Diagnose Depression: Jüngere Menschen sind verwundbarer geworden

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wolliohne

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Dieser Befund verblüfft: In keiner Altersgruppe sind Depressionen in Deutschland so weit verbreitet wie unter den 18- bis 29-Jährigen - das hat eine groß angelegte Patientenbefragung des Robert Koch-Instituts ergeben. Nicht einmal die Hälfte der Kranken wird überhaupt behandelt. Von Dennis Ballwieser mehr... [ Forum ]
 
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Akos

Gast
ist das ein wunder? den jungen menschen wird doch nur eingetrichtert, daß sie sich gefälligst einzureihen haben und es sich gefallen lassen müssen eine marionette zu sein. dieses lenkkreuz mit den fäden kriegen sie ja spätestens in der berufsschule verpaßt.
es gibt ja ganz tolle gesetze, aber ... ... ...
mir fällt dazu nur eines ein : Es war einmal ein kleiner Vogel der langsam ins Alter kam flügge zu werden. Während man ihm sagte wie schön das fliegen doch sei hat man ihm doch glatt im selben Moment die Flügel gestutzt.
 
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FrankyBoy

Gast
Es ist schließlich so, dass unser Nachwuchs neoliberal indoktriniert wird und gleichzeitig werden die Zukunftsaussichten immer schlechter - was für eine wunderbare Zukunft soll denn das werden werden sich die meisten fragen und in der Realität erleben sie doch, wie Pleite-Bankenbosse mit aberwitzigen Abfindungen belegt werden aber selber gibt man ihnen keine Chance, auch nur Hartz IV zu beantragen.

Dieses Voll-Asi-System wird auch von immer mehr jüngeren Menschen durchschaut bzw. sie stoßen eben an diese "Grenze" dass man ihnen nicht mal zustehende Sozialleistungen bewilligt aber in anderen kreisen spielen 10 Mrd. € eigentlich keine Rolle - da ist das Peanutz!

Ich bekomme noch den Wirtschaftsspiegel von der IHK und viele Thesen die darin aufgestellt werden, tragen neoliberales Gedankengut und ich habe mich schon öfter gefragt, ob eine Institution wie die IHK unter solchen Voraussetzungen überhaupt noch in der Lage ist, die Ausbildung junger Menschen angemessen zu organisieren denn diese Theorie ist auf Lügen angewiesen um wenigsten theoretisch zu funktionieren - ich meine, wir erleben ja seit Jahren wie toll das von einem Rettungspaket zur nächsten Krisensitzung taugt!

Was mich aber an der Studie wundert ist, dass angeblich eher unintelligente Menschen betroffen sein sollen - kann ich so nicht nachvollziehen, ich habe welche bekommen als sich alle Gedanken nur noch im Kreis drehten und ich absolut keinen vernünftigen Ausweg mehr erkennen konnte - ich denke Nachdenken gehört auch zu diesem Krankheitsbild.
 
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gast_

Gast
Richtig - nur wer nachdenkt macht sich Sorgen - und wird krank.

Ich halte von diesen Studien rein gar nichts...da red ich lieber selbst mit den jungen Leuten und weiß schnell, was Sache ist!
Und verwundbarer geworden... sicher nicht... würde meine Generation heute jung sein würden sich die Zahlen nicht ändern!

Denn die Umstände machen krank...und zwar die von heute!
 

Der Ratlose

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Das verstehe ich nicht.

In den letzten 25 Jahren ist in Deutschland der bereich der Kindergärten massiv ausgebaut worden.

In den letzten 25 Jahren haben sich immer mehr Berufspädergogen um diese Altersgruppe gekümmert.

In den letzten 25 Jahren sind immer mehr Jugendliche angemessen sozialisiert worden durch den Kindergarten, die Schule usw.

Und nun das, wie geht das?

Einerseits wird hier immer nach einer so früh wie möglichen Kinderbetreuung gerufen, möglichst ab einem Jahr schon.
Andererseits wird sich über die Nebenerscheinungen beklagt.

Was genau wollt ihr eigentlich? In einer Kita, einem Kindergarten, lernen die kleinen schon von klein auf das sie sich an der breiten Masse orientieren müssen.
Das sie machen können was sie wollen und dafür nicht betsraft werden dürfen.
Das es keinerlei Grenzen im gesellschaftlichen Leben gibt, außer dem Staat gegenüber, der hat ja immer recht.

Seltsamerweise decken sich die Anzeichen mit den gerade veröffendlichen schwedischen Studien über dieses Thema.

Kinder die ausschließlich in einer Dagis und einer Fridtis aufgewachsen sind werden in der Regel keine Selbständigen , sie sind weniger kreativ und konfliktscheu.
So ist es für die Staatsführung auch am einfachsten.

Dachte man auf jeden Fall bisher. :biggrin:
 

Atlantis

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Das hat eine groß angelegte Patientenbefragung
Robert Koch-Instituts ergeben. Nicht einmal die Hälfte der Kranken wird überhaupt behandelt.
Nicht der Mensch ist Krank sondern das System ist Krank und müsste behandelt werden.



Genau ob die eine Patienten Umfrage machen oder in China fällt ein Sack Reis um.
Ein Filz der Psychiater und der Pharmaindustrie die den Umsatz Ankurbeln soll.


Die Todesfalle - YouTube
 
Z

Zwielicht

Gast
Habe heute die Obdachlosen Zeitschrift Fifty Fifty gekauft und darin war ein sehr guter Artikel.

Im Schatten des Krieges, die geprügelte Generation.

Die Traumatesierung der Elterngeneration durch den Krieg und ihre Unfähigkeit ihren Kindern liebevolle Fürsorge zu geben.
In den fünfziger, sechsziger Jahren glaubte man noch Kinder mit dem Rohrstock oder Teppichklopfer erziehen zu müssen. Und es wurde geduldet. Diese Generation ist auch durch gekommen und wurde nicht depressiv.

Jede Generation erlebt Schattenseiten und nicht nur güldenes Licht.
 

pinguin

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Wenn es so sein sollte, daß jüngere Menschen immer verwundbarer sind, dann mag das primär am Ungleichgewicht zwischen jenem, was die Gesellschaft so an Möglichkeiten via Werbung und Co verheißt, und jenem liegen, was real in Echt für den Einzelnen möglich ist.

Quasi wird das Trinken von Wein gepredigt, aber auf Nachfrage bekommt man nur Wasser angeboten.
 

Kaleika

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Wenn es so sein sollte, daß jüngere Menschen immer verwundbarer sind, dann mag das primär am Ungleichgewicht zwischen jenem, was die Gesellschaft so an Möglichkeiten via Werbung und Co verheißt, und jenem liegen, was real in Echt für den Einzelnen möglich ist.

Quasi wird das Trinken von Wein gepredigt, aber auf Nachfrage bekommt man nur Wasser angeboten.

Monitor Jugendarmut 2012: Junge Generation am stärksten von Armut betroffen
www.scharf-links.de
 

Atlantis

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Die Euthanasie und Zwangssterilisierung "Geisteskranker" war keine Idee Hitlers, sondern der Psychiater,die größten Verbrecher.

Zwischen1991 und 2003 sind in deutschen psychatrischen Anstalten 42200 MENSCHEN ZU TODE gekommen. Es wird nichtmal dokumentiert wieviele Menschen derzeit mit Elektroschock-"Therapie", bspw. , behandelt werden.

Die Einhaltung der Menschenrechte ist sogar in Deutschland ein WITZ!
Fixierung, Zwangsjacken, Folter, Zwangsmedikation, Freiheitsberaubung!

2/3 der US-Amerikanischen Ammokläufer standen zum Tatzeitpunkt unter Einfluss von Psychopharmaka, oder hatten diese kurz zuvor abgesetzt!




Und nun mal Unveröfentlichtes Material aus dem Stasie Keller zu der
Psychiatrie.

Als ich das mit dem Blinden Mädchen sah ist war mir :icon_kotz:.


Sichten und vernichten - Teil 1 von 4 - YouTube
 
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Ferdinand456

Gast
Auffällig im Artikel wieder die Bemerkung, dass viele Jugendliche und junge Erwachsene es gar nicht merken, dass sie depressiv sind. Es hat System: Arbeitgeber und Regierung frusten zunehmend den Bürger, aus Gefühlen wie "Frust" oder "Wut" wird eine "Depression" gebastelt, bei mehrfachem Spiel ("Chance auf Übernahme" - Vermittlungsgutschein kassieren, Tritt, nächster bitte) womöglich eine "rezidivierend chronische" Depression, damit der Jugendliche oder junge Erwachsene sich beim Onkel Doktor ausweinen kann, seine Pillen schlucken und gut ist. Weint er sich nicht aus, schließt er sich womöglich einer protestierenden Masse an und genau dies möchten die Regierungen vermeiden.

In Griechenland standen die Ärzte mit den Pillen mehr oder weniger auf der Straße beim Unternehmer, der gerade sein Unternehmen dich machen musste oder aber auf Anweisung der Regierung die Gehälter seiner Angestellten so kürzen, dass diese davon nicht mehr leben können. Es mag ja nicht das Schlechteste sein und ich gönne es jedem, der sich ruhig stellen lässt, um nicht durchzudrehen. Aber man kann es auch übertreiben und das passiert genau dann, wenn es plötzlich heißt "merkt gar nicht, dass er depressiv ist". Wer depressiv ist oder einen Nervenkoller hat, der merkt das sehr wohl (außer in ganz wenigen Ausnahmen), dem geht es nämlich verdammt dreckig, so dass er die Ärzte regelrecht anfleht, ihm einen Termin zu geben.

In Amerika hat das System der Überdiagnostik (DSM-III und -IV) sogar einen Sinn. Wer dort nicht als chronisch krank gilt, gilt als arbeitsfähig und erhält nach 2 Jahren durchgehend Arbeitslosenstütze keine weitere mehr, nach 5 Jahren Stütze im gesamten Leben sowieso nicht. Da bleibt einigen sozial denkenden Ärzten keine andere Wahl, als die Diagnose-Kriterien so zu verfeinern, dass bei "gutem Willen" auch jeder Gesunde als chronisch psychisch krank diagnostiziert werden kann. Sonst landet ein Großteil der Mittelschicht gnadenlos auf der Straße.

Man muss immer zwei Seiten sehen. "Gebrauch von Diagnosen" vs. "Missbrauch von Diagnosen". Wenn man da wachsam bleibt, ist das schon in Ordnung.
 
B

Bobby001

Gast
Aha. Weil immer mehr Menschen durchknallen, können mittlerweile die Jobcenter auch nicht mehr ohne Psycho-Docs auskommen. :eek:

:icon_kinn: Merkwürdig ist, dass die schon im voraus wissen, wieviele Durchgeknallte in diesem, im nächsten und im übernächsten Jahr zu begutachten sind.
Ja, nee, is klar. :cool:

Wenn das mal nicht ne linke Masche ist, die Durchgeknallten von den Hammeln zu trennen. :eek: Und was geschieht mit den Durchgeknallten? :confused:

Guckt ihr hier:
 

Anhänge

  • psycho1.pdf
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Ferdinand456

Gast
Anhand des folgenden sehr beeindruckenden Artikels möchte ich an dieser Stelle nochmals davor warnen, sich voreilig eine psychiatrische Diagnose verpassen zu lassen, oder aber unbedacht einer Aufforderung von Seiten des Amtes (oder anderweitiger Personen, Organisationen, etc., meist im Zuge eines Rechtsstreites) zu folgen, sich in eine psychiatrische Untersuchung zu begeben:

Das psychiatrische Stigma folgt Dir überall hin

[Mit einer psychiatrischen Diagnose ist selbst ein Gabelstapler-Führerschein gefährdet, dies noch als weitere Anmerkung zu o. g. Artikel. Übereifrige Sachbearbeiterinnen, die kein A vom U unterscheiden können und rein nach Aktenlage entscheiden, wodurch kerngesunde, komplett unfall- und punktefreie Personen in Psychiatrien und neurologische Kliniken geschickt werden, damit diese beurteilen, ob sie noch in der Lage sind, ein Fahrzeug zu führen, erschweren das (Berufs-)-Leben auf unerhörte Weise, meist auf Jahre bis Jahrzehnte hinaus, auch in Deutschland].
 
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