DGB Sommer: Große Koalitionen sind gute Krisenkoalitionen

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wolliohne

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Welt am Sonntag: Schröders Reformagenda hat den Arbeitsmarkt wetterfest gemacht. Deutschland steht in der Krise erheblich besser da als andere Euro-Staaten. Wäre es nicht Zeit für eine Versöhnung mit dem Altkanzler?

Sommer: Ich denke nicht, dass es die Agenda-Reformen waren, die den Arbeitsmarkt wetterfest gemacht haben. Vielmehr waren und sind es unsere starke Exportwirtschaft, flexible Arbeitszeitmodelle, die Mitbestimmung, die Tarifautonomie und nicht zuletzt die kluge Krisenpolitik 2008 und 2009 …

Welt am Sonntag: … und die Versöhnung?
Sommer: Frank-Walter Steinmeier, dem damaligen Kanzleramtsminister, fühle ich mich freundschaftlich verbunden. Wir haben uns sehr gründlich ausgesprochen. Und ich habe mich sehr gefreut, dass er neben der Bundeskanzlerin zu meinem 60. Geburtstag gesprochen hat – und welche Worte er gefunden hat. Zwischen Gerhard Schröder und mir herrscht dagegen ein gepflegtes Nicht-Verhältnis, was aber auch in Ordnung ist. Ich weiß seine historische Leistung während des Irakkriegs durchaus zu würdigen. Aber die Agenda 2010 steht auf einem anderen Blatt. Mit ihr verbinde ich Dumpinglöhne, prekäre Beschäftigung, einen ausufernden Niedriglohnbereich und Altersarmut. (…)
Welt am Sonntag: Ist die SPD die Partei der sozialen Gerechtigkeit?

Sommer: Alle demokratischen Parteien haben in ihrer Programmatik einen sozialen Bezug und versprechen Gerechtigkeit. Das ist ein erster Erfolg unseres jahrelangen Drängens. Am stärksten ausgeprägt ist das natürlich im linken Lager, SPD und Grüne voran. Vor allem die Sozialdemokraten haben ein beachtliches Angebot, wenn ich an die neue Ordnung der Arbeit, die Renten- oder Steuerpolitik denke. Aber auch die Union bezieht sich auf die Grundwerte der sozialen Marktwirtschaft, wenngleich sie im Spannungsfeld von Wettbewerb und sozialem Ausgleich andere Schwerpunkte setzt. Es gibt die Grünen, die viele sozialpolitische Themen behandeln, und es gibt die Linkspartei, die sich sehr stark an den Gewerkschaften orientiert und in ihren Forderungen meist über uns hinausgeht. Aber wir messen die Parteien nicht nur an ihren Wahlprogrammen, sondern auch an ihren Taten. Ich will noch im Amt erleben, dass der Mindestlohn im Gesetzblatt steht, und zwar mit mindestens 8,50 Euro die Stunde, flächendeckend, für Jung und Alt, für Ost und West.
Welt am Sonntag: Ist die Linkspartei regierungsfähig?
Sommer: Nach den Äußerungen aller Protagonisten ist die Zeit für Rot-Rot-Grün nicht da. Das geht vonseiten der SPD nicht, und das geht vonseiten der Linkspartei auch nicht.
Quelle: welt Anmerkung WL: Der DGB-Vorsitzende kann also mit allen Parteien, mit Ausnahme der Linkspartei. CDU, FDP, SPD und Grüne hätten ja alle „einen sozialen Bezug“ in ihrer Programmatik. Na ja, der soziale Bezug der CDU zeigte sich ja schon darin, dass die Kanzlerin zu Sommers 60. Geburtstag gesprochen hat. Das reicht ja für die vom Vorsitzenden des DGB vertretenen Arbeitnehmer schließlich aus.
Wieder einmal wird deutlich: Sommers Wunschkoalition ist die Große Koalition.
 
E

ExitUser

Gast
AW: Sommer Große Koalitionen sind gute Krisenkoalitionen

wenn ich diesen verräter sommer schon lese vergeht einem alles

mich wunderst das die DGB überhaubt noch existiert
nach dem was sommer sich so erlaubt hat

aber typisch deutsch
lassen sich verraten und verkaufen und zahlen denoch ohne murren und knurren die zeche
 
F

FrankyBoy

Gast
AW: Sommer Große Koalitionen sind gute Krisenkoalitionen

Mit etwas mehr Hirn am Start, hätte der Herr Sommer auch auf die Idee kommen können, dass es in einem Schuldgeldsystem unmöglich ist, alle Schulden zurück zu zahlen denn die Zinsen werden bei der (Giral-)Geldschöpfung, nie mit erzeugt und fehlen somit in der Geldmenge :icon_hug:.

Die angeblich so kluge Krisenpolitik von 2008/2009, wird uns noch sehr schwer auf die Füße fallen, denn es gab absolut keine Lösungen sondern reine Verbschiebebahnhöfe, die im ESFM und ESM gemündet haben - wir haben jetzt also 2 Zeitbomben in unser Währungssystem eingebaut, die in Kürze sehr gefährlich werden können.

Gestern hat eine Luxemburgische Tageszeitung eine Antwort von mir zu einem Kommentar veröffentlicht, der ganz nah am Thema hier liegt - das möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten:

Arbeiter am 08.04.2013 13:49
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Umdenken in Richtung

Leistungsgesellschaft. Alles andere ist Geschwätz. Wohlstand ohne Leistung ist und bleibt eine Illusion. Fakt ist: "lieber eine schlechte Arbeit als keine Arbeit". Wer dass nicht begriffen hat, fährt einen funktionierenden Sozialstaat an die Wand.



Franco Frascella am 08.04.2013 19:45
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Schuldgeldsystem

Entschuldigung Herr Arbeiter, Ihre Gedanken tragen keine 3 Gedankengänge denn die ganzen Schulden weltweit, sind ein einziger Bluff und gehören abgeschafft. Nein, die Investmentbänker, Privateequity- und Hedgefonds haben Schulden in Bio. € aufgenommen und damit gezockt und sich verzockt - bis 2008 hies das Bankenkrise und seither Staatsschuldenkrise. Der Sozialstaat findet vornehmlich bei dem oberstem 1% der Wohlhabenden statt - dessen "Geld bzw. Eigentum" wird immer geschützt und du darfst dafür malochen bis die Schwarte kracht - Youtube "Dirk Müller Schuldgeldsystem"

Tageblatt Online - Umdenken ist erforderlich - Meinung

Na ja, gestern hat mich Prof. Dr. Heiner Flassbeck mit einer relativ neuen Rede beeindruckt - auch wenn er andere Begrifflichkeiten verwendet - aus seinem Vortrag geht klar hervor, was schief gelaufen ist und was weiterhin schief laufen wird: https://www.youtube.com/watch?v=q3PMjRlOwMQ

Tja, unterm Strich würde ich sagen, dass man die Deutschen Gewerkschaften abschaffen kann - Arbeitnehmerinteressen bedienen sie schon lange nicht mehr.
 

echt machtlos

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Sommer hat nen Knall , er redet wirrrrrrrr!
Der Chef des DGB hat sich gefälligst nicht nur ausschließlich mit der Exportwirtschaft zu befassen , was geht den Afganistan an ?

Schröder hat den DGB erpresst auf die Flächentarifverträge zu verzichten und der erklärt ihn nicht zu seinem Erzfeind , hä??

Nebenbei : Das der DGB mit der Linken nicht kann steht da aber nicht.

Soso, er möchte also noch einen Mindestlohn von 8,50 erleben anscheinend ein kleiner Weltmeister im die Latte tief hängen!

Echt: der Typ ich lach mich kringelig.:icon_lol::icon_lol::icon_lol:

Der soll bitte endlich mal persönlich erklären warum die wieder neue Tarifverträge in der Leiharbeit abschließen müssen! Verdammt!:icon_motz::icon_motz:
 

zalino

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Vielleicht ist Sommer in Wahrheit ein Agent des Kapitals?

Agent?
Füßelutscher, Füßeküsser...
Zwickel, Sommer, Sommer, Zwickel..., klingt alles so ähnlich und kann das gar nicht so auseinanderhalten.

Zalino
 

druide65

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LEIDER muss man sehen das innerhalb DER LINKEN noch zu sehr auf die Gewerkschaften gesetzt wird.
Es gibt viele Genossen die innerhalb der Gewerkschaften gute Arbeit leisten,Kein Zweifel,aber die gibt es nur auf den unteren Ebenen.
In den oberen Ebenen sind die alten Spezialdemokratischen Seilschaften fest verankert.Und die haben das Sagen.Sie haben die ..MEDIALE MACHT....
 

echt machtlos

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LEIDER muss man sehen das innerhalb DER LINKEN noch zu sehr auf die Gewerkschaften gesetzt wird.
Es gibt viele Genossen die innerhalb der Gewerkschaften gute Arbeit leisten,Kein Zweifel,aber die gibt es nur auf den unteren Ebenen.
In den oberen Ebenen sind die alten Spezialdemokratischen Seilschaften fest verankert.Und die haben das Sagen.Sie haben die ..MEDIALE MACHT....

Ohne die vielen Genossen der LINKEN die die ganze Kleinarbeit machen würde der Laden zusammenbrechen. Ganz Richtig. Die Schlüsselpositionen kriegen immer Leute mit SPD Parteibuch ( fast immer).
 
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