder wie.
Da gibts sowas wie Vertraulichkeit, Vertrauen.
Ich hatte 27 Jahre den gleichen Hausarzt, der ist seit einem Jahr in Rente, die Praxis zu, es fand sich kein Nachfolger.
Der andere Hausarzt im Dorf nimmt aber keine neuen Patienten an!!
JAJAJA Ich weiss, er muss das tun, aber er machts nicht. Punkt.
Die Kassen empfehlen bei Beschwerden darüber, daß sie es nicht ändern können, man soll sich eben einen anderen Arzt suchen. BASTA!!!

der AOK Patient

mm

Und wenn Dein Arzt stirbt, dann gehst Du zu keinem anderen mehr? Natürlich ist es schön wenn man einen Arzt seines Vertrauens hat, aber wenn der einen auf einmal nicht mehr behandeln will ( und das noch aus finanziellen Gründen), dann wäre mein Vertrauen sofort weg

Die Kasse benennt einen Ersatz
 

MenschMaier

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Und wenn Dein Arzt stirbt, dann gehst Du zu keinem anderen mehr? Natürlich ist es schön wenn man einen Arzt seines Vertrauens hat, aber wenn der einen auf einmal nicht mehr behandeln will ( und das noch aus finanziellen Gründen), dann wäre mein Vertrauen sofort weg

Die Kasse benennt einen Ersatz
Du lebst anscheinend in einem anderen Land als ich.

mm
 

MrsNorris

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Also ich bin ja keine Frau, aber wenn ich meinen Urologen wechseln soll....
Heute der, morgen der, oder wie.
Da gibts sowas wie Vertraulichkeit, Vertrauen.
Ich hatte 27 Jahre den gleichen Hausarzt, der ist seit einem Jahr in Rente, die Praxis zu, es fand sich kein Nachfolger.
Der andere Hausarzt im Dorf nimmt aber keine neuen Patienten an!!
JAJAJA Ich weiss, er muss das tun, aber er machts nicht. Punkt.
Die Kassen empfehlen bei Beschwerden darüber, daß sie es nicht ändern können, man soll sich eben einen anderen Arzt suchen. BASTA!!!

der AOK Patient

mm
Die AOK ist eh die mieseste Kasse, die man haben kann. Man hört immer wieder von Ärger mit denen...Und das nicht erst in letzter Zeit.
 

MenschMaier

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Die AOK ist eh die mieseste Kasse, die man haben kann. Man hört immer wieder von Ärger mit denen...Und das nicht erst in letzter Zeit.
Ist mir passiert das der "Orthopäde" auf meine Frage der Behandlungsmöglichkeit einen Blick auf meine Krankenkassen Karte warf und meinte: Tja, da sind sie falsch versichert "SIC

mm
 
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