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Die aktuelle Lage, die Linkspartei, und die radikale Linke

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#1
Als sich im Dezember 2008 die ersten Antikrisenbündnisse bildeten, war die gängige Meinung vieler Teilnehmer, auch wenn das nicht immer öffentlich ausgesprochen wurde, dass es folgende Gleichung gäbe: Finanzkrise = Wirtschaftskrise = Massenarbeitslosigkeit = wachsende Verelendung = Entwicklung von Widerstandspotenzial. Unter dieser Prämisse wurden die beiden ersten großen Demonstrationen am 28. März 2009 organisiert. Mit ca. 50.000 Teilnehmern war dies ein erster Erfolg, der zu der Vermutung Anlass gab, dass sich hier eine neue außerparlamentarische Bewegung formiert. Doch jetzt im Herbst 2009 muss man feststellen, dass die Gleichung bisher in keiner Weise aufgegangen ist. Statt wachsender Massenarbeitslosigkeit gibt es Kurzarbeit, statt Sozialabbau ein äußerst vorsichtiges Lavieren der herrschenden Parteien. Tatsache ist, dass die Krise, die ja noch wie vor existiert, bei der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung noch nicht angekommen ist. Offensichtlich haben wir die Möglichkeiten des bürgerlichen Staates zur Abwehr der Krise deutlich unterschätzt.

Für die Mehrheit der Bevölkerung spielt sich die Krise vornehmlich in den höheren Etagen der Gesellschaft, also unter den Eliten selber, ab. Zwar gibt es Ängste, aber sowohl der großen Koalition, als auch der schwarz-gelben Zukunft ist es bisher gelungen, diese Ängste zu zerstreuen. Als im Frühsommer 2009 absehbar war, dass sich keineswegs eine neue ausserparlamentarische Opposition formieren wird, war die vorherrschende Meinung bei den Antikrisenprotestlern, wenn erst die schwarz-gelbe Koalition im Amt ist, dann gehe es richtig los mit Sozialabbau und Massenarbeitslosigkeit. Nun stehen die schwarz-gelben Koalitionsverhandlungen kurz vor dem Abschluss und von Sozialabbau und Massenarbeitslosigkeit keine Spur. Wider Erwarten setzt die schwarz-gelbe Koalition, natürlich mit Einschränkungen, die Politik ihrer Vorgänger-Regierung fort. Angela Merkel hat kürzlich auf dem Gewerkschaftstag der BCE deutlich erklärt, Aufhebung des Kündigungsschutzes und Einschränkung der Mitbestimmung fände mit ihr nicht statt. Offensichtlich will sich die schwarz-gelbe Koalition zum jetzigen Zeitpunkt nicht mit einem Großteil der Bevölkerung anlegen.

...

Die Linkspartei – Reformisten ohne Reformen
Mit der Etablierung der Linkspartei in der deutschen Parteienlandschaft hat sich in Deutschland ein Stück europäische Normalität vollzogen. In fast jedem europäischen Land gibt es eine oder mehrere Parteien links der Sozialdemokratie, die zwischen 5 und 15 Prozent bei nationalen Wahlen erreichen. In Deutschland ist dies, und das muss man deutlich betonen, ein großer Fortschritt. Der Fortschritt ist deswegen so bedeutend, weil mit der wachsenden Stärke der Linkspartei Themen wieder in die Öffentlichkeit gebracht werden, die durch die neoliberale Offensive der letzten 20 Jahre als nicht mehr existent galten. Die Linkspartei drückt am heftigsten den Wunsch eines Teils der Bevölkerung aus, zu sozialstaatlichen Regelungen zurückzufinden, die es das letzte Mal in den 60er und 70er Jahren gegeben hat. Die sozialpolitische Programmatik der Linkspartei kann man in einem Satz zusammenfassen: Die Reichen sollen Geld rüberwachsen lassen. Wenn sie das dann durch Gesetze, Regierungen und sonstige Maßnahmen tun, können sie eigentlich so weitermachen wie bisher.

Nun sind wir nicht mehr in den 60er und 70er Jahren, und das heißt, dass der Spielraum für das Rüberrücken entweder nicht vorhanden oder sehr begrenzt ist. Und das ist das Dilemma der Linkspartei. Sie glaubt, dies durch rein parlamentarische Konstellationen erreichen zu können. So erblüht die Linkspartei nach den Bundestagswahlen in der Diskussionen über diese und jene Regierungskonstellation, ohne auch nur zehn Prozent ihrer Überlegungen darauf zu verwenden, wie man einzelne richtige Gedanken, wie zum Beispiel den Mindestlohn, wirklich in der Gesellschaft verankern kann. Die fünf Millionen Wählerinnen und Wähler der Linkspartei werden darauf geeicht, darauf zu warten, was die Linkspartei in einer etwaigen Regierung mit SPD und Grünen so rausholen könnte. Weder versucht die Linkspartei, noch hat sie den Anspruch, Gegenmacht gegen den Kapitalismus in der Gesellschaft aufzubauen. Die Linkspartei ist also eine klassisch linksozialdemokratische Formation, die den Sozialstaat reanimieren und die Macht des Kapitals einschränken will. Diese sozialstaatliche Grundidee wird von 90 Prozent der Mitglieder, 90 Prozent der Mandatsträger und 90 Prozent der Wähler geteilt. Nicht mehr und nicht weniger.
Wer mehr in die Linkspartei reininterpretiert, verklärt die tatsächliche Grundstimmung der Partei. Ganz davon abgesehen funktioniert die Partei in ihren parlamentarischen Suchbewegungen auch nicht besonders kreativ. Warum setzt sie einseitig auf eine Koalition mit der SPD? Genausogut könnte man mit der sozialdemokratisierten CDU koalieren. Natürlich gibt es kulturelle Unterschiede und Befindlichkeiten, aber mit der CDU kann man wahrscheinlich genausogut sozialdemokratische Politik machen wie mit der SPD, vielleicht sogar besser. André Brie, ein sogenannter Vordenker der Linkspartei, wird diese Idee, die zugegebenermaßen etwas absurd ist, sicherlich in den nächsten fünf bis zehn Jahren propagieren, denn diese Idee folgt einer Grundüberzeugung, die André Brie mit vielen führenden Funktionären, vielleicht mit Ausnahme Lafontaines, teilt: Dass eine linke Partei in Deutschland niemals mehr als 13, 14 oder 15 Prozent der Stimmen erreichen kann. Wahrscheinlicher ist aber die Option, die Lafontaine im Hinterkopf hat: Über den Weg der Kokurrenz zur SPD diese kleinzukriegen, um dann in einer mittelfristigen Perspektive von fünf bis zehn Jahren Linke und SPD in einer gemeinsamen Partei zusammenzuführen.

Wie wenig sich die Linkspartei mit der Gesellschaft und dem Aufbau von Gegenmacht in der Gesellschaft beschäftigt, wird an einem einfachen Beispiel deutlich: Es gibt in Deutschland zurzeit ca. 25 Antikrisenbündnisse, die sich um Aufklärung und Mobilisierung bemühen. Die Linkspartei hat aber mehrere tausend Ortsgruppen. Was tun diese eigentlich? Meistens beschäftigen sie sich mit Personalfragen, Intrigen und Wahlkämpfen. Wo war denn im letzten Jahr die Informations- und Mobilisierungsoffensive der Linkspartei in der Gesellschaft und in den Betrieben? Sie hat nicht stattgefunden. Strukturell ist die Sache jedenfalls entschieden. Die Linkspartei möchte den Kapitalismus auf sozialverträgliche Art mitgestalten und dementsprechend an jeder beliebigen Regierungskonstellation mitmischen. Auch wenn einige ehrenwerte Linke in der Partei noch rumhampeln: Regierungsbeteiligung ist das Ziel um jeden Preis. Das wäre auch noch in Ordnung, wenn in diesen Regierungsbeteiligungen ernsthafte Reformen für die Lohnabhängigen, die Erwerbslosen und die Jugendlichen herauskämen. Da aber nun mal die Spielräume so begrenzt sind, dass man eigentlich in jeder Regierung nur das Elend mitverwalten kann, ist die Linkspartei natürlich nicht in der Lage, ernsthafte Reformen durchzusetzen. Das Berliner Beispiel der rot-roten Regierung ist eben nicht die Ausnahme, sondern die Regel. In hunderten von Kommunen und Großstädten folgt die Linkspartei dem Berliner Beispiel. Privatisierung öffentlichen Eigentums, Sozialabbau, Schließung von Jugendeinrichtungen und so weiter. Man darf darauf gespannt sein, wie sich die Haltung der Linkspartei in einer etwaigen Bundesregierung darstellen würde. Vielleicht würde sie dann ja das Ausbleiben von Reformen mit dem Hinweis auf Brüssel rechtfertigen.
Detail Linksparteidebatte[tt_news]=7241&tx_ttnews[backPid]=56&cHash=4dad0fb92d

(Die könnten endlich mal verträgliche Links machen)
Debatte

Finde ich eine gute Analyse, die wahrscheinlich viele teilen werden. (Ausgenommen die Parteisoldaten und "Hurra" - Schreiber)
 

druide65

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#2
Sie glaubt, dies durch rein parlamentarische Konstellationen erreichen zu können. So erblüht die Linkspartei nach den Bundestagswahlen in der Diskussionen über diese und jene Regierungskonstellation,
Wenn man seine Programmtik durchsetzen will (zumindestens in Teilen)sind solche Diskussionen notwendig und legitim.

Wie das Wort Partei schon ausdrückt:Sie ist eine Partei und keine APO.
Das wäre ja auch Nonsens.

Wahrscheinlicher ist aber die Option, die Lafontaine im Hinterkopf hat: Über den Weg der Kokurrenz zur SPD diese kleinzukriegen, um dann in einer mittelfristigen Perspektive von fünf bis zehn Jahren Linke und SPD in einer gemeinsamen Partei zusammenzuführen.
Was wird hier vom Autor versucht?Das Gespenst einer Zwangsvereinigung a ´la SED wieder neu zu beleben?
Da hat die SPD wohl auch noch ein Wörtchen mit zu reden.


Wenn man sich den ganzen Text des Autors durchließt fällt einem schnell auf das er sich in alten Romantischen Theorien und Verklärungen wiederfindet.
Die Motive scheinen durchaus edel zu sein aber damit erreicht man im 21.Jahrhundert keine Menschen mehr.

Eine Bestandsaufnahme oder Analyse sehe ich da nicht.
Ehr ein Back to the Roots Denken.Und ob sich damit heutzutage etwas erreichen läßt?

Sollte man nicht mal anfangen neue Konzepte zu entwerfen bzw. zu diskutieren?
Und den Muff der Vergangenheit mal außen vor lassen?
 

HajoDF

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#3
...und im bewährten Stil:
Finde ich eine gute Analyse, die wahrscheinlich viele teilen werden. (Ausgenommen die Parteisoldaten und "Hurra" - Schreiber*)
*Schon ist der Andersmeinende klassifiziert.:icon_klatsch:
 

basou

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#4
Im augenblick sehe ich keine andere Partei die meine Interessen vertritt außer die Linken.
Schade, daß es keine Partei gibt mit patriotischen und sozialen Kompetenzen die würde mir mehr liegen. Aber Patrioten werden in diesem Land immer in den Topf zu den Natzis geworfen. Deswegen gebe ich Deutschland auch keine 50 Jahre mehr.
 
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  Th.Starter/in  
#5
Im augenblick sehe ich keine andere Partei die meine Interessen vertritt außer die Linken.
Schade, daß es keine Partei gibt mit patriotischen und sozialen Kompetenzen die würde mir mehr liegen. Aber Patrioten werden in diesem Land immer in den Topf zu den Natzis geworfen. Deswegen gebe ich Deutschland auch keine 50 Jahre mehr.
Was wäre den "Patriotisch"?

Meiner Meinung nach sollte man mehr auf den Binnenmarkt setzen, statt nur auf den Export. Ein gut laufender Binnenmarkt hätte die (Steuer-) Einbrüche beim Export einigermaßen kompensiert.
 

Stinkstiefel

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#6
Meiner Meinung nach sollte man mehr auf den Binnenmarkt setzen, statt nur auf den Export. Ein gut laufender Binnenmarkt hätte die (Steuer-) Einbrüche beim Export einigermaßen kompensiert.
Wie wär es denn 'mal mit kleinräumigen Wirtschaftsstrukturen? Z. B. wieder kleine kreative Fabriken vor Ort statt globalisierter Warenströme auf Dumpinglohnbasis.

Nun Sancho, verrat 'mal, wer so etwas Positives durchsetzen will und kann. Doch bestimmt nicht die Linkspartei mit ihren bekloppten Parteisoldaten, die alle nicht selbst denken können. :icon_party:

Im übrigen ist der Nickname @Selbstdenker frei geworden. Wär das nichts?
 
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#7
Wie wär es denn 'mal mit kleinräumigen Wirtschaftsstrukturen? Z. B. wieder kleine kreative Fabriken vor Ort statt globalisierter Warenströme auf Dumpinglohnbasis.

Nun Sancho, verrat 'mal, wer so etwas Positives durchsetzen will und kann. Doch bestimmt nicht die Linkspartei mit ihren bekloppten Parteisoldaten, die alle nicht selbst denken können. :icon_party:

Im übrigen ist der Nickname @Selbstdenker frei geworden. Wär das nichts?
(Ausgenommen die Parteisoldaten und "Hurra" - Schreiber)
Träumer und Schwätzer habe ich vergessen.
 

basou

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#8
Was wäre den "Patriotisch"?

Meiner Meinung nach sollte man mehr auf den Binnenmarkt setzen, statt nur auf den Export. Ein gut laufender Binnenmarkt hätte die (Steuer-) Einbrüche beim Export einigermaßen kompensiert.
Wie wär es denn 'mal mit kleinräumigen Wirtschaftsstrukturen? Z. B. wieder kleine kreative Fabriken vor Ort statt globalisierter Warenströme auf Dumpinglohnbasis.


na da sind doch schon kleine Ansätze vielleicht wird es sich auch noch in den Köpfen der Politiker festsetzen.
 

Stinkstiefel

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#9
Träumer und Schwätzer habe ich vergessen.
Gut erkannt @Sancho. Es fängt mit dem Traum, der Fiktion an und dann muß man darüber reden damit es weitergetragen und umgesetzt wird. :icon_daumen:

Im übrigen war ein "Linken-Shredder-Thread" nach den gigantischen Wahlerfolgen mal wieder an der Reihe. Ich danke dir. :cool:
 
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  Th.Starter/in  
#10
Wie wär es denn 'mal mit kleinräumigen Wirtschaftsstrukturen? Z. B. wieder kleine kreative Fabriken vor Ort statt globalisierter Warenströme auf Dumpinglohnbasis.


na da sind doch schon kleine Ansätze vielleicht wird es sich auch noch in den Köpfen der Politiker festsetzen.
Wird nicht viel helfen, denn die Preise wären bei dem jetzigen Einkommen zu hoch. Zumindest im Vergleich zu der Massenproduktion ist das so.

Handwerker sind eigentlich noch immer für viele fast zu teuer und die hätten dann auch weniger davon.

Es müsste an der Kaufkraft etwas gemacht werden.

Die angeblichen "Steuererleichertungen" sind da nur ein Tropfen auf den heißen Stein, denn die Kaufkraft müsste bei allen gesteigert werden, nicht nur bei den Gutverdienern und darüber.
 
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#11
Wenn man seine Programmtik durchsetzen will (zumindestens in Teilen)sind solche Diskussionen notwendig und legitim.

Wie das Wort Partei schon ausdrückt:Sie ist eine Partei und keine APO.
Das wäre ja auch Nonsens.



Was wird hier vom Autor versucht?Das Gespenst einer Zwangsvereinigung a ´la SED wieder neu zu beleben?
Da hat die SPD wohl auch noch ein Wörtchen mit zu reden.


Wenn man sich den ganzen Text des Autors durchließt fällt einem schnell auf das er sich in alten Romantischen Theorien und Verklärungen wiederfindet.
Die Motive scheinen durchaus edel zu sein aber damit erreicht man im 21.Jahrhundert keine Menschen mehr.

Eine Bestandsaufnahme oder Analyse sehe ich da nicht.
Ehr ein Back to the Roots Denken.Und ob sich damit heutzutage etwas erreichen läßt?

Sollte man nicht mal anfangen neue Konzepte zu entwerfen bzw. zu diskutieren?
Und den Muff der Vergangenheit mal außen vor lassen?
Naja, erstens hat bis jetzt jede Partei mit jeder anderen Partei mal zusammen gearbeitet, da wird die Linke keine Ausnahme bleiben. Wann ist nur die Frage.

Das mit der "Wiedervereinigung" war schon öfters zu lesen, auch weil viele jetzige Linke mal zur SPD gehört haben. Ob es was wird, kann man weder bejahen, noch verneinen.
 

druide65

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#12
Naja, erstens hat bis jetzt jede Partei mit jeder anderen Partei mal zusammen gearbeitet, da wird die Linke keine Ausnahme bleiben. Wann ist nur die Frage.

Das mit der "Wiedervereinigung" war schon öfters zu lesen, auch weil viele jetzige Linke mal zur SPD gehört haben. Ob es was wird, kann man weder bejahen, noch verneinen.
Mit der NPD hat noch keiner zusammen gearbeitet.

Und das mit der Wiedervereinigung sind Spinnereien einiger weniger.
Niemand möchte das "Erfolgsmodell" Einheitspartei wirklich nochmal ernsthaft auflegen.
Vor allem nicht mit einer SPD die sich im Selbstfindungsprozess befindet und und so gar nicht weiß wo die Reise lang gehen soll.

Realisticher ist das wir uns an zwei Parteien Links von der Mitte gewöhnen sollten,wobei die eine halt Linker ist.

Interessant wird werden wie weit die SPD jetzt nach links geht.
1mm oder 1m?
Oder bleibt sie in der Mitte?

Und....wird die Piratenpartei sich als 6.Partei etablieren können?
Oder war das nur ein Strohfeuer?
 

animas

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#13
Wir hatten einen Anschluss der DDR an die BRD. Darum keine Wiedervereinigung und keine Verfassung.
Ganz einfach. Dazu findet man unter den Stichworten kompetente Kommentare im Internet.
Wenn die Linke sich nicht klar gegen den Kapitalismus wendet, wenn sie das teuflische Wettbewerbssystem, in dem der Mensch sich der schlimmste Wettbewerber ist, nicht überwinden will, dann ist sie Sozialdemokratisch und wird scheitern.
Einige naive Zeitgenossen glauben wirklich, dass die Abschaffung des Kapitalismus die Abschaffung des Geldes wäre.
Ein Grund, warum es in diesem Land zu nichts besserem mehr kommen wird in den nächsten Jahren, ist weil die Menschen keine Fantasie, keine Bildung und keinen Mut für neues haben.

Die Linke hat die selben Probleme wie die anderen Parteien. kaum einer arbeitet wirklich mit jemanden zusammen an für das Land und die Menschen dienenden Zielen. Eigene Ziele sind wichtiger. Die meisten erreichen sie nie.
 
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#14
Mit der NPD hat noch keiner zusammen gearbeitet.

Und das mit der Wiedervereinigung sind Spinnereien einiger weniger.
Niemand möchte das "Erfolgsmodell" Einheitspartei wirklich nochmal ernsthaft auflegen.
Vor allem nicht mit einer SPD die sich im Selbstfindungsprozess befindet und und so gar nicht weiß wo die Reise lang gehen soll.

Realisticher ist das wir uns an zwei Parteien Links von der Mitte gewöhnen sollten,wobei die eine halt Linker ist.

Interessant wird werden wie weit die SPD jetzt nach links geht.
1mm oder 1m?
Oder bleibt sie in der Mitte?

Und....wird die Piratenpartei sich als 6.Partei etablieren können?
Oder war das nur ein Strohfeuer?
Wann war die NPD im Bundestag?

Die Piraten werden anscheinend nur eine Randerscheinung bleiben. Ich schreibe hier nur von den Parteien, die im Bundestag vertreten sind.

Keine Partei ist "linker" als DieLinke. :icon_twisted:
 

druide65

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#15
Wann war die NPD im Bundestag?

Die Piraten werden anscheinend nur eine Randerscheinung bleiben. Ich schreibe hier nur von den Parteien, die im Bundestag vertreten sind.

Keine Partei ist "linker" als DieLinke. :icon_twisted:
WAV(Wirtschaftliche Aufbau Vereinigung) und DRP(Deutsche Reichspartei) waren 1949 im Bundestag.Die Vorläufer der NPD.
Ich muss auch korrgieren....die WAV hat mit der FDP zusammengearbeitet.
Der WAV Vorsitzende kam über die FDP Landesliste in den Bundestag.

Und auf kommunaler oder Länderebene konnte die NPD schon einige Prozente holen.Ost wie West.
Und 1969 knapp gescheitert bei den Bundestagswahlen mit 4,3 Prozent
 
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#16
WAV(Wirtschaftliche Aufbau Vereinigung) und DRP(Deutsche Reichspartei) waren 1949 im Bundestag.Die Vorläufer der NPD.
Ich muss auch korrgieren....die WAV hat mit der FDP zusammengearbeitet.
Der WAV Vorsitzende kam über die FDP Landesliste in den Bundestag.

Und auf kommunaler oder Länderebene konnte die NPD schon einige Prozente holen.Ost wie West.
Und 1969 knapp gescheitert bei den Bundestagswahlen mit 4,3 Prozent
Die DVU oder so war oder ist ja auch in einem Landesparlament, erreicht haben die aber nichts, weil niemand mit denen zusammenarbeiten will (was auch gut ist).

Aber zwischen Schwarz-Gelb-Rot-Grün gab es schon häufiger Koalitionen, die mehr oder weniger wirkungsvoll waren. Das sich jetzt gerade dieLinke da anders verhalten wird, glaube ich nicht.
 

Volker

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#17
Die DVU oder so war oder ist ja auch in einem Landesparlament, erreicht haben die aber nichts, weil niemand mit denen zusammenarbeiten will (was auch gut ist).

Aber zwischen Schwarz-Gelb-Rot-Grün gab es schon häufiger Koalitionen, die mehr oder weniger wirkungsvoll waren. Das sich jetzt gerade dieLinke da anders verhalten wird, glaube ich nicht.
Warum wird eigentlich nicht der Marktradikalismus nicht als solches gesehen?
Als Radikalismus.

Volker
 
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#18
Warum wird eigentlich nicht der Marktradikalismus nicht als solches gesehen?
Als Radikalismus.

Volker
Die Antwort müsstest Du selbst wissen.

Alles, was dem "Kapital" zugute kommt, ist Gut, alles, was dem "einfachen Volk" zugute kommt, ist schlecht, weil es dem Kapital den Gewinn schmälert.

Politik wird nur für "Gutmenschen" gemacht, das sind "Leistungsträger" und je mehr die dafür bekommen, umso mehr müssen die "gefördert" werden.

Das diese "Leistungsträger" aber meist ihr Geld durch die Arbeit anderer verdienen, wird nicht "zur Kenntnis genommen", denn das sind "nur" Arbeiter und deswegen brauchen die auch nicht "so viel Geld".

Was wäre aber wenn die "einfachen Arbeiter" mal nichts machen?

Die "Leistungsträger" wären dann selbst Arbeiter.
 
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#21
Genau deswegen brauchen wir den politischen Streik.

Gab es nicht mal in NRW (oder anderes BL) einen Streik der Müllabfuhr?

Wer wurde bei diesem Streik dann eingesetzt?

Ein-Euro-Jobber, denen angedroht wurde, das man ihnen Leistungen streicht, wenn sie die Arbeit nicht machen.
 

Hotti

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#22
Was wäre den "Patriotisch"?

Meiner Meinung nach sollte man mehr auf den Binnenmarkt setzen, statt nur auf den Export. Ein gut laufender Binnenmarkt hätte die (Steuer-) Einbrüche beim Export einigermaßen kompensiert.
Die wollen ja das Geld der anderen Länder. Bei uns gibbet eh nix mehr zu holen, hier gehen doch alle Pleite. Nur die Kik's und Schleckers überleben, weil die schlecht genug sind, Menschen für Kummerlöhne zu beschäftigen.:icon_dampf:
 
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#23
Gab es nicht mal in NRW (oder anderes BL) einen Streik der Müllabfuhr?

Wer wurde bei diesem Streik dann eingesetzt?

Ein-Euro-Jobber, denen angedroht wurde, das man ihnen Leistungen streicht, wenn sie die Arbeit nicht machen.
Das gab es in mehreren Bundesländern. Allerdings war dieser Einsatz rechtswidrig und die 1€-Jobber hatten einen Anspruch auf vollen Lohn. Warum sie den nicht eingeklagt haben ist mir allerdings schleierhaft.
 

Hotti

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#24
Ein-Euro-Jobber, denen angedroht wurde, das man ihnen Leistungen streicht, wenn sie die Arbeit nicht machen.
Ich habe jetzt einen Minijob als Tennisplatzwart, und habe zwei ein-Euro-Jobber als Hilfe. Ich mache so 3 Std. am Tag. Die Gehilfen 6 Std. Wenn ich nach 3 Stunden Feierabend hab und weg bin, machen die fast nix mehr.:biggrin:
 

Stinkstiefel

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#26
Bei uns gibbet eh nix mehr zu holen
Mit den steuerlichen Umverteilung von unten nach oben wird es wohl nichts mehr werden, auch wenn 2010 eine Senkung von Unternehmensteuern kommen soll, gefolgt (wer's glaubt wird selig) von Arbeitnehmersteuersenkungen in 2011. Zu holen ist noch etwas bei der Demontage des Solidarkonzepts. Dann bezahlen alle "leistungsgerecht" gleiche Krankenkassenbeiträge.
 
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#27
Die wollen ja das Geld der anderen Länder. Bei uns gibbet eh nix mehr zu holen, hier gehen doch alle Pleite. Nur die Kik's und Schleckers überleben, weil die schlecht genug sind, Menschen für Kummerlöhne zu beschäftigen.:icon_dampf:
Mal von den Schleckers usw. abgesehen.

Wenn Du ein Geschäft hast und machst Miese im Umsatz, weil die Leute kein Geld haben, um mehr einkaufen zu können, als sie haben, was würdest Du machen?

Mit den Preisen runtergehen, oder erhöhen?

Wenn die Preise runter gehen, damit der Umsatz wieder stimmt, hast Du weniger Gewinn, willst Du aber den gleichen Gewinn oder sogar mehr haben, wo sparst Du dann?

Erhöhst Du die Preise, kaufen noch weniger ein und nach kurzer Zeit machst Du noch mehr Miese. Das bedeutet dann in beiden Fällen, entweder Entlassungen, Lohnverzicht oder Pleite gehen.

Der Unternehmerlohn ist kein Ausweg.

Wo liegt also die Schuld an diesen Preiskämpfen?

An den Unternehmen oder der Politik des "Niedriglohnsektors/Steuererhöhungen/Sozialabbaus wegen der Globalisierung"?
 

Hotti

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#28
Und wo ist da das Kriterium der Gemeinnützigkeit und der Zusätzlichkeit erfüllt?
Nützig ist es,allerdings nur für die Beitragszahler. Aber in dem Verein werden keine Gewinne gemacht. Zusätzlich ist es wohl nicht. Aber was sol ich dazu sagen? Soll ich mich da in die Nesseln setzen? Der eine Ein Euro-Kollege (Türke) hat drei Kinder. Er sagt, er steht sich als 1 Euro-Jobber besser, als wenn er voll arbeitet. Die bekommen auch nicht nur ein Euro, sondern 1,50. Das sind ca. 200 Euro im Monat mehr. Ich bin auch gegen diese 1 Euro Jobbs, aber wenn ich dort noch rumhetze bin ich schnell weg. Und wenn er glücklich ist, finde ich es in Ordnung.
 

Hotti

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#29
Wo liegt also die Schuld an diesen Preiskämpfen?

An den Unternehmen oder der Politik des "Niedriglohnsektors/Steuererhöhungen/Sozialabbaus wegen der Globalisierung"?
Ich sage mal, in erster Linie an der Politik. Aber auch vereinzelt an Unternehmen. Und wo ich schon mal Kik und Schlecker erwähne. Das muss nicht sein. Die könnten mehr zahlen, wenn sie wollten, und hätten immer noch guten Gewinn. Aber die Gier ist so gross.
 
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#30
Ich sage mal, in erster Linie an der Politik. Aber auch vereinzelt an Unternehmen. Und wo ich schon mal Kik und Schlecker erwähne. Das muss nicht sein. Die könnten mehr zahlen, wenn sie wollten, und hätten immer noch guten Gewinn. Aber die Gier ist so gross.

Schlimmer ist es, wenn es sich bei den Unternehmen um Aktiengesellschaften handelt.

Beim Schlecker bin ich heute wieder vorbei gefahren......war da aber noch nie einkaufen :icon_twisted:
 
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