Diagnose ADHS: Auch Alter und Status der Eltern spielen eine Rolle

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michel73

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Der Arztreport gibt Hinweise darauf, dass die ADHS-Diagnose und der Griff zur Pille auch von den Eltern abhängt.

So sinke mit steigendem Ausbildungsniveau der Eltern die Wahrscheinlichkeit einer ADHS-Diagnose und einer Ritalin-Gabe an die Kinder.
Ein rund 50-prozentig höheres Risiko haben Kindern mit jungen Eltern unter 25 Jahren.

Kinder Arbeitsloser seien häufiger betroffen. ADHS werde bei Kindern von Gutverdienern seltener diagnostiziert.

ADHS: Jeder zehnte Junge erhält Ritalin
 

hartaber4

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Alter und Status der Eltern spielen eine Rolle .... oft reicht auch schon der "falsche" Vorname.... um ins Abseits katapultiert zu werden.....

Ergänzung:

Der Vorteil von Rechtschreibfehlern ist: Man kann sie zählen. Sieben Rechtschreibfehler sind sieben Rechtschreibfehler, daran ist nicht zu rütteln. Allerdings bewerten Grundschullehrer sieben Rechtschreibfehler mitunter sehr unterschiedlich. Mal halten sie sieben Fehler für eine Tragödie, mal finden sie sieben Fehler nicht so dramatisch.


Ob Drama oder nicht - das hängt auch davon ab, ob das Kind, das die Fehler macht, Maximilian heißt oder Kevin. Das legt eine neue Studie der Uni Oldenburg nahe, die SPIEGEL ONLINE vorliegt. Offenbar haben Grundschullehrer nicht nur Vorurteile gegen bestimmte Vornamen, was eine vorangegangene Studie schon im vergangenen Sommer zeigte. Offenbar haben diese Vorurteile auch Einfluss auf die Notengebung, zumindest bei Jungen.

Link:

Grundschullehrer-Vorurteile: Kevins bekommen schlechtere Noten - SPIEGEL ONLINE
 

hartaber4

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Wird Kevin/Ricö denn anders behandelt als S/Cindy oder Schantalle....?

Aufgrund der Tatsache, dass Jungen eher die "Bildungsverlierer" sind liegt das wohl nahe...... (siehe auch Mädchenanteil unter den Abiturient/innen/en)


Gäwen ist demnach wohl noch "schlimmer" als Schakkeline....

dumm nur, dass Kinder dafür bestraft werden, dass ihre Erzeuger eine gewisse Präferenz für bestimmte Namen haben.

Aber das passt ja zu unserem "durchlässigen" Bildungssystem.... Elite unter sich in einer "besonderen Lernkultur" und die anderen weg ins Auffangbecken wie Hauptschule oder andere Maßnahmen.

Und mit Sicherheit ist es auch ein Unterschied, ob im Elterngespräch ein Rechtsanwalt mit Dr.-Titel vorstellig wird oder ein Hilfsarbeiter ohne jeglichen Berufsabschluss.....

siehe oben:

7 Fehler..... wenn zwei das gleiche machen ist es noch lange nicht dassselbe.....
 

michel73

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Ich halte die Verabreichung von Ritalin an Kinder für sehr bedenklich, fraglich ob das auch was mit dem Einkommen oder Bildungsniveau der Eltern zu tun hat oder wer die Diagnose dafür erstellt.
 

ZynHH

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Naja, vieleicht "rumst" es auch doller, wenn Ricö den Tisch umwirft als wenn Schantalle anfängt zu weinen.... obwohl wenn ich an Cindy aus Marzahn denke....
 

Der Ratlose

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Ihr wisst schon das ADHS eine erfundene Krankheit ist und in Zukunft nicht mehr diagnostiziert wird.:biggrin:

Das deutsche Bildungsvolk. Man kann sich nur noch weglegen vor lachen.

Das Asberger Syndrom wird es auch nicht mehr geben.
DSM-5 ("Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders")
 

Erolena

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Die Studie kann ich im Moment leider nicht herunterladen, ich sitz gerade am fremden Computer.

Die Namensgebung ist derzeit beliebt als Thema. Vermutlich, weil dabei besonders deutlich wird, wie töricht diese soziale Sortiermaschinie funktioniert. Das könnte vielleicht sogar der deutsche Michel verstehen.

Wer arm ist, hat trotz gleicher Leistungen bei uns deutlich schlechtere Chancen in der Schule. Das steht schon lange fest. Aber auch wer nicht zu den kulturellen Wertvorstellungen der Lehrerschaft passt, hat es schwerer. Abgehobene Kriterien bestimmter Schichten werden zur Bildungsfalle für die Kinder.
 

hartaber4

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Ihr wisst schon das ADHS eine erfundene Krankheit ist und in Zukunft nicht mehr diagnostiziert wird.:biggrin:

Das deutsche Bildungsvolk. Man kann sich nur noch weglegen vor lachen.

Das Asberger Syndrom wird es auch nicht mehr geben.
DSM-5 ("Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders")

Diagnosen in D:

In der Bundesrepublik Deutschland wurde 1986 erstmals die ICD-9 zur Diagnosenverschlüsselung in Krankenhäusern verpflichtend eingesetzt. Eine deutschlandspezifische, von der WHO-Version abweichende Version (ICD-10-SGB-V) wurde seit 2000 eingesetzt. Ab 2004 ist eine deutsche Fassung, die so genannte German Modification (GM), im Einsatz; seit dem 1. Januar 2012 ist die ICD-10-GM 2012 gültig, die zur Verschlüsselung von Diagnosen in der ambulanten und stationären Versorgung anzuwenden ist. Für die Todesursachenverschlüsselung gilt in Deutschland weiterhin die ICD-10-WHO-Version 2006.

Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme
 

Der Ratlose

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Diagnosen in D:

In der Bundesrepublik Deutschland wurde 1986 erstmals die ICD-9 zur Diagnosenverschlüsselung in Krankenhäusern verpflichtend eingesetzt. Eine deutschlandspezifische, von der WHO-Version abweichende Version (ICD-10-SGB-V) wurde seit 2000 eingesetzt. Ab 2004 ist eine deutsche Fassung, die so genannte German Modification (GM), im Einsatz; seit dem 1. Januar 2012 ist die ICD-10-GM 2012 gültig, die zur Verschlüsselung von Diagnosen in der ambulanten und stationären Versorgung anzuwenden ist. Für die Todesursachenverschlüsselung gilt in Deutschland weiterhin die ICD-10-WHO-Version 2006.



Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme

An der DSM-4 und in Zukunft die DSM-5 orientiert sich aber alles.
Das ist die "Bibel" der Psychatrie.

Da kommt keiner drumherum.
 

hemmi

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Was passiert wenn aus Jennifer plötzlich Genoveva wird?:biggrin:
 

hartaber4

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An der DSM-4 und in Zukunft die DSM-5 orientiert sich aber alles.
Das ist die "Bibel" der Psychatrie.

Da kommt keiner drumherum.

Rate der mit der Pharmaindustrie "verbandelten" Psychiater:

ICD: 15 %

DSM: 70 %

Selbst wenn eines dieser Werke ausgewogen wäre..... man muss immer noch mit der "Kreativität" der Ärzte rechnen.....

Ach... ich vergass: Deutsche Ärzte, Richter, usw. machen KEINE Fehler....

Fehlurteile und Ärztepfusch sind nur das Ergebnis schlechter Presse-Häuser/Recherche.... und Betroffene (oder besser : Menschen die sich einbilden betroffen zu sein?) sind undankbares Pack! (Ironie off)


Info zu : https://de.wikipedia.org/wiki/Horst_Arnold_(Justizopfer)

Hier darf an das Justiz-, Diagnose- und Psychiatrieopfer

Horst Arnold erinnert werden..... ihm wurde in Hadamar (forensische Psychiatrie) durch mehrere Gutachter die "schwere seelische Abartigkeit " mehrmals attestiert (weil er KEINEN Opferbrief schreiben wollte und auch KEINE Reue zeigen wollte).

Ergebnis: Keine 2/3-Regelung für "Ersttäter"...Strafe voll abgesessen...

Im Wiederaufnahmeverfahren wurde er freigesprochen....

Wiedergutmachung/Entschuldigung: Fehlanzeige

Statement des Landes-Justizministers (sinngemäß erinnert aus Interview):

Wer unschuldig im Knast saß.... ist ja auch kein Straftäter...wer kein Straftäter ist braucht auch keine Resozialisierung (Haus weg, Job weg,usw.) ....WAS für eine Arroganz!

WIE Psychiater/Psychologen eine "schwere seelische Abartigkeit" da herleiten bleibt mir bis heute schleierhaft und wirft ein entsprechendes Licht auf diese Berufssparte........
 
E

ExitUser0090

Gast
Immer mehr Zappelphilippe - Trend oder vorschnelle Diagnose?

Bei immer mehr Kindern und Jugendlichen wird ADHS diagnostiziert, sagt ein Bericht der Barmer Versicherung. Der Mediziner und Journalist Werner Bartens warnt im Interview vor ADHS als "Modediagnose".
Immer mehr Zappelphilippe - Trend oder vorschnelle Diagnose? · detektor.fm | Internetradio mit Journalismus und alternativer Popmusik

Interview MP3 7MB:https://detektor.fm/images/uploads/...iagnosen_bei_Kindern_und_Jugendlichen_WEB.mp3
 

hartaber4

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Zahlungen von Pharmafirmen an Ärzte gibt es in vielen Bereichen der Medizin. In nur wenigen sind sie derart selbstverständlich geworden wie in der Nervenheilkunde. Es sind die Psychiater, die einer Studie aus Minnesota zufolge die höchsten Zuwendungen aus der Industrie kassieren. Von 37 Leitern der Kliniken für Psychiatrie an deutschen Universitätskliniken haben nach SPIEGEL-Recherchen offenbar mindestens 35 auf ihrem Berufsweg finanzielle Zuwendungen von Pharmafirmen angenommen.

DER SPIEGEL 20/2011 - Seelsorge für die Industrie

(Dürfte bei niedergelassenen FA nicht großartig anders sein..)



Auch ältere Menschen sind Zielgruppe einer Umsatzintensivierung:


Die Behandlung Demenzkranker ist arbeitsintensiv und teuer. Viele Pflegeheime verabreichen den Patienten starke Medikamente, gefördert von Pharmafirmen. Von Anette Dowideit


Psychopharmaka : Chemische Gewalt setzt Demenzkranke außer Gefecht - Nachrichten Wirtschaft - DIE WELT



Von der Wiege bis Bahre...... NOCH FRAGEN ?

Logik:

Mehr Umsatz (bedingt ja mehr Diagnonsens)= Mehr Leckerlis
 

AEMR

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Einfach ruhiggestellt

Ritalin, das umstrittene Mittel zur Therapie hyperaktiver Kinder, wird immer öfter verschrieben

Doch schon die Diagnose ist eine mögliche Fehlerquelle. Die Ärzte stützen sich dabei auf Listen mit Symptomen, die den Grad an Impulsivität und Unaufmerksamkeit zeigen sollen. „Um die Störung zweifelsfrei festzustellen, braucht man zwei Stunden“, betont der Aschaffenburger Psychiater Götz-Erik Trott, ein engagierter Befürworter von Ritalin.

Peter Riedesser, Leiter der Kinder- und Jugendpsychiatrie im Universitätskrankenhaus in Hamburg-Eppendorf, warnt: „Hyperaktivität kann Anzeichen einer tieferen Störung sein, etwa einer Depression, die anders zu behandeln ist als mit Ritalin.“ Andere mögliche Ursachen sind Streß in der Schule und im Elternhaus. Helmut Remschmidt, Präsident der Europäischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, unterstreicht zwar, daß „nach klarer Diagnose zwei Drittel der Betroffenen auf das Medikament ansprechen“. Dennoch meint der Marburger: „Eine Behandlung ausschließlich mit Ritalin ist ein Fehler.“

Von Eltern und Lehrern fordert Remschmidt, sich auf Zappelphilipps einzustellen, etwa das zu Erlernende in kürzeren Etappen vorzutragen. Der Düsseldorfer Psychiater Reinhard Schydlo setzt bei seinen Patienten auf Verhaltenstherapie. „Ritalin verschreibe ich nur in schweren Fällen; etwa dann, wenn der Schulverweis droht.“

Es geht auch ohne Ritalin

Angeblich leiden 3 bis 10 % aller Kinder unter ADHS, Jungen dreimal häufiger als Mädchen. Dabei besteht große Uneinigkeit: Was ist eigentlich ADHS, kann man diese Störung überhaupt diagnostizieren, wie sieht eine gute Therapie aus, ist der Einsatz von Medikamenten sinnvoll oder fahrlässig, ist ADHS nicht eigentlich eine profitträchtige Modekrankheit? Dr. Helmut Bonney, Psychotherapeut aus Heidelberg, lange Zeit in der Kinderneurologie beschäftigt, hält den Einsatz von Ritalin vor allem wegen der unübersehbaren Risiken für falsch. Und er sieht ADHS nicht allein genetisch bedingt, sondern stark durch die Umwelt beeinflusst (z.B. Familienprobleme).

1990 lag die Zahl der Kinder, die in den USA wegen des Aufmerksamkeitsdefizitsyndroms ärztlich behandelt wurden, noch unter 1 Million, heute sind es über 10 Millionen. In Deutschland wiederum sind über 100.000 Schüler betroffen, viele davon werden mit Ritalin und anderen Medikamenten behandelt. Es gibt Kritiker, die eine pharmakologische Therapie von ADHS ablehnen: Sie verweisen auf neurowissenschaftliche Studien, die die gängige Dopaminmangelhypothese ad absurdum führen, und sie warnen vor einer Pathologisierung der Kinder. Zu diesen Kritikern gehört der Heidelberger Kinderpsychiater und Familientherapeut Dr. Helmut Bonney. In seinem Vortrag zeigt er Alternativen im Umgang mit ADHS auf.
Bücher:
- „Neues vom Zappelphilipp“ zusammen mit G. Hüther, 2002 (Walter-Verlag).

- „Kinder und Jugendliche in der familientherapeutischen Praxis“ (Carl-Auer Verlag, Heidelberg, 2003).

- Lernsoftware „TAIL“ (Training von Aufmerksamkeit und Impulskontrolle als Lernspiel) , Human Solutions, 2006.

SWR2 Wissen (Aula): Es geht auch ohne Ritalin - SWR2 :: Programm :: Sendungen A-Z :: Wissen | SWR.de

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Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) warnt davor, sich bei der Diagnose auf nicht eigens dafür spezialisierte Ärzte zu verlassen. ... Der BDP zeigt sich sehr besorgt über die Möglichkeiten eines Selbsttests zum Beispiel via Internet.

ADHS

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Es geht auch ohne Ritalin
Judyth Reichenberg-Ullman (Autor)
Robert Ullman (Autor)

Jennifer Buhl (Übersetzer)

Es geht auch ohne Ritalin: Amazon.de: Judyth Reichenberg-Ullman, Robert Ullman, Jennifer Buhl: Bücher

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Ritalin-Kritik
Kritik an Ritalin und allen anderen ADHS-Medikamenten mit dem Wirkstoff Methylphenidat wie z.B. Concerta, Medikinet, Methylphenidat-Hexal oder Equasym

Kritik an Ritalin und anderen ADHS-Medikamenten mit Methylphenidat

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ADHS-Kritik
Man verkauft Psychopharmaka, indem man psychische Krankheiten verkauft.”
Carl Elliot, Bioethiker, University of Minnesota

Die freie Entfaltung der Persönlichkeit gehört zu den elementarsten Menschenrechten. In unserem Grundgesetz finden wir dieses Recht im Artikel 2 verankert. Dieses Recht hat viele Ausprägungen, wobei ich in meinen Veröffentlichungen im Wesentlichen auf das Recht eines Kindes eingehe, frei von bewusstseinsverändernden (psychotropen) Drogen aufzuwachsen.

Die Praxis sieht jedoch so aus, dass weltweit mehr als 4 Millionen Menschen Psychopharmaka aufgrund einer so genannten Krankheit mit dem Namen ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung) erhalten, vor allen Dingen Kinder. In Deutschland sind dies 50.000 bis 100.000 Kinder, wobei die Tendenz steigt.

Meine ADHS-Kritik begründe ich vor allen Dingen mit den Diagnosekriterien der Psychiatrie selbst, wie sie im Diagnose-Handbuch (DSM-IV) niedergelegt wurden. Subjektiv interpretierbare Wörter wie "häufig", "übermäßig" oder "unpassend" werden benutzt, um eine vorgeblich objektive Störung zu beschreiben und damit zu etablieren. Diese Vorgehensweise bezeichne ich als unwissenschaftlich und stelle in meinen ADHS-kritischen Veröffentlichungen die gesamte ADHS-Diagnose in Frage.

ADHS ist eine erfundene Krankheit, deren bloße Existenz in der Wissenschaft umstritten ist. Dennoch werden auf der Grundlage von fragwürdigen Diagnosekriterien psychiatrische Drogen verabreicht, die in Deutschland unter das Betäubungsmittelgesetz fallen. Lebensprobleme von Kindern werden zur psychiatrischen Krankheit umfunktioniert und ermöglichen so Teilen der Pharmaindustrie enorme Gewinne.
ADHS-Kritik - Rainer Pagel - Barßel | Startseite

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Das den Lifestyle-Medikamenten Amphetamin, Prozac und Ecstasy ähnliche Methylphenidat soll bei Kindern Nervosität und Zappeligkeit bändigen und bei Jugendlichen die Konzentration auf Arbeits- und Lernprozesse fördern. Experten schätzen, dass heute weltweit über 20 Millionen Kinder und Jugendliche dieses Medikament einnehmen. In der Schweiz sollen Schätzungen zufolge rund sechs Prozent aller Kinder Methylphenidate schlucken. Zwischen 1996 und 2000 soll sich der Konsum hierzulande versiebenfacht haben. Statistische Zahlen werden laut dem Schweizerischen Heilmittelinstitut Swissmedic jedoch nicht erhoben.

Kritiker fordern ein Wegkommen von der einseitigen neurologischen Sichtweise und der blossen Symptomunterdrückung. Sie plädieren für ganzheitliche Behandlungskonzepte, Alternativen zur schädlichen Dauermedikation, den Einbezug von Ernährung, Lebens- und Arbeitsumständen sowie der Familiensituation und Bezugspersonen in die Therapie. Psychische und soziale Probleme könnten nicht alleine mit einem chemischen Wundermittel gelöst werden, so der Tenor. Viele Kinder brauchten in der heutigen Konkurrenz- und Konsumgesellschaft eine bessere Begleitung und Förderung sowie Eltern, die vernünftige Grenzen setzen könnten – und keine forcierte Integration in Schul- und Arbeitsstress mit Hilfe eines Medikaments.
Natürlich: Es geht auch ohne Ritalin


Anmerkung: Ich bin einerseits sehr gegen die meiner Meinung nach tendenziell gesundheitsschädigende und vor allem viel zu häufige Vergabe von Ritalin/Strattera/Prozac&Co. an (vor allem männliche) Schulkinder, doch halte ich andererseits grundsätzlich nichts von dem in einigen Links empfohlenen Ansatz der Behandlung von ADHS mit den aus meiner Sicht unwissenschaftlichen Methoden von Homöopathie bzw. Bachblüten
 

AEMR

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#hartaber4

zunächst in die Psychiatrie in Hadamar eingewiesen.

"Hadamar war die Krönung", sagt Arnold und kann sich mittlerweile über seine Erlebnisse dort amüsieren. Er sei sofort negativ aufgefallen, weil er einfach kein Geständnis habe ablegen wollen. "Sechs Psychologen haben die auf mich angesetzt!" Auch einer Therapie für Sexualstraftäter widersetzte er sich. "Da war ein Psychologe, der teilte Block und Schreibzeug aus und sagte: ,Meine Herren, Sie schreiben jetzt mal einen Opferbrief und entschuldigen sich!' Die anderen schrieben alle fleißig. Nur ich nicht. Ich sagte, ich warte, bis ein Brief mit einer Entschuldigung zu mir kommt."

In der zweiten Therapiestunde ging es um Verhütung. "Was, bitte, hat das mit Therapie zu tun?" Arnold greift sich an den Kopf. "Der schwule Therapeut schrieb einen einfachen Satz an die Tafel. Darin waren sieben Schreibfehler. Die anderen merkten das nicht. Aber ich. So flog ich aus der Sexualtherapie raus."

Man hielt ihn mehr als 700 Tage in Hadamar fest, schob ihn von einer Therapiegruppe in die nächste. Er galt als "nicht einsichtig", als jemand, bei dem alle Bemühungen "sinnlos" seien.
DER SPIEGEL*33/2011 - Von vorn bis hinten erfunden

Das im Westerwald gelegene Hadamar und die deutschen Ärzte bzw. deutsche Psychiatrie - Der Ort hat eine traurige Tradition

Tötungsanstalt Hadamar

Tötungsanstalt Hadamar

15.000 Menschen wurden im Rahmen der NS-Euthanasie-Verbrechen in Hadamar ermordet.
Das Gedenken an die Opfer ist uns Verpflichtung.
- Willkommen

PS Danke für den Hinweis auf den Wikipedia-Eintrag; bei deinem Wiki-Link funktionierte die schließende Klammer " ) " nicht, ich probier's nochmal:

Horst Arnold (Justizopfer)
 
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